Bissiger und aggressiver will Hütter seine Mannschaft sehen. Kapitän David Abraham geht mit gutem Beispiel voran.

Spielerisch war Coach Adi Hütter noch nicht so wirklich zufrieden, mit dem was seine Mannschaft auf dem Rasen gezeigt hat. Das Ergebnis, stimmte den Österreicher dann doch positiv, vor der Partie hätte er das 3:1 für die Frankfurter unterschrieben. Neun Minuten reichten dem Dreigestirn  um Ante Rebic, Sebastien Haller und Luka Jovic um die Partie zu Gunsten der Eintracht zu entscheiden. Der Trainer weiß, gegen die Hanseaten muss dennoch eine Leistungssteigerung her.

Am Samstag, den 26. Januar 2019, darf die Eintracht zum Spitzenspiel des 19. Spieltages, um 18:30 Uhr, gegen Werder Bremen ran. Im Weser-Stadion pfeift Markus Schmidt die Partie, es ist sein 165. Erstliga-Spiel als Schiedsrichter. Im Hinspiel verlor die Eintracht 1:2, nach einem Bremer Freistoß-Tor in letzter Minute.

Was gibt’s Neues?

Bildergebnis für eintrach frankfurt wappenEintracht Frankfurt: Carlos Salcedo wird im Kader der Hessen nicht mehr auftauchen, der Mexikaner wechselte im Laufe der Woche in die Heimat. Gelson Fernandes wird in der Partie gegen Bremen ebenfalls fehlen, er holte sich gegen Freiburg die fünfte Gelbe Karte ab und ist deshalb gesperrt. „Das war dumm von mir“, sagte er nach dem Spiel.

Bildergebnis für werder bremen wappenWerder Bremen: Den Hanseaten gelang, gegen die abstiegsbedrohten Hannoveraner, mit 1:0 der erste Sieg seit Anfang Dezember. Die Bremer waren im Winter nicht allzu aktiv auf dem Transfermarkt, Routinier Jarsolav Drobny und Linksaußen Florian Kainz haben Werder verlassen, dafür kam mit Romano Schmid ein Talent von RB Salzburg in den Norden.

Teamanalyse

Die Frankfurter starteten etwas schleppend in die Rückrunde. Das gute Ergebnis von 3:1 mag darüber hinwegtäuschen, doch die Frankfurter zeigten im taktischen Bereich einige Mängel. Die Mannschaft will es gegen Bremen besser machen, so sagte Hütter auf der gestrigen Pressekonferenz: „Wir haben versucht, unter der Woche an den Punkten zu arbeiten, die gegen Freiburg nicht so geklappt haben. Vor allem an der Bissigkeit und der Aggressivität im Zweikampf.“ Durch die Gelb-Sperre von Fernandes geht ein Stück dieser Bissigkeit verloren, für ihn wird womöglich Jonathan de Guzman an die Seite von Neuzugang Sebastian Rode rutschen. Ansonsten dürfte die Mannschaft der Adler weitestgehend unverändert bleiben, die Stammkräfte sind alle fit. Einzig der wieder genesene Mijat Gacinovic könnte für einen der drei Stürmer in die Startelf rutschen.

Die Bremer wissen welche Aufgabe da auf sie zu rollt. Nach tollem Start wurschteln die Hanseaten sich inzwischen nur noch durchschnittlich durch die Liga. Mit 25 Punkten liegen sie dennoch nur fünf Punkte hinter den Frankfurtern und sind nicht zu unterschätzen. Werder-Trainer Florian Kohfeldt äußerte im Vorfeld der Partie größten Respekt für die Eintracht-Offensive: „Haller ist mit dem Rücken zum Tor sehr stark. Rebic ist im Dribbling schwer zu verteidigen und hat keine feste Position. Jovic ist von den Ansätzen her ein kompletter Stürmer.“ Ebenso betont er, dass die Hessen mit einem anderen Selbstverständnis als im September auftreten werden – man kann ihm da nur zustimmen.

