Eintracht-Trainer Niko Kovac konnte insbesondere in der ersten Halbzeit nicht zufrieden sein – aber hat er die Mannschaft mit der richtigen Taktik ins Spiel geschickt? (Bild: imago/Christian Schroedter)

Nach dem glücklichen Auswärtssieg gegen den zurzeit schwachen 1.FC Köln ging es im letzten Spiel der Englischen Woche gegen Leipzig. Da die Eintracht zuletzt ausnahmslos auswärts punktete, war die Hoffnung groß, dass man auch gegen die Champions-League-Teilnehmer aus Leipzig punkten kann. SGE-Coach Niko Kovac überraschte zu Beginn der Partie mit seiner Aufstellung und den Frankfurtern reichte eine gute zweite Halbzeit nicht zum Punktgewinn. Am Ende musste man sich mit 1:2 geschlagen geben und wie immer ist SGE4EVER.de auf die Suche nach den Gründen für den Ausgang des Spiels gegangen:

Rotation ja – aber so?
Als eine Stunde vor Beginn der Partie die Aufstellung der Hessen bekannt gegeben wurde, sorgte diese für einige überraschte Gesichter. Kovac entschied sich mit Mijat Gacinovic, Kevin-Prince Boateng, Ante Rebic und Taleb Tawatha einige ganz wichtige Säulen der letzten Partien zu schonen und dafür frische Kräfte aufzubieten. Marius Wolf, Daichi Kamda, Jetro Willems und Jonathan De Guzman kamen dafür in die Partie und nicht jeder dieser Wechsel sollte funktionieren. Für Kamada war das wohl nicht die richtige Partie, denn der Japaner, der über eine ausgezeichnete Technik verfügt, ist körperlich noch immer sehr schmächtig und es fehlt ihm noch an Durchsetzungsvermögen. Gegen die spielstarken Sachsen konnte er seine Stärken so kaum ausspielen und im Defensivverbund keine vergleichbare Unterstützung wie Mijat Gacinovic sein. Auch Wolf wirkte vor allem in der ersten Halbzeit überfordert und brachte kaum ein Pass an den Mann. Tawatha, der in Köln noch sehr stark agierte, hätte es sicher verdient gehabt, als Belohnung für die gute Leistung im Team zu bleiben, auch wenn Willems erneut sein Potential andeuten konnte. De Guzman allerdings enttäuschte erneut auf ganzer Linie. Im Sommer an den Main gewechselt und im Umfeld der Eintracht mit einigen Vorschusslorbeeren versehen, konnte er dieser Erwartungshaltung wieder einmal nicht gerecht werden. Sein Spiel wirkte behäbig, seine Pässe oftmals fahrig und sein Defensivverhalten viel zu passiv. Es muss insbesondere für Spieler wie Slobodan Medojevic und Marc Stendera frustrierend sein, dass er immer wieder spielen darf, obwohl er keine guten Leistungen bringt. Kovac jedoch scheint viel von ihm zu halten und schenkt ihm weiterhin das Vertrauen. Und das, obwohl gerade in der Zentrale das Kernproblem der SGE liegt. Es gibt niemanden, der den Ball halten, das Tempo bestimmen und kreative Akzente nach vorne setzen kann und gerade Stendera wäre dafür prädestiniert. Auf die Nachfrage nach dem Eigengewächs reagierte Kovac in der Pressekonferenz kühl und ausweichend – auch wenn es für Außenstehende nicht nachvollziehbar scheint, muss man dem Coach wohl glauben, dass Stendera noch nicht so weit ist. Auch Carlos Salcedo, der in Köln laut dem Kroaten nur aus taktischen Gründen gefehlt hat, scheint weiterhin in Ungnade gefallen zu sein und stand erneut nicht im Kader. Die Größe des Kaders schlägt sich bisher noch sehr wenig in der jeweiligen Kaderzusammenstellung nieder, denn gerade Spieler wie Stendera, Medojevic, Aymen Barkok und Branimir Hrgota scheinen aktuell gänzlich außen vor zu sein.

Viel zu defensiv
Das Spiel lief von Beginn an nur in eine Richtung und die Leipziger hatten sofort die Spielkontrolle. In den ersten Minuten hatten die Hessen gerade einmal einen Ballbesitz von 17 Prozent. Die taktische Marschroute war klar und auch nachvollziehbar, denn natürlich möchte man auswärts gegen eine spielstarke Mannschaft, wie die Sachsen eine sind, erst einmal kompakt in der Defensive stehen und auf Konter lauern. In der Vergangenheit hat dies auch schon oft sehr gut funktioniert, jedoch sah man bereits nach den ersten Minuten, dass diese taktische Ausrichtung in dieser Form nicht funktionieren kann. Die gewonnenen Bälle konnten kaum über 1-2 Passstationen gehalten werden und in der Regel wurden die Bälle einfach blind hinten rausgeschlagen, sodass man überhaupt keine Möglichkeit bekam, auch selbst einmal entlastende Offensivaktionen zu initiieren. Die Eintracht zog sich komplett in die eigene Hälfte zurück und nutzte diesmal nicht das Mittel des frühen Störens. Der neutrale Beobachter erkannte ziemlich schnell, dass diese Taktik nicht lange gut gehen kann und die SGE mit dieser Spielweise regelrecht um ein Gegentor bettelt. Das fehlende Offensivkonzept war erneut deutlich erkennbar und zudem kamen selbst die einfachsten Bälle nicht an. Dass das Gegentor ebenfalls aus einer Fehlerkette von Unkonzentriertheit entstand, war bezeichnend: Erst spielt der für den verletzten Gelson Fernandes eingewechselte Boateng einen schlampigen Rückpass zu Lukas Hradecky, der dann, wie in letzter Zeit häufiger, einen unsauberen Ball direkt zum Gegner spielte und De Guzman verhielt sich in der Folge fiel zu passiv und ließ den Gegenspieler gewähren. Das positivste an dieser Halbzeit war, dass man nicht noch in höher in Rückstand geriet. Selbst Timothy Chandler wunderte sich nach der Partie, dass man nicht bereits nach 15 Minuten umstellte, denn es war spürbar, dass man den Leipzigern nur mit früherem Stören und einem aggressiveren Draufgehen gefährlich werden könnte. Mit der Umstellung in der Halbzeit und einer ganz anderen Körpersprache kam man plötzlich viel besser in die Partie. Am Ende hätte man mit etwas mehr Glück (zum Beispiel bei dem nicht gegebenen Treffer nach einer Ecke, die wohl vorher im Aus war) sogar noch Unentschieden spielen können. Warum also nicht von Beginn an mutig und frech auftreten?

Die richtigen Schlüsse
Was sich schon in den letzten Spielen andeutete, sollte nun schnellstmöglich korrigiert werden. Bereits gegen Augsburg kam die Korrektur der taktischen Ausrichtung zu spät – Kovac muss lernen, dass man diese Fehler auch schon vor der Halbzeit korrigieren kann. Der Matchplan war klar und nachvollziehbar. Aber ob ein Plan funktioniert merkt man eben erst, wenn die Partie läuft. Hier wären in Zukunft mehr Flexibilität und frühere Korrekturen wichtig, um nicht weitere Punkte leichtfertig zu verschenken. Natürlich kann man als Eintracht Frankfurt auswärts gegen Leipzig verlieren, denn die Sachsen sind auch in dieser Saison sehr spielstark aufgestellt und haben mit Timo Werner einen echten Shootingstar in ihren Reihen – trotzdem sollten sich die Frankfurter nicht verstecken und ihre eigenen Stärken versuchen durchzusetzen, denn wie ein solches Spiel dann laufen kann, konnte man in der zweiten Halbzeit genau beobachten. Dass die Defensive im Gegensatz zur Offensive sogar Meisterschaften gewinnt, ist natürlich klar und dementsprechend sollte man auch weiterhin großen Wert auf eine kompakte Mannschaftsausrichtung legen und trotzdem muss man endlich beginnen, ein Offensivkonzept umzusetzen und auch mal dem Gegner das eigene Spiel aufzudrängen. Spieler, die mehrfach mit vielen Fehlpässen und schwachem Zweikampfverhalten aufgefallen sind, sollte man zudem bei der Kadergröße auch mal eine Pause gönnen, um so auch den Spirit im Team aufrecht zu erhalten, denn am Ende fehlen Argumente, wenn die, die immer spielen, bisher nicht vollends überzeugen konnten. Bereits im nächsten Heimspiel gegen den VfB Stuttgart bietet sich für die Hessen die nächste Gelegenheit es besser zu machen und auch Kovac kann beweisen, dass er die richtigen Schlüsse aus den vergangenen Spielen gezogen hat.

