Die Kurve geht steil nach unten: Kolo Muanis Marktwert hat sich fast halbiert. (Foto: IMAGO / ABACAPRESS)

Bei der Eintracht wurden sie zum ersten Mal so richtig erfolgreich, spielten groß auf und landeten damit in den Notizbüchern von renommierten Spitzenvereinen in ganz Europa. Das große Geld, die Bilderbuch-Karriere riefen – was antwortete war der sportliche Abstieg.

In diesem Artikel widmen wir uns vier Adlerträgern, die die Frankfurter Eintracht als Leistungsträger auf der Höhe ihres Erfolges verließen – und wie ihr Marktwert danach lt. „tm.de“ einbrach.

Randal Kolo Muani (25): Ein Raunen ging durch die Ränge des Waldstadions, wenn Neuzugang Kolo Muani zum Sprint ansetzte. Spektakulär waren seine Spielzüge, Sprints und Tore. Am Ende der Saison 2022/2023 war er mit 15 Toren und 14 Vorlagen Topscorer der Bundesliga und wurde von den SGE4EVER.de-Lesern mit der Durchschnittsnote 2,52 zum „Adler der Saison 2022/23“ gekürt. Genauso spektakulär war dann aber im negativen Sinne die Wechselpartie im vergangenen Sommer. Ein ewiges Hin- und Her zwischen Paris St. Germain und Eintracht Frankfurt gipfelte in einem Streik Kolo Muanis, mit dem er einen Wechsel in die französische Hauptstadt erzwingen wollte. Die Eintracht ließ verlautbaren, dass man ein derartiges Verhalten nicht dulde und sich davon auch nicht einschüchtern lasse. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Stürmer schon alle aufgebauten Sympathien bei den Anhängern der SGE verspielt. Am Ende wechselte er Sekunden vor dem Ende des Transferfensters doch noch und spielte den Hessen die sagenhafte Ablösesumme von 95 Millionen Euro ein – absoluter und unangefochtener Transferrekord der SGE. Sein Marktwert wurde in der Folge auf 80 Millionen Euro angehoben. In der letzten Saison stand der gebürtige Franzose wettbewerbsübergreifend insgesamt 40 Mal auf dem Rasen, erzielte dabei neun Tore und sechs Vorlagen. Eine Quote, die nicht unterirdisch ist, aber eben auch keine 95 Millionen Euro rechtfertigt. Bei Paris ist sein Marktwert folgerichtig dramatisch eingebrochen. Von den anfänglichen 80 Millionen Euro ist er jetzt nur noch 45 Millionen Euro wert (-44 %).

Daichi Kamada (27): Auch Kamada wechselte auf dem Höhepunkt seiner Leistungskurve weg. Sein Ziel war nach längerem Tauziehen schließlich Lazio Rom. Hatte er in seiner letzten Saison bei Eintracht Frankfurt noch 47 Spiele auf dem Rasen gestanden, 16 Mal selbst getroffen und sieben Vorlagen gegeben, sah es in der „Ewigen Stadt“ auf einmal ganz anders aus. In 38 Partien traf er lediglich zweimal und assistierte ebenso häufig. Vier Scorer markieren die schwächste Kamada-Saison seit er von Sagan Tosu zur Eintracht wechselte. Das sorgte für einen signifikanten Marktwert-Einbruch. Von 27 Millionen ging es runter auf nunmehr 18 Millionen Euro (-33 %).

Djibril Sow (27): Über Jahre hinweg war Sow der Motor im Mittelfeld der Frankfurter Eintracht. Unscheinbar aber unbeschreiblich wichtig, lieferte er jedes Spiel Stabilität und trieb die Mannschaft mit seiner ruhigen, aber professionellen Art und Weise an. Anders als bei Kolo Muani oder Kamada ging sein Wechsel im letzten Sommer ohne Drama oder Störgeräusche über die Bühne. Bei einem Jahr Restvertrag in Frankfurt war der Wechsel eine Win-Win-Win-Situation für beide Vereine und den Spieler. Die Eintracht strich noch zehn Millionen Euro an Ablöse ein, Sow konnte nach vier Jahren SGE ein neues Kapitel aufschlagen und Sevilla bekam einen fähigen Spieler. Seine Leistungen in Spanien waren dann aber nicht mehr so gut wie in Frankfurt. Er war zwar Stammspieler, aber hatte immer mal wieder gesundheitliche Probleme. Am 30. Spieltag brach er sich einen Zeh und fiel daraufhin für die restlichen acht Saisonspiele aus. Sein Marktwert brach enorm ein: Von 22 Millionen Euro ging es runter auf neun Millionen (-59 %).

Jesper Lindström (24): Jung, dynamisch, torgefährlich. So konnte man den jungen Dänen Lindström im Frankfurter Dress beschreiben. Nach einer Eingewöhnungssaison bei den Hessen machte er in der zweiten Saison ordentlich auf sich aufmerksam. Wettbewerbsübergreifend stand Lindström 38 Mal auf dem Rasen, erzielte dabei neun Treffer und steuerte vier Assists bei. Auch wurde er zum ersten Champions League-Torschützen in der Vereinsgeschichte der Eintracht. Im letzten Sommer dann war die Eintracht auf Ablösesummen angewiesen und verkaufte den Dänen, der sich nach eigener Aussage auch einen Verbleib bei der Eintracht hatte vorstellen können. Der Wechsel von Kolo Muani und die knapp 100 Millionen Ablöse waren zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar gewesen. Lindström zog es daraufhin zur SSC Neapel und das spülte der SGE 30 Millionen Euro in die Kasse. Im letzten Jahr hatte Lindström nicht weniger als eine Horror-Saison hinter sich: 29 Einsätze – Null Tore – Null Assists. Für einen Offensivspieler der absolute Super-GAU. Ihm ist nur zu wünschen, dass er zurück in die Spur findet. Sein Marktwerteinbruch ist dagegen noch recht milde ausgefallen: Von 28 Millionen Euro ging es runter auf 22 Millionen (-21 %).

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Ein mahnender Zeigefinger

Entweder war es perfektes Verhandlungsgeschick von Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche, das typische Sinnbild einer starken Selbstüberschätzung der jeweiligen Spieler oder aber eine Mischung aus beidem. In jedem Fall ist eine Marktwertreduktion um 40 % (insgesamt 63 Millionen Euro) binnen 365 Tagen ein heftiges Zeichen dafür, dass diese Profis bei ihren neuen Mannschaften nicht mal ansatzweise das abgeliefert haben, was man vor der Saison von ihnen erwartet hatte. Einen solchen Wertverlust gibt es nicht einmal bei einem Neufahrzeug nach einem Jahr.

Manchmal bedarf es eben weitaus mehr als nur der Einzelleistung eines Spielers, um so zu funktionieren und sich ins Rampenlicht spielen zu können. Oft ist es das Kollektiv, das dafür sorgt, dass der einzelne Spieler überhaupt so performt. Ein Phänomen, das jede Saison immer wieder aufs Neue feststellbar ist und für manche Profis ein mahnender Zeigefinger sein sollte: Denn oftmals ist man nur so gut, wie einen das Umfeld bzw. die Mitspieler machen. Das ist mit Sicherheit nicht immer so und es gibt auch definitiv Spieler, die als Einzelner eine Mannschaft mitreißen und weiterbringen können. Doch in den meisten Fällen trifft dies eben doch nicht zu.

