Heribert Bruchhagen plädiert seit Jahren für eine gerechtere Verteilung der Fernsehgelder.Die Kluft zwischen Top- und Mittelklasseteams der Bundesliga wird durch die ungleiche Aufteilung der TV-Gelder zwischen den einzelnen Klubs immer größer, der Abstand zwischen Arm und Reich nimmt dadurch ebenfalls zu. Auf diese Tatsache ist in den letzten Jahren immer wieder von Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen lautstark hingewiesen worden. Er mahnte zudem stets an, dass besonders die Traditionsvereine, wie Eintracht Frankfurt, zunehmend unter der immer größer werdenden Lücke leiden: „1992 betrug die Differenz der Lizenzspielerkosten im Kader von Eintracht Frankfurt und Bayern München 40 Prozent, heute sind es 500 Prozent. Und dieser Abstand wird durch die steigenden Einnahmen aus der Champions League noch wachsen“, sagte Bruchhagen im Spätsommer 2015 bei „Sport1“.

Die DFL hat Mitte März diesen Jahres die Ausschreibung zur Verhandlung um die neuen Bundesliga-TV-Rechte angekündigt. Damit ist das Wettbieten um die Fernseh-Milliarden ab der Saison 2017/18 offiziell eröffnet. Die Aufteilung des Geldes soll sich ab dann ändern, neue Kriterien sollen der Verteilung zu Grunde gelegt werden. Das zumindest fordern sechs Traditionsvereine, darunter auch die SGE, die sich nun zu einem Bündnis zusammengeschlossen haben. „Team Marktwert“, nennen sich die Eintracht, der HSV, der 1. FC Köln, Werder Bremen, Hertha BSC Berlin und der VfB Stuttgart. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, für mehr Geld für die Traditionsklubs bei der Verteilung der Fernsehgelder zu kämpfen.

Bislang ist bei der Errechnung der TV-Gelder in der Bundesliga allein der Tabellenplatz für den Verteilungsschlüssel entscheidend. Und das spüren Mannschaften, die sich seit Jahren im Mittelfeld der Bundesliga aufhalten und entsprechend auch in der TV-Tabelle keine großen Sprünge machen können. Dazu zählen eben jene sechs Teams, die sich nun zusammengetan haben. Allesamt finden sie sich im Fernsehgeld-Ranking in der zweiten Tabellenhälfte wieder. Während der FC Bayern München mit knapp 40 Millionen Euro Einnahmen aus dem TV-Topf die Tabelle anführt, rangiert die Eintracht mit 25,8 Millionen Euro auf Rang 13, der 1.FC Köln mit 22,3 Millionen Euro gar nur auf dem 16. Platz.

Das neue Bündnis will Kriterien wie Einschaltquoten, Auswärtsfans, Social-Media-Relevanz und Zuschauer- sowie Mitgliedszahlen in die Verteilung mit einbringen. Die Bosse der sechs Klubs sind der Meinung, dass die Tabellenposition nur ein Prüfstein ist, der maßgebend dafür ist, wie attraktiv ein Spiel für die Zuschauer und somit die Fernsehsender ist. Schließlich erzielen die Tradionsvereine höhere TV-Quoten als beispielsweise die Werksklubs Leverkusen oder Wolfsburg. Die neu gegründete Allianz will, dass dies im neuen TV-Geld-Vertrag mitberücksichtigt wird, da jene sechs Vereine mit dem Mehr an Zuschauern und Fans schließlich den Wert des Produktes Bundesliga steigern.