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43 Kommentare

  1. Völlig übertriebene Rotation und die erste HZ dadurch mit Ansage abgeschenkt. Der Kader ist halt zu groß und deshalb muss man alle bei Laune halten. Eigentor Kovac.

  2. So ein Quatsch. Die anderen hätten es nicht besser gemacht.
    Taktik wäre fast aufgegangen. Klappt halt nicht immer.
    Denkt ihr etwa dass wir gegen eine der besten Mannschaften gewinnen und sie am Ende noch an die Wand spielen?! Da kann man dann nur von Träumern reden. 2:1 in Leipzig ist Top und fast noch ein Unentschieden erreicht.
    Wenn ihr mehr wollt, dann müsst ihr wohl den Verein wechseln;-)

  3. Es wäre aber möglicherweise mehr drin gewesen, wenn man das Spiel von Anfang an mutiger angeht. Es waren so viele frische Kräfte im Spiel, da kann man ruhig auch mal früher anlaufen.

  4. Kovac hat alles richtig gemacht. die taktik war ähnlich der von mönchengladbach in leipzig (2:2). sie erst kommen lassen und dann in der 2. halbzeit offensiver spielen. leider ist es so nicht aufgegangen, wobei auch ein wenig pech dabei war. die, die kovac wegen dieser taktik angreifen, haben keine ahnung und sollten sich in der beurteilung ein wenig zurückhalten.
    einen besseren trainer kann ich mir für unseren verein nicht vorstellen. ich, als ehemaliger fussballtrainer, würde auch nächstesmal gegen einen „großen“ verein die gleiche taktik anwenden.

    forza SGE

  5. @3 ja denke ich, sonst wäre ich kein Eintrachtfan! Mit dieser Nulpeneinstellung braucht man jedenfalls gar nicht mehr bei Bayern, BVB , Leipzig u.s.w. antreten.

  6. @3
    Das ging erst als Kovac seine falsche Aufstellung korregiert hat und Jovic und Rebic Betrieb gemacht haben

  7. schade, schade Fahrradkette 🙂

    Nächstes mal mehr Jovic weniger de Guzman, bitte.
    Gegen Stuttgart der erste Heimsieg und dann is die Niederlage in Leipsch nicht so schlimm.

    Auf jetzt!

  8. Genau, von Anfang direkt Druck machen und hinten schön offen sein, dann wären wir sowas von ausgekontert worden und es wäre nicht 2:1 ausgegangen.
    @6 was soll ich dazu sagen? Du denkst wir gewinnen bzw haben mega Chancen gegen Leipzig, Bayern und den BVB.
    Läuft bei dir 😉

    Wir können höchstens versuchen dagegen zu halten und mit mem guten Tag was mit nehmen. Das wäre ģestern fast gelungen. Aber es klappt halt nicht immer gegen die besten Mannschaften, das sollte auch dir klar sein. Andernfalls abseits der Realität.

  9. welche Taktik? In den ersten 45 Minuten gab es nur beten dass kein Tor fällt und ballwegschießen, was soll das für eine Taktik sein? Es ging voll und ganz in die Hose und nur mit Glück stand es 0:1. Mit mehr Mut und offensiver Qualität auf dem Feld (statt auf der Bank) wäre gestern mehr drin gewesen. Leipzig ist defensiv momentan total anfällig. Lang und blind auf Haller, wirklich eine tolle Taktik!

