Goncalo Paciencia erzielte erneut per Kopfball einen ganz wichtigen Treffer (Bild: imago images / ZUMA Press)

Eintracht Frankfurt hat ihr erstes Spiel im Jahr 2019 verloren. Mit 2:4 musste man sich im Europa-League-Viertelfinale Benfica Lissabon geschlagen geben. Doch noch ist das Aus im Europapokal nicht besiegelt. Das liegt vor allem an Goncalo Paciencia, der mit seinem Kopfball zum 2:4 Anschlusstreffer verhalf und damit seiner Mannschaft für das Rückspiel zumindest eine Chance gewährt, dass man doch noch in das Halbfinale einzieht. Am kommenden Donnerstag muss dafür allerdings eine bessere Leistung her und was mindestens genauso wichtig ist: Keine erneute Unterzahl.

Bitter war im Vorfeld das Aus von Sebastien Haller. Der Franzose fiel in Portugal erneut mit seiner Bauchmuskelverletzung aus. Zum Schalke-Spiel entschied sich Adi Hütter für zwei Wechsel in der Startaufstellung: Jetro Willems und Jonathan de Guzman rückten auf die Ersatzbank. Evan N’Dicka, der spätere Rotsünder, und Sebastian Rode, der seine Wadenverletzung überstanden hatte, durften starten. Lucas Torro feierte im Europapokal sein Comeback zumindest im Kader.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen Benfica Lissabon der dreizehn zensierten Spieler den Wert 2,92. Die Einzelnoten der über 350 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

Goncalo Paciencia:
Goncalo Paciencia ist der Mann für die wichtigen Tore. Der Portugiese kam in der zweiten Halbzeit und belebte das Offensivspiel merklich. Mit einer gehörigen Portion Vorfreude und Selbstbewusstsein trat er in seinem Heimatland auf und sorgte aufgrund seiner Kopfballstärke für Torgefahr. In der 69. Minute schlug er dann zu und bewahrte mit dem 2:4-Anschlusstreffer die Hoffnung, dass man zu Hause mit den Fans im Rücken den Rückstand aufholen kann.

Sebastian Rode:
Bei Sebastian Rode wechselten sich Licht und Schatten ab. Beim 0:1 verlor er den wichtigen Ball, beim Ausgleichstreffer sorgte er aber mit einem klugen Ball auf Ante Rebic für dessen Vorlage auf Luka Jovic. Eine 85-prozentige Passquote sind ebenfalls nicht von schlechten Eltern.

Filip Kostic:
Filip Kostic hatte Pech, dass sein Anschlusstreffer zum 2:2 kurz vor der Pause aufgrund einer Abseitsstellung von Danny da Costa zurückgepfiffen wurde. Kurz vor Spielende hätte er dann sogar noch auf 3:4 verkürzen können. Sein Schuss landete allerdings in den Zuschauerrängen. Ansonsten rannte und probierte er viel. Allerdings nicht mit der nötigen Entschlossenheit wie zuletzt.

Martin Hinteregger:
Martin Hinteregger ließ sich von seiner gebrochenen Hand nicht verunsichern. Der Österreicher schmiss sich in jedes Kopfball-Duell und war sich für einige Grätschen nicht zu schade. Kein Wunder, dass die Augsburg-Leihgabe auf eine gewonnene Zweikampfquote von 73 Prozent zurückblicken kann.

Luka Jovic:
An alter Wirkungsstätte machte Luka Jovic mit seinem Tor auf sich aufmerksam. Darüberhinaus war der Serbe allerdings häufig zu sehr abgemeldet und konnte seine PS nicht auf den Rasen bringen. Musste dann auch nach einer guten Stunde runter.

Jonathan de Guzman:
Seine Ecke sorgte für das zweite Frankfurter Tor. Jonathan de Guzman sollte nach seiner Hereinnahme für mehr Stabilität im Mittelfeld sorgen, nachdem die Hessen zwischenzeitlich überrannt wurden. Das gelang ihm auch. Nach vorne konnte er dann für den einen oder anderen guten Impuls sorgen.

Gelson Fernandes:
Gelson Fernandes war wieder besser Läufer bei der SGE. Zu oft konnte Lissabon ihn aber mit klugen Pässen direkt als Ballzerstörer aus dem Spiel nehmen. Kampfgeist und Wille waren aber bis zum Anschlag vorhanden.

Makoto Hasebe:
Schwierig die Leistung von Makoto Hasebe einzuordnen. Nach dem Platzverweis musste auch er häufig einen Schritt mehr machen als er es sonst mit seinem herausragenden Stellungsspiel muss. Insgesamt war sein Auftritt aber absolut solide und von der Defensive war er noch am sichersten.

Ante Rebic:
Viel bemüht und viel gerannt: Ante Rebic versuchte viel und doch verliefen viele Ideen direkt im Sand. Einzig erfolgsbringende Aktion war sein Pass auf Jovic, der nur noch einschieben brauchte. Ansonsten hielten ihn die Benfica-Verteidiger gut in Schach.

David Abraham:
Schnelligkeit ist David Abrahams großer Trumpf. In Lissabon verlor er aber trotzdem viele entscheidende Duell, weil ihn seine Gegner mit ihrer Wendigkeit geschickt ausspielten. Bei Standardsituationen hinten wie vorne leider eher mäßig.

Danny da Costa:
Danny da Costa war komplett abgemeldet. Sicherlich rannte er sich auf dem rechten Flügel die Lunge aus dem Hals aber die Streuung seiner Flanken waren alles andere als optimal.

Kevin Trapp:
Kevin Trapp konnte sich leider nicht wirklich auszeichnen. Beim Elfmeter war er zwar in der richtigen Ecke, verpasste es aber trotzdem an den Ball zu kommen. Beim nächsten Gegentreffer war er wohl einen Tick zu langsam, beim dritten Tor war er arg desorientiert im eigenen Strafraum unterwegs. Zu guter Letzt ließ er sich dann auch noch beim 1:4 tunneln. Es war kein Abend um auf sich aufmerksam zu machen

Evan N’Dicka:
Evan N’Dicka fing sich früh die Rote Karte und sorgte dafür, dass seine Kollegen lange Zeit in Unterzahl agieren mussten. Gedson Fernandes stieß er ungeschickt im Strafraum um, weil dieser ihm zuvor clever entwischte. So hatte es die Mannschaft natürlich schwer in Lissabon zu bestehen.

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