Note 2,5 für den Abwehrchef nach der Partie gegen Union (Bild: IMAGO / Sportfotografie)

Zum ersten Mal in der Bundesliga gab es zwischen Eintracht Frankfurt und Union Berlin eine Nullnummer. Die Gäste aus Köpenick können mit der Punkteteilung deutlich besser leben als die Hausherren, die es verpassten ihr Heimspiel mit drei Punkten zu vergolden. Vor dem Hintergrund der anstehenden Restpartien wird der Kampf um Europa wieder ein Stück spannender – zum Leidtragen der SGE.

Für Hugo Larsson kam die Partie nach der Länderspielpause zu früh. Der Schwede laboriert weiter an Wadenproblemen. Für ihn begann Hugo Ekitiké in der Sturmspitze. Dem französischen Winterzugang attestierte Trainer Dino Toppmöller zuletzt die Kraft für weitere Startelfeinsätze.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen Union Berlin der zwölf zensierten Spieler den Wert 3.38. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie.

Die Einzelnoten der über 320 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

– Spieler des Spiels – Robin Koch: Der Abwehrchef, der unlängst wieder zum Kreise der DFB-Elf zählt, zeigte eine absolut gewissenhafte Vorstellung gegen Union. Dass auch die Gäste kaum zu Torchancen kamen, lag auch an ihm. Seine Spielintelligenz kombiniert mit seiner Zweikampfstärke sind der große Trumpf für die Hessen. Die Abwehrkette stellte dieses Mal also kein Hindernis zum Erfolg dar. Note 2,5 für Koch, der damit auch zum Spieler des Spiels gewählt wurde.

Omar Marmoush: Omar allein zu Haus! Der Ägypter war mit seiner unberechenbaren Spielweise einer der wenigen Adlerträger, der die Berliner zumindest teilweise aus dem Konzept bringen konnte. Der Rest war viel zu statisch und berechenbar.

Kevin Trapp: Das nächste Zu-Null-Spiel für Trapp. Bereits sein siebtes und damit schon eines mehr als in der kompletten vergangenen Saison. Kurzzeitig sah es so aus, als müsste er nach seinem Zusammenstoß mit Vertessen ausgewechselt werden. Berappelte sich aber wieder und hielt seinen Kasten sauber.

Willian Pacho: Stabiler Auftritt von Pacho, der aber auch nur selten ordentlich gefordert wurde. Hinten bei den Kopfball starken Unionern ebenfalls mit der nötigen Sicherheit unterwegs. Vorne, bei eigenen Standardsituationen aber nie ein Faktor.

Philipp Max: Max kam nach der Pause für den Rot-gefährdeten Nkounkou. Machte es soweit ordentlich. Ihm war anzusehen, dass er mit Dampf das Offensivspiel ankurbeln wollte. Das kann ihm nicht angelastet werden.

Mario Götze: Nicht ganz so prägend wie in den letzten beiden Partien, aber immer noch ganz ordentlich dabei war Götze. Die richtigen Schlüsselszenen waren ihm aber auch vergönnt.

Tuta: Bot sich häufig auch im Offensivspiel an, spielte leider aber auch zu viele ungenaue Pässe, die dann im Sande verliefen oder gar zu gefährlichen Kontersituationen führten. Hinten souverän und abgeklärt.

Junior Dina Ebimbe: Hatte mit seiner Schusschance die wohl größte Frankfurter Möglichkeit zum Tor. Da hatte er einfach Pech. War sehr bemüht und immer anspielbar. Ein Schritt in die richtige Richtung für Ebimbe.

Hugo Ekitiké: Ekitiké durfte sich wieder in der Startelf probieren und machte es ganz ordentlich. Seine Skills sind immer wieder aufgeblitzt, doch von Erfolg gekrönt war bisher noch nichts. Bei der ausgerufenen Summe zum Kauf muss aber weiter hinterfragt werden, ob eine Verpflichtung ein No-Brainer ist.

Ansgar Knauff: Speed und Tempo waren da. Präzision und Spielübersicht eher weniger. Er braucht für sein Spiel Platz und Raum und das war beides rar gesäht.