  10. @5.altfan
    Wieso haben alle User hier keine Ahnung, wenn sie ein Spiel
    anders bewerten als Du?
    Nur weil Du irgendwann, wer weiß wo, einmal Trainer warst?
    Kovac hat sehr wohl einen Taktikfehler gemacht.
    Man kann auch mit der besten Mannschaft intelligent defensiv
    spielen. Warum muß Kovac uns künstlich schwächen?
    Die Reihe Wolf, Haller, Kamada ist die mit Abstand schwächste Offensivformation
    aus unserem Kader. In der FR steht „Trainer behindert eigene Mannschaft“
    und selbst der loyale Chandler sagt, in der Halbzeit haben wir gesehen,
    dass es Quatsch war und haben dann anders gespielt.
    Ich stehe zu Kovac, aber er hat gegen Augsburg und Leipzig wie ein
    Anfänger gedacht. Offensichtlich sieht er auch das Potential einiger Spieler
    ganz anders, als viele von uns. Ich hoffe aber, er ist lernfähig.

  11. Also ich würde es optimistischer formulieren. Die Mannschaft existiert. Taktikfehler hin oder her.
    Die Eintracht ist eine gute Mannschaft. Somit werden wir noch die Bundesliga rocken.

    Fertig!

    Klar war die erste Halbzeit nicht perfekt und taktisch kann man das gerne diskutieren. Aber wenn Herr 3 Mio Gehaltwahn Mann (Hr. Hradecky) nicht diesen Fehler gemacht hätte…hätte hätte Fahradkette. Wichtig ist das alle auf Fähigkeiten besinnen.
    Noch eins zu Hradecky: Er ist für die Eintracht ein wichtiger Spieler, aber hätte er wie Herr Trapp bei einem großen Club gespielt, wäre jetzt nach den Fehlern (DFB Finale Elfmeter, Augsburg und heute gegen Leipzig) die Tribüne sicher gewesen. Deshalb sollte jeder nicht vergessen, was er bei uns hat.
    Natürlich musst du als Spieler in der kurzen Fußballkarriere dein Geld verdienen, um dein ganzes Leben zu finanzieren. Aber die Eintracht war ja gewillt im Entgegen zu kommen. Aber gut.
    Gegen Stuttgart müssen wir von der ersten Minute überzeugen. Heißt nicht unbedingt an die Wand spielen, aber überzeugen.

    So schönen Sonntag noch.

  12. @6. Genau so sehe ich es auch.

    Wir sollten mal realistisch sein. Hecking stellte seine Mannschaft gegen den BVB nicht um, gab sogar die Ansage vor dem Spiel, dass sie sich über Ballbesitz behaupten wollen. Resultat: Nach 30 Minuten 85 Prozent für Dortmund, nach 90 Minuten 6:1 untergegangen. Und Freiburg sah in Leipzig noch schlechter aus. Erst ein 0:1 Führung nach 20 Min ermauert, dann gegen offensiv ernstmachende Leipziger noch 4 Tore kassiert.

    Das sind Realitäten, und in allen Fällen sehe ich keine besondere Schuld bei den Trainertaktiken oder gar. eine Nulpeneinstellung bei den schwächeren Teams.

    Kovac ist schlau, demütig, lernfähig und Realist. Unsere Mannschaft ist bundesligatauglich und konkurrenzfähig. Wir stehen nach holprigen Start im Mittelfeld der Tabelle, haben gepunktet in Köln und M’Gladbach, und wir werden noch weitere Punkte einfahren. Jetzt wünsche ich mir, dass wir unsere Heimstärke und Selbstbewusstsein endlich wieder entwickeln und dass über die Saison sich vor allem das spielerische im Aufbau verbessert. Der jetzige Weg muss weitergegangen werden, und dann werden Erfolgserlebnisse kommen.

    Forza SGE!

  13. Mit jetzigem Weg meinte ich nicht explizit die Taktiken der letzten Spiele, sondern den Neuaufbau, den FB, NK, BH und team seit einem Jahr verfolgen. Keiner von denen kann über Wasser gehen, aber sie sind m.. E. schlaue lernfähige Realisten.

  14. @Block17:
    Exakt so sehe ich es auch.
    Ich bin grundsätzlich „Kovac-Smphatisant“, doch gestern war es leider zum 2. mal in der kurzen Saison der Trainer, der schon vor Beginn des Spiels entscheidende Schwächungen durch fragwürdige Aufstellungen generiert hat.
    Gegen Leipzig darf man auch mal „seine besten Pferde im Stall“ an den Start bringen.
    Warum ein De Guzman, ein Wolf und ein Kamada – den deutlich leistungsstärkeren Spielern wie Gacinovic, Rebic, Boateng und Jovic vorgezogen werden, erklärt sich mir nicht.
    Gegen Leipzig, aber auch in Zukunft, wäre es unerlässlich mit eingespieltem Personal anzutreten, ungeachtet der Größe des Kaders und kurriosen Rotationsvorstellungen.
    Wenn wir irgendwann mal im oberen oder zumindest im gesicherten Mittelfeld verwurzelt sind, können wir gerne die Versuchsanstalt „Rotation“ weiterbetreiben und mit B-Spielern auftreten.

  15. Wie gegen Augsburg, es passiert erst was wenn wir ins Risiko gehen und nichts mehr zu verlieren haben in den Partien, erst dann zeigt sich unsere Offensivabteilung in diese viel Geld investiert wurde.
    Warum nicht mal statt defensiv Taktik frech Offensiv agieren ?

  16. leipzig stand ja in gewisser weise schon nen bissl unter druck vor dem spiel. da kam nen gegner der kein tor machen will gerade recht. spätestens nach 10min hat doch wirklich jeder gesehen dass es nur eine frage der zeit ist bis wir das tor kassieren. ein offensivkonzept war zumindest in der ersten halbzeit nicht vorhanden. das war kreisligamanier wie der ball einfach nach vorne geballert wurde und stellenweise nichtmal versucht wurde nen mitspieler zu finden. ich sehe diese mauertaktit kritisch seit wir damals in bremen ein 0:0 holen wollten und kurz vor schluss das tor kassierten welches bremen den klassenerhalt und uns die relegation brachte. in gladbach und stellenweise in köln hat man sich doch auch nicht komplett eingemauert sondern es auch mal nach vorne versucht :-/

  17. Leipzig ist diese Saison aber nicht Dortmund, sondern um einiges schwächer. Der Vergleich hinkt.Siehe auch Punkteausbeute von Leipzig diese Saison vor dem Spiel. Mit unserer besten Elf, bzw. mit den schnellen Außen Jovic und Rebic hätte man schon von Anfang an Nadelstiche setzen können. Dazu Gacinovic noch und das Spiel wäre aus meiner Sicht relativ offen gewesen. In der ersten Halbzeit können wir froh sein, dass Leipzig nicht noch mehr Tore gemacht hat.