So könnten Bremen spielen:

Pavlenka – Gebre Selassie, Langkamp, Moisander, Augustinsson – Bargfrede, Sahin, Klaassen – M. Eggestein, Rashica – Kruse

So könnten die Eintracht spielen:

Trapp – Abraham, Hasebe, N’Dicka – da Costa, de Guzman, Rode, Kostic – Rebic- Haller, Jovic

Angeberwissen

  • Auch wenn die Eintracht gegen Freiburg einige Schwächen hatte, so hat sie sich insgesamt doch deutlich gesteigert. 16 Pässe gingen dem 2:0-Treffer von Rebic voraus, so viele wie bei keinem anderen Treffer der Bundesliga am vergangen Spieltag. Die Eintracht derart spiel-bestimmend zu erleben, war früher eine Seltenheit. Für Hütters Ansprüche scheinbar nicht genug.
  • Der letzte Adlerträger, der 13 Tore nach 18 Spieltagen hatte, war Alex Meier in der Saison 2014/2015. Damals war sein Trainer amüsanter weise Werder-Legende Thomas Schaaf
  • In den letzten zehn Jahren gelangen den Hanseaten nur ein einziges mal zwei Siege zum Rückrunde-Auftakt. Nach dem Sieg gegen Hannover, hat Werder dieses Jahr erneut die Möglichkeit dazu.

 

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20 Kommentare

  1. Ich glaube die Fischköppe werden aufgrund der Büffelherde tief stehen , versuchen uns zu locken und dann auf Konter lauern bzw. versuchen nach Ballgewinn schnell umzuschalten. Wir sollten das Spiel schön breit machen und variabel über außen oder durch die Mitte spielen dann entstehen Lücken die wir nutzen müssen. Ich hoffe unsere individuelle Klasse entscheidet das Spiel für uns. Kostic und da Costa könnten spielentscheidend sein wenn die gut Druck über außen aufbauen. Mit Rode und de Guzman sind wir auch variabel in der Mitte, sollten nur nicht zu offensiv sein . Deswegen glaube ich sogar, dass Gaconovic eine gute Chance hat zu spielen, mit Rode, de Guzman und Rebic sind wir doch sehr offensiv aufgestellt im Mittelfeld auswärts.

  2. Ich sehe das auch so Euroadler.
    Ohne Fernandez fehlt die Zweikampf/Abräumer Machine.

    Sebbie macht das auch nicht so intensiv,zumal er noch nicht bei 100% ist.

    Daher wird,denke ich Gaci spielen. Jonny de Guzmann ist nicht zweikampfstark. Daher spielt er nicht.

    Ich wurde die Büffel alle spielen lassen aber Ante zuŕück auf 10er bzw 8er abweschselend.
    Das wäre mein Rezept heute.

  3. Ja vom Gefühl her würde ich auch lieber alle Büffel sehen. Ich glaube Torro und Rode könnte das ideale Paar geben auf der Doppelsechs, Dynamik nach vorne und Absicherung nach hinten.

  4. Ich hoffe, das Rode heute seine Bissigkeit wieder unter Beweis stellen kann. Gewöhnlich ist beim 2. Einsatz oft bei Spielern ein Leistungseinschnitt, bin gespannt. Torro und Rode auf den 6ern, ja, das hat was.
    Wird ein interessantes Spiel heute Abend.

  5. Ich habe mir jetzt beide Spiele noch einmal eingehend angeschaut. Also SGE vs SC und Werder gegen H96. Gegen den SCF war das Aufbauspiel und das Pressing absolut unterirdisch. Die Werte waren insgesamt sehr schlecht. Die Schwächen passen exakt auf die Stärken von Werder.

    Es geht um die Wurst, weil jetzt BVB, RB und Gladbach kommen. Das Spiel gegen Werder ist also die letzte Gelegenheit, nicht mit einer Niederlage zwingend rechnen zu müssen. Und immer wenn es um die Wurst geht (so wie kürzlich um Platz 2 in der Tabelle), läuft es nicht. Und zwar sind es dann immer genau diese Baustellen (Aufbau und Pressing).

    Ich prognostiziere ein deutliches Übergewicht von Werder und tendenziell eine 1:3 Niederlage.

  6. @7
    Ja du hast recht immer wenn es um die Wurst ging…. heute aber nicht
    Tippe mal auf ein 0 : 2

  7. Bei Werder spielt Kruse das Bindeglied zwischen Defensive und den Stürmern. Er lässt sich auch mal bis in die eigene Hälfte zurückfallen und taucht dann wieder am gegenerischen 16er auf. Einen 6er (Rode, Williams?) würde ich auf ihn abstellen so das Bremen über die Aussen (Klaassen und Eggestein) kommen muss.

  8. @ffm71:
    Warum so destruktiv?
    Ich nenne es mal so, weil mit Zurückhaltung, Demut oder Vorsicht hat Dein Text nichts mehr zu tun.
    Warum muss man gegen Dortmund, Leipzig und Gladbach „zwingend“ mit einer Niederlage rechnen wie Du es schreibst??? Verstehe ich nicht.
    Klar kann man gegen diese Mannschaften verlieren, genausogut wäre es jedoch möglich, dass wir über uns hinauswachsen und aus genau diesen 3 Spielen 4 – 6 Punkte mitnehmen.
    Und ob heute alles seitens der SGE unterirsisch wird, muss sich auch erst noch in der Begegnung ab 18.30 Uhr weisen.
    Ich denke man hat gut gearbeitet und Hütter das Team super eingestellt.
    Mit Pessimismus bringt man seine Mannschaft jedenfalls keinen Millimeter weiter.

  9. Ich versteh auch nicht, warum wir diese devote Zurückhaltung an den Tag legen müssen. Das ging mir manchmal schon letzte Saison auf den Wecker, als man sich fast dafür entschuldigen mußte, vorne mit dabei zu sein…. Es ist sicherlich eine Wundertüte heute, aber ich denke das man durchaus 1:3 gewinnen kann Eine „zwingende“ Niederlage würde ich in keinem Spiel einkalkulieren !

  10. Ohne Zweifel stehen jetzt vier schwierige BL Spiele bevor. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir mehr als den einen Punkt (wie in der Hinrunde) aus diesen Spielen mitnehmen werden. Die Ergebnisse sind aus meiner Sicht ergebnisoffen. Es ist mir unverständlich warum wir da schon abwinken und die Spiele verloren geben sollen. Ich bin überzeugt unsere Gegner gehen nicht zwingend davon aus, dass sie gegen uns gewinnen.

  11. ich verstehe schon die überschrift nicht. bremen liegt nicht an der nordseeküste…………….

  12. Ich denke wir haben noch eine Rechnung vom letzten Jahr offen und werden wohl einen Sieg erreichen wollen. Aber dazu muss im Aufbau wirklich zugelegt werden, wie ihr ja auch alle schon sagt.
    Da ich ein positiver Mensch bin und in unsere Mannschaft etwas verknallt bin, tippe ich auf ein 0:2 mindestens.

  13. Ich wäre mit 1 : 1 oder 2 : 2, also einem Unentschieden durchaus zufrieden. Stand jetzt.

  14. Schließ mich Strolch an. Mit einem Unentschieden wäre ich zufrieden. Bremen ist eine starke Mannschaft und hat (fast) so gute Fans wie wir sie haben. Die grüne Wand ist nicht zu unterschätzen.

  15. Wieso destruktiv bzw. devot ? Zu viel Emotion in diesen Worten.

    Ich habe die letzten Spiele angeschaut und bewertet, verschiedene Fakten aus der Vergangenheit mit in die Formel aufgenommen. Es ist reiner Pragmatismus. Aus dem Alter, einen Wunschtip abzugeben, bin ich raus. Ich nenne es Prognose.

    Aber wer aufmerksam gelesen hat der sieht, dass die Basis das Spiel gegen Freiburg war. Sollte die Mannschaft heute ein gänzlich anderes Gesicht zeigen, ist selbstverständlich ein Sieg möglich. Ausser Wunschdenken gibt es dafür jedoch bisher keinerlei Belege. Dafür müsste die erste Halbzeit gespielt werden, dann kann die Prognose erweitert werden.

  16. @17
    Vollkommen in Ordnung deine Einschätzung. Ein rosarotes Forum brauche ich hier nicht. Ich tippe trotzdem auf einen knappen Auswärtssieg weil wir unsere Chancen eher nutzen als Bremen.
    Ich tippe 2:1 Auswärtssieg mit mehr Chancen für Bremen, aber die Tore machen wir durch unsere individuelle Qualität vorne. Ich hoffe die Bremer werden heute auch Ihrem Ruf als Chancentod gerecht.

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