Die Polizei in Frankfurt sucht Zeugen vom Einsatz am Stadion. (Foto: IMAGO / Daniel Kubirski)

Rund 24 Stunden nach Abpfiff des Fußballspiels zwischen Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart gab die Polizei Frankfurt am Main am gestrigen Sonntagabend eine Pressemitteilung heraus. Daraus geht hervor, dass die Sonderkommission „SOKO 2511“ offiziell ihre Arbeit aufnimmt. Ihre Aufgabe ist es, die Geschehnisse „rund um die schweren Übergriffe“ vor der Nordwestkurve des Waldstadions aufzuklären: „Sie ermittelt unter anderem wegen schwerem Landfriedensbruch und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte.“

Im Rahmen des Heimspiels der SGE gegen Stuttgart kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Fans und der Polizei, bei der auf beiden Seiten Menschen teilweise schwer verletzt wurden. Die Beamten sammelten bereits Beweismaterial – darunter auch Videoaufzeichnungen – und begannen Zeugen zu befragen.

Polizei revidiert eigene Meldung auf „X“

Die Polizei begründet ihr erhöhtes Aufgebot (mit Unterstützung von Kollegen aus Rheinland-Pfalz) damit, dass die Begegnung zwischen der Eintracht und dem VfB im Vorhinein als Risikospiel eingestuft worden war. Sie betont zudem: „Zum Zeitpunkt des Ursprungs der Auseinandersetzung befanden sich weder uniformierte noch zivile Polizeibeamte im Fanblock 40 oder im dahinter gelegenen Umlauf. Diese wurden erst in Höhe des Block 40 entsendet, nachdem Mitteilungen zu körperlichen Auseinandersetzungen und vermummten Personen in diesem Bereich eingingen. Zum gleichen Zeitpunkt konnte auch im Stadion festgestellt werden, dass es zu Abwanderungen aus den Blöcken der Nordwestkurve in den rückwärtigen Bereich kam.“

Auslöser des Konflikts zwischen Polizei und SGE-Fans sei der körperliche Angriff von Eintracht-Anhängern auf einen in zivil gekleideten „Mitarbeiter des Veranstalters“ durch Schläge ins Gesicht im Block 40 gewesen. „Dieser war unter anderem zur Qualitätskontrolle des Ordnungsdienstes eingesetzt und hielt zuvor eine Person fest, die sich ohne ein Ticket vorzuzeigen Zugang zum Block verschafft hatte“, heißt es in der Stellungnahme. Auf der Plattform „X“ teilte die Polizei Frankfurt am Main auf ihrer Seite mit, dass auch Fans des VfB Stuttgarts in den Konflikt involviert worden seien. Von dieser Meldung wurde mittlerweile Abstand genommen: „Der zunächst durch die Polizei Frankfurt über den Kurznachrichtendienst X veröffentlichte Hinweis, es handele sich bei den Beteiligten der Auseinandersetzung vor Block 40 um rivalisierende Fangruppen, basierte in der dynamischen Einsatzsituation auf einer falschen Bewertung des Geschehens und wird hiermit revidiert.“

„Fans griffen zuerst an“ – Zeugen werden gesucht

Beim Eintreffen der Polizisten hinter Block 40 sollen diese sofort von Fans der Eintracht mit „Schlägen, Tritten und gezielten Würfen, unter anderem mit Flaschen, Fahnen- und Eisenstangen bis hin zu schweren Eisengittern“ und vereinzelt auch Feuerlöschern angegriffen worden sein. „Der dadurch erzeugte starke Nebel drang zum Teil in den Innenbereich des Stadions ein und führte dort nicht nur zu einer Beeinträchtigung der Sicht, sondern gefährdete auch die Gesundheit der unbeteiligten Stadionbesucher.“

Um sich zu wehren, setzte die Polizei Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Erst durch „einen sukzessiven Rückzug von Block 40 bis Block 33, hinter die im Stadion verbaute Sektorentrennung und Schließung der Tore“ beruhigte sich die Situation. Die Beamten nahmen neun Personen fest und zählten bis zum gestrigen Sonntagabend 59 verletzte Angehörige des Ordnungsdienstes und 57 verletzte Polizeibeamte. Zahlen zu verletzten unbeteiligten Stadionbesuchern liegen nach Erkenntnissen der Polizei noch nicht vor.