  18. Ich hatte/habe kein Problem mit der Startaufstellung von NK.
    Die Spieler brachten es einfach nicht auf den Platz.
    De Guzman spielte in den Spielen zuvor rel. schwach, aber das er nun in HZ1 sooo schwach agiert, damit konnte man nicht unbedingt rechnen.
    ‚Es muss insbesondere für Spieler wie Slobodan Medojevic und Marc Stendera frustrierend sein, dass er immer wieder spielen darf, obwohl er keine guten Leistungen bringt.‘ Damit geh ich konform. Er ist nun mal der Spieler, der ankündigte, dass er der Box-to-box-man wäre .. nur bringt er es nicht auf den Platz.
    Auch Fernandes mit einer schwachen Partie. Ich schätze die 13km von der Partie 3 Tage zuvor steckten ihm noch in den Knochen. Wenn diese beiden zentrale Spieler praktisch ausfallen, dann wird es für die vornedran schwer. Chandler fand ich ok, aber Willems brachte für sein Potenzial trotz Pause zu wenig.
    Ja, Tawatha hätte drin bleiben müssen. Aber ich hätte es auch wie NK mit Willems versucht.
    LH mach ich keinen Vorwurf. Wenn er drin bleibt, dann kommt wohl ein Leipziger an den schwachen Rückpass von Boateng. Wenn er den Ball ins Aus schießt, dann gibt es u.U. nen schnellen Einwurf und das Tor ist leer. Also spielt er den Ball hoch nach vorne .. de Guzman verliert den Kopfball-ZK und der Rest ist Geschichte.
    Der größte Fehler kam sicherlich von Boateng. Dumm gelaufen!
    Ob das Gegentor mit Fernandes gefallen wäre, oder sich die Mannschaft in HZ1 gefangen hätte..darüber kann man nur spekulieren.

    Ansonsten stimme ich zu, dass man gegen Leipzig nen Sahnetag braucht und die Taktik nicht verkehrt war.

    ‚Auch Carlos Salcedo, der in Köln laut dem Kroaten nur aus taktischen Gründen gefehlt hat, scheint weiterhin in Ungnade gefallen zu sein und stand erneut nicht im Kader.‘ Das ist BILD-Zeitung-Niveau. Erstens stimmt es nicht, dass er nur aus taktischen Gründen fehlte (NK sagte auch was von Fitness) und zweitens scheint es so, als nähme Laura BILD ernsthafter als die Aussage von NK (‚Ungnade‘).

    Was kann man mitnehmen:
    – De Guzman äußerst schwach. NK muss nun über Alternativen nachdenken.
    – Rebic nach langem Anlauf nun zu gebrauchen (formverbessert), wenn wir mit Pressing spielen wollen. Aber für die Startelf im Normalfall aufgrund der schlechtesten Passquote der Liga (33% in Leipzig) immer noch nicht zu gebrauchen. Aufgrund fehlender Alternativen (Blum) könnte er dennoch gg den VfB in der Startelf stehen, wenn wir mit Pressing beginnen.
    – Wolf mit starkem Assist, aber ansonsten viel Leerlauf.
    – Kamada mit viel Laufarbeit, aber ohne Biss (wie alle in HZ1). Sollte in näherer Zukunft eigentlich noch keine Startelfoption sein.
    – Gacinovic ist unverzichtbar. Vorne wie im zentralen MF. Ihn 90 Minuten auf der Bank zu lassen ist nicht gut. Dann hätte er ihn gleich zur Schonung auf die Tribüne setzen und Medojevic/Stendera/Barkok nen Bankplatz geben können.
    Eins ist für mich sicher: Der Kader war der gleiche wie gegen Köln, aber gegen Stuttgart werden wir Veränderungen sehen.

    Nochwas zu Lauras Analyse:
    ‚Kovac muss lernen, dass man diese Fehler auch schon vor der Halbzeit korrigieren kann.‘
    Das sehe ich in diesem Fall nicht so (gg Augsburg gebe ich recht). Das Problem gg Leipzig war der Ausfall von Fernandes.
    Mehrfach fiel das Wort ‚Offensivkonzept‘. Ich kann damit nix anfangen.
    Spielerisch fehlt es uns in der Zentrale (Gacinovic, Mascarell, Fabián), also geht es nur über Pressing. Und das kann man nicht über 90 Minuten spielen. Es wurde in diesem Fall richtig eingesetzt und zwar in HZ2, als Leipzig etwas pumpte. Mit einem Spieler wie Rebic braucht man auch nicht über ‚Offensivkonzept‘ zu reden. Da heißts vorne drauf gehen, richtig nachrücken und fertig. Passspiel? Vergiss es.

