Über diese Auszeichnung darf er sich freuen. Marco Russ wurde von den Fans zum Spieler des Spiels gegen den HSV gewählt.
Über diese Auszeichnung darf er sich freuen. Marco Russ wurde von den Fans zum Spieler des Spiels gegen den HSV gewählt.

In einer ziemlich höhepunktarmen und schwachen Bundesliga-Partie gelang Eintracht Frankfurt die Niederlagen-Serie zu stoppen und den ersten Punkt seit dem 19. Spieltag zu ergattern. Überstürzende Freude gab es aber trotzdem nicht, denn die Hessen überzeugten nicht wirklich mