Randal Kolo Muani war der absolute Überflieger in dieser Saison (Bild: IMAGO images / Sportfoto Rudel)

Wir blicken wieder einmal auf eine aufregende Saison zurück. Wie alljährlich bewegten sich die Emotionen in einem Wechselbad der Gefühle. Die beste Hinrunde der Vereinsgeschichte, zehn sieglose Spiele in der Rückserie, Einzug in das Champions League Achtelfinale und ein verlorenes DFB-Pokalfinale. Insgesamt bestritt Eintracht Frankfurt 49 Pflichtspiele in der abgelaufenen Saison 2022/2023. Aufgeteilt in 34 Meisterschaftsspiele, acht Champions League Spiele, sechs Pokalspiele und einem UEFA Supercup Spiel. 49-mal gab es für die Leserinnen und Leser von SGE4EVER.de also die Möglichkeit die Adlerträger im klassischen Schulnoten-Prinzip von 1 bis 6 zu bewerten. Nachdem in der vergangenen Saison Kevin Trapp zum zweiten Mal die Adler der Saison Auszeichnung einheimsen konnte, war es diesem Jahr ein Neuzugang und absoluter Senkrechtstarter – Randal Kolo Muani! Mit der Gesamt-Durchschnittsnote 2,52 in insgesamt 44 benoteten Pflichtspielen schaffte er es mit größerem Abstand auf Platz 1.

Insgesamt 28 Spieler kamen in den vier Wettbewerben Bundesliga, DFB-Pokal,m Champions League und Supercup zum Einsatz. Mit Filip Kostic (2 Einsätze) kam ein Adlerträger zum Einsatz, der den Klub noch mit dem Ende der Sommer-Transferperiode verließ. Mit Luca Pellegrini (14 Einsätze) kam derweil ein Spieler zum Einsatz, der den Klub in der Winter-Transferperiode bereits wieder verließ. Mit Paxten Aaronson und Philipp Max kamen zwei Winter-Neuzugange zu Einsätzen.

Insgesamt 13 verschiedene Spieler wurden in dieser Saison mit der Auszeichnung „Spieler des Spiels“ bedacht: Randal Kolo Muani schaffte es insgesamt 14-mal an die Spitze der Spielerbenotung. Dicht gefolgt von Kevin Trapp, der es insgesamt 11-mal schaffte. Daichi Kamada schaffte es mit vier Auszeichnung auf das Treppchen. Dahinter folgt Kapitän Sebastian Rode (3-mal). Doppelt ausgezeichnet wurden Junior Dina Ebimbe, Makoto Hasebe und Mario Götze. Je eine Auszeichnung erhielten Kristijan Jakic, Hrvoje Smolcic, Jesper Lindström, Diant Ramaj, Philipp Max und Aurelio Buta. Insgesamt fünfmal verzichtete SGE4EVER.de aufgrund der Leistung auf eine Vergabe dieser Auszeichnung.

Nachfolgend die Einzelkritik der Adler der Saison 2022/2023:

2,52 Randal Kolo Muani: Mit seinen Scorern (insgesamt 40) und vor allem seiner unberechenbaren Spielweise sorgte Randal Kolo Muani innerhalb kürzester Zeit in Europa für Furore. Der Top-Scorer der Bundesliga war der Garant für die alles in allem erfolgreiche Saison 2022/2023 und wird bereits seit Monaten von den großen Topklubs in Europa umworben. Ob er noch eine weitere Saison am Main bleibt, ist derzeit noch unsicher. Sicher ist, dass er mit der Note 2,52 in diesem Jahr zum Adler der Saison ausgezeichnet wird – selten war diese Auszeichnung wohl so gerechtfertigt wie in diesem Jahr. insgesamt 14-mal wählten ihn die Leserinnen und Leser von SGE4EVER.de zum Spieler des Spiels. Und wer weiß, vielleicht verteidigt er diesen Titel ja auch im kommenden Jahr.

2,61 Kevin Trapp: In der vergangenen Saison noch auf Platz 1 und zum Adler der Saison gewählt, musste er sich nun dem Ausnahmestürmer Muani geschlagen geben. Dennoch war Kevin Trapp über die komplette Saison hinweg immer fokussiert und in einer herausragenden Form. Ohne ihn wäre die Eintracht wohl nicht in Europa gelandet.