Bruchhagen forderte dies bereits im Mai auf dem „Sponsors Sports Media Summit“ in Köln. Ganz sicher ist eins: Die vollen Stadien spielen auch eine Rolle. Eintracht Frankfurt schöpft in jedem Auswärtsspiel das Kartenkontingent aus, das dem Verein zusteht. „Es fahren 7.000 Anhänger nach Berlin, 5.000 nach Schalke und 8.000 nach Dortmund. Diese Dinge müssen gewürdigt werden. Es gibt Parameter, die neben der sportlichen Leistung berücksichtigt werden müssen“, sagte der Vorstandsvorsitzende damals.
Sein Wunsch könnte nun endlich Gehör gefunden haben. Denn die DFL bat das „Team Marktwert“, objektive Kriterien auszuarbeiten, die darstellen, welche Vereine am meisten zur Marke Bundesliga beisteuern.

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25 Kommentare

  1. Auf den K.O.-Schlag gegen Bornheim könnte ich gut und gerne verzichten.

    Jeder ist sich selbst der nächste – dass es für die Zweitligisten künftig und dauerhaft ’ne ganze Ecke weniger vom Kuchen geben soll, störte das Team Marktwert bisher kaum, soweit ich das mitbekommen habe. Obwohl gerade dort der Anteil an sehr lebendigen Traditionsvereinen ja inzwischen höher ist als in der Beletage.

  2. Die zweite Liga soll von den Zuwächsen nicht profitieren. Aber sie bekommen nicht weniger Geld. Und es ist konsequent, wenn das von oben nach unten durchgeht. DIe Vereien , deren Fans am meisten beitragen, sollen am meisten profitieren. Das ist nur fair. Sei es bei den Einschaltquoten, den Sky-Abos oder den Zuschauerzahlen. Dann würden wir zum Beispiel mehr bekommen als Hoffnehim, Mainz, WOlfsburg. Wir sind von den Zahen her soweit ich weiß in den Top 6-8.

    Auch in der zweiten Liga sollte das Prinzip gelten. Da bekommt auch der mehr Kohle , der mehr Zuschauer mitbringt und auch bei den Abo-und Fernsehzahlen mehr erwirtschaftet.

  3. Die 2. Liga sollte immer mit profitieren, nicht nur weil wir selbst ne Fahrstuhlmannschaft sind, sondern weil uns alle Welt um den starken Unterbau beneidet. Es ist ein schleichender Prozess, dass Fußball für die Kids immer uninteressanter wird, wegen Computerspielen und Fun-Sportarten. Die unteren Ligen bekommen doch schon Probleme ihre Mannschaften zu füllen. Denke in 10 Jahren wird man jammern, wenn dann auch noch das Event-Publikum abwandert und die Generation, also meine, die „nur“ Fußball kannte ausgestorben ist. Aber das interessiert ja heute keinen.

  4. @2. Joe der Adler
    M. E. muss man unterscheiden, am höheren Vertrag soll die 2. Liga nicht profitieren, dass Thema „Traditionsvereine“ kann aber dennoch auch für die 2. Liga gelten, wenn der bestehende Vertrag bzw. der Geldfluss, dann anders verteilt wird. Also, die 2. Liga bekommt das gleiche Geld, aber der Schlüssel der Verteilung könnte auch hier angepasst werden. Uuuups habe gerade deinen letzten Satz noch mal gelesen, glaube Du meinst es genauso 🙂

  5. Ich finde Herri hat Recht mit dem Ansatz.
    Wir fahren mit 7000 Fans auswarts und Wolfsburg bringt 700.
    Ich bin gespannt ob die DFL da offen ist
    Da müssen objektive Kriteria her aber auch das ist machbar.
    Was Liga 2 angeht sollte das gleiche Prinzip gelten.Da sind ja viele Traditions Vereine hängen geblieben, wo wir wieder beim eigentlichen Problen sind.

  6. @ Grantler: Das meinte ich ja. An der Erhöhung nicht partizipeieren, aber die jetzige Summe weiterhin bekommen. Und das dann nach dem gleichen Prizip der Traditionsvereine wie in der ersten.

  7. Ich kämpfe da selbst mit mir bei der Argumentation. Grundsätzlich fände ich es auch gut, diese weichen Faktoren mit einfließen zu lassen. Andererseits werden auch hier Bayern, Dortmund, Schalke und Gladbach mit am meisten profitieren, da diese auch in der Fangunst am höchsten stehen. Und wie sollen die Zuschauerzahlen mit eingerechnet werden? Einfach die absolute Zahl nehmen und daraus ne Tabelle anfertigen? Berlin hat allerdings 3,5Mio. Einwohner, ein Stadion für 75.000 Zuschauer und nen Zuschauerschnitt von vielleicht 40.000. Wolfsburg hat 140.000 Einwohner, ein Stadion mit 30.000 Zuschauern Kapazität und vermutlich 20.000 Zuschauer im Schnitt. Das ist natürlich wenig aber halt doch fast 15% der Bevölkerung. Im Vergleich müssten in Berlin also 525.000 Zuschauer ins Stadion gehen wenn man bei der Verhältnisrechnung bleibt – da könnts ganz schön eng werden im Olympiastadion. So ist es auch bei den Abo-Zahlen usw. Also eigentlich fände ich eine andere Verteilung gut, weil wir davon profitieren würden, andererseits weiß ich nicht wie man das durchsetzen will, da es relativ einfach ist, Gegenargumente zu finden, worauf die Werksvereine auch pochen werden. Auswärtsfans mag auch ein tolles Schlagwort sein aber im Südosten der Republik – z.B. als Münchner hab ich es meist weiter zu Auswärtsspielen, da der komplette Nordosten blank ist und sich da in der Nähe maximal noch Augsburg tummelt. In NRW kann ich mit dem Fahrrad von Köln nach Leverkusen über Gladbach, Schalke, Dortmund usw. Es macht schon auch nen Unterschied ob ich zum Auswärtsspiel mit der Straßenbahn fahren kann oder ich am Tag 1200km für Hin- und Rückfahrt mit dem Auto durch die Gegend fahren muss bzw. gleich noch mit der ganzen Familie vor Ort übernachten muss um meinen Club zu begleiten. Also ich finde es ganz schwierig hier einen fairen Verteilungsschlüssel zu finden.
    Es kann nur funktionieren, wenn man die Gelder aus der Champions-League kappt und mindestens 30% davon in die Euro-League umverteilt. Die Vorrunde in der Euro-League ist ja für die Meisten Vereine ein zuzahl-Geschäft. Wenn man hier noch wirklich was verdienen könnte, wäre die Durchmischung eine Andere, da hier in den letzten Jahren zumindest in der Bundesliga immer mal wieder ein Überraschungsteam den Sprung geschafft hat.

  8. Martj2k es ist sehr komplex und es wird schwer sein durchzusetzen.
    Man wird die Polizei Aufwand bei Traditionsvereine auch ins Top werfen.
    Kommt bestimmt als Gegenargument.
    Insgesamt sehr schwierig neue Kriteria zu finden.

  9. DIe Auswärtsuahlen sind ein für mich wichtiger Faktor. Klubs wie Bayern, Hamburg und Schalke füllen in jedem Stadion der Republik den Gästeblock. Wolfsburg nicht mal in der näheen Umgebung. Und die Anzahl der Fans hat nur bedingt mit der Größe der Stadt zu tun. Schalke ist da auf drei und Gladbach auf 5 ( Quelle Kicker.de) . Auch Bremen und AUgsburg sind höher als es die Stadt vermuten lässt. Noch mehr sieht man es in der zweiten Liga. Verleich mal den FSV und Braunschweig 😉

    Das mit der CL und der EL stimmt, wird aber nicht passieren. Das machen die UEFa und die großen Klubs nicht mi. Daher sollten wir das optimieren was geht, und das ist die Bundesliga. Und die zweite Liga profitiert, durch höhere Ablösesummen. Auf dem Weg wird auch Geld aus England in die zweite Liga kommen.

  10. Ein Blocker im g block hat mal gepostet das die internationalen Fernsehgelder bei einem Abstieg in die zweite Liga wegfallen
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    Das wären um die 5 Millionen.
    Dazu kämen die nationalen Fernsehgeldverluste noch.
    Das sind dann nochmal 15 Millionen.
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    Die Eintracht verliert bei einem Abstieg garantierte Einnahmen von über 20 Millionen euro bei einem Abstieg.
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    Dann kommen noch Einahmenverluste durch den Spielbetrieb hinzu….2 Millionen
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    Sponsorenverlust……im g block hat mal einer geschrieben das der Nikevertrag nur für die erste Liga gilt…
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    Hauptsponsorverlust …momentan Einahmen von 6 Millionen ….wird defintiv nicht zu halten sein..ich gehe von 2 Millionen Verlust aus.
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    25 Millionen Einahmen weg bei Abstieg……
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  11. Ich hab große Bauchschmerzen bei dem Gedanken, das Zuschauerzahlen und Auswärtsfans als Kriterium für die Verteilung mit herangezogen werden sollen. Und zwar ganz klar wegen des Themas „Macht der Fans“. Wenn ich sehe, was sich in dieser Saison bei uns abgespielt hat, wird mir nach wie vor schlecht. Bisher waren immer solche Themen wie Stimmung im Stadion und Leidenschaft für den Verein, die von Fanseite angeführt wurden. Wenn ich mir vorstelle, das dann das Argument, „wir bringen euch Millionen ein“ dazu kommt, na Prost Mahlzeit. Ich neige im Moment dazu, die TV Gelder eher gleichmäßig pro Saison auf die Vereine aufzuteilen. Das ist sicher auch irgendwie nicht gerecht, weil es das Leistungsprinzip völlig außer Acht läßt, führt aber dazu, das zumindest aus dieser Quelle keine weiteren Unterschiede zwischen den Vereinen aufgebaut werden.

  12. Naja, entweder wollen wir die fremdfinanzierten Klubs wie Wobu, Vizekusen, Hoffenheim und Leipzig fair beweren ( nur wer Fans hat, macht Umsatz ) oder wir wollen es wie es jetzt ist. Die Macht der Fans ist nur dann ein Problem, wenn sie im Verein das Sagen haben. Dinge wie Spieler müssen ihre Trikots im Fanblock abliefern weil sie unwürdig sind, müssen auf Parkplätzen aus dem Bus um Fans Rede und Antowrt zu stehen, das geht nicht. Wenn mein verein einen VOrteil hat weil ich ins Stadion gehe ( das hat er ja auch jezt schon ), hat das aus meiner Sicht nichts mit Macht sonder mit Unterstützung zu tun. Und es ist nunmal so, WIR füllen bei Auswärtsspielen den Vereinen die Kasse ( und logischerweise auch bei Heimspielen ) wir haben die Sky-Abos um die Fernsehgelder zu refinanzieren ( bei den öffentlich rechtlichen über die Einschaltquote und die Werbepreise) Ich finde das fair.

  13. Die Bayern haben halt in den letzten 25 Jahren sehr gute Arbeit geleistet, darum ist der Unterschied so deutlich – vor 12 Jahren (oder so) war Dortmund Pleite und jetzt? Also, wer gute Arbeit leistet, bekommt es sicher zurückgezahlt.

    Ich bin gegen eine neue Verteilung, da es keinen guten Mittelweg gibt. Klar fühlen wir uns benachteiligt, aber vielleicht sollten wir erst mal vor unserer eigenen Tür kehren – wir sind die Finanzstadt in Deutschland – kommen aber kaum an Gelder – vielleicht liegt es a) an den Fans die 5 mal im Jahr ausrasten müssen b) Unvermögen c) berg und talfahrt unserer Mannschaft. Wir sollten unsere Hausaufgaben machen und dann können wir immer noch auf andere zeigen…