Niels Nkounkou: Musste zur Pause in der Kabine bleiben. Vorsichtsmaßnahme ob des möglichen Platzverweises. Ehrlich gesagt ist fraglich, ob gewisse Spieler hier bei einer Gelb-Verwarnung nicht intelligener agieren können im weiteren Spielverlauf. Schwierig zu beurteilen, ob wirklich eine gewisse Gefahr bei dem einen oder anderen Adlerträger mitschwingt.

Ellyes Skhiri: Wieder ein fahriges Spiel von Skhiri, der mit zahlreichen Fehlpässen in der Zentrale Tür und Tor öffnete. Wo steckt der Kölner-Skhiri, der am Rhein das komplette Mittelfeld an sich zog?

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8 Kommentare

  1. Könnte die Redaktion eine Umfrage starten, ob Toppmöller noch der richtige Trainer für die Eintracht ist? Ich finde es so schade, was aus dieser tollen Mannschaft nur für eine schwache Leistung (Dahindümpeln) heraus geholt wird und das über die gesamte Saison. Als hätte Toppmöller jedem Einzelnen Gewichte an die Füße gekettet.

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  2. Floppy nach der Saison raus!

    Sehr guter Co-Trainer, blass als Trainer. Dazu kritikresistend und emotionsarm. Wenig Selbstreflektion.
    Von sich bis über beide Ohren überzeugt, selbst bei Abstieg-sowas geht nach hinten los!

    Ich war nie für Floppi und hätte Glaser nicht vom Hof gejagt!

    Platz 6 zu halten wird noch ne anstrengende Nummer bis zum Saisonende!

    Mal sehen ob nach dem Bremen-Spiel nicht schon der Baum brennt….wenn man schon nicht gegen die auswärtsschwächsten Berliner zu Hause gewinnt….

    Junge Junge…..das kann noch ein heißer Tanz werden….

    Am Ende war der Rasen daran Schuld, Floppi bleibt Trainer und im Herbst 2024 geht die Kacke so weiter wie bisher, ohne Entwicklung!

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  3. „Rumgedümpelt“ sind wir letzte Rückrunde auch, und die Rückrunde davor, und die R… Rückrunden-Dümpeln gehört wohl zur Eintracht wie Lachs zu Bremen.

    Die Benotung ist auch erstaunlich gut für das Gejammer allenorten. Lediglich Skhiri mit 4,5 und das wegen schlechtem Fehlpaß-Tag. Ich will nicht sagen, daß ich das Spiel gut fand (hab’s nicht sehen können), aber ein wenig Dissonanz nehme ich war. Schimpft sich halt leicht online.

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  4. Wenn ein Spieler wegen einer gelben Karte in der Kabine bleiben muss, wird sich das zwangsläufig auf das Zweikampfverhalten auswirken. Wäre nicht unbedingt clever vom Trainer.

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  5. Quo vadis MK?

    bei Ügo steht das Richtige, ob die Summe wirklich bezahlt werden sollte?

    Und da wären wir wieder beim Thema: hat uns Herr Krösche nicht am 1.9. einen Stürmer versprochen der uns sofort weiterhilft, dafür wolle man Geld in die Hand nehmen, der Afrikaner aus Tschechien war ihm nicht gut genug also wurde viel Geld für die nächste Saison ausgegeben, aber einen Topstürmer haben wir immer noch nicht.

    Naja Kismet, hoffentlich wird das nicht wieder ein Baggern an unseren Korsettstangen (Pacho, Marmoush, Koch, Larsson usw) in der Sommerpause

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  6. Auch wenn er kein Stürmer ist, aber war Can Uzun nicht angeblich schon beim Medizincheck? Danach wurde es ruhig. Ist das jetzt gut oder schlecht? Wartet man erst ob er ins Konzept des neuen Trainers passt?

    Gruß SCOPE

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  7. @7
    Dachte ich auch.Angeblich Meditincheck wurde gemacht.Laut ,,Bild,,und eine Mediengruppe in Hessen wurde gemeldet das er einen fünfjährigen Vertrag unterzeichnet hätte.Inzwischen glaube ich aber nicht das es so ist.Entweder verhandeln beide Clubs noch die Ablösesumme, oder die zukünftige Ausrichtung des Spielers ist ungeklärt.Aber da seitens der vereinführung nichts gemeldet worden ist,könnte es sein das dieser Deal noch nicht eingetütet worden ist,aus was für Gründen auch immer.
    Ich würde ihn sehr gern haben wollen.Nur meine Meinung.

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