  19. In der Vorrunde der letzten Saison haben wir super Spiele gemacht,
    haben versucht den Gegner (sogar Bayern und Dortmund) unter Druck
    zu setzen. Bei eigenem Ballbesitz hat sich die ganze Mannschaft mit nach
    vorne bewegt und war selbstbewusst und klug eingestellt.
    Ich sehe uns heute viel stärker, aber irgendwie gehemmt und komisch defensiv.
    Wir sollten niemandem dumm ins Messer laufen, aber wir können es doch besser.
    Die zweiten Spielhälften gegen Augsburg und Leipzig zeigen deutlich, wie stark
    unsere Truppe wirklich spielen kann.
    Wir können vor einigen Teams sicher Respekt haben, aber zu große Vorsicht,
    oder gar Angst ist durch nichts begründet.

  20. Auf Facebook kursieren übrigens Fan Videos, die zeigen, dass der Ball bei der Ecke nicht im Aus war.

  21. Wie hoch ist eigentlich unser Punkteschnitt unter Kovac? Lese hier von Taktik und Konzepten, wenn das in der ersten Halbzeit so war, dann haben wir in der ersten Liga nichts zu suchen und Mannschaften wie Augsburg, Hannover und Stuttgart sind uns überlegen. Wir haben gestern in der ersten Halbzeit nur auf Gegentore gewartet, tolle Taktik…

  22. Ich mag Trainer, die auch mal unbequeme Entscheidungen treffen. Mit einer Aufstellung von Wolf macht sich Kovac natürlich angreifbar. Der Matchplan, erstmal hinten sicher zu stehen, hätte ich definitiv auch so gewählt, nahdem Leipzig zu Hause doch etwas unter Druck stand.

    Nach der Niederlage macht sich Kovac natürlich angreifbar. Aber er wird weiterhin seinen Weg gehen. Gut so. 7 Punkte sind Leistungsgerecht, aber ich hoffe, dass sich das neue Team noch besser einspielt.

  23. Ein Spiel dauert neunzig plus x Minuten, daraufhin wird die ganze Woche trainiert, da kann es nicht sein das zweidrittel verpennt werden. Einfach mal von Anfang an Fußball spielen!

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  24. Zu @5 altfan kovac hat alles richtig gemacht!Wenn er das getan hätte dann hätten wir gegen Augsburg und in Leibzig gewonnen . Du als Trainer müßtest es aber wissen.oder war es nur C-Klasse

  25. Das wird wieder eine Saison mit Höhen und Tiefen und am Ende springt hoffentlich ein Platz unter den ersten 15 raus 🙂

    Die Art und Weise wie wir spielen mag ich auch nicht. Wenn der Erfolg (Klassenerhalt) ausbleibt, muss Kovac halt irgendwann gehen. Stand heute liegen wir punktetechnisch noch im Soll und somit freuen wir uns doch auf das Spiel gegen Stuttgart 🙂

  26. Leipzig hatte ich eh‘ schon und mit Recht als verloren abgehakt. Nicht jedoch Wolfsburg und Augsburg. Wenn die beiden Nasen geschlagen worden wären, hätte sich doch kaum einer über eine 2: 1 Niederlage in Leipzig aufgeregt. Durch dämliche Heimniederlagen sind wir gezwungen sogar bei den Klassenprimussen auswärts punkten zu müssen, um nicht bei den Kellerkindern zu landen.

  27. Der Niko hat jetzt verstanden zu rotieren.
    Allerdings SO NICHT!!
    Ich hoffe er bessert sich.
    Gegen VFB ist ein Sieg Pflicht.Sonst kommen die Kritiker noch engagierter als NRW Adler.
    Für mich hätte Boateng von Anfang an spielen müssen und bald muss Marc spielen durfen.
    Schau gerade H96 mit Schwegler und Bakelorz. Die kommen uns bekannt vor!