Die Polizei ruft deshalb dringend dazu auf, dass diese sich bei ihr melden sollen. Außerdem sollen Zeugen, die im Besitz von Video- und Fotomaterial sind, gebeten, dieses auf einem Hinweisportal hochzuladen und sich zu melden.

- Werbung -

31 Kommentare

  1. Hoffentlich ermittelt diese sogenannte Soko auch in ihren eigenen Reihen.

    Videobeweis abschaffen. 🙂

    Ausversehen auf x gepostet, dass sich beide fanlager getroffen haben. Unglaublich was die sich alles einfallen lassen um von SICH abzulenken. Lieber mal ne Soko zu NSU 2.0 gründen.

    55
    122
  2. @1

    Sorry, aber das Statement vom „der13teMann“ liest sich so, als ob die Eskalation nur von der Polizei ausgegangen ist, was mit Sicherheit nicht der Fall ist. Anstelle die Polizei belehren zu wollen, sollte man bei den eigenen „Krawallos“ anfangen. Aber diese sind ja unbelehrbar.
    Unabhängig davon, sollte der Verein endlich handeln. Es ist immer wieder die gleiche Gruppierung, welche negativ auffällt und dem Verein vermehrt schadet. Diese Gruppe steht nicht für die Werte des Vereins.

    141
    34
  3. @3
    Wie sich das Statement liest und von jedem einzelnen letztendlich interpretiert wird, ist reine Nebensache.

    Fakt ist, es werden Hinweise zusammengetragen die ein Gesamtbild ergeben werden.
    Für eine gründliche Aufarbeitung der Vorfälle, sollte das nicht nur auf Seite der Polizei erfolgen.

    76
    14
  4. Zur Situation und zur Selbstherrlichkeit der NWT incl der Sprecherin der Fanclubs haben wir uns ja schon geäußert.Und es ist schön zusehen das die allermeisten hier wissen was Rechtsstaatlichkeit bedeutet.
    Und es wird auch nicht besser wenn jetzt wieder die Verschwörungstheorien an die Wand gemalt werden.
    Und vor allem alle anderen sind Schuld DFB ,UEFA, andere Clubs ,Land Hessen usw bringt uns nicht weiter. Auch das Unschuld Gespenst der Ultras hat ausgedient. Die Chance zur Selbstdisziplinierung ist vorbei.
    Und wenn man anprangert das der Veranstalter nicht das Recht besitzt nur Menschen mit dem richtigen Ticket in die Blöcke zu lassen. Was läuft bei denen im Kopf schief.Und das sind nicht nur die Ultras gemeint.
    Aber das ist auch das Problem des Vereins der es über Jahre zugelassen und weggeschaut.Das Problem aussitzen.Irgendwie kennen wir das doch.
    Unglücke durch Panik hat es immer gegeben und es wird sie weiter geben. Es ist auch eine Haftungs -Versicherungssache .
    Nun ohne auf die Aufarbeitung zu warten kann man sagen das die Polizeiführung sich nicht mit Ruhm bekleckerte. Schnelle Wasserstandsmeldungen über sogenannte Soziale Medien sind wohl nicht Zielführend .Entweder Mann,Frau oder 3 Art ist da falsch besetzt ,oder man hatte die Lage nicht unter Kontrolle ja überhaupt keine Übersicht.Im Stadion Überwachungstechnik alle paar Meter??? Und das sind ja diese Leute die die Besucher im Ernstfall vor Anschlägen schützen sollen.
    Es waren eine Reihe von Falschmeldungen veröffentlicht ,das darf so nicht passieren.
    Und wie kann es sein das angeblich die Polizei mit Flaschen beworfen wurde???Im Stadion. Wo Frauen schon ein kleine Parfüm Flasche abgeben müssen.
    Eisenstangen dasselbe. Wobei da die immer noch die Baustelle im Waldstadion als Bezugsquelle dienen könnte.
    Und wie auch hier und in allen Foren gefordert.Das die Eintracht die Ordner am berüchtigtem Block überwacht.
    Und dies scheint jetzt der Fall zu sein

    72
    12
  5. Es wird Zeit das sich die NWK rigoros von den kriminellen unter ihnen trennt! Es sind Kriminelle die die Kurve als rechtsfreien Raum ansehen, die nur für eigenes Vergnügen andere in Gefahr bringen und den rechtsstaat nicht anerkennen.
    Es muss aufhören das man die Schuld der Polizei zuschiebt. Anschließend falsche Rechtfertigungen sucht um seine Gewalt Phantasie umzusetzen.

    Es liegt jetzt an der Eintracht, aufgrund der Stadionordnung Hausverbote auszusprechen. Banner wie „Ehre der Gruppe …“ müssen aus dem Stadion verschwinden. Kriminelle dürfen keinen Platz mehr haben im Stadion. Man muss dies jetzt klar ansprechen und diese Gruppen aus der Eintracht Familie ausschließen, da es ihnen nicht um die Eintracht geht , sondern purer Egoismus ihr Antrieb ist.

    Sie verbreiten, starten und provozieren Gewalt, verlangen das sie das straflos machen können, ohne Konsequenzen und Gegenwehr, weil sie sich vermummen und feige unter unschuldigen und Kindern verstecken sobald sie ihre Aggression gestartet haben.
    Sie verbreiten Angst unter friedlichen Fans. Kinder werden nicht mehr mit ins Stadion genommen …

    Was muss passieren damit die kriminellen ihren Platz im Stadion verlieren? Muss es erst Tote geben?

    Das Stadion inklusive der Kurve ist zum Schutze aller KEIN RECHTSFREIER RAUM UNTER DER KONTROLLE VON KRIMINELLEN!!!

    124
    18
  6. Leider ist auch von Kindern die Rede, die in den besagten Blöcken zu Schaden gekommen wären.
    Wie kommen die denn dahin? Was haben die dort zu suchen? Welche Eltern begleiten die dorthin?
    Die würden doch gar nichts vom Spiel mit bekommen (Körpergröße/Geschwenkte Fahnen etc.).
    Schlimm genug das alles, aber das verstehe ich wirklich nicht, es sei denn die haben sich dann unglücklicherweise
    vor den Blöcken aufgehalten, wo ja die Ausschreitungen stattgefunden haben.
    Das Schweigen im Stadtwald seitens der Offiziellen der Eintracht zu den Geschehnissen ist im Übrigen unerträglich.

    20
    56
  7. sorry jethro das ist nun der oft zitierte Bullshit. Natürlich nehmen Eltern auch Kinder mit in den Stehblock, ist auch ihr gutes recht und die Kids, die ich kenne haben auch daran Spaß. Mancheiner ist auch mit 11 schon größer als ich aber bitte so ne Schmonze braucht es in dem echt üblen Fall hier nicht. Gleich kommst mir noch mit Frauen haben da nix zu suchen oder wie?
    Und zurück zum Thema, ich war auch vor Ort am 38er, habe zunächst nicht verstanden was vor sich geht. Wie auch, sowas gab es zum Glück noch nie und passiert auch hoffentlich nie mehr. Ich hatte auch Teenager dabei, die schon zum Glück im Block waren und später umgezogen sind. Reizgas ist bis in den 36er gezogen, etliche mit Augenreizungen sind auf die Toilette geflüchtet wo es natürlich auch nicht besser war. Die Stimmung war absolut bedrohlich. Hunde waren auch im Einsatz.
    Was ist hier richtig und was falsch? Jetzt etwas später denke ich, hier ist fast alles falsch. Sowohl das absolut bescheuerte Rechtsverständnis mancher Ultras, dass ihnen die Kurve gehört wie auch das absolut überzogenen Eingreifen der Polizei. Das wäre viellicht okay gewesen ohne die hunderte von völlig Unbeteiligten, Fans die Fußball, die Eintracht sehen möchten!
    Aber die kausale Kette scheint nun klarer, „Fans“ und Ordner geraten aneinander, Gründe mittlerweile bekannt. Die Polizei wird gerufen und ist überraschend schnell vor dem Block. Unsere kriminell aktive Fanszene fühlt sich um ihr „Recht“ bedroht in der Kurve zu bestimmen und die Polizei deeskaliert nicht, sondern eskaliert munter mit und schreibt erstmal zur Entschuldigung irgendeinen Bullshit in social media. Da läuft einfach alles falsch, beide Seiten die Schuldigen jeweils auf ihre eigen Weise. Unabhängig davon finde ich mittlerweile auch, dass es offensichtlich zu viel rechtsfreien Raum in der NWK gibt, das muss aufhören.

    87
    6
  8. @6
    Bitte erläutere mir, warum ein Banner mit der Aufschrift: „Ehre der Gruppe Stadionverbot“ nicht im Block hängen darf?
    Es erfüllt in keiner Weise einen Straftatbestand.
    Das Banner impliziert ja, dass es die von Dir geforderten Stadionverbote bereits gibt.
    Eine mit Stadionverbot belegte Person (in Deinen Augen = Straftäter. In meinen Augen muss auch hier differenziert werden) hat sich an den Krawallen von Samstag nicht beteiligen können.
    Und auch zu den aktuellen Ereignissen werden mit Sicherheit im Nachgang Stadionverbote ausgesprochen werden.

    19
    62
  9. @7
    Ich war am Samstag mit insgesamt drei Kindern im Stadion. Warum sollte ich nicht mit ihnen dort hingehen? Gegen PAOK und Bayern werden sie auch wieder mitkommen. Wir stehen in der NWK.
    Die Gefährdung meiner Kids ging durch das verwehte Reizgas aus, jedoch in keiner Weise durch die eigenen Fans. Das so etwas passiert ist für niemanden vorhersehbar gewesen.

    45
    24
  10. @8
    „…zu viel rechtsfreier Raum in der NWK“
    Wie viel Rechtsfreiheit wäre denn korrekt? Wie viel Kriminalität in etwa sollte denn erlaubt sein?

    13
    12
  11. Seit gestern ist viel gesagt und geschrieben worden, aber tatsächlich nur eine einzige Information war mir seitdem neu: Die Polizei sagt, sie hätte vor Wochen schon über die verschärften Maßnahmen informiert. Die Informationen sind an Verein und Fanbeauftragte herangetragen worden.

    Ich muss jetzt mal eine Frage stellen: Hat jemand von euch diese Information bekommen ?

    Mal grundsätzlich: Ich ergreife grunsätzlich keine Partei bis entscheidende Fragen geklärt sind. Auf der einen Seite ist es wirklich sinnfrei, an gewaltbereite Chaoten zu apellieren, sie mögen bitte ihr Verhalten ändern. Sie sind da und es gibt sie und sie ändern ihr Verhalten nicht. Sie sind leicht zu provozieren, insgesamt sind sie leicht kalkulierbar in diesem Sinne. Das Potential ist bekannt und bewertet. Ob mir das mißfällt spielt überhaupt keine Rolle. Meinungen behalte ich für mich. Es geht um Beobachten, Schlussfolgern, Fragen stellen.

    Als Ordungsorgan weißt du also vorher ganz genau, was auf dich zukommt. Es gibt Risikobewertungen.

    Ich stelle noch mal entscheidende Fragen (in den Raum).
    Wer hat wen wann über was informiert, oder hat Informationen zurückgehalten ?
    Wer hat bei der Risikobewertung mitgewirkt ? Wer hat sie zu verantworten ?

    Ich glaube, dass die Wurzel diese komplett aus dem Ruder gelaufenen Einsatzes nicht am Spieltag gewachsen ist, sondern deutlich vorher. Ab einem gewissen Punkt muss doch die Risikobewertung ein klares Bild ergegeben haben. Wenn die Gegenmaßnahmen mit einer solchen Zahl an Verletzten ausufern, hat jemand vorher Mist gebaut und einer Deeskalation den Stecker gezogen. Man hatte doch mit den Randalierern eine feste Rechengröße. Sie sind vor Ort, man wusste was sie provoziert und kannte ihre Gewaltbereitschaft. Das alles bereits im Vorfeld.

    Da liegt nun meine Kritik tatsächlich. Es wird sich mit den Geschehnissen am Spieltag beschäftigt, aber man müsste viel früher ansetzen. Ist der Dialog mit der Heimkurve erfolgt ? Wenn nein, war das vielleicht ein Fehler ? Falls ja, gab es hier Absprachen, Widerstand zu formieren ? Ist deswegen so viel Polizei zusammengezogen worden ?

    Was ist hier die Vorgeschichte ? Darüber würde ich gerne mehr Informationen haben. Ich glaube, am Spieltag selbst war das Kind bereits im Brunnen.

    19
    8
  12. @9
    Wenn du 3 Kinder in die NWK mitnimmst, scheinst du dort familiär oder gar firm zu sein.
    Sei doch so gut und erkläre uns zivilen Eintrachtfans was genau das besagte Banner bedeuten will oder wie du sagst: was es tatsächlich „impliziert“ – und zwar möglichst mit den gleichen Worten, mit denen du das z.B. dem jüngsten deiner drei Kinder erklären würdest, das mit dieser etwas kryptischen Sentenz wohl eher nix anzufangen wüsste.

    24
    12
  13. Dr. Hammer hat es gut zusammengefasst. Ich würde mir wünschen, dass es seitens der Eintracht für uns alle konkretere Stellungnahmen gibt und klare Regeln. Meiner Ansicht nach gibt es zu viele Problemfans die dem Verein und der Polizei bekannt sind, die aber scheinbar am Wochenende trotzdem Tickets für das Spiel hatten. Es gibt so eine gute Videoüberwachung… Da muss es möglich sein anders zu reagieren. Es müssen klare Regeln her: Wer sich vermummt und auf Bildern erkannt wird ist raus. Wer sich illegal zutritt in einen Block verschafft ist raus. Wer schon im Umfeld des Stadions auffällt kommt erst gar nicht rein. Wenn in einem Block Pyro abgefeuert wird ist der Block beim nächsten Spiel dicht (außer man findet den Täter)… Wer illegal über den Zaun klettert ist raus. Wer sich vor dem Block nicht noch mal kontrollieren lassen möchte, weil er Böller und ähnliches dabei hat, ist raus. Das ist unbequem, aber es muss jetzt Ruhe einkehren und das Stadion ist kein rechtsfreier Raum. Diese Regeln (und gerne auch weitere) sollen allen bekannt sein und von jedem bestätigt werden. 99 Prozent der Stadionbesucher wird das sofort unterschreiben und damit Zugang zum Stadion haben. Wer damit nicht einverstanden ist, kann seine Dauerkarte und Tickets zurückgeben und zu Hause bleiben. Das Geld wird erstattet, weil es mehr als genug Familien und Kinder gibt, die sich über die Karten freuen werden!

    58
    5
  14. nigromant, ich weiss das doch auch nicht. Es ist nur zuviel. Früher war ich in einem selbstverwalteten Jugendzentrum. Kiffen war nicht erlaubt, haben wir trotzdem manchmal gemacht… Schlimm? Und welchen Vorschlag hast Du? immer strammstehen und brav gehorsam? Weiss nicht, eigene Entscheidungen treffen und kritisch über sich selbst nachdenken würde vielleicht schon reichen.
    Ansonsten ist der Vorschlag von Block 42 doch mal ein Angebot.

    20
    2
  15. @13
    Ich verstehe den Zusammenhang gerade nicht, den Du hier versuchst herzustellen, bzw. mir versuchst etwas zu unterstellen.
    Bin ich durch meine differenzierte Betrachtungsweise, oder weil ich meine Kids mit in die Kurve nehme kein ziviler Eintrachtfan?

    9
    15
  16. Es kristallisiert sich schon durch die ganzen Aussagen ein Gesamtbild heraus.

    Ultra ohne Ticket in der Kurve wird festgehalten – weitere Ultras greifen ein und die Ordner sind überfordert.

    Polizei rückt an und sprüht erstmal eine eine Runde Pfeffer in den Block, der leider auch durch die anderen Blöcke zieht.