2,72 Junior Dina Ebimbe: Der zweite französische Neuzugang, der sich von 0 auf 100 in die Herzen der Hessen gespielt hat. Als Sechser geholt, machte er vor allem auf dem rechten Flügel ordentlich Dampf ehe er in der Rückrunde mit einer Verletzung ausgebremst wurde. Selbtverständlich zogen die Hessen seine Kaufoption. Vor allem sein Treffer in der Nachspielzeit am letzten Spieltag sicherte dem Klub das internationale Geschäft. Mit einer kompletten, verletzungsfreien Vorbereitung wird er ein wichtiger Faktor im kommenden Jahr werden.

2,85 Mario Götze: Der Weltmeister war der Königstransfer vor der Saison. Und über weite Strecken der Saison war er mit seiner Spielweise auch ein wesentlicher Garant für den Erfolg der Mannschaft. Vor allem in der Rückrunde konnte er dringend benötigte Leaderqualitäten nicht auf den Platz bringen. So verpasste er auch knapp den Sprung auf das Treppchen bei der SGE4EVER.de-Spielerbenotung.

2,95 Sebastian Rode: Ein Kapitän mit Leidenschaft, Biss und Kampfgeist. Attribute, die man unabdingbar mit Sebastian Rode verknüpft. Sein Körper macht ihm aber zuweilen immer häufiger einen Strich durch die Rechnung, das war in diesem Jahr sehr deutlich zu spüren. Nur ein absoluter fitter Rode ist für die Mannschaft ein Gewinn. Dennoch darf er stolz auf seine Leistung sein und rangiert mit der Note 2,95 auf Platz 5 in diesem Jahr.

2,95 Makoto Hasebe: Ähnliches trifft auf Makoto Hasebe zu. Wer hätte am Anfang der Saison gedacht, dass der Japaner noch solch eine wichtige Rolle zuteil wird? Verletzungssorgen und eine dünne Personaldecke sorgten dafür, dass der mittlerweile 40-Jährige wieder zum Stammspieler avancierte. Mit seiner Einstellung, Disziplin und fußballerischen Qualität ist er ein absolutes Vorbild auf und neben dem Platz. Einer der Spieler, der seine Nebenmänner auf ein höheres Niveau heben kann.

3,08 Kristijan Jakic: Kristijan Jakic spielte, wo man ihn brauchte. Hinten rechts, hinten als Abwehrchef, auf der Sechserposition, als Außenspieler. So variabel wie er ist, war er für Coach Glasner immer ein wichtiger Anker im Spiel der Hessen. Seine Aggressivität ist ein absoluter Gewinn. Seine Vielseitigkeit ist ein Segen über weite Strecken gewesen. Am Ende bremste ihn aber auch eine Verletzung aus.

3,09 Jesper Lindström: Im vergangenen Herbst war Jesper Lindströms absoluter Höhepunkt. Zuvor war die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor eines seiner Makos. Das legte er im Laufe des Saison ab. Doch dann war auch er vom Verletzungspech gebeutelt und kam in der Rückrunde nicht mehr in Tritt.

3,13 Daichi Kamada: Die Höhen und Tiefen wechselten sich bei keinem Adlerträger so sehr ab wie bei Daichi Kamada. In dem einen Spiel sorgte sein Zauberfuß für verdrehte Beine bei den Gegnern, in dem anderen Spiel sorgte die gefühlte Antriebslosigkeit dafür, dass die Mannschaft beinahe einen Mann weniger auf dem Platz stellte. Fakt: Mit seinen 25 Scorerpunkten in allen Wettbewerben trug Kamada einen gehörigen Anteil dazu bei, dass die Eintracht in diesem Jahr solch gute Phasen an den Tag legte.

3,15 Philipp Max: In der Winterpause kam Philipp Max aus den Niederlanden an den Main. Er sollte die linke Seite wiederbeleben, die nach dem Weggang von Filip Kostic erloschen schien. Und er legte in seinen ersten Spielen direkt los wie die Feuerwehr. Aber auch ihn zog es in ein Loch als der Klub nicht mehr in die Puschen kam. Und dann stoppte ihn eine Verletzung. Ein ähnliches Schicksal wie bereits bei Lindström, Dina Ebimbe oder Jakic.