  28. @26 Gotti
    Leipzig sollte man richtig schreiben können. Ich seh daran, welch Geisteskind du bist.
    FORZA SGE

  29. Der Niko hat jetzt verstanden zu rotieren.
    Allerdings SO NICHT!!
    Ich hoffe er bessert sich.
    Gegen VFB ist ein Sieg Pflicht.Sonst kommen die Kritiker noch engagierter als NRW Adler.
    Für mich hätte Boateng von Anfang an spielen müssen und bald muss Marc spielen durfen.
    Schau gerade H96 mit Schwegler und Bakalorz. Die kommen uns bekannt vor!
    500k € bekamen wir für Bakalorz und ca 2m € für Permin !!!

  30. Also die Rotation war doch Pflicht damit wir gegen stuttgart daheim unsere beste elf auf den platz bringen können. denke kovac hat da auch schon ein spiel weiter gedacht.
    auch die eher defensive taktik gegen leipzig ist nicht verwerflich aber die spieler haben es nicht auf den platz bekommen. kovac hat sicherlich nicht von „jeden ball rausknallen“ gesprochen.

    Man vergesse nicht, dass Leipzig genauso rotiert hat um daheim gegen uns die beste elf zu stellen.

  31. Rotieren war wichtig. Und wenn die JUNGS ( es war ja eine Fehlerkette ) vor dem 1:0 nicht pennen, gehen wir mit einem 0:0 in die Pause. Und den Puinkt hätten wir dann mit dem Verlauf der zweiten Hälfte holen können.

    Wann sollte er denn der zweiten Reihe Spilepraxis geben (Den brauchen auch die ). Gegenm Mannschaften auf Augenhöhe, bei denen wir die Punkte holen müssen, oder bei Mannschaften bei denen jeder Punkt ein Bonus ist ? OIch finde es okay. Und wenn einzelne Spieler ihr Potential abrufen würden das sie haben, ist das auch hilfreich.,

  32. er hat es mit der Rotation einfach übertrieben. Wolf oder Kamada von mir aus, beide war ein Fehler. Sind ja in der ersten HZ abgeprallt wie B-Jugendspieler. Rebic plus einer der beiden wäre besser gewesen. Wir waren völlig körperlos. De Guzman ebenfalls erneut unterirdisch, was für Unruhe innerhalb des Teams sorgen wird wenn kein Erfolg einkehrt. Der Kader ist und bleibt zu groß und deshalb sind wir zum Erfolg verdammt um kompletten Chaos aus dem Weg zu gehen. Kaderplatz 16-31 (oder wieviele das auch immer sind) werden nicht ruhig bleiben, wenn Spieler wiederholt schlecht spielen dürfen. Aus den nächsten 2 Spielen brauchen wir mindestens 4 Punkte.

  33. OT @31. altfan
    Die Redewendung ist ohne Genitiv ein Humbug.
    -Wess‘ Geistes Kind- mag einer sein, der beim Besserwissern einen noch fetteren Lapsus fabriziert?
    Übrigens wenn schon Leibzig, dann doch wohl: – Lääbtzsch – oder? 😉

  34. an all diejenigen die von einer aufgegangen „Taktik“ reden: Wir hatten in den 30 Minuten 16% Ballbesitz. Das Spiel glich einem Pokalspiel in dem sich der Bundesligist gegen einen Drittligist schwer tut Tore zu schießen. Die „Taktik“ ging auf ganzer Linie in die Hose und ein 3:0 für RB wäre gerecht gewesen zur HZ.

  35. „Die „Taktik“ ging auf ganzer Linie in die Hose und ein 3:0 für RB wäre gerecht gewesen zur HZ.“

    Dem ist nichts hinzuzufügen, absolut korrekt.

  36. In Leipzig kann man verlieren, aber so wie in der 1. Halbzeit gespielt, oder besser nicht gespielt wurde, dies geht klar auf die Kappe von Herrn Kovac.
    Wieso de Guzman, Haller und Fernandez Stammspieler sind, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Vielleicht sollten mal spielstärkere Fußballer eine Chance erhalten. Medojevic, Stendera,Jovic in die Startelf. Die Niederlage gegen Augsburg hatte die gleichen Gründe.

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