Gegen die Potsdamer Defensive fand die SGE kein Durchkommen. (Bild: imago images / Jan Huebner)

Der kalte Nieselregen hörte pünktlich zum Anpfiff auf, hinterließ jedoch einen nassen und rutschigen Rasen. Beide Mannschaften spielten zu Beginn direkt und schnell nach vorne. Potsdams Nina Ehegötz hatte nach acht Minuten die Gästeführung auf dem Fuß, traf aus 15 Metern aber nur den Querbalken. Auf Seiten der Eintracht schoss Laura Freigang in Form eines Freistoßes aus gut 20 Metern erstmals auf das Potsdamer Gehäuse (15.). Torfrau Vanessa Fischer fing den Ball problemlos. Im Laufe der ersten Hälfte verlagerte sich das Spiel zwischen beide Strafräume und der Regen setzte wieder ein. Zweikämpfe im Mittelfeld und kleine Foulspiele häuften sich. Harmlose Versuche von Barbara Dunst (26.) und Verena Aschauer (27.) verfehlten das Tor deutlich.

Potsdam besser – Frohms pariert zweimal sehenswert

Turbine Potsdam übernahm danach die Spielkontrolle und setzte die Adler immer öfter am hessischen Sechzehner fest. Die nächste Großchance hatten aber die Gastgeberinnen: Nach einem Befreiungsschlag konterte die SGE über links. Tanja Pawollek kam im Strafraum frei zum Schuss, veredelte den Konter jedoch nicht (36.). Merle Frohms verhinderte auf der anderen Seite mit einem sensationellen Reflex das 1:0 für Potsdam (38.). Die deutsche Nationaltorhüterin zeichnete sich vor dem Pausentee erneut aus und lenkte einen hohen Distanzschuss über das Tor (44.).

SGE findet keine Lösung

Ohne personelle Änderungen ging es in den zweiten Durchgang. Frankfurt kam besser aus der Kabine. Nur der entscheidende letzte Pass vorm Tor fehlte der Eintracht noch. Insbesondere über den rechten Flügel eröffnete die SGE ihr Spiel nach vorne. Potsdam legte mehr Wert auf eine stabile Defensive und zog sich immer mehr in die eigene Hälfte zurück. Nach 75 Minuten wechselte Niko Arnautis die viel gelaufene Géraldine Reuteler im rechten Mittelfeld aus und bracht Geburtstagskind Theresa Panfil.

Potsdam trifft eiskalt aus dem Nichts

Aus dem Nichts ging Turbine Potsdam plötzlich in Front. Gina Chmielinski zog von der Strafraumgrenze ab und der Ball fand den Weg ins Tor (75.). Frohms streckte sich vergebens. Es war die erste nennenswerte offensive Aktion der Gäste in Halbzeit zwei. Arnautis musste nun ins Risiko gehen und wechselte die letzte auf der Bank sitzende Angreiferin ein. Shekiera Martinez kam für die starke Barbara Dunst. Die Eintracht warf jetzt alles nach vorne, belohnte sich aber nicht mit dem Ausgleichstreffer und ging leer aus. Potsdam baut den Vorsprung auf die SGE aus. Die Hessinnen sind nun fünf Zähler vom dritten Tabellenplatz entfernt.

Eintracht Frankfurt-1.FFC Turbine Potsdam 0:1 (0:0)
0:1 Chmielinski (75.)

So spielte die SGE: Frohms – Hechler, Kleinherne, Kirchberger, Aschauer – Nüsken, Pawollek (C), Feiersinger (61. Prasnikar), Dunst (78. Martinez) – Reuteler (75. Panfil), Freigang

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5 Kommentare

  1. Die abfälligen Bemerkungen über Frauenfußball (Herr Rauscher!) nerven langsam. Es gibt Herren- und Damen-Tennis, Volleyball für Männer und Frauen und eben auch Fußball für beide Geschlechter. Gestern war Potsdam einfach besser, weil taktisch hervorragend eingestellt, sehr robust und handlungsschneller als die Adlerträgerinnen. Laura Freigang gut am Ball, aber vor dem Tor auch harmlos. So wird das nur für einen Mittelfeldplatz reichen, aber die Mädels sind noch sehr jung – das wird schon.

  2. @2. Herr Rauscher

    Wozu das Gtrollle gegen die Damenmannschaft? Einfach ignorieren. Aber so ist das mit den Trollen.

    Zum Thema: Freigang ohne Tor? Schade… Aber dem Text und Ergebnis nach zu urteilen wenigstens teuer verkauft.

  3. Wenn ich „erwiesenermaßen“ kein Freund vom Angeln bin und schreibe dann einen Leserbrief in einem Fachblatt für Sportangler, kann ich mich nur lächerlich machen.
    In diesem Fall wäre Schweigen Gold und Reden Silber……

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