  14. Wenn es zumindest schon eine Community gibt, die diese Schritte fordern, sitzen da ja auch genug helle Köpfe, die sich hier was ausgedacht haben. Ich wäre mal auf eine kontroverse Diskussion gespannt bzw. auf eine Beschreibung der Vorhaben. Die Herren Völler, Allofs usw. werden schon ordentlich Druck machen, dass es hier keine Veränderungen gibt. Bisher ist es nur ein lauter Schrei nach „wir wollen mehr weil unfair“ aber die Umsetzbarkeit – dafür fehlt mir noch die Fantasie.
    Und @13: Das ist durchaus auch richtig. Da ist viel eigene, harte Arbeit dabei aber auch bei Bayern kamen viele glückliche Umstände dazu. Die WM ’72 wo man ein großes Stadion hingestellt bekommt und der Erfolg zur richtigen Zeit. Die Erfolge von den späten 80ern bis heute – da konnte langsam das große Geld verdient werden, welches hier auch außerordentlich gut verwaltet wurde. Gladbach hat auch ne beeindruckende Vita aber in den 70ern gabs für ne Champions League Teilnahme halt noch ne Bohrmaschine, heute sind es zig Millionen. Dieses Auseinanderdriften beschreibt ja auch Bruchhagen. Früher konnte man sich durch ne Champions League Teilnahme auch einen wirtschaftlichen Vorsprung herausarbeiten aber man hatte auch anderweitig ne Chance mit 4-5 guten Entscheidungen wieder den Sprung nach oben zu schaffen. Inzwischen sind die Einnahmen durch eine CL Teilnahme so exorbitant hoch im Vergleich zu Trikotsponsoring, Zuschauereinnahmen oder andere Wettbewerbe wie DFB Pokal oder Euro-League, dass man selbst mit 50 guten kleinen Entscheidungen kaum mehr gegen einen CL Teilnehmer mitstinken kann, selbst wenn diese Fehleinkäufe am laufenden Band produzieren.

  15. Wenn man die Zuschauerzahlen nimmt, sind die bayern, Dortmund und Gladbach ja vorne mit dabei. Sie wären also nicht benachtieligt. Aber zum Vergleich: Wir haben diese Saison 640688 Zuschauer bisher dieses Jahr und nehmen das Auswärtskontingent in Anspruch. Hoffenheim hat 338575 Zuschauer und bei Auswärtsspielen wenig Fans am Start. Bei Leverkusen ist das ähnlich. Und das sollte schon Einfluss haben. Das würde zumindest etwas helfen. Genauso wichtig sind gute Jugendarbeit und gutes Scouting. Auch da kann man Geld reinholen. Bei dem was England ab nächste Saison an Geld hat, kann man da schon das Konto richtig voll machen, wenn man einen oder zwei Spieler groß rausbringt. Wir haben jetzt für Kevin 10 Mio bekommen. Und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange.

  16. Der Schlüssel mit den Auswärtsfahrern kann zum Beispiel in der zweiten Liga nicht angewendet werden, aufgrund von Anstosszeiten. Sollte der Schlüssel Fans, Jugendarbeit angewendet werden, haben wir bald immer die gleichen Kandidaten in der 1 und 2 Liga.
    @ Joe – was macht man mit Darmstadt – die haben schon eine gute Zahl an Mitfahrern, aber ein kleines Stadion. Meiner Meinung nach kann man das drehen wie man will – es wird nie gerecht.

    Gibt es konkrete Zahlen, welche die Eintracht gerne für sich hätte?

  17. Keine Ahnung welche Kennziffern man da nimmt. Es sollen ja wahrscheinlich mehrere Zahlen einfliesen. Sicher auch die Auswärtsfans ( da schlägt Darmstadt sicher Wobu und Hoffenheim ) . Bin mal gespannt, was sie sich einfallen lassen. Das es Mehrheitsbeschlüsse werden am Schluss , können sich die sogenannten Kommerzvereine dagegen nicht wehren. Den Großen wie Bayern, Dortmund, Schalke, Dortmund kann es egal sein, die sind so oder so obern.