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37 Kommentare

  1. @Folke,
    @Andre,

    wie Boris schon anmerkte, sehr starker Artikel!!

    Schöner Abschluss auch mit dem Verweis auf individuelle Qualität und Kollektiv. Beides muss passen um Erfolg zu haben und damit sich Spieler entwickeln können, das ist es auch was ich seit Jahren meine wenn ich auf die Wichtigkeit einer funktionierenden und stabileren Achse verweise.

    Denn ohne die können sich die Talente nicht entwickeln, da sie dann niemandem haben an dem sie sich orientieren können, wenn es mal nicht läuft.

    Umgekehrt geht es aber auch ohne die Qualität der Einzelspieler nicht.

    Diesen Punkt hat man in Frankfurt seit Jahren besser erkannt als in anderen Vereinen der Liga und ist eines der Kernelemente unseres steilen Aufstiegs.

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  2. Jesper zu verkaufen, obwohl der nicht unbedingt weg wollte fand ich einen großen Fehler!

    Alle anderen waren ja interessiert weg zu wechseln, aber Jesper kann ich nicht nachvollziehen. Oder er wollte auch mehr Gehalt etc

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  3. Das war aber schon ein mega Angebot für jesper, das mussten wir eigentlich annehmen. Das hatte büffelherde Dimensionen.
    Zu dem Zeitpunkt war muani noch nicht im Streik. Alle Welt hat an einen Verbleib geglaubt, weil bis dato noch nicht einmal ein erstkontakt da war. Naja und mit Marmoush hatte man ja schon nen Lindstrom Nachfolger im Kader. Dass der dann Muani positions bedingt ersetzen sollte, war nie geplant

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  4. Hat eigentlich jemand anderes auch das Problem, dass in der App die Artikel nicht mehr aktualisieren. Ich hänge (auch nach Deinstallieren und neuem Installieren) beim Ndika Artikel.

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  5. Mal Einnahmen mit jetzigem MW vergleichen:

    Kolo Muani: verkauft für 95 Mio. MW jetzt: 45 Mio

    Lindstrøm: verkauft für 30 Mio. MW jetzt: 22 Mio

    Sow: verkauft für 10 Mio. MW jetzt: 9 Mio

    Borré: verkauft für 6,5 Mio. MW jetzt: 8 Mio

    Ramaj: verkauft für 5 Mio. MW jetzt: 18 Mio

    Lenz: verkauft für 1 Mio. MW jetzt: 1,5 Mio

    Ache: verkauft für 1 Mio. MW jetzt: 3 Mio

    Alario: verkauft für 0,5 Mio. MW jetzt: 1,5 Mio

    N’dicka: weg für 0 Mio. MW jetzt: 25 Mio

    Kamada: weg für 0 Mio. MW jetzt: 18 Mio

    Mal gegenrechnen:
    Am End komm ich auf Minus 2 Millionen. Also 2 Mio weniger kassiert, als die Spieler jetzt wert sind.

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  6. @6, @7

    Leider haben wir derzeit technische Probleme mit der App, da habt ihr Recht. Wir arbeiten im Hintergrund daran, können aber noch keine Wasserstandsmeldung abgeben. Bis es wieder funktioniert, hilft nur ein regelmäßiges Vorbeischauen auf der Website! Unbefriedigende Antwort – ich weiß! Sorry!

    @2, @3
    Vielen Dank for den Zuspruch. Das motiviert! 🙂

    @8
    Von den Spielern, die Differenzen von 1-2 Mio. haben mal abgesehen, ließe sich das alles mit der Differenz bei Kolo Muani Gegenrechnen. N’Dicka hatte übrigens einen MW von 28, als er wechselte. Insgesamt haben wir uns bewusst auf Leistungsträger bezogen in dem Artikel. Insgesamt hast du Recht, uns ging es primär um Spieler, die bei der SGE richtig groß waren und dann dramatisch abstürzten. Dass es vereinzelt auch positive Geschichten gibt (Ramaj zB) ist natürlich klar.

    LG

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  7. Am Ende sehe ich eher eine Tendenz, das Spieler bei uns Over-Performen und woanders wieder Under-Performen. Zumindest kommen die Spieler woanders nicht so zur Geltung wie bei uns.

    Bei RKM sieht man, das wir im Prinzip alles richtig gemacht haben. Das Geld ist und war RKM nie wert, was wir bekommen haben, und damit haben wir uns wirtschaftlich in eine andere, bessere Lage gebracht. Da ist mir Platz 6 und schlechter Fußball total egal. Ich lache mich immer noch schlapp, das wir soviel Geld bekommen haben.

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  8. Ihr schreibt

    „hatte Lindström nichts weniger als eine Horror-Saison hinter sich“

    meint aber

    hatte Lindström nicht weniger als eine Horror-Saison hinter sich.

    Das ist das glatte Gegenteil. Das kleine s an der Stelle macht viel aus.

    „nicht“ ist stilistisch etwas besser, da hast du Recht, haben wir angepasst. Inwiefern „nichts“ das komplette Gegenteil sein soll, erschließt sich mir allerdings nicht.

    LG,
    Folke Müller

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  9. 8. braumerganedruebberedde

    Ich habe da jetzt ein paar mal über diese Betrachtungsweise nachgedacht. Aber irgendwie finde in diesem Fall die Betrachtung „nur nett“. Bei den realen Erlösen gegen den fiktiven Marktwert vergleichen? Da würde ich lieber die Kosten realen Kosten der Spieler (Kaufpreis plus Handgeld plus Gehalt) gegen den Transfererlös anschauen. Das wäre wirtschaftlich interessant. Der Artikel hier vergleicht fiktiv mit fiktiv und zeigt daher eine Tendenz der Leistung, nicht der Wirtschaft.

    Aber andererseits hängt das ja eh irgendwie alles zusammen und unserer Gedanken dazu sind bloß nice to know 😀

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  10. Ich sehe den Marktwert eigentlich nur als realistisch, wenn der Spieler noch 3 Jahre Vertrag hat, oder grade der Rising Star schlecht hin ist. Ansonsten mindert sich der Betrag, den man ja sowieso nicht zu eng sehen darf

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  11. @braumer:
    Was genau soll deine Rechnung denn aussagen? Du rechnest die ablösefreien Abgänge von N’dicka und Kamada hier mit rein, das verändert natürlich das Bild komplett.
    Es ist ja klar, dass ablösefreie Abgänge für die Vereine fast immer schlecht sind, das einzig positive daran ist, dass sie so lange hier waren und für den Bruchteil eines marktüblichen Gehalts gespielt haben.