    Ultras fühlen sich provoziert und gehen geschlossen vor die Tür. Dort ist es nur eine Frage der Zeit, wann die Situation eskaliert.

    Der erste Fehler sehe ich bei den Ultras und dann beim unverhältnismäßigen Einsatz von Pfeffer, der blind in den Block gesprüht wurde.

    Donnerstag wird es sicherlich ungemütlich im Stadion. Wurde auch bereits von mehreren Ultras angekündigt.

    Schade. Ich gehe davon aus, dass es am Donnerstag zum nächsten Tiefpunkt kommen wird. Ich hoffe es zwar nicht, aber mir fehlt die Fantasie, dass es ohne Probleme funktioniert.

    10
    9
  17. @16 SchobbeindeKopp:
    Na dann doch mal ganz einfach gefragt: Warum gebührt jemandem „Ehre“, der sich offenbar in der Form daneben benommen hat, dass er daraufhin ein Stadionverbot bekommen hat?

    (Ist zugegebenermaßen maximal ein Nebenschauplazz in der aktuellen Diskussion, aber interessiert mich – wie offenbar @13 auch – schon immer.)

    30
    1
  18. Einige neue Erkenntnisse zum Ausmaß des Polizeieinsatzes gab es gerade eben in der Fussball2000 Folge.

    Die stellen sich da ähnliche Fragen, die ich oben schon selbst formuliert habe.

    Das Fazit ist aber ernüchternd. Da scheint sich ein tiefer Spalt aufzutun und ein befriedender Dialog ist absehbar unwahrscheinlich.

    https://youtu.be/ezHmvpGRuKE?si=Qx8-19oSCaPEr-vu

    5
    3
  19. @16
    Richte diese Frage bitte an diejenigen die dieses Banner entworfen haben.
    Ich bin nicht dafür zuständig den Wortlaut eines Banners zu bewerten.
    Ich habe in meinen bisherigen Beiträgen lediglich Fakten festgestellt.

    9
    22
  20. @king8:
    Du hast n eminent wichtigen Punkt angrsprochen: Donnerstag wird es extrem ungemütlich.

    Ich weiss aktuell auch nicht, wie man den abend am Donnerstag halbwegs OK über die Bühne schaukeln will.
    Die Polizei wird mit einem riesigen Aufgebot von Anfang an klar machen wollen, sowas wie Samstag passiert nicht noch einmal.
    Und auf fanseite werden da einige mit nem riesen Hals auf die Polizei Richtung Stadion trotten.

    Meine persönliche Einschätzung hat sich die letzten zwei Tage eigentlich verhärtet :
    Mir ist es egal, ob sich da vielleicht 10 oder 20 Personen mit Ordnern geprügelt haben. Ich will damit das null gutheissen, aber assis trifft man überall im Leben. Die gehören bestraft, also Rechtsstaatlich abgeurteilt und zusätzlich mit nem Stadionverbot belegt. Da kann es keine zwei Meinungen drüber geben.
    Aber an der Gesamtsituation, dass es über 300 Verletzte gab, trägt nur das im Nachhinein als völlig der Situation nicht angebrachte Eingreifen der Polizei bei.
    Wenn beim Versuch ne gewaltsame Situation zwischen vielleicht Max 20 Personen zu befrieden, in Summe 300 Verletzte auf beiden Seiten entstehen, ist da alles, aber auch wirklich alles falsch gelaufen. Insofern finde ich auch die Kommunikation der Polizei bis jetzt komplett unverschämt, da ist überhaupt kein Schulderkenntnis zu finden.

    Bevor mir man vorwirft, ich würde hier einseitig argumentieren und die Fan Verantwortung der Eskalation komplett ignorieren:
    Ja, das stimmt. Denn als Fan ist man Einzelperson, daran ändert nix, ob ich in nem efc organisiert bin oder nicht. Jeder von denen, die da am Samstag Randale gemacht haben, haben das nicht auf Anweisung getan, sondern aus irgend ner sehr schrägen eigenmotivation.
    Die Polizei ist aber sehr hierachisch organisiert, das Verhalten in einer Situation wird von oben befehligt. Und da erwarte ich als Bürger eines Rechtstaates, dass dies unter Abwägung aller Möglichkeiten relativ rational passiert.
    Ein Einsatz von Polizeikräften muss also immer unter der Prämisse erfolgen, was passiert, wenn ich eingreife. Verschlimmert das oder Verbessert das eine Situation.

