Hugo Ekitiké konnte schon seine ersten Minuten im Trikot der SGE sammeln. (Foto: IMAGO / Laci Perenyi)

Am Deadline Day gelang den Verantwortlichen der SGE ein weiterer Transfer-Coup im Winter. Angreifer Hugo Ekitiké schloss sich der Eintracht an und wechselte aus Paris erst leihweise an den Main. Die Hessen besitzen eine Kaufoption für den 20-Jährigen, der in seinem neuen Verein keine Übergangslösung sieht. In Frankfurt möchte er seine Qualitäten unter Beweis stellen, wie er bei der Pressekonferenz verriet.

Sechs Tage in Frankfurt und schon eingelebt? In seiner ersten Zeit in der Mainmetropole habe die Sprache sehr geholfen, um sich in seinem neuen Verein wohlzufühlen. „Für mich ist das sehr wertvoll, wenn man hier ankommt in einem neuen Land, wo man die Sprache nicht spricht. Das macht das Ankommen viel einfacher. Auch in dem Staff sprechen viele Französisch. Es bringt eine gute Atmosphäre.“ Auch auf dem Patz wurde er am vergangenen Spieltag bereits in die Mannschaft integriert und durfte seine ersten Bundesligaminuten sammeln. Den Ablauf seines Debüts im Frankfurter Trikot, hatte sich der Franzose dennoch anders vorgestellt: „Ich würde sagen, das gehört dazu. Ich habe mir für das erste Spiel keine Niederlage und zwei rote Karten erhofft. Man sieht, wie es im Fußball passieren kann gegen eine Mannschaft, die tabellarisch nicht gut dasteht. Ich bin mir sicher, dass meine Kollegen und ich die Qualität haben, besser zu spielen“, zeigte er sich optimistisch mit einem Blick auf die Zukunft.

Seit Sommer im Austausch, jetzt soll es funktionieren

Die Eintracht war schon im Sommer an dem jungen Spieler interessiert und baute den Kontakt zu ihm auf. „Seit dem Sommer gab es Gespräche und viel Interesse von meiner Seite“, erzählte der Neuzugang. Die Entscheidung, in seiner Karriere den nächsten Schritt einzuleiten habe er schnell treffen können. „Ich habe mit Markus und Dino geredet und habe mich gefreut herzukommen. Ein Verein, den ich seit einigen Jahren kenne, der erfolgreich war mit dem Sieg in der Europa League. Für mich und meinen Werdegang war es ein interessanter Schritt und die richtige Entscheidung.“

In Frankfurt möchte er sich etablieren und seinen Fokus auf den Verein richten. Alles soll Schritt für Schritt angegangen werden, da er seit langer Zeit keine Spielpraxis sammeln konnte. Sollte Dino Toppmöller ihn jedoch aufstellen, würde er alles geben, um dem Verein zum Erfolg zu verhelfen. Er konzentriere sich darauf in den Rhythmus zu kommen und sich an die Intensität in der Bundesliga zu gewöhnen. „Die Intensität hier ist sehr hoch. Ob ich am Wochenende starte, das entscheidet der Trainer. Ich halte mich fit und mache das Beste daraus, wenn man mich aufstellt.“

Zwischen Stars und Bodenständigkeit

Aus seiner Zeit in Paris nimmt er einige wertvolle Erfahrungen mit. Auch das Zusammenspiel mit Topstürmer Kylian Mbappé habe ihn reifen lassen. „Ich beobachte sehr viel“, erklärte Ekitiké und führte aus, dass ihm der Superstar zu einem Wechsel riet: „Ich bin heute ein besserer Fußballer durch ihn geworden. Ich habe ihn als Mensch und als Spieler viel beobachtet. Er gab mir Tipps, dass ich mich verbessern kann. Er hat mir gewünscht und empfohlen, den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen.“ Auch der ehemalige Adler Randal Kolo Muani habe ihm zu Frankfurt viele positive Aspekte erzählt. Auch wenn dies seine Entscheidung nicht beeinflusste.

Trotz seiner Zeit in Paris zeigte sich Ekitiké sehr bodenständig. Besonders seine Zeit in Dänemark habe im viel Selbstvertrauen für seine professionelle Laufbahn gegeben. Selbstvertrauen, dass er bis heute in sich trägt. Doch welche Rolle spielte dabei seine Familie? „Meine Familie ist mir sehr wichtig und hatte eine große Auswirkung auf meinen Werdegang als Spieler. Sie haben mir viele Werte mitgegeben. Wir haben gelernt nie aufzugeben und immer alles zu geben. Ich habe viel Selbstvertrauen, aber möchte sehr bodenständig wirken, um jedem seinen Raum zu geben. Ich mag es nicht zu verlieren und möchte immer gewinnen.“

Variabel, abschlussstark und flink

Ekitiké ordnete seine eigenen Stärken ein und sah sich selbst als variabler Spieler, der seine Fähigkeiten weiterhin verbessern möchte. Ob der Stürmer nun alleine in der Spitze spielt, oder einen kongenialen Partner an der Seite hat, mache für ihn keinen Unterschied. Er sei anpassbar, wie er verriet. „Ich bin ein kompletter Spieler, versuche die Tiefe zu suchen, mich in den Zwischenräumen zu bewegen, gehe gerne ins Dribbling, gebe Vorlagen und schieße Tore. Ich möchte mich noch verbessern, sonst wäre ich der beste Spieler der Welt und das ist nicht der Fall.“

Über seine Zukunft machte er sich bislang keine Gedanken. „Als ich hier unterschrieben habe, hatte ich keinen langfristigen Plan. Ich bin hier, weil man mir das Vertrauen gegeben hat. Ich freue mich über die Möglichkeit und möchte das Vertrauen zurückzahlen“, sagte er und fügte hinzu, dass es darum gehe auf dem Platz Spaß zu haben und Tore zu schießen. Auch die Anpassung an das neue Umfeld sei ihm wichtig. „Ich kenne einige Wörter auf Deutsch. Ich werde jedoch die Sprache lernen, mich verbessern, um in der Zukunft vielleicht auch eine Pressekonferenz auf Deutsch zu machen.“ Die Begrüßung hat er schon drauf. „Gude!“, sagte er lachend. Gegen Bochum kann man den Franzosen noch nicht in der Startelf erwarten, da sein Trainingsrückstand noch zu groß ist. In den letzten zwei Monaten konnte er nicht am Mannschaftstraining teilnehmen und hielt sich mit seinem eigenen Programm fit. In Zukunft kann man sich dennoch auf die Einsätze von Ekitiké in Frankfurt freuen.

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6 Kommentare

  1. „In den letzten zwei Monaten konnte er nicht am Mannschaftstraining teilnehmen“

    weiß man warum ?

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  2. Ohne Worte wie die mit Spielern umgehen, die sie auf der anderen Seite fpr 30 Mio verkaufen wollen

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  3. @rob:
    Da braucht sich aber auch keiner mehr wundern. Nachdem ihm von einigen Fans vorgeworfen wird, dass er nicht schon im Sommer freudestrahlend unser Angebot annehmen wollte, will der Junge bloß nichts falsches sagen.

    Finde es sowieso lustig, dass viele Fans einerseits, „echte Kerle“ haben wollen, die einfach mal Klartext reden, sobald das aber einer tut, wird auf ihn eingeprügelt.

    Ich fand Ekitikes Leistung letzten Samstag übrigens ansprechend. Er hat sich sofort voll reingeworden und seine Klasse in einigen Situationen angedeutet.
    Und mehr konnte man nach der kurzen Zeit und bei dem Spielstand auch nicht erwarten.
    Meine Skepsis ihm bzgl. ist vorsichtigen Optimismus gewichen und ich bin gespannt, was in der Offensive mit Sasa, Ekitike und Marmoush in Zukunft so geht.

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