    @Abgänge:
    Einerseits kann man sich natürlich amüsieren, dass Spieler, die von uns weg wollten, weil sie den nächsten Schritt machen wollen, dann woanders häufig scheitern. Für die Eintracht ist das aber gar nicht gut. Die anderen Vereine registrieren, dass unsere Rekordtransfers Jovic, Haller Lindström und RKM nach ihrem Wechsel zumindest vorübergehend eingebrochen sind. Das Real sich bei RKM so früh zurückgezogen hat, war aufgrund der Erfahrung mit Jovic.
    Wir werden auch in Zukunft darauf angewiesen sein, Spieler günstig zu kaufen und teuerer zu verkaufen. Wenn wir für unsere Topspieler aber weniger Geld bekommen, müssen wir mehr Spieler verkaufen oder können uns Verstärkungen nicht leisten.

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  12. Folke,

    Eimer nicht weniger als voll = voll

    Eimer nichts weniger als voll = am allerwenigsten voll = nicht voll

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  13. „(…) ein heftiges Zeichen dafür, dass diese Profis bei ihren neuen Mannschaften nicht mal ansatzweise das abgeliefert haben, was man vor der Saison von ihnen erwartet hatte. „

    Oder es ist einfach ein weiteres Indiz, dass viele Spieler in ihrer ersten Saison Eingewöhnung brauchen und das nicht nur eine Ausrede von den Eintracht-Verantwortlichen ist.

    Die Einbrüche sind ohne Zweifel sehr stark. Aber das Fällen eines Urteils nach einem Jahr halte ich für verfrüht, auch wenn die Schadenfreude bei manch einem scheinbar nicht groß genug sein kann.

    Gerade gegenüber Kamada finde ich das respektlos. Alex Meier ist ebenfalls jahrelang unscheinbar über den Platz geschlichen und wurde dafür ohne Ende kritisiert. Sportlich hat Kamada aber gerade in Europa Nachhaltiges für uns geleistet.

    Jedenfalls ist es doch eher unwahrscheinlich, dass bei uns alle in einen Zaubertrank fallen, dann wegen der tollen Atmosphäre überperformen und anschließend ohne Zweifel bei anderen Vereinen schlechter sein müssen, während sie bei uns garantiert ihr Seelenheil gefunden hätten.

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  14. Ohne jetzt groß kommentieren zu wollen, aber man kann die Liste natürlich auch schnell noch erweitern. Jovic, Rebic, Haller ….
    Kostic ist, glaube ich, bei Juve ganz ordentlich angekommen, ist halt nicht mehr herausragend.
    Als ich mir den Serbien-Kader für die EM angeschaut habe, sind auch gleich wieder Eintracht-Vibes bei mir hochgekommen. (Kostic, Jovic, Gacinovic)

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  15. Ist doch ein absolutes Muster, dass die meisten Spieler nach der Eintracht nichts mehr reißen.
    Die Spieler sollten sich langsam mal wieder auf Dinge wie Stabilität, Kontinuität etc. besinnen.
    Grundsätzlich gibt es nur zwei Wege: den Karriereweg ohne Kompromisse (mit viel Kohle) mit der Gefahr, irgendwann auf dem Abstellgleis ohne Form zu landen, oder den stabilen Weg, also lange bei einem Club bleiben, sich einzufinden, wohlzufühlen mit weniger Kohle.
    Einige wenige Auserwählte schaffen es halt auch stabil Karriereorientierung und Kohle.
    Im Endeffekt ist jeder Spieler dessen eigene Marke und jeder geht es anders an. Muss man akzeptieren.
    Ich erinnere mich da gerne an Albert Streit. Eine gute Saison für die Sge, dann nach Schalke – 5 Jahre für 2,5 Mio pro Jahr glaube ich und 4,5 Jahre davon auf der Tribüne verbracht. So kann man sich und seinen Körper auch schonen und gut leben.
    Was würdet ihr favorisieren.?

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  16. @9
    Ich hab Kolo Muani mit eingerechnet bei den Minus 2 Mio. Mit dem Kolo Muani Transfer haben wir die Einnahmen generiert, die uns durch die ablösefreien Abgänge von Kamada und N’dicka entgingen.

    Ich bin ja grundsätzlich bei euch. Mir fallen spontan noch Rebic, Jovic, Silva und Hinti ein…die bei uns overperformten. Sicherlich gibt es noch mehr Beispiele.

    Es gibt aber auch Andere:
    Götze kam mit einem MW von 10 Mio..ist jetzt nur noch 5,5 Mio wert.
    Smolcic (23) kam mit einem MW von 3 Mio zu uns. Jetzt ist er 3 Mio wert, keine Entwicklung.
    Philipp Max (30) kam mit einem MW von 6 Mio zu uns. Jetziger MW: 2 Mio.
    Shkiri hatte bei Köln 13 Mio MW, jetzt nur noch 11 Mio.
    Van de Beek war bei 9 Mio, jetzt noch 5 Mio. Kalajdzic ging von 11 auf 5 Mio runter.
    Ob das verbranntes Kapital war, wird sich erst noch zeigen. Es sieht aber so aus.
    Diese Beispiele finden sich wohl in jedem Kader anderer Vereine auch.

    Soviel zu Spielern, die bei uns nicht funktionierten. Das war jetzt Cherrypicking..es gibt wirklich viele Gegenbeispiele, die bei uns funktionieren (Pacho, Larsson etc).

    Doch ich finde den Artikel verfrüht. Die meisten Spieler brauchen ein Jahr, bis sie drin sind. Kamada galt bei uns nach der ersten Saison, bevor er verliehen wurde, schon als Fehleinkauf.

    Bei Lindstrøm und Sow find ich den Vergleich gut, weil die beiden aufnehmenden Vereine Neapel und Sevilla auf nem ähnlichen Level spielen wie die SGE. (Das war jetzt ein Kompliment an alle Verantwortlichen der SGE..denn das sah vor ein paar Jahren anders aus)
    Bei Kolo Muani wars auf Grund der Einsatzzeiten klar, dass der MW runtergeht.
    In der Saison bei uns waren es 3.633 Minuten.
    Er hatte bei uns alle 121,1 Minuten ein Score (sprich Tor oder Assist).
    In dieser Saison kam Kolo bei PSG auf 1.946 Spielminuten, fast die Hälfte. Und er scort munter weiter, alle 129,7 Minuten gabs von Kolo ein Tor oder ne Vorlage. Das ist praktisch der gleiche Wert wie bei uns..allerdings in größerem Team in einer schwächeren Liga.
    Wenn er regelmäßiger startet, gehen höchstwahrscheinlich seine Scoring-Werte wieder hoch. Im Normalfall sollten sie dann höher als bei uns sein. Und damit steigt dann auch sein Marktwert rapide und ganz Europa spricht von KM. Wenn nicht, wars für PSG ein Fehleinkauf.
    Was spricht denn dagegen, dass KM bei PSG in der kommenden Saison durch die Decke geht?
    Mit Mbappé hatten die nen Starter, der eigentlich gar nicht mehr für PSG spielen wollte und die Stimmung im Verein runterzog, was mir gefällt:) Ich denke, Mbappé hatte gute Gründe für seinen Abgang, nachdem was man so hört. Und dann hat der die aber auch so richtig fertiggemacht mit seinem ablösefreien Transfer zu Real hahaha Zwei Jahre lang negative Medien (für PSG) ..bleibt er, bleibt er nicht..und macht dann nen 1-Jahres-Vertrag für 50 Mio o.s.ä. geht danach ablösefrei hahahaha

    Doch ob KM für PSG ein Fail! war, wird sich erst in den kommenden beiden Saisons zeigen..wenn Mbappé weg ist.
    Wird er sich gegen Ramos, Barcola und Dembelé durchsetzen? Holt PSG einen Mbappé-Ersatz?

