Das Frankfurter Sturm-Trio wurde von den Hauptstädtern komplett aus dem Spiel genommen (Bild:imago/Sven Simon)

Die zweite Pflichtspielniederlage in Folge. Eintracht Frankfurt findet auch gegen die Hertha im Berliner Olympiastadion keine Mittel um den Gegner zu kontrollieren und zum Torerfolg zu kommen. Neben dem fehlenden Spielglück sind die Hessen auch noch mit dem Schiedsrichtergespann und dem angehörigen Videobeweis auf Kriegsfuß. Ein „Muss-Elfmeter“ kurz vor Spielende wird der Mannschaft verwehrt. Eine neue Situation mit der die Spieler von Adi Hütter nun umgehen müssen: Wie stoppt man einen Negativlauf? Am Donnerstag steht das sportlich bedeutungslose letzte Europa-League Gruppenspiel gegen Lazio Rom auf dem Plan. Ein idealer Zeitpunkt um wieder zurück in die Spur zu finden.

Carlos Salcedo ersetzte den zuletzt schwächelnden Innenverteidiger Marco Russ. Für den Mexikaner war es das erste Spiel seit seinem Anfang September zugezogenen Syndesmosebandriss. In vorderster Front stürmte erneut das magische Dreieck, welches von der Berliner Hintermannschaft komplett aus dem Spiel genommen wurde.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung der dreizehn zensierten Spieler den Wert 3,54. Der „kicker“ bewertete den Auftritt der Hessen etwas milder. Die elf zensierten Spieler erhielten im Mittel den Wert 3,45. Die Einzelnoten der über 290 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

Filip Kostic, Kevin Trapp, Jetro Willems, Makoto Hasebe, Mijat Gacinovic:
Filip Kostic war wie gegen Wolfsburg noch einer der Aktivposten bei der Frankfurter Eintracht. Der umfunktionierte Linksverteidiger setzte zu einigen Tempoläufen an, die aber häufig auch im Keim erstickten. In der 52. Minute hätte eine seiner Hereingaben Luka Jovic verwerten müssen. Kevin Trapp hielt, was es zu halten gab. Der Torwart musste sogar in einigen 1-gegen-1-Situationen retten, da die Berliner einige gute Konterchancen bekamen. Einmal flutschte ihm ein Ball durch die Handschuhe. Jetro Willems kam erneut von der Bank und durfte sich im zentralen Mittelfeld austoben. Mit seiner tollen Ballführung brachte er neue Impuls, Zählbares sprang allerdings nicht heraus. Makoto Hasebe spielte solide und souverän. Der Japaner war beim Gegentor allerdings dem Torschützen Grujic zugeteilt und verlor das Duell. Mijat Gacinovic in gewohnter Einwechsel-Rolle. Konnte keine nachhaltigen und zielführenden Situationen einleiten auch wenn er immer wieder anrannte.

Evan N’Dicka, Carlos Salcedo, Sebastien Haller, Gelson Fernandes:
Evan N’Dicka und Carlos Salcedo hatten zunächst einige Probleme. Letzterem merkte man doch die fehlende Spielpraxis an. Im Verlauf der Begegnung fingen sich aber beide. Sebastien Haller schoss insgesamt dreimal auf das Tor der Gastgeber. Ein Tor gelang ihm nicht, wenngleich sein Pfostenschuss in der 11. Minute beinahe die Führung brachte. Gelson Fernandes musste mit einigen Ballverlusten kämpfen, die seine Gegner aber nicht gewinnbringend nutzen konnten. Zum Glück für die Eintracht.

Danny da Costa, Luka Jovic:
Danny da Costa war deutlich schwächer in der Offensive als sein Pendant auf der linken Seite. Defensiv machte er es ganz ordentlich ohne wirklich zu glänzen. Luka Jovic hätte in der 52. Minute ein Tor machen müssen. Ein technischer Fehler bei der Annahme verhinderte aber das Tor.

Jonathan de Guzman, Ante Rebic:
Jonathan de Guzmans Auftritt war leider zum Vergessen. Keine effektiven Standardsituationen, selten öffnende Pässe oder kluge Ideen. Ante Rebic war im Angriff der schwächste Part. Keine Zweikampfstärke, schlechte Passquote. Der Vize-Weltmeister erwischte einen rabenschwarzen Tag. Beide Adlerträger entgingen knapp der Note „Mangelhaft“.

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1 Kommentar

  1. Der kicker-Schnitt besser als der hiesige – das passiert auch nicht oft.

    Und hier noch der Wunsch eines Sprachsensiblen an die Redaktion:
    Könntet ihr in der letzten Zeile eurer Noten-Tabelle ein drittes „n“, am Ende in der ersten Spalte spendieren? 😉

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