    Gehen wir zurück zur Ausgangsfrage wegen Donnerstag. Eigentlich hilft tatsächlich nur ein einziger Weg : komplette Deeskalation auf Seiten der Sicherheitskräfte. Wird das auch passieren…. Wetten würde ich definitiv nicht drauf. Bin gespannt.

    9
    18
  21. Ich war damals 1980 mit 16 J. das erste Mal im damaligen G-Block des altehrwürdigen Waldstadions.
    Natürlich und selbstredend dürfen Kinder in die NWK !!!
    Aber bei unter – meine p e r s ö n l i c h e Einschätzung + Meinung – 13/14-Jährigen
    (Und die meinte ich/s.o. Pkt.7),
    finde ich es schlichtweg zu riskant-zumindest in den unteren Blöcken 38/40+42.
    Aber das muss ja jedes Elternteil selber wissen.

    12
    2
  22. Ultras kündigen also an, es wird ungemütlich am Donnerstag. Sorry, aber einzig für die Ultras sollte es so langsam ungemütlich werden. Außer Schuldzuweisung und Provokation kommt von den Ultras aktuell nichts. Und ich lese immer wieder was von nicht angebrachten Eingreifen der Polizei für diese Gewalteskalation.
    Was wäre dann angebracht gewesen? Ich lehne mich so weit aus dem Fenster, egal was die Polizei gemacht hätte, es wäre wohl so oder so passiert. Es gibt eben zu viele „Krawallos“, die doch nur darauf warten und sich noch im Recht fühlen und offensichtlich auch nicht akzeptieren können, dass die NWK kein rechtsfreier Raum ist.
    Aber auch der Verein ist hier in Verantwortung. Sowas passiert eben, wenn man zu sehr wegschaut, die Probleme gerne unter den Teppich kehrt.

    32
    4
  23. @RR-Adler
    Nee, ist m.E. überhaupt kein Nebenschauplatz.
    Das Banner spricht voll den Casus Knaxus an. Es geht um die Territorialhoheit: Also ggü. dem Club ums Hausrecht, ggü. dem Staat ums Straf- bzw. Ordnungsrecht und nicht zuletzt ggü. der Verfassung sowie den gesetzlichen Ordnungshütern ums Gewaltmonopol.

    Die Ansicht @9 „Es erfüllt in keiner Weise einen Straftatbestand“ erinnert insofern an die notorischen Argumente der in den letzten Wochen tagtäglich geführten Diskussionen mit Hamas-Supportern, wenn um die Aussage: „From The River To The See!“ gestritten wird.

    14
    4
  24. @20
    Obwohl du „nicht zuständig (seist) den Wortlaut eines Banners zu bewerten“, beurteilst du diesen als „in keiner Weise einen Straftatbestand erfüllend“ und behauptest zudem „in deinen Beiträgen lediglich Fakten festzustellen“ … …
    Ja, nee, schon klar.

    13
    6
    - Werbung -
  25. @nigromat
    Jetzt lass mal die Kirche im Dorf mit dem Hamas vergleich.
    Es gibt hier zwei Dinge zu unterscheiden. Den strafrechtlichen und den emotionalen Teil.
    Das Banner mit der Aufschrift „Ehre der Gruppe Stadionverbot“ erfüllt keinen Straftatbestand. Nochmal, ich habe lediglich den Fakt festgestellt und nicht bewertet.
    Dass sich viele an einer Aussage wie auf der auf dem Banner stören kann ich aus unterschiedlichen Gründen auch verstehen.
    Es geht in meinen Augen schlicht um Solidarität – um nichts Anderes.
    Alles was Du dort herein interpretierst sehe ich so nicht.
    In anderen Stadien gibt es die Formulierung „Ausgesperrte mit uns.“ Diese spricht im Kern das Selbe an, klingt vordergründig jedoch weniger provokativ.

    8
    11
  26. @25
    Alles klar Nigromat.
    Diese Aussage ist keine Bewertung, meinerseits sondern tatsächlich Fakt.
    Falls das Gegenteil der Fall wäre, sprich dieses Banner eine strafrechtliche Relevanz hätte, so wäre es schon lange aus der Kurve verschwunden. Die Wertung die Du dort rausliest und mir vorwirfst kommt demnach nicht von mir.

    Ich meinem Kommentar @26 gehe ich bewusst auf Dich und somit auch auf das Banner ein, weil Dein Vergleich UF/ Hamas hanebüchen ist.

    7
    6
  27. @schobbe
    Die „Kirche im Dorf“ kostet aber mindestens en Schobbe…

    Mir gehts letztlich weder um Strafrecht noch um Emotionen.
    Ich sehe v.a. die politisch-aktivistische Intention, die vielleicht von den simpler gestrickten UF-Mitäufern weniger geteilt u. verfolgt wird – aber von einer „Elite“, die zum Kern der Gruppierung zählt, in Form einer Agenda und Sprachregelung (zumindest angestrebt) weitgehend oktroyiert wird. Dazu zählen wesentlich Anspruch, Erringung und Wahrung der Aktions-Hoheit in den einschlägigen Bereichen des Stadions sowie des Status als „Wahre Fans“ von EF.

    Und hierbei steht die Eintracht seit, ich weiß nicht wann, entweder bereitwillig Spalier oder unterhält die ganze Chose direkt finanziell oder indirekt-direkt in Form von Pyro-Gebühren etc. etc.
    Kurz: Auch der jüngste Exzess ist bei erheblichem Anteil Hausmacherblutwurst.

    11
    1
  28. @schobbe 27
    Ich vergleiche nicht Hamas und UF, obwohl es, was die Vorgehensweise betrifft, Grund zu diversen Vergleichen gäbe. Wobei das mitnichten Hamas exklusiv betrifft, sondern terroristische bzw. terrorhafte Strategien und Taktiken generell. Wenn du das „hanebüchen“ nennst, informier dich mal. Quellen gibt es reichlich.
    Die von mir benannte Parallele bezog sich nur auf Vortrag und Rechtfertigung der jeweiligen Protestparolen – und die ist ja wohl so offenkundig, dass sie nicht auch noch ausbuchstabiert werden muss.

    7
    3
  29. @dr.Hammer/15
    Den Vorschlägen @block42 kann ich locker zustimmen.
    Ich lehne nur strikt ab, Freiheit und Verbot noch vor der Rechtsprechung als etwas zu betrachten, das beliebig ausleg- und dehnbar wäre, so als wäre es eine Ansammlung gut gemeinter Empfehlungen.
    Exekutive und Rechtsprechung sind bekanntlich realitätsaffiner als Legislative und Jurisdiktion und einiges an Gerechtigkeit bleibt in diesem sehr toleranten Rechtsstaat zuletzt oft ohnehin auf der Strecke.
    D.h.: die Verfahrensweise sachlich/in Tateinheit sowie personell ist häufig derart abgekoppelt von Recht und Gesetz, dass es regelmäßig eigentlich für höhere Instanzen relevant wäre!

    3
    1
  30. Frage mich ernsthaft warum die Polizei jetzt Videomaterial von Zeugen vor Ort sucht, welche ihre Kamera auf den Handys erst zum Filmen genutzt haben nachdem es eskaliert ist. Warum hat die Polizei bei einem Hochrisikospiel ihre Bodycams, spätestens bei erfolgtem Einsatz, nicht eingeschaltet? Egal wer hier angefangen hat zu provozieren, dieser im Vorfeld geplante Einsatz ist komplett aus dem Ruder gelaufen und in Sachen Verhältnismäßigkeit haben die Einsatzkräfte, und vor allem deren Einsatzleiter, komplett versagt. Das ist mal Fakt. Hoffe nur das man daraus Lehren zieht und es am Donnerstag nicht wieder eskaliert durch eventuell zu hohe Polizeipräsenz die am Samstag meines Erachtens im Vorfeld erschreckend hoch war und unnötig.

    3
    4

Keine Kommentare mehr möglich.

- Werbung -