Beim 1:1 gegen Leipzig hat Adi Hütter mit seiner Startelf überrascht und sein Plan ging auf. (Bild: imago images / Picture Point LE)

Nach dem fünften Unentschieden dieser Saison wartet die Eintracht nun mehr seit sechs Spielen auf einen Sieg. Den letzten Dreier gab es am 03.10.2020 gegen die TSG aus Hoffenheim. Dennoch kann ein Remis gegen die Top-Mannschaft aus Leipzig nicht unbedingt als Misserfolg gewertet werden. Der heutige FPS-Fantalk beschäftigte sich mit der Aufstellung, Stefan Ilsanker und dem akuten Abwehrproblem, dass die Eintracht ab dem Abgang von David Abraham haben wird. Und wer wird dann eigentlich die Kapitänsbinde tragen?

Der Fantalk erscheint während der Saison an jedem Bundesliga-Wochenende, an dem Eintracht Frankfurt ein Heimspiel bestreitet, sonntags zwischen 12 Uhr und 14:30 Uhr auf SGE4EVER.de. Ihr wollt auch einmal mit uns diskutieren? Dann bewerbt euch über das Fantalk-Bewerbungsformular und seid bei einem der nächsten Fantalks, die per Telefonkonferenz geführt werden, dabei.

Wieder mit dabei beim heutigen FPS-Fantalk ist FPS-Geschäftsführer Paul Taaffe. Willkommen zurück, Paul! Außerdem nehmen die beiden SGE4EVER.de-Redakteure Oliver Hößel und Kai Philipp an der Debatte teil.

These 1: Adi Hütter hat mit seinen Änderungen Mut bewiesen und wurde belohnt.

Paul: „Das könnte man so sehen. Meine wichtigste Erkenntnis gestern war, dass man mit dem Kader mehr machen kann, als wir zuvor von Adi Hütter erzählt bekommen haben. Er hatte zuletzt seine Nicht-Rotationstrategie verteidigt. Und dann kommt er und haut so eine Aufstellung raus. Das fand ich super interessant. Fakt ist: Das hat gegen eine Top-Mannschaft wie Leipzig gut funktioniert. Wir haben zwei Halbzeiten mitgespielt. Die Jungs waren hochmotiviert, haben sehr schnell zugemacht und waren immer mit zwei, drei Mann auf dem ballführenden Leipziger drauf. Das hat gut funktioniert. Bei Erik Durm hat jeder gedacht, dass er verkauft wird. Und jetzt hatten wir mit ihm gestern einen klassischen rechten Verteidiger, der diese Position sein Leben lang gespielt hat. Er hat das gegen Leipzig ordentlich gemacht. Man hat gesehen, dass Almamy Touré im Vergleich zu Durm kein rechter Verteidiger ist. Durm hat das besser gemacht. Das hat mich gefreut. Es war auch schön, Evan N’Dicka wieder zu sehen. Er war hellwach. Für mich gehört er immer zur Stammmannschaft. Er ist ein tolles Talent. Ich war sehr zufrieden mit ihm. Er klebt an seinem Gegenspieler. Die Aufstellung mit einem Stürmer fand ich gegen Leipzig auch richtig. Abgefallen ist am Samstag Daichi Kamada. Man muss ihm auch mal einen schlechten Tag gönnen. Aber er kam gar nicht ins Spiel und hat viele Fehler gemacht. Aymen Barkok hat eine hervorragende Technik. Und dieses Tor muss man auch erstmal so machen. Ich würde Hütter jetzt gerne fragen: Warum nicht früher so? Wenn wir vorher die Breite und Tiefe des Kaders mehr ausgeschöpft hätten, zum Beispiel in diesen schrecklichen Spielen gegen die Gegner auf Augenhöhe, dann wäre da mehr bei rausgekommen. Jetzt hat Hütter es gewagt. Das ist gut. Dann schauen wir mal, wie er das weitermacht.“

Kai: „Ich sehe das genauso wie Paul. Durm war über seine Startelfnominierung sicherlich genauso überrascht, wie wir alle. Das Mutigste fand ich, dass Hütter Stefan Ilsanker als einzigen Sechser aufgeboten hat. Das hat mich überrascht. Das ist genau der Mut, den man gegen Leipzig gebraucht hat. Das wurde am Ende nicht komplett belohnt. Aber einen Punkt gegen Leipzig hätte ich vor dem Spiel unterschrieben.“

Oliver: „Es war eine sehr verrückte Anfangsformation. Wir konnten in der Redaktion erstmal nicht richtig einordnen, was genau das für eine Formation sein soll. Ich fand diese taktische Flexibilität großartig. Ich war bei Durm auch überrascht. Es freut mich aber, dass er als rechter Verteidiger zum Einsatz kam. Ich denke aber trotzdem, dass das Spiel sehr, sehr stark von Filip Kostic und Barkok profitiert hat. Es war vor allen Dingen endlich mal eine neue Spielsituation für Frankfurt. Denn, wenn man sich die Statistiken mal anschaut, war die Eintracht immer die Mannschaft, die das Spiel machen musste. Die Torszene ist ein gutes Beispiel dafür, dass die SGE schnell reagiert hat und nach vorne reingestoßen ist.“

Paul: „Kostic war zweifelsohne eine wichtige Komponente. Er hat seine Schnelligkeit genutzt und das top gemacht. Barkok ist für mich ein kreativer Typ mit einer super Ballbehandlung. Ich würde ihn als rechten Verteidiger eher verschenkt sehen. Wir haben gesehen, dass im Kader mehr steckt, als wir gedacht haben. Ich war skeptisch, ob es ohne Makoto Hasebe eine gute Idee ist. Aber das haben sie gut ohne ihn gemacht. Insgesamt ist die Eintracht sogar drei Kilometer mehr gelaufen als Leipzig. Das zahlt sich aus – genauso wie die Tatsache, dass man zwei Halbzeiten dabei ist (lacht).“

These 2: Stefan Ilsanker hat mal wieder gezeigt, dass er ein Topspieler für Partien gegen spielerisch starke Mannschaften ist.

Kai: „Ja, gut… Also ich würde die Worte Top-Spieler und Stefan Ilsanker eher nicht in einem Satz verwenden (Alle lachen), das wäre mir viel zu hoch gegriffen. Nichts gegen Ilse, der ist ein guter Abräumer, bei dem du weißt dass er stark gegen spielstarke Gegner ist. Den kannst du auf die Sechs stellen und er ist eine richtige Kante. Ich glaube nicht, dass du da als Offensivspieler Bock hast gegen ihn zu spielen, denn der tut richtig weh und zieht nicht zurück. Außerdem ist er auch sehr kopfballstark. Also ja, im Endeffekt kann man schon sagen, dass er eine gute Wahl ist, wenn du als Trainer erwartest, viel verteidigen  zu müssen. Aber für einen Topspieler gehört da für mich einfach mehr dazu. Er hat zwar auch Aktionen nach vorne, aber das ist mir als Freund des schönen Spiels nicht genug, um Ilse da jetzt eine Medaille umzuhängen.“

Paul: „Ich glaube, derjenige, der sich diese These ausgedacht hat, war betrunken (lacht):“

Stefan Ilsanker spielte gestern gegen seine Ex-Kollegen. (Bild: Heiko Rhode)

Oliver: „Ich denke, Ilse ist taktisch auf jeden Fall als Zerstörer einzuordnen und das war jetzt auch schon mehrmals in den Pressekonferenzen rauszuhören, dass er der Nachfolger von Gelson Fernandes ist. Dass er quasi in der Nationalmannschaft, aber auch bei uns die Pässe der spielstarken Teams unterbrechen soll. Auch ist er derjenige, der auf dem Platz lauter wird und dementsprechend die Mitspieler motiviert. Das ist zumindest das, was Hütter behauptet. Ob das stimmt, kann ich so nicht beurteilen. Was ich aber sehe, ist, dass wenn die Eintracht nicht in der Spielmacher-Funktion ist, ein Ilsanker super funktionieren kann. Einfach in dem er abräumen soll. Eine Station weiter hat man dann Djibril Sow, der spielerische Elemente reibringt. Da wollte ich euch sowieso mal fragen, wie ihr dessen Leistung gestern bewerten würdet? Naja und davor hat man eben einen kreativen Spieler wie Kamada oder Barkok und ich denke mal, dass diese Kombination dem Frankfurter Spiel sehr gut tut und nochmal etwas anderes ist, als wenn da ein Ilsanker und Kohr zusammen spielen würden.“

Paul: „Gute Analyse Oli, Ich finde Ilsanker darf man nicht bringen gegen schwächere Gegner, denn da verlieren wir die Geschwindigkeit und Kreativität. Ein Topspieler ist er nicht, aber er ist ein Abräumer und das macht er solide. Man hat aber auch gestern wieder häufig gesehen, dass er vom Timing der Zweikämpfe noch Luft hat nach oben. Die Gegner waren teilweise sehr schnell an ihm vorbei. Aber ich glaube, dass der schon ein Motivator auf dem Platz ist. Was man aber auch stark merkt, ist, dass wenn er müde wird im Laufe des Spiels, sich seine Fehlpassquote exponentiell steigert. Und ein Spieler, der dann so eine hundsmiserable Fehlpassquote hat, den können wir uns eigentlich nicht erlauben. Man muss ihm zu Gute halten, dass seine Passqualität gestern besser war als zuletzt. Wir sind nicht so gut, dass wir uns sonderlich viele Fehlpässe erlauben dürften. Ich habe die Bundesliga-Statistik jetzt nicht vor Augen, aber bei den Fehlpässen stehen wir sicherlich weit oben mit dabei und das darf uns nicht passieren. Wenn man das mal vermeiden könnte, dann wäre man schon ein gutes Stück weiter. Aber gestern war Ilsanker solide. Auch ist er durchaus tatsächlich kopfballstark. Da waren wir gestern sowieso besser mit Hinti und Ilse. In der Luft waren die Leipziger nicht so stark. Aber am Boden waren die dafür stärker als wir. So viel zu Ilse. Und zu Sow, ich weiß nicht. Einige in den Kommentaren hier haben den wieder sehr stark gesehen. Die eine Szene wo er zum Verteidigen mit nach hinten läuft und gefoult wird, das war gut gegen den Leipziger Stürmer. Sow ist für mich sehr unauffällig. Seine Passgenauigkeit ist schon sehr hoch verglichen mit einem Kohr beispielsweise. Selbst wenn er sehr viel läuft, so wie gestern, dann ist er doch sehr unauffällig. Ich frage mich immer, ob er eine Siegermentalität hat. Wenn man ihn während des Spiels anschaut, dann bekommt man das Gefühl, dass er sich sehr viele Gedanken darüber macht, wie das Spiel gerade läuft und das beeinträchtigt seine Leistungen dann. Gestern war er sicherlich solide bis gut, aber für mich gibt es da eine Mentalitätsfrage bei ihm. Also ob er wirklich so ein Siegertyp ist. Da sehe ich Rode klar vorne bei uns.“

Kai: „Ich bin kein Fan von Mentalitätsfragen im Fußball, da sträuben sich bei mir immer so ein bisschen die Nackenhaare. Wenn Paul den direkten Vergleich zieht zwischen Rode und Sow, dann gehe ich mit und kann sagen, dass Rode definitiv der aggressivere Typ ist, bei dem man als Gegenspieler eher mal in die Hose macht, wenn der hinter einem her sprintet. Aber ich glaube trotzdem nicht, dass Sow ein Mentalitätsproblem hat. Ich glaube, gestern hat er so ein bisschen versucht, die Rolle von Rode einzunehmen, ist früh angelaufen und hat Druck gemacht – ich glaube schon, dass er das alles kann. Ich glaube, dass der ähnlich wie damals Johannes Flum zu viel nachdenkt auf dem Platz und das könnte man auch einem Sow unterstellen, ohne dass ich es jetzt verifizieren könnte. Aber ich warte jetzt eigentlich seit über einer Saison darauf, dass es bei ihm Klick macht und er uns das zeigt, was er bei Young Boys Bern auf den Rasen gebracht hat. Aber eine Mentalitätsfrage ist es für mich nicht.“

Paul: „Was meinst du denn, weshalb er sich nicht durchsetzt? Ich meine okay, die schweizerische Liga ist eine andere, aber in Gladbach hat er sich auch nicht durchgesetzt vorher. Da kenne ich die Umstände nicht. Aber wir haben ihn mit einem riesiegen Preisschild gekauft für unsere Verhältnisse und er hat sich keinesfalls durchgesetzt hier.“

Kai: „Ja, ich sage mal, wenn sich das diese Saison auch so durchzieht, dann müsste eigentlich die Schlussfolgerung sein, dass er nicht die nötige Qualität hat, wenn er sich bei zwei Bundesliga-Vereinen nicht durchsetzen konnte. Er ist vielleicht einfach kein Erstliga-Spieler ist. Schau dir mal Simon Terodde an. Der schießt in der zweiten Liga alles kaputt und in der ersten klappt es einfach nicht. Und den halte ich nicht für einen schlechten Mentalitätsspieler.“

Oliver: „Da würde ich mich gern einklinken. Diese Preisschildgeschichte muss man da etwas differenzierter betrachten bei Sow. Denn Frankfurt hatte die Kohle gerade und die Preise wurden dann nun einmal einfach gefordert. Ich meine für einen Kohr haben wir auch ,nur‘ zwei Millionen weniger bezahlt und ob er diese Masse an Geld dann wert ist, ist schwierig zu sagen. Er spielt dafür einfach nicht häufig genug. Und ich war froh, dass Sow die Spielzeit bekommen hat und das ist für mich auch irgendwo ein Beweis, dass er sich im Training reinhaut und genau wie du, Kai, hoffe ich darauf, dass er uns endlich das zeigt, wofür wir ihn geholt haben. Da bin ich aber noch nicht hoffnungslos und gebe ihm da noch ein bisschen mehr Zeit als vielleicht anderen Spielern. Ich bin auch gespannt was die nächste Saison dann mit Rückkehren wie Rodrigo Zalazar und so bringt.“

 

These 3: David Abraham wird im Winter extrem schwer zu ersetzen sein. Die SGE sollte hier investieren und nicht nur auf N’Dicka und Tuta setzen.

Oliver: „Dem ersten Teil der These stimme ich auf jeden Fall zu. Abraham ist, obwohl er so alt ist, ein sehr wichtiger Spieler bei uns, der Mentalität mitbringt und die Gegner mit seiner Bissigkeit nervt. Seine Entwicklung bewundere ich: Er kam damals aus der zweiten Reihe aus Hoffenheim und hat sich bei uns zum Leistungsträger und Kapitän hoch gekämpft. Auf N’Dicka bin ich sehr gespannt. Das Problem hier ist, dass er ein Linksfuß ist und Hütter lieber mit einem Rechts- und einem Linksfuß spielt. Mit Hinteregger haben wir aber schon einen Linksfuß, obwohl ich ihm auch mal eine kleine Pause geben würden. N’Dicka ist jung und braucht Spielzeit. Außerdem bringt er nochmal einen Tick mehr spielerisches Element mit. Tuta hat mir in seinen zwei Einsätzen für sein Alter auch schon gut gefallen. Eins zu eins ist Abraham aber nicht ersetzbar. N’Dicka und Tuta brauchen noch Zeit, um in diese Rolle hinein zu wachsen.
Die andere Frage ist: Was gibt es für Alternativen? Shkodran Mustafi wurde genannt, auch weil er ablösefrei wäre. Das wäre zwar günstig, aber ich bin mir unsicher, ob er Abraham aufgrund der Geschwindigkeit ersetzen könnte. Ich würde da unseren Nachwuchs in die Pflicht nehmen.“

Wer beerbt David Abraham? (Bild: Heiko Rhode)

Paul: „An Mustafi bin ich etwas näher dran, denn ich kenne seinen Onkel. Mustafi kann diese Position spielen und er will nach Deutschland zu seiner Familie zurück. Er würde auch auf Geld verzichten. In England hat er hat genug verdient. Als gebürtiger Hesse fände ich ihn bei der Eintracht nicht schlecht. Wen haben wir denn sonst? N’Dicka musst du links spielen lassen, weil er ist sehr abhängig von seinem linken Fuß. Hinteregger würde ich auch mal eine Pause geben. Er wirkte gegen Leipzig etwas müde und hat in der jüngeren Vergangenheit etwas geschwächelt. Tuta kann ich schlecht beurteilen. Aber er wirkte teilweise schon souverän, wenn man überlegt, dass es gegen Bayern München in der Bundesliga sein erstes Spiel von Anfang an war. Deswegen hat die Eintracht ihn geholt, denn offensichtlich traut sie ihm das zu. Ich glaube nicht, dass sie in dieser auch finanziell besonderen Lage jemanden einkaufen werden. Das ist nicht bezahlbar. Bei jedem Heimspiel fehlen um die zwei Millionen Euro Einnahmen. Die Spieler verzichten jetzt auf 20 Prozent ihres Gehalts. Das finde ich super und ist nicht selbstverständlich. Wir werden auf Tuta setzen. Hinteregger wird der Nachfolger von Makoto Hasebe, wobei im Spielaufbau sehe ich Hasebe stärker. N’Dicka ist für mich dann auf der linken Innenverteidigerseite gesetzt, nicht auf der linken Außenbahn.“

Oliver: „Um kurz etwas einzuschmeißen: Mustafi ist 28 Jahre alt und hat diese Saison bei Arsenal erst zwei Spiele absolviert.“

Kai: „Ich hoffe, dass Tuta das Vertrauen bekommt. Almamy Touré und Stefan Ilsanker könnten auch auf der Position spielen. Wir werden Abraham definitiv vermissen. Er ist eine absolute Maschine. Gestern war er wieder der schnellste Spieler auf dem Platz mit gefühlt 40 Jahren. Den kannst du gar nicht eins zu eins ersetzen. Ich glaube nicht, dass die Eintracht auf dem Transfermarkt aktiv wird, denn ich wüsste auch nicht, wen sie holen könnte.“

Oli: „Wenn Mustafi ablösefrei im Sommer käme, würde ich das sehr begrüßen, weil wir dann nochmal eine ganz andere Situation haben werden. Da wird uns dann auch noch Hasebe weg brechen, Abraham ist schon ein halbes Jahr weg. Bei N’Dicka und Hinteregger muss man immer damit rechnen, dass man sie in Geld ummünzen muss. Jetro Willems und Erik Durm wollen vielleicht auch nicht die ganze Zeit in Frankfurt auf der Bank sitzen. Ich sehe in der Defensive im Sommer eine große Baustelle, wo viel gemacht werden muss.“

Paul: „Ich wette, dass Hasebe nochmal verlängert. Ein Jahr würde ich auch mit ihm noch machen. Schnell war er nie wirklich, aber sein Auge und Stellungsspiel sind sehr gut. Touré sehe ich eher als Innenverteidiger als als Außenverteidiger. Die Akzeptanz und Beliebtheit von Abraham als Leader in der Mannschaft dürfen wir nicht unterschätzen. Bei dieser Baustelle mache ich mir Sorgen: Wer übernimmt jetzt die Binde, wenn David geht? Es gibt nach ihm keinen richtigen zweiten oder dritten Leader.“

Kai: „Paul hat recht. Es wird spannend, wer die Binde bekommt. Kevin Trapp würde sich anbieten, aber Hütter will bekanntlich keinen Torwart als Kapitän.“

Oliver: „Ich denke, dass Sebastian Rode da der nächste ist, allein durch seine Historie bei der Eintracht. Bei Hasebe ist die Frage, ob er tatsächlich verlängert.“

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12 Kommentare

  1. In der Kapitänsfrage, sehe ich auch Rode, Hinteregger – oder warum auch nicht – Trapp weit vorne.
    Am Ende wird es aber Ilsanker…. 😉 ….
    Einen Mannschaftsrat, der hier mitbestimmen könnte, haben wir ja nicht….. 🙁

  2. These 1 kann ich nur zustimmen ! Als ich die Aufstellung gesehn habe, musste ich 2-3 mal hinschauen und hab erstmal rätseln müssen wie er das spielen lassen will. Aber man muss festhalten das es absolut richtig war. Durm z.B. fand ich richtig gut. Den hat niemand mehr auf dem Zettel gehabt, und dann haut der so ein Spiel raus…

    These 2: Also vom Topspieler ist Ilse soweit entfernt wie wir von der Tabellenspitze… Er hat gestern solide gespielt, mehr aber auch nicht.

    Und zu Abraham muss man wirklich nix sagen… Er ist schwer bis garnicht 1 zu 1 zu ersetzen. Ich sehe da auch Ndicka oder Tuta als Nachfolger, wobei Tuta noch lange brauchen wird um an Abrahams Leistungen ran zu kommen. Und da ich nicht denke das wir nochmal Geld in die Hand nehmen um ihn zu ersetzen, wird man wohl auf die beiden setzen und ggf im Sommer Mustafi ablösefrei holen. Es sei denn das Hinti oder Ndicka für richtig Kohle gehn. Hase wird wohl noch ein Jahr dranhängen, da mach ich mir ehrlich gesagt keine Sorgen. Er wird uns mit seiner Erfahrung noch ne Weile erhalten bleiben. Er könnte / wird dann wohl ein guter Capitano sein. Alternativ seh ich da nur noch Seppl Rode

  3. Immer das gleiche Spiel, einige hören nicht zu wenn Verantwortungsträger der Eintracht die schwierige Situation erklären. Woher sollte denn das Geld für einen gleichwertigen und sofortig funktionierenden Ersatz für Vadder kommen?
    Es muss mit Tuta gehen
    Wichtig war gestern, alle haben gesehen und die Spieler sich selbst bestätigt, was in dieser Saison noch möglich sein kann. Müssen halt dann bei Union punkten, möglichst 3
    Forza SGE !

  4. Hütters Matchplan wieder nicht aufgegangen! Unter der Woche habe ich geschrieben dass er vier, fünf Neue bringen wird, hat mich also nicht überrascht 😉 Allerdings sollte es eine Klatsche geben damit wir sehen, dass er alles richtig macht, wenn er mit 14 Stammspielern auskommen will. Dumm gelaufen 🙂

  5. Ja, warum nicht schon ein Spiel früher… Das dachte ich mir auch. Bin aber froh, dass es so gekommen ist. Ich hoffe Hütter lernt da auch draus. Gefällt mir mit nur einem Stürmer aber zusätzlich Kostic, Barkok und Kamada. 4er Kette haben wir oft genug drauf gedrängt hier im Forum. Das geht auch gegen spielerisch schwächere Gegner. Wir haben das richtige Personal dafür.

  6. @6

    Und natürlich Hütter Tipps und Tricks zur Aufstellung und dem Spielsystem geben können, nach dem Motto:“ Wir haben es doch schon immer gewusst/gesagt!“ 🙂

  7. Gegen schwächere Gegner halte ich von dem System nicht so viel. Es war defensiv gut, aber offensiv waren wir nicht so präsent wie in den Spielen davor. Immer Unentschieden kann ja nicht das Ziel sein. Kamada scheint es auch nicht so zu liegen. Gegen Dortmund und Gladbach aber bestimmt eine Überlegung wert, wobei ich gegen Union und Wolfsburg wieder das altes System bevorzuge mit hoffentlich auch etwas Rotation. Apropos Union, da spielt der 5. dann gegen den 11. Verkehrte Welt irgendwie.