  18. @16: DAs Problem seh ich auch. Darmstadt und Ingolstadt haben so kleine Stadien – natürlich wären die gegen Bayern auch 5x ausverkauft und als Gästefan an eine Karte zu kommen ist quasi unmöglich, wenn man nicht in nem Fanclub ist und 10 Wochen im Voraus plant. Die Anstoßzeiten sind auch ein Thema. Wenn man halt EL oder CL spielt, muss man auch öfter mal an nem Sonntag ran – auch das ist weniger attraktiv. Jugendarbeit wär ein guter Faktor aber auch hier seh ich es als schwierig an, diesen objektiv mit einzubeziehen. Hier sind übrigens Hoffenheim und Leipzig absolute Paradebeispiele und das sind andererseits ja auch die Clubs, die man jetzt nicht unbedingt fordern will. Außerdem – wenn Geld eh schon keine Rolle spielt und ein Faktor wie z.B. das Abschneiden der A-Jugend wird mit in die Bewertung über TV Gelder aufgenommen, dann ist es für die reichen Clubs auch kein Problem die Gelder ein wenig umzuverteilen (z.B. in die A-Jugend) um später wieder einen größeren Batzen von den TV Geldern abzubekommen. Alles Schwierig.
    Der einzige direkte Link zwischen Fanaufkommen und Einnahmen wäre es, die Ticketpreise um 25 EUR zu erhöhen. Wenn dann 20.000 Leute mehr ins Stadion kommen als zu Wolfsburg, weil man sich ne tolle Fanbase erarbeitet hat, nimmt man in jedem Heimspiel ne halbe Million mehr ein – wären bei 17 Heimspielen auch 8.5 Mio. an Mehreinnahmen gegenüber der Plastikvereine. Hier wäre der Verteilungsmechanismus fair aber wer wäre schon bereit diesen Aufschlag zu bezahlen, selbst wenn es einheitlich in der ganzen Liga geschehen würde?

  19. Alle das gleiche Geld finde ich gar nicht so dumm – die ersten Mannschaften finanzieren sich durch die CL – die EL wird von den TV Geldern nochmals unterstützt (vielleicht jeder Teilnehmer 5 Mio extra) – quasi als Bonus – den DFB Pokal auch noch unterstützen mit 1-2 Millionen pro Runde. Am Ende des Tages sollen die Retorten-Vereine gar nichts bekommen, haben ja schon genug und die armen Traditionsmannschaften sollen mehr Geld bekommen.

  20. Nur mal zu den Zahlen. Nächstes Jahr für die Bundesliga 539 ( der Rest geht an die zweit Liga ). Wären im Schnitt 29,94 Mio , wenn man es gleichverteilt für jeden. Wir bekommen aktuell knapp 29 Mio soweit ich weiß. Wäre also ungefähr die gleiche Kohle. Wenn ich jetzt noch für die EL-Teilnehmer je 5 Mio rausnehme bleiben noch 29,11 Mio für jeden. Wäre sicher machbar, aber für die meisten Klubs keine große Veränderung.

    Ich fände zum Beispiel auch gut, das seriös arbeitende Vereine einen Bonus erhalten . Der HSV hat 100 Mio Schulden und wird quasi von Herrn Köhne fremdfinanziert. Wir und einige andere Klubs sind praktisch schuldenfrei und unabhängig von irgendwelchen Miilliadären.