    Schaut man sich diese Saison an:
    Mbappé 3.868 Minuten
    Dembelé 2.856 Minuten
    Barcola 2.095 Minuten
    Kolo Muani 1.946 Minuten
    Ramos 1.875 Minuten

    Wenn Kolo sich gegen Ramos und Barcola durchsetzt…bzw der Trainer auf ihn setzt und ne Position für ihn findet, auf der er sich wohlfühlt (jeder weiß, das ist manchmal entscheidend), dann geht er auch dort durch die Decke, eh klar.
    Wenn nicht, dann geb ich jedem Artikel recht, der sagt, ‚Kolo Muani funktionierte nur in Frankfurt‘.

    Doch wenn das so ist, hätte man doch diese Spieler behalten MÜSSEN. Damit man sportlich den nächsten Step gehen kann und sich in den Top4 etabliert.
    Sprich: wenn diese Spieler wirklich nur in Frankfurt funktionieren, warum hält man sie nicht und verkauft nur die, die nicht funktionieren..sowie die, die wegwollen?

    Wenn wir mit Lindstrøm in die CL gekommen wären, hätten sich die 30 Mio Einnahmen schlichtweg nicht gelohnt. Kamada und N’dicka hätte man keinesfalls ablösefrei gehen lassen sollen. Die wollten nicht verlängern und waren nach dem EL-Sieg heiß begehrt. Da ging der SGE einiges durch die Lappen..und nun gegen Kamada nachzutreten, macht mich nicht wirklich glücklich. Um als Verein ‚den nächsten Schritt‘ zu gehen, sollte sich die Presse an Krösche wenden und nachfragen: ‚Sagten sie nicht: kein Spieler ist unverkäuflich! Warum gingen N’dicka und Kamada dann ablösefrei?‘

    Dagegen war Lindstrøm überrascht von dem Angebot, weil er davon ausging, noch länger hier zu bleiben. Sagte er selbst..
    Sow kam damals für 14 Mio € und war hier etabliert, fast Führungsperson..würd ich sagen…so einer fehlte uns in dieser Saison.
    Wenn er den nächsten Schritt gehen wollte: alles klar! Doch wenn wir ihn für 10 Mio verkaufen, dann ist der Schritt nicht soo groß. Ein sehr fraglicher Transfer, der weniger mit Entwicklung, als mit finanziellen Problemen der SGE zu tun hat.
    Schließlich sagte Krösche bei seiner Abschluss-PK, dass auch in der nächsten Saison Transfererlöse erwirtschaftet werden müssen. Ich mach da Krösche keinen Vorwurf, jeder Verein hat gewisse Budgets. Wenn er verkaufen muss..ob er will oder nicht..dann macht er das.
    Und wenn ein Spieler mit seinen Forderungen nicht ins Gehaltsbudget passt, dann muss er halt auch weg. Doch soweit ich mich erinnern kann, wurde das bei Sow nie als Grund genannt.

    Kolo wollte weg und Reisende sollte man nicht aufhalten. In dem Sinne war der Kolo Muani Transfer für mich definitiv richtig.

    In dieser Saison konnten wir KEINEN dieser Transfers auffangen. Diese Top-Abgänge machten uns definitiv schlechter, das konnte doch jeder sehen.
    Daher sind diese Abgänge (Ausnahme Kolo..wollte weg) keine Transfers, für die ich der Eintracht Stand jetzt auf die Schultern klopfe.

    Bei Napoli wars ne gebrauchte Saison mit 2-3 (not sure) Trainern. Und auch Sevilla hatte ne Horrorsaison, die sie am End noch mit Rang 13 retteten. Das kann bei diesen Vereinen aber auch ganz schnell anders aussehen und wenn dann Lindstrøm und/oder Sow ne tragende Rolle spielen, geht der MW schnell hoch.

    Stand jetzt unterschreibe ich den Artikel! Doch vielleicht war der Artikel in einem Jahr Schall und Rauch..
    Denn bei uns funktionierten gaaanz viele Spieler erst im zweiten Jahr. Und ich werde bestimmt nicht hoffen, dass die Spieler, denen ich vor nem Jahr zujubelte, nun Karriereknicks erleiden. Oder würde mich das dann als Eintracht-Fan aufwerten? K.A.

    Ne, ich kümmer mich nur um die Eintracht und die Spieler/Trainer/Manager, die jetzt bei uns sind. Ich werd den Spielern weder nachtrauern, noch Krösche auf die Schultern klopfen. Doch in 4-5 Jahren kann man diese Transfers ernsthaft bewerten und dann klopf ich Krösche gern dafür auf die Schulter…wenn er noch da ist.

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  17. @17 SGEintracht4ever
    Habs eben erst gelesen..nach meinem Kommentar. Wir haben da die gleiche Meinung. Du brauchtest weniger Zeilen für die identische Aussage…Glückwunsch dazu, ernsthaft.
    Mir fällts stets schwer, mit wenigen Worten zum Punkt zu kommen 😀

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  18. Jesper mit KO ausleihen! Auf der rechten Seite muss sich was tun, er kann wenigsten eine Kette hinterlaufen. Außerdem nimmt er das Stadion mit, wenn er manchmal einfach naiv nach vorne stürmt, statt auf die zwei fehlenden im Spieler-Dreieck zu warten. Würde Toppie wahrscheinlich nicht gefallen 😉 Leider gilt immer mehr Planerfüllung vor Kreativität. Wohin das führt, hat man ja in der Politik gesehen, aber das ist eine andere Debatte.

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  20. @braumer:
    „Wenn wir mit Lindstrøm in die CL gekommen wären, hätten sich die 30 Mio Einnahmen schlichtweg nicht gelohnt.“

    Naja, zumindest wenn wir wegen Lindström in die CL gekommen wären. Aber das ist halt Spekulation. In der RR hat er wettbewerbsübergreifend nur noch eine Vorlage geliefert, war verletzt und hat nach seiner Verletzung sehr schwach gespielt. Ob er bei uns wieder zu alter Stärke zurückgefunden hätte? In Neapel hat er in über 400 Minuten keinen einziges Scorer geliefert.

    „Kamada und N’dicka hätte man keinesfalls ablösefrei gehen lassen sollen. Die wollten nicht verlängern und waren nach dem EL-Sieg heiß begehrt.“

    Mit N’Dicka wollte die Eintracht nach dem EL-Sieg gerne verlängern oder ihn verkaufen, aber er wollte nicht. Er wollte die CL als Stammspieler mitnehmen und danach das Handgeld beim ablösefreien Wechsel absahnen. Zwingen konnte man nicht und ihm zu drohen, ihn auf die Tribüne zu setzen, wäre völlig daneben gewesen.

    Und Kamada wollte Krösche verkaufen, da hat sich aber Glasner quergestellt.

    Generell ist es ja klar, dass man erstmal schlechter wird, wenn man Leistungsträger im besten Fall teuer verkauft und günstig Talente holt. Wäre es anders, würde das jeder so machen.
    Es gab in der Vergangenheit doch durchaus Vereine, die versucht haben, den anderen Weg zu gehen und die fehlenden Einnahmen durch sportlichen Erfolg (TV-Gelder und Einnahmen aus dem internationalen Wettbewerb) zu kompensieren. Schalke und Bremen haben das über Jahre versucht, mussten aber dafür auch das Budget und die Gehälter anpassen.
    Sie waren damit quasi verdammt ins internationale Geschäft zu kommen. Als sie das dann mal zwei Jahre an Stück nicht geschafft haben, konnten sie ihre Kosten nicht mehr decken und mussten viele Leistungsträger für vergleichsweise wenig Ablöse ziehen lassen. Und das ging es auch schnell in die zweite Liga.
    Bayern, Bayer, Wolfsburg, Leipzig und mit Abstrichen Dortmund können es sich (finanziell) leisten, ihre Ziele ein paar Jahre lang nicht zu erreichen. Da kommt über andere Wege so viel Kohle rein, dass es ihnen fast egal sein kann.

    Kein einziger kleinerer Verein (und dazu zähle ich uns auch) hat es bisher geschafft, sich dauerhaft im oberen Tabellendrittel festzusetzen. Anflüge von Größenwahn (Hertha, Augsburg, Schalke, Hamburg, Hannover) gingen komplett schief und haben den Verein an den Rand der Insolvenz getrieben.

    Die 120 Mio. für RKM und Lindström kann uns keiner mehr wegnehmen. Mit den Geld konnten wir mehrere neue Spieler holen und gleichzeitig Geld zurücklegen, um mal ein, zwei Jahre ohne internationales Geschäft oder eine Krise wie Corona zu überstehen, ohne den Ausverkauf zu starten.

    Für die Identifikation ist dieses Modell natürlich nicht förderlich, aber sportlich gibt und der Erfolg recht. Wir waren Fahrstuhlmannschaft, dann im Niemandsland und inzwischen regelmäßig international unterwegs. Jovic, Haller, Rebic, Silva, N’dicka, Kamada, Kolo Muani und Lindström sind weg.

    Jetzt haben wir Marmoush, Pacho, Larsson und Ekitiké, spielen nach einer über weite Strecken enttäuschenden Saison EL und haben nebenbei unser Festgeldkonto wieder auf Vorpandemieniveau gebracht und den Verein auf allen Ebenen zukunftsfähig gemacht (Digitalisierung, Marketing, Infrastruktur).

    Das ist in meinen Augen der einzige Weg, der es überhaupt möglich macht, die Lücke nach oben zu schließen ohne Investoreneinstieg im großen Stil.

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  21. @elde
    Mit N’Dicka und Kamada hast du absolut recht. Das wollte ich auch gerade schreiben. Was Braumer in seinem Post nicht bedacht hat, ist, dass es auch noch den Willen des Spielers gibt. Du kannst keinen Spieler gegen seinen Willen verkaufen. Albert Streit bei Schalke ist da ein gutes Beispiel. Genau so wenig kannst du einen Spieler gegen seinen Willen halten. Wir hättest Muani theoretisch nicht verkaufen müssen, praktisch hätte er aber hier weiter Stunk gemacht und nicht gespielt. Insofern kann man dem Management nur bedingt Vorwürfe machen. Aus meiner Sicht hat Krösche jeweils das Maximum raus geholt.

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  22. ‚Mit N’Dicka wollte die Eintracht nach dem EL-Sieg gerne verlängern oder ihn verkaufen, aber er wollte nicht. Er wollte die CL als Stammspieler mitnehmen und danach das Handgeld beim ablösefreien Wechsel absahnen. Zwingen konnte man nicht und ihm zu drohen, ihn auf die Tribüne zu setzen, wäre völlig daneben gewesen.‘

    Das ist mir nicht so bekannt. Hast du ne Quelle dazu?

    ‚Und Kamada wollte Krösche verkaufen, da hat sich aber Glasner quergestellt.‘
    Das Glasner-Querstellen kam den Verein dann ziemlich teuer zu stehen. Das kostete die Eintracht einen zweistelligen Millionenbetrag.

    ‚Es gab in der Vergangenheit doch durchaus Vereine, die versucht haben, den anderen Weg zu gehen.‘
    Ja, man kann sich natürlich stets an denen orientieren, die es schlechter machen. Dann sieht alles immer bestens aus.
    Außerdem: was ist denn der Weg, wenn man Kamada ablösefrei gehen lässt? Bei N’dicka glaub ich nicht wirklich daran, dass er weder verlängern noch wechseln wollte.
    Ich denke, man murkste wegen Corona rum und eine Vertragsverlängerung mit N’dicka war der SGE zu teuer. Als Krösche dann nach dem EL-Sieg verlängern wollte, war er der Eintracht zu teuer. Stattdessen wurde Götze der neue Topverdiener.
    Und dann hat sich wahrscheinlich bei nem Transfer N’dickas auch wieder Glasner quergestellt 😀

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  23. Ndicka und Kamada können von mir aus zwischen Maintal und Madrid gerne irgendwo anheuern.

    Um Sow (27) würde ich mich in der Tat bemühen.

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  24. @braumer:
    „Das ist mir nicht so bekannt. Hast du ne Quelle dazu?“

    2022 hat Krösche in Interviews und auch mal auf einer PK gesagt, dass man N’dicka bzw. seinem Berater einen neuen Vertrag angeboten hätte, dieser aber bisher nicht angenommen wurde. Gleichzeitig wolle N’dicka aber bei der Eintracht bleiben. Weiß gerade nicht, ob das vlt vor oder nach deiner Zeit bei den PK’s war.

    „Ja, man kann sich natürlich stets an denen orientieren, die es schlechter machen. Dann sieht alles immer bestens aus.“

    Du kannst mit gerne Vereine aus den letzten 20 Jahren nennen, bei denen das geklappt hat. Selbst Gladbach, die sich erstaunlich lange oben halten konnten und sogar ein paar Mal CL gespielt haben in den letzten Jahren, mussten wieder Geld sparen, als sie zwei Jahre lang nicht mehr das internationale Geschäft erreicht haben und können froh sein, dass sie diese Saison nicht abgestiegen sind.
    Und die Liste vor Vereinen, die in den letzten 20 Jahren auf dem internationalen Plätzen waren und sich da nicht halten konnten ist lang: Hertha, Bremen, Schalke, Köln, Hoffenheim, Mainz, Union, Freiburg, Hannover, HSV, Augsburg.

    „Außerdem: was ist denn der Weg, wenn man Kamada ablösefrei gehen lässt?“

    Was soll der Weg sein? Für Glasner war Kamada scheinbar so wichtig, dass er bei AR durchgesetzt hat, dass er nicht verkauft wird. Genauso wie du es bei Lindström gemacht hast, könnte man auch fragen, ob man ohne Kamada das Achtelfinale der CL nicht erreicht hätte (was angesichts der Tatsache, dass er fast die Hälfte unserer Tore geschossen hat, kein allzu abwegiger Gedanke ist).
    Seine Tore alleine in der CL haben uns locker 15 Mio. eingebracht. Und dabei habe ich noch gar nicht seine vier Tore in DFB-Pokal inkl. Führungstreffer im Halbfinale und seine 16 Scorer in der Liga eingerechnet.

    Du stellst dir das alles immer so einfach vor. Du sagst, man müsse die wichtigen Spieler unbedingt halten, dürfte sie aber auch nicht ablösefrei gehen lassen. Dann gibt es aber nur eine Möglichkeit – um jeden Preis verlängern. Dass einige Spieler vlt trotzdem gehen wollen (Erfahrungen im Ausland, um Titel mitspielen, regelmäßig CL) lässt du genauso außen vor, wie die Tatsache, dass wir finanziell einfach nicht mit vielen anderen Vereinen mithalten können.
    Kostic, N’dicka, Kanada und Lindström sind alle nach Italien gewechselt, die müssen da seit ein paar Jahren kaum Steuern zahlen, dagegen haben wir keine Chance, mit England und internationalen Spitzenvereinen brauchen wir gar nicht erst anfangen.

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  25. Wir haben eine gesunde Gehaltsobergrenze, das bedeutet eben das wir nur das bezahlen, was hier festgelegt wurde. Damit werden wir unsere Top-Spieler nicht halten. TOP-Vereine zahlen um Längen mehr, wir spielen dieses Spiel so nicht mit.

    Wir bezahlen ein niedriges Grundgehalt und hohe Prämien in Abhängigkeit des sportlichen Erfolgs. Das finde ich vernünftig.

    Insofern genieren wir möglichst hohe Ablösesummen und bauen neue TOP-Spieler auf. Das ist unser Weg.

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  26. @31
    ‚Weiß gerade nicht, ob das vlt vor oder nach deiner Zeit bei den PK’s war.‘
    Das war nach meiner Zeit, ist aber m.E. komplett irrelevant.
    ‚einen neuen Vertrag angeboten hätte, dieser aber bisher nicht angenommen wurde.‘

    Wenn wir nicht wissen, was geboten wurde, ist das ne Aussage ohne Wert. N’dicka spielte bei uns 4 Jahre für ~600.000€. Bei der Roma verdient er jetzt ~5 Mio €.
    ‚Gleichzeitig wolle N’dicka aber bei der Eintracht bleiben.‘
    Achja, dann hätte man sich sicher bei max. 3,5 Mio einigen können..wenn der Spieler wirklich bleiben will. Doch die gab man gehaltstechnisch lieber für Götze aus. N’dicka war ein von uns ausgebildeter Spieler. Das bedeutet: jedes Jahr haben wir einen Kaderplatz mehr in der EL/CL/ConfL, weil 4 selbst ausgebildete Spieler gemeldet werden müssen. Der war für uns Gold wert! Denn wir hatten damit stets Probleme. Doch das ist jetzt n eigenes dickes Thema.
    Ich denke, wir können uns drauf einigen, das die Vereinskommunikation in dem Fall mangelhaft war. Es fehlt die Klarheit, und wir müssen jetzt im Dunkeln tappen..
    Wahrscheinlich warn die alle nochn bissi beschwipst vom EL-Sieg und trafen dann ne Menge schlechte Entscheidungen.
    Wer wurde nach dem EL-Sieg verpflichtet?
    Kolo (doch das stand schon 4 Monate vorher fest)
    Dann: Hauge 8,2 Mio (Kaufpflicht, war auch schon vorher klar), Alario 6 Mio, Aaronson 4 Mio, Jakic 3,5 Mio, Götze 3 Mio, Smolcic 2,5 Mio, ablösefrei: Onguené, Buta, Alidou, Wenig.

    Kolo machte uns besser, viel besser .. und ging nach nem Jahr. Den Rest wollen wir nun schon wieder loswerden, weil sie uns nicht besser machen und wenig Entwicklungspotenzial haben.
    Und dann konnte man mit N’dicka nicht verlängern, der bleiben wollte..? Ne, also ich glaub da nicht dran. Und ich glaub inzwischen eh relativ wenig bzgl Vereinskommunikation. Uzun, ‚Zum Jürgen‘, N’dicka..sehr seltsam und wenig Tacheles.
    Ich versteh im Rückblick nicht, wie man über diese Saison meckern kann.. eigentlich lief Vieles, Vieles besser. Und es kamen im Vgl zur Vorsaison auch ein paar richtig gute Spieler, obwohl wir Conference und nicht CL spielten. Doch das Kind war schon in den Brunnen gefallen. Dino musste mit Hauge, Alario, Aaronson, Jakic, Götze, Smolcic, Onguené und Buta arbeiten. Anstatt mit Spielern wie N’dicka.
    Ich glaub nicht daran, Spielern wenig Gehalt zahlen zu wollen und gleichzeitig oben anzugreifen. Irgendwann muss der Verein den nächsten Schritt gehen und das Gehaltsbudget nach oben anpassen. Insbesondere, wenn man durch Einnahmen aus Spielerverkäufen setzt. Das ist bei Dortmund nicht anders, dass die Spieler wie Bellingham oder Haarland verkaufen.
    Ich jedenfalls glaube, dass bei N’dicka ne Chance verpasst wurde. Wenn nun Pacho geht..hoffen wir dann, den wieder ersetzt zu bekommen? Und wie lange soll das so weitergehen? Jede zwei Jahre ein neuer Kader, weil wir uns keine Vertragsverlängerung leisten wollen?
    Außer bei Götze natürlich. Der entwickelte sich bei uns innerhalb eines halben Jahres so stark, dass man ihm sofort ne Vertragsverlängerung mit verbesserten Konditionen anbot.
    Es sollen hier die SGE und Krösche gelobt werden (gut verkauft)..doch bei den Personalentscheidungen der letzten Jahre hab ich Zweifel, ob Lob uns weiterbringt.. Ich seh da bei den Transfers keine Kontinuität und nichts, was aufgebaut wird. Okay, Ausnahme Verpflichtung Robin Koch.
    Doch insgesamt zeigt der Tabellenplatz und der Abstand zu den ersten Fünf schon gut auf, dass die SGE derzeit stagniert. Und ich weiß nicht, wie das besser werden soll..wenn man mit Topspielern, die verlängern wollen, nicht verlängert und dafür Altstars wie Götze direkt zum Topverdiener der Mannschaft macht.
    Wieviel EL-Sieger sind noch da?

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  27. @braumer:
    „Wenn wir nicht wissen, was geboten wurde, ist das ne Aussage ohne Wert. N’dicka spielte bei uns 4 Jahre für ~600.000€. Bei der Roma verdient er jetzt ~5 Mio €.“
    ‚Gleichzeitig wolle N’dicka aber bei der Eintracht bleiben.‘
    Achja, dann hätte man sich sicher bei max. 3,5 Mio einigen können..wenn der Spieler wirklich bleiben will.“

    Wenn er bei der Roma 5 Mio. verdient (von denen er durch das italienische Steuersystem mehr als in Deutschland behalten kann), wieso sollte er dann bei uns für max. 3,5 verlängern?

    N’dicka wollte das Jahr noch bei der Eintracht bleiben, um CL zu spielen, ergo sich nicht verkaufen lassen.

    „Dino musste mit Hauge, Alario, Aaronson, Jakic, Götze, Smolcic, Onguené und Buta arbeiten. Anstatt mit Spielern wie N’dicka.“

    Ernsthaft? Der Großteil hat doch überhaupt keine Rolle gespielt, wurde überhaupt nicht als tragende Rolle geplant und teilweise auch verliehen. Und du vergisst, dass wir auch Koch, Pacho, Larsson, Ebimbes, Knauff etc. haben, mit denen Dino gearbeitet hat. Du stellst das gerade so hin, als hätte unsere gesamte Mannschaft nur aus Spielern bestanden, die überhaupt keine Qualität haben.

    „Doch insgesamt zeigt der Tabellenplatz und der Abstand zu den ersten Fünf schon gut auf, dass die SGE derzeit stagniert.“

    Wow, du meinst der zweitbeste Tabellenplatz der letzten zehn Jahre, zeigt, dass die SGE stagniert. Dass wir nebenbei noch Rücklagen gebildet haben und Investitionen vorangetrieben haben, was nun einmal Geld kostet, ist auch zu vernachlässigen.

    Du bist wohl nur zufrieden, wenn die Eintracht jedes Jahr mindestens zwei Tabellenplätze nach oben klettert und spätestens in 5 Jahren um die deutsche Meisterschaft mitspielt.
    Wie gedenkst du denn den Abstand nach oben zu verkleinern, wenn man Spieler nicht verkauft, sondern verlängert und damit das Budget immer weiter erhöht und im Unterschied zu Bayern, Bayer, Dortmund und Leipzig nicht durch Sponsoren nicht mal ansatzweise vergleichbares Kapital bekommt.
    Wir können uns nicht einfach Geld drucken, um die Mannschaft so aufzupimpen, dass sie langfristig mit Vereinen mithalten kann, die für ihre Topspieler regelmäßig das vier- bis sechsfache an Ablöse hinlegen können.

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  28. @34
    ‚Wenn er bei der Roma 5 Mio. verdient (von denen er durch das italienische Steuersystem mehr als in Deutschland behalten kann), wieso sollte er dann bei uns für max. 3,5 verlängern?‘
    Du hast dir die Frage doch oben schon selbst beantwortet: er wollte bleiben!
    Und komm mir nicht mit einem Jahr. Im Fußballbusiness, und INSBESONDERE bei uns, das wird uns seit Bobic kommuniziert, geht es darum, Erlöse zu erzielen. Wenn der Spieler nicht will, dann landet er auf der Bank oder Tribüne. Das muss einheitlich kommuniziert werden, von Manager und Trainer..wie bei PSG und Ekitiké.
    Wenn der Verein einen Spieler verkaufen will, dann ist das so. Bei jedem Verein, der auf Transfererlöse setzt.
    Und wenn der Spieler weg will, dann ist das so. Man kann da im Notfall vielleicht noch ein Jahr zusammenkommen (Bsp Kostic), aber doch nicht so, dass dem Verein 20-30 Mio (N’dicka+Kamada bei Restvertragslaufzeit 1 Jahr nach EL-Sieg) flöten gehen. Das ist entgegen der kommunizierten Vereinspolitik, auch wenn sie dir die Entscheidung plötzlich als sinnvoll verkaufen wollen.

    ‚Der Großteil hat doch überhaupt keine Rolle gespielt, wurde überhaupt nicht als tragende Rolle geplant und teilweise auch verliehen.‘

    Traurig genug!

    ‚Du stellst das gerade so hin, als hätte unsere gesamte Mannschaft nur aus Spielern bestanden, die überhaupt keine Qualität haben.‘
    Ne, so hab ichs nicht gemeint. Ich meinte, dass die Spieler, auf die er baute, fast alles Neuzugänge waren. Weil mit KEINEM Spieler verlängert wurde, außer Knauff (gekauft) und Götze. Ah, auch Max bekam nach der Leihe nen vglw hochdotierten Vertrag. Und nun Koch.
    Ich sage genau das Gegenteil:
    Wenn der Verein wirklich oben angreifen will, muss er nicht nur verkaufen, sondern auch verlängern.
    Und: Spieler als ‚unverkäuflich‘ bezeichnen.
    Wenn dann ein Angebot kommt, was nicht ablehnbar ist, soll es so sein. Und so wurde es zurecht bei Kolo gemacht. Doch inzwischen bekommen die Spieler schon Preisschilder, nachdem sie bei uns unterschrieben haben.
    Die Presse fragt auch (in-)direkt danach, bei der Verpflichtung.
    Ich sags mal so:
    Sinn macht es, junge Spieler zu kaufen, und wenn sie überzeugen, direkt nach einem Jahr den Vertrag zu verlängern. Und dann nach 3-4 Jahren zu verkaufen…außer, es kommt ein unmoralisches Angebot. Denn nach einem Jahr hat sich ein Spieler (Ausnahme Kolo) nicht so stark entwickelt, dass wir ihn uns nicht mehr leisten könnten. Er verdient dann das ~2-3fache des ersten Vertrags (bei jungen Spielern wie Bahoya), ist zufrieden und als Verein hast du 3-4 Jahre nen Topspieler unter Vertrag.
    Wenn du den Zeitpunkt verpasst und du ein Jahr zu spät dran bist, und sich der Spieler zwischenzeitlich top entwickelte, dann wird er schon zu teuer sein und du kannst gar nicht mehr verlängern…weil es dein Budget sprengt.
    Bei N’dicka wurde der Zeitpunkt verpasst, wegen Corona, das ist nachvollziehbar. Und trotzdem behaupte ich, dass er für die SGE nicht zu teuer gewesen wäre.
    Schau dir das mal an: https://www.capology.com/club/eintracht-frankfurt/salaries/
    Ich geh mal davon aus, dass die Zahlen ungefähr stimmen.
    Wenn ein Pacho und Chaïbi so gut performen, dann isses jetzt an der Zeit, die Verträge zu verlängern. Jetzt geht das noch. Stell dir vor, Chelsea fragt an und Chaïbi sagt: Nein, ich bin hier zufrieden. Weil er bei uns keine 500.000, sondern 2-3 Mio verdient..und sich bei Chelsea nicht auf die Bank setzen will. Sowas wird bei uns doch NIE passieren.. Ausnahme Trapp, der seine 3,5 Mio verdient..der sagt ManU dann auch mal ab. Ne, Chaïbi würde überredet: Mach das doch!
    Wenn die Spieler leistungstechnisch wesentlich besser als bspw Götze oder Trapp werden, aber nur ein Fünftel verdienen,werden sie unzufrieden..wollen das Gleiche oder mehr.
    Und dann wollen sie weg. Und das ist der Plan. Sie dann nach zwei Jahren wieder zu verkaufen. Sprich: kein guter junger Spieler wird in der übernächsten Saison noch Teil von EF sein, sondern verkauft…alle!
    Und so gibst du immer ALLE deine besten Spieler ab und mit den schlechten (Hauge, spielst du, weil du sie nicht los wirst und startest bei 0. Ich sage: das macht kein Sinn. Lieber ne qualitativ gute Mannschaft aufbauen, aus der Einzelne herausragen, die dann für 30-50 Mio+ verkauft werden.
    Was Krösche sagt, ist ja richtig: Spieler, die sich schneller entwickeln als die Eintracht, wollen/müssen weg. Doch die Realität sieht anders aus. Weder Lindstrøm, noch Kamada, noch N’dicka entwickelten sich schneller als die SGE. Genau das belegt dieser Artikel.
    Dementsprechend würd ich jetzt versuchen, die Spieler, die in dieser Saison funktionierten, zu verlängern. Denke, das wäre je nach Spieler das Doppelte/Dreifache des jetzigem Gehalts und du hast als Verein trotzdem nen guten Deal gemacht und kannst dich sportlich mit diesen Spielern entwickeln.

    Ich glaub, wir werden in der nächsten Saison ne sehr gute Rolle spielen..weil ein paar Spieler, die gut kicken können, dann immerhin nen Jahr lang zusammenspielen konnten.
    Es würd mich nicht wundern, wenn wir dann 6-8 Spieler zu nem ordentlichen Preis verkaufen.
    Doch es braucht ein Gerüst, damit wir in der folgenden Saison nicht wieder hart um Europa kämpfen müssen. Und das Gerüst seh ich nicht. Und ich seh auch keine Vereinsphilosophie, die dieses Gerüst fordert und fördert. Ne, jeder ist ab sofort jederzeit austauschbar. Jeder Rode, jeder Hase, jeder Krösche, jeder Hellmann (das hat wehgetan), jeder Glasner, jeder Trapp…
    In dieser Geschwindigkeit war das unter Bobic nicht der Fall.
    Mit Bobics Philosophie haben wir es bis zum EL-Sieg geschafft. Das war größtenteils Bobics Kader.. doch da gabs ne klare Linie.
    Rode wurde verlängert, Hase wurde verlängert, Kostic wurde 2019 direkt n dicker langfristiger Vertrag gegeben..verdiente bei uns laut sport1 3,8 Mio€ (eben erst gesehen: https://www.sport1.de/news/transfermarkt/2022/07/eintracht-frankfurt-lockt-filip-kostic-mit-mega-angebot).

    Und es wundert dann doch, dass der Topverdiener bei EF vor fünf Jahren mehr verdiente als die Topverdiener jetzt.
    Mal ganz davon abgesehen, was Kostic der SGE brachte, und was Götze jetzt für unwesentlich weniger Gehalt bringt. Das nenn ich Stagnation.
    Trapp könnte ich auch nennen, aber er hat sich wahrlich das hohe Gehalt durch jahrelange Top-Leistungen verdient. Ein Jahr geht da noch.
    Ob wir Götze vor Vertragsende (2026..vorher wars 2025..doch Krösche verlängerte ja 7-8 Monate nach dem Wechsel, als wärs ein Top-Jungstar) loswerden?
    Fraglich! Ne, ich seh da wenig Entwicklung. Und m.E. liegt das weniger an Toppi, als am Kaderplaner. Wenn man A sagt und B macht, wirds auf Dauer nicht klappen.

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  29. „Stell dir vor, Chelsea fragt an und Chaïbi sagt: Nein, ich bin hier zufrieden. Weil er bei uns keine 500.000, sondern 2-3 Mio verdient…“

    Wenn du jetzt allen Spielern, die sich gut entwickelt haben (Chaibi, Knauff, Ebimbes, Larsson, Pacho, Marmoush, Nkounkou) ein Gehalt von 2-3 Millionen zahlst, dann hast du Mehrkosten von knapp 10 Mio. pro Jahr, damit sie ein Jahr länger Vertrag haben.

    Und damit bist du in exakt der Situation, in der Schalke vor ein paar Jahren war. Du MUSST Minimum die EL erreichen. Verpasst du das internationale Geschäft, dann musst du die Spieler unter Wert verkaufen, wenn dann noch der eine oder andere in einem Leistungstief ist, wirst du sie vielleicht gar nicht mehr los, weil keiner ihr hohes Gehalt zahlen will, bleiben bis ans Vertragsende und gehen dann ablösefrei.

    „… geht es darum, Erlöse zu erzielen. Wenn der Spieler nicht will, dann landet er auf der Bank oder Tribüne.“

    Kannst du gerne machen, ich finde fände es völlig daneben, Spielern wie N’dicka oder Kanada, die uns gerade den ersten internationalen Titel die Jahrzehnten geschenkt haben, die Pistole auf die Brust zu setzen und sie zu erpressen.
    Und wenn du dann noch die Leistungsträger auf die Tribüne setzt, weil sie sich weigern, schwächst du dich selbst.

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  30. ‚..damit sie ein Jahr länger Vertrag haben. ‚
    Konzept nicht verstanden..nochmal oben nachlesen

    ‚Und damit bist du in exakt der Situation, in der Schalke vor ein paar Jahren war. ‚
    Ne, deren Strategie waren keine Transfererlöse. Warum glaubst du soooo fest daran, dass man nur verlängern oder verkaufen kann? Die besten Vereine machen beides!

    ‚Kannst du gerne machen, ich finde fände es völlig daneben, Spielern wie N’dicka oder Kanada, die uns gerade den ersten internationalen Titel die Jahrzehnten geschenkt haben, die Pistole auf die Brust zu setzen und sie zu erpressen.‘
    Du vestehst da was falsch. Die Spieler erpressen den Verein, wenn sie auf nen Wechsel zum Vertragsende pichen. Mit Ausnahme alter Spieler bzw Spieler, die dann Probleme haben, nen neuen Verein zu finden…die der Verein loswerden will, weil sie qualitativ zu schwach sind…ja, hier muss der Verein dem Spieler zwangsläufig, aber auch zurecht, entgegen kommen. Aber bei Kamada und N’dicka? Das sind Superstars, da geht’s um fette Millionenbeträge. Solche Spieler gibt man niemals(!) ablösefrei ab. Außer man möchte den Verein schädigen. Wenn solch ein Spieler auf nen Wechsel zum Vertragsende pocht, dann weiß er genau, dass er den Verein damit schwer schädigt. Außer es gibt so wirklich gar keine Interessenten, die für die geforderte Ablöse interessant sind. Und das war zu diesem Zeitpunkt bei Kamada und N’dicka extrem unwahrscheinlich.

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