Filip Kostic verdient sich mit seinem Kampf und seinem Fleiß noch die Bestnote 3. (Bild: imago images / Eibner)

Mit 2:4 verliert Eintracht Frankfurt das letzte Heimspiel der Hinrunde verdient gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Köln. Trotz einer 2:0-Führung schaffte es das Team von Adi Hütter nicht, gegen die verunsicherten Rheinländer den Sieg, oder zumindest einen Punktgewinn, über die Zeit zu bringen. Ernüchterung machte sich nach der Niederlage breit. Vor allem bei den Fans, die den Adlerträgern im Anschluss enttäuschende Noten.

Bereits vor der Begegnung war klar, dass man auf die Dienste von Frederik Rönnow und Lucas Torro verzichten musste. Zusätzlich mussten sich Evan N’Dicka, Mijat Gacinovic und Djibril Sow mit einem Bankplatz begnügen. Dafür starteten Makoto Hasebe, Daichi Kamada, Dominik Kohr, Goncalo Paciencia und Felix Wiedwald.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen Schalke 04 der vierzehn zensierten Spieler den Wert 4,04. Die Spieler werden zukünftig in Noten-Kategorien eingeteilt. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie. Die Einzelnoten der über 660 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

– Spieler des Spiels- Filip Kostic: Filip Kostic bereitete beide Tor der Hessen vor. Er übernahm Verantwortung und war nicht zu stoppen. Im späteren Verlauf ging ihm aber auch die Luft aus und er wirkte extrem frustriert.

Martin Hinteregger: Martin Hinteregger brachte die Eintracht mit seinem Tor nach der Ecke mit 1:0 in Führung. Da war noch alles in Ordnung. Auch in der Verteidigung war auf ihn Verlass. Wird schmerzhaft gegen Paderborn vermisst aufgrund seiner Gelbsperre.

Sebastian Rode: Nach einem Tritt in den Oberschenkel musste Sebastian Rode bereits nach einer halben Stunde den Platz verlassen. Zu diesem Zeitpunkt war die Mannschaft noch strukturiert und mit Herz dabei.

André Silva: André Silva war zum Ende des Spiels auf dem Platz. Kann eigentlich nicht wirklich bewertet werden.

Evan N’Dicka: Evan N’Dicka sollte dafür sorgen, dass der Sieg über die Zeit gebracht wird. Das ging gehörig in die Hose, war aber nicht seine Schuld. Der junge Franzose war sogar gut im Spiel und gewann seine Zweikämpfe.

Felix Wiedwald: Felix Wiedwald musste den Anschlusstreffer nach einem Flatterball hinnehmen ? Ob er da eine Mitschuld trägt? Aber davon ab kann die Niederlage ihm nicht angekreidet werden.

Goncalo Paciencia: Das 2:0 besorgte Goncalo Paciencia. War deutlich besser im Spiel als zuletzt, brach aber später ebenfalls ein.

Timothy Chandler: Timothy Chandlers Auftritt war weder Fisch noch Fleisch. Er versuchte sich auf das Wesentliche, die Defensivarbeit zu konzentrieren.

Makoto Hasebe: Erst als Libero, dann auf der Sechs. Makoto Hasebe wurde überall gebraucht, konnte sich aber nicht klonen. Es war eigentlich ein ordentlicher Auftritt im 300. Bundesligaspiel.

Almamy Touré: Ein absolutes Sicherheitsrisiko stellte Almamy Touré dar. Der Franzose wurde zu leicht überrannt und war auch im Zweikampf zumeist der Unterlegende. Leider derzeit nicht auf der Höhe.

Daichi Kamada: Daichi Kamada war wie immer sehr gut am Ball, wenngleich in letzter Instanz dann das Spielglück fehlte.

Dominik Kohr: Warum Dominik Kohr im Vergleich zu seinen Mitspielern doch schlechter bewertet wurde, bleibt noch ein Geheimnis. Der Mittelfeldspieler brannte und fegte in Rode-Manier dazwischen. Hätte sogar beinahe selbst getroffen.

Bas Dost: Bas Dost war gar nicht im Spiel. Er hing in der Luft und konnte sich weder als Balleroberer, noch als Ballverteiler in Szene setzen. Vor dem Tor total uneffektiv und harmlos.

Djibril Sow: Typischer Djibril Sow Einsatz. Nach vorne viel zu verunsichert. Hinten einfach nicht stabil genug. Das war wieder ein schwacher Auftritt des Schweizers.

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3 Kommentare

  1. „André Silva war zum Ende des Spiels auf dem Platz“.
    Eine Note 3,5 ist eine Frechheit für diese Nichtleistung.
    Ja er wurde auf dem Platz gesehen.
    Das wars aber auch.

  2. Bitte das Spiel am Sonntag irgendwie erfolgreich über die Bühne bekommen, mit Milan einen Deal wegen Rebic finden (die ja ganz erhebliches Interesse daran haben seine Kosten einzusparen) und die Winterpause für eine Systemumstellung nutzen:

    —————Paciencia—————-
    Kostic—————————–Rebic
    ————–Kamada/Silva————
    ———–Kohr———-Rode———-
    Durm—–Ndicka—-Hinti—-Da Costa
    ——————Trapp——————

    Dann ist endlich wieder Zug nach vorne drin und die Außen müssen nicht in jedem Spiel ums Leben laufen.
    Dost ist kein Haller, kann also keine Bälle festmachen und steht zu viel rum. Daher ist Paciencia für mich gesetzt. Was uns die letzten Monate stark gemacht hat war Tempo, Lauf- und Kampfbereitschaft. Wir brauchen dringend mehr Tempo nach vorne, dass ist mit allen 4 Außen gegeben. Dann dürfen die auch mal lernen zu hinterlaufen und vernünftige Flanken von der Grundlinie zu schlagen, gerne auch mal flach und mit Tempo in den Rücken der Abwehr. Kamada, der über Silvester mal ein Bootcamp besuchen darf, ist damit hinter den Spitzen dann auch genau der richtige Mann der auch mal einen Ball tief mit Tempo spielen kann. Die schnellen Außen können so einen Ball dann auch mal erlaufen. Ich erinnere mich hier z.B. an einen steilen Ball von Kamada auf Paciencia gegen Köln den er ganz knapp nicht erreicht hat. Sowohl Rebic als auch Kostic hätten den erlaufen und hätten alleine vor Horn gestanden. Rebic und Kostic dürfen dann auch mal die rochieren, damit die beiden auch nach Innen ziehen und auf den Kasten des Gegners holzen können. Die 4 vorne sind eigentlich schon Torgefahr genug, so dass sich Rode und Kohr, die beide Kampf und Laufkraft vereinen, dann genau das tun können was sie von Ihrer Veranlagung auch können: nämlich Räume zulaufen, zerstören und Bälle erobern.
    In die Innenverteidigung gehören die beiden besten Verteidiger und da führt für mich an Hinti und Ndicka kein Weg vorbei, egal ob beide Linksfüßer sind. Ich bin ein Freund davon Spiele zu elft zu Ende zu bringen und von hinten heraus stabil raus zu spielen, weshalb Abraham und Toure auf der Bank sitzen.

    So Adi, ich hoffe, du hast mitgelesen, mach jetzt. Hab dir das schon vor nem halben Jahr geschrieben, nochmal schreibe ich dir das nicht 😉

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