Ein französiches Duell. Und häufig zog Benjamin Pavard den Kürzeren im Duell mit Sebastien Haller.

Es gab Zeiten in denen Eintracht Frankfurt zum Auswärtsspiel nach Stuttgart gefahren ist und man im Vorfeld wusste, dass das nicht gut gehen wird. Am Freitagabend war alles anders. Souveränität über 90 Minuten auf dem Platz. Ungefährdet einen Sieg beim Tabellenletzten eingefahren, der auch noch hätte höher ausfallen müssen. Und ein Zu-Null-Spiel von Kevin Trapp. Die Stimmung im Umfeld hätte also nicht besser sein können und die Mannschaft konnte mit stoischer Ruhe dem weiteren Verlauf des zehnten Spieltags entgegenblicken. Grund dafür ist vor allem das neue „magische Dreieck“ Luka Jovic, Sebastien Haller und Ante Rebic. Früher gab es „dieses“ Trio in Stuttgart. So haben sich die Zeiten geändert.

Dabei war vor allem der kurzfristige Ausfall von Mijat Gacinovic der Grund, weshalb Adi Hütter endlich alle drei Stürmer von der Leine ließ. Zuletzt musste einer der Stürmer immer von der Bank aus zuschauen. Das hatte zur Folge, dass der Chefcoach für Branimir Hrgota wieder einen Kaderplatz anbieten konnte.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung der vierzehn zensierten Spieler den Wert 2,07. Die Einzelnoten der über 780 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

Sebastien Haller:
Robust und beweglich, trotz seiner Größe und Statur. Dazu mit herausragenden technischen Fähigkeiten ausgestattet. Gepaart mit seinem Selbstbewusst sein, ist Sebastien Haller ein absoluter Erfolgsgarant für die Hessen. „Wir haben gefühlt jeden Zweikampf in der letzten Linie verloren. Fast jeder Ball, der in die Nähe des Strafraums kam, bedeutete Gefahr“, erklärte Stuttgart-Coach Markus Weinzierl. Und das lag vor allem an Haller, der in jeglichen Situationen eine Idee und ein Konzept vorweisen konnte. Die Note 1,5 von den SGE4EVER.de-Lesern ist der Dank.

Nikolai Müller, Jetro Willems, Ante Rebic, Makoto Hasebe, Luka Jovic, Kevin Trapp, David Abraham, Filip Kostic, Evan N’Dicka, Danny da Costa:
Nikolai Müller und Jetro Willems besorgten mit dem 3:0 die Entscheidung. Das Duo ist im Laufe des Spiels hereingekommen und fügte sich nahtlos ein. Hütter schafft es seine „zweite Garde“ bei Laune zu halten und die zahlt es mit Leistung zurück. Ante Rebic belohnte sich mit seinem vierten Saisontor und zeigte ein ganz anderes Gesicht als noch zuletzt in Nürnberg. Unaufgeregt und abgeklärt, so könnte man das Spiel von Makoto Hasebe beschreiben. Der 34-Jährige ist maßgeblicher Taktgeber und für die Defensive einfach ein enorm wichtiger Baustein. Luka Jovic konnte sich zwar nicht in die Torschützenliste eintragen, steuerte aber zwei Vorlagen bei. Hütter lobte vor allem seine Defensivarbeit. Kevin Trapp freute sich wie ein kleiner Junge über die erste „Weiße Weste“ im Trikot der SGE nach seiner Rückkehr. Hielt, was es zu halten gab, wenngleich er nur selten geprüft wurde. 50 Prozent gewonnene Zweikämpfe. Gegen die Stuttgarter musste David Abraham das eine oder andere Mal ein verloren gegangenes Duell für sich verbuchen. Sträflich der Kopfball von Mario Gomez in der Anfangsviertelstunde, den er ohne Bewachung zur Chance kommen ließ. Gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber war Filip Kostic besonders motiviert. Fing sich deshalb auch früh eine Verwarnung ein. Ansonsten war seine Leistung wie folgt einzuordnen: Stuttgart hätte ihn lieber in den eigenen Reihen gehabt. Evan N’Dicka wirkte bissig und deutlich stabiler als noch gegen den 1. FCN. Der Youngster hatte nur selten Probleme mit seinen Gegenspielern. Danny da Costa spielte seinen Stiefel ordentlich herunter. Hinten zumeist abgeklärt, vorne mit einigen gefährlichen Situationen. Er darf zufrieden sein.

Marc Stendera, Jonathan de Guzman, Gelson Fernandes:
Marc Stendera, Jonathan de Guzman, Gelson Fernandes. Das Trio in der Zentrale der Eintracht war laufstark und stets auf der Höhe, wenngleich nicht alles gelang. Stendera kam erst im Laufe des Spiels zu seiner Einsatzzeit, fügte sich aber nahtlos ein. Im Vergleich zum Rest der Mannschaft sahen die Notengeber allerdings einen kleinen Leistungsunterschied und bewerteten den Auftritt mit der Note 2,5.

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11 Kommentare

  1. Ist eigentlich nur mir aufgefallen, dass Antes Tor in der 4. Minute, kein Abseits gewesen sein kann?
    Nicht von Luca, sondern von Badstubers Gliedmaßen, zuletzt unübersehbar von dessen Unterarm kullert der Ball zu Rebic. Ergo kommt der „Pass“ vom Gegner – ergo kein Abseits – ergo reguläres Tor. Ich erwähne das auch nur, weil mir noch jetzt in den Ohren klingt wie scharfsichtig der Eingriff der Damen und Herren von der Videobeweisaufnahme gewesen sei – obwohl das Spiel dafür eine gefühlte Ewigkeit unterbrochen wurde. Womit auch immer die holde Bibiana im Kölner Keller genau beschäftigt war, jedenfalls offenbar nicht damit, wofür sie tatsächlich bezahlt wird.

    @Spielerbewertung
    Obwohl ich nie Noten erteile und mich zu diesen auch nicht äußere, muss ich diesmal doch anmerken, dass die halbe Note weniger für Marc, Gelson und Johnny ggü. den 2er-Kandidaten schlicht rätselhaft ist.

  2. Beim Schuss stand er abseits. Da Badstuber keine bewusste Aktion gemacht hat , zählt der Schuss. Das wurde vor Jahren schon mal so gepfiffen und ich habe mir die Begründung gemerkt . Weil sie scheisse istv

  3. …aber sowas von SCHEISSE !

    Luca will ihn überlupfen, Badstuber springt und blockt den Ball, was eine „bewusste Aktion“ ist, dabei fällt er irgendwie – wohl auch halb auf den Ball – das in der Aufzeichnung klar sichtbare Handspiel blieb ja wohl ebenfalls unbewertet. Was in jedem Fall gesehen werden muss, ist die neue Spielsituation, die durch des Gegners Einwirken entsteht. Ob geglückter oder verunglückter Pass vom Gegner – es ist eine Weitergabe des Balls.
    Und wenn dahinter irgendeine Regel-Auslegung steht – und sei sie noch so weit hergeholt – mit der goldenen Fussballregel: „Im Zweifel für den Angreifenden“ hat sie Null Komma Null zu tun.

    Mein Fazit: Die Entscheidung des Schiris war mitnichten(!!!) „grob falsch“, sondern korrekt – deshalb war ein Eingreifen des VAR nicht nur unnötig, sondern falsch!

  4. @zizou: genau das schoss mir am Freitagabend auch gleich durch den Kopf. Ich konnte die Entscheidung absolut nicht nachvollziehen. Für mich war der Ball klar abgefälscht. Entweder Hand oder ohne Abseits weiter und somit Tor. Hatte bzgl. des weiteren Verlaufs schon schlimme Befürchtungen. Das hat sich ja dann aber nicht bewahrheitet. 🙂

  5. Zizou, es zählt immer der Moment der Ballabgabe, der versuchte Pass also. Ansonsten hätte es Elfmeter geben müssen, bzw. Vorteil laufen lassen….

  6. Wir haben das auch diskutiert, allerdings weniger das Badstuber den Ball berührt hat, weil es zählt der Moment der Ballabgabe. Aber m.E. nach hätte man Elfer geben können oder müssen. Und wenn ich mir den Elfer beim Spiel Gladbach gegen Düdo anschaue, dann müssen… Da werden Elfer gepfiffen, unglaublich!

  7. @ zizou
    Im Moment der Ballabgabe von Jovic, der meiner Meinung nach nicht passen sondern aufs Tor schießen wollte, stand Rebic im passiven Abseits. Wäre der Ball da ins Tor gegangen hätte das gezählt.
    Da der von Badstuber abgefälschte Ball zu Rebic geht ist es Abseits, da das Abfälschen des Balles keine neue Spielsituation darstellt.
    Eine neue Spielsituation entsteht wenn Badstuber eine klar erkennbare Abwehraktion durchführt, sei es mit dem Fuss, Kopf oder anderen erlaubten Körperteilen.

    @ muc_adler
    Nein, da die Regelwidrigkeit „Abseits“ als erstes passierte ist alles was direkt darauf folgt nicht zu beachten, weder das Handspiel von Badstuber noch das Foul an Rebic. Leider

  8. @8
    Als was bezeichnet man das, was Badstuber da macht, wenn nicht als Abwehraktion?
    Wie man es dreht und wendet, diese Auslegung geht contra Angreifer = contra Fussball !
    Und es ist nicht das erste Mal, dass ich mich darüber aufrege.

  9. Und plötzlich, ruft keiner mehr nach AMFG.
    Bei all seinen Verdiensten für den Verein, war es doch die richtige Entscheidung auf die jungen Spieler zu setzen.

  10. Stand irgendwo irgendwann zur Diskussion, dass irgendwer „auf alte Spieler setzen“ wollte – oder auch nur auf Alex Meier?

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