  21. Herry wird uns fehlen, im Club und in der Liga als Robin Hood. Einer der wenigen, der versucht, sich gegen die überzogenen Ansprüche der Marktführer noch zu widersetzen. Mit Erfolg? Ergebnis offen. Seine Argumentation ist jedoch nicht von der Hand zu weisen. Das Produkt Bundesliga mit all seinen finanziellen Möglichkeiten lebt von der Attraktivität und da ist unsere Eintracht ein bedeutender Bestandteil. Wenn die finanzielle Kluft zwischen den Topclubs und dem Rest der Liga noch weiter auseinandergeht, wird sich das mittelfristig auch in den Zuschauerzahlen (Stadion und TV) widerspiegeln. Sponsoring, Werbung usw., kein Bereich wird aussen vor bleiben.
    Die UEFA lebt doch das Negative vor, in der weit überzogenen finanziellen Honorierung der Championsleague-Teilnehmer. Etwas mehr Geld aus diesem gigantischen Topf für Amateur- und Jugendfussball wäre mehr als angebracht. Von der miesen Entschädigung der Europaleague-Teilnehmer, bei einer hohen Anzahl von Spielen ganz zu schweigen.

  22. Übrigens, bei viel Anerkennung für Bayern München, ohne die wenig geht im Bereich des DFB und der DFL.
    Auch die benötigen einen Gegner für ihr Spiel und somit für ihre Vermarktungsmöglichkeiten.
    Wer kann sich eigentlich noch erinnern, dass ein gewisser Uli H. mit einem Medienmogul Leo K. als Inhaber von Premiere (Vorgänger von SKY) TV-Verträge abschloss? Nur bedauerlich, dass die anderen BL-Clubs davon nichts wussten und davon nicht profitierten. Aber auch schon damals benötigten die Bayern für Ihre Vermarktungsmöglichkeiten im Pay-TV einen Gegner! Auch dies war ein Grundstein für die heutigen Bayern. Also bitte, etwas mehr an Ausgewogenheit und etwas weniger Tunnelblick, Herr Rummenigge…und bitte, die 2. Liga nicht vergessen!

  23. Für mich sind Fernsehgelder mit der Anzahl der Zuschauer unbedingt zu verknüpfen, egal ob erste oder zweite Liga. Habe überhaupt kein Verständnis, dass der Tabellenplatz irgendetwas damit zu tun hat. Die Zuschauer bezahlen die Gebühren (egal ob Pay- oder freies TV). Heutzutage kann man ad-hoc Zuschauerquoten für jede Sendung detailliert ermitteln (wie viele Jugendliche, Männliche, Weibliche, in welchem Ort u.s.w.). Daher sollte es auch eine Möglichkeit geben die TV-Zuschauerzahlen für jeden Verein abzuschätzen. Könnte mir vorstellen, dass es ein solches TV-Zuschauer-Ranking schon längst gibt. Ärgere mich fürchterlich darüber, dass diese Retortenvereine (VW, Audi, RedBull, Bayer (nicht Bayern), SAP), die nur eine geringe Zuschauerzahl haben meine Gebühren bekommen. Würde es sogar befürworten wenn es zu einer Teilung Retortenvereine und Traditionsclubs käme. Mit Sicherheit würde die TV-Sender (ob Frei- oder Pay-TV) ihr Geld dorthin geben, wo mehr Zuschauer ihre TVs einschalten. Weiss das dies utopisch ist und aus vielen Gründen nicht eintreten wird. Aber die Anzahl der Gebührenzahler sollte aufjedenfall eine Rolle spielen.

  24. sehe es wie Charly (@23): die Einschaltquoten sind der einzig wirklich relevante Faktor für die Verteilung der Fernsehgelder.
    Sky bezahlt dafür, alle Spiele zu übertragen und wir holen uns ein Abo, um unser Team zu sehen. Warum sollte jemand andres davon profitieren, nur weil er sportlich erfolgreicher ist oder mehr Zuschauer im Stadion hat. Sportlicher Erfolg und eine große Fan-Base erhöhen ja automatisch die Einschaltquote, dann würden die Vereine ja doppelt belohnt werden.

  25. Wir kommen die Sache nàher Charly und Averell.Die Zahlen sind verfügbar.
    Aber ob die DFL da mit geht?

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