    Bisschen kann man ja schon hinterfragen, ob das jetzt eine spezielle taktische und personelle Variante von Adi gegen Leipzig war oder ob man jetzt dauerhaft mit mehr Flexibilität rechnen darf. Bin gespannt, nächste Woche sollten dann bis auf Ache wohl wieder alle an Bord sein

  8. Wieso sollte das 4-5-1 nicht auch gegen „schwächere“ Gegner funktionieren?
    Erstens kannst du schnell gegen den gegnerischen Aufbau ins 4-3-3 wechseln und pressen.
    Auf der anderen Seite kannst du auch mal aggressiv im Halbfeld agieren, selbst gegen schwächere Teams. Die sind nämlich im eigenen Spielaufbau genauso limitiert und fehlerhaft wie wir. Für uns die Chance Bälle zu gewinnen und eine unsortierte Defensive auszukontern.
    Das wir offensiv nicht so präsent waren, könnte auch mit der Qualität der Leipziger zusammenhängen. 😉

  9. Sieht Adi wohl anders so sonst hätte er es schon früher ausprobiert. Und wie wir mit einem defensiveren System dann vorne noch pressen sollen ist mir nicht so ganz klar!? Dann müsste ja Leute wie Ilse oder Sow dann sofort nachrücken, sonst bringt es nix wenn Silva oder Kamada die Leute anlaufen und dahinter kommt nix bzw. ist dann ein Loch. Das kann ich mir bei Ilse nur sehr schwer vorstellen. Das mit dem Pressing klappt ja noch nicht mal mit zwei Spitzen, dazu sind Silva und Dost auch zu langsam.

    Die grundsätzliche Frage ist ja, wollen wir auch gegen Gegner auf Augenhöhe oder darunter weiter Ballbesitzfussball spielen oder versuchen wir eher durch Umschaltspiel und Fehler der Gegner dann zu Toren zu kommen und verzichten wir auf die Spielgestalterrolle ?

    Ich bin eher der Meinung, dass wir da unser vorhandenes System etwas modifizieren sollten. Sow und Rode (wenn fit) oder Rode und Kohr anstatt Ilse und mit Barkok mal rechts beginnen. Vielleicht auch in der Offensive mit Younes mal etwas rotieren. Dazu das Defensiverhalten bzw. die Absicherung verbessern. Ich glaube von den vorhandenen Einzelspielern sind wir besser als die Hälfte der Liga, dann sollten wir das auch zeigen und den Gegner auch unter Druck setzen. Wenn Silva und Dost ausreichend gefüttert werden, dann machen sie auch yihre Tore. Ein Silva vorne alleine ist zu wenig und wenn Kamada dann noch kein guten Tag hat, dann hilft nur ein Geistesblitz eines Anderen ( Barkok) oder ein Standard. Für drei Punkte langt das aber nicht. Zudem wird uns auch nicht jeder Gegner den Gefallen tun, dass die das Spiel machen und wir auf Fehler lauern können. Für mich hat bis jetzt das System gepasst aber wir haben zu wenig Mut bewiesen und Adi hat zu wenig rotiert bzw. immer an den gleichen Leuten festgehalten.

  10. @Marcel:Da geb ich Dir Recht und sehe auch 4-2-2 als Option mit Silva und Dost in der Spitze. Wenn hier Kostic auf LM und Younes auf RM spielen sehe ich da auch große Möglichkeiten. Sicherlich sollte man auch je nach Gegner und Spielstand auf Dreierkette umstellen, aber die Grundformation mit der Vierkette passt zur Mannschaft. Da sind auch die Qualitäten von Sow und Ilse besser zur Geltung gekommen :-). Natürlich wird der Abgang von Abraham erstmal nicht zu ersetzen sein, habe aber Vertrauen in Tuta und Ilse kann das ja auch spielen.

  11. Stimme Marcel auch zu im Mittelfeld die Bälle erobern und dann durch spielen
    Ich finde immer das eine gute defensive das Spiel gewinnt.
    Und spielstark sind wir eigentlich im Mittelfeld ja und zu vadder der hinti wird den Job übernehmen in der riv und Evan ins liv

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