3,18 Evan N’Dicka: Zwischenzeitlich hatte es den Anschein erweckt, als habe Evan N’Dicka seinen Kopf mehr bei Verhandlungen mit anderen Klubs als auf dem Platz. Unkonzentriertheiten prägten sein Spiel, die immer wieder dem guten Spiel der Hessen den Boden unter den Füßen wegzogen. Zum Ende der Saison ging es wieder in die richtige Richtung und nun scheint sogar ein Verbleib in Frankfurt nicht ausgeschlossen zu sein.

3,25 Aurelio Buta: Von 0 auf 100 startete auch Aurelio Buta, der nach langer Leidenszeit in der Rückrunde das erste Mal zu einer Alternative wurde und direkt auf dem rechten Flügel für Furore sorgte. Hier ein Tor, da eine Vorlage – doch auch bei ihm kam später ein kleiner Leistungsknick, der sich vor allem in Unzulänglichkeiten in der Defensive äußerte. Zu oft stand seine Seite offen.

3,28 Djibril Sow: Djibril Sow war in der vergangenen Saison noch Lenker und Denker von Frankfurt. Er zog die Fäden im Mittelfeld und war der unscheinbare Star im Mittelfeld. In dieser Saison war sein Spiel aber oft weder Fisch noch Fleisch. Den Slogan Alibi-Fußball muss er sich gefallen lassen, denn in zu vielen Spielen tauchte er unter und versank in der Masse.

3,33 Tuta: Tuta schwankte zwischen Chef und Sorgenkind. Ihm fehlte häufig der stabile Nebenmann an seiner Seite, den er im vergangenen Jahr noch mit Martin Hinteregger hatte. Klar, er befindet sich immer noch in einer Entwicklungsphase und sicherlich darf man ihm solche Phasen noch zugestehen. Doch um langfristig erfolgreich zu sein, muss er einen gewissen Leistungsstandard halten können.

3,40 Ansgar Knauff: Von der dritten Liga in die Europa League. So war der Werdegang von Ansgar Knauff im vergangenen Jahr. Auf internationaler Ebene fühlte er sich wahrlich wohl und konnte mit Tempo und Unberechenbarkeit glänzen. Heuer befand er sich lange Zeit in einem Formloch aus dem er nie so wirklich herauskam. Lediglich ein Tor gelang ihm in der kompletten Saison. Gut für die Eintracht, die ihn wohl gerne nun fest verpflichten möchte.

3,60 Christopher Lenz: Zugegebenermaßen war die Darbietung von Christopher Lenz auf dem linken Flügel mehr als mager. Seine besten Spiele absolvierte er in der Abwehrreihe, doch als Schienenspieler ist er nur bedingt zu gebrauchen. Dafür fehlen ihm einfach die nötigen Skills. So wurde Lenz bei der Benotung auch regelmäßig am schlechtesten bewertet. Mit der Note 3,60 befindet er sich so auf dem vorletzten Platz.

3,73 Rafael Santos Borré: Rafael Santos Borré hat eine Saison zum Vergessen hinter sich. Der Europapokal-Held verlor seinen Stammplatz erst an Überflieger Kolo Muani und bekam dann als Einwechselspieler nicht sein Spiel auf den Platz. Nach der Verletzung von Lindström konnte er auch in der Startelf nicht mehr überzeugen. Einsatz und Laufarbeit alleine reichen für die Ansprüche der Hessen einfach nicht. Im Winter durfte er den Klub nicht verlassen, im Sommer wird es jetzt sicher anders aussehen.

Eine Übersicht der Noten der Saison 2022/2023 und den restlichen Adlerträgern, die in der vergangenen Saison zum Einsatz kamen, findet ihr hier.

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3 Kommentare

  1. Was gehtn hier 😉

    Mag keiner Manu Chao ? 😉 😉

    Trotzdem schönen Abend allerseits

    cCf

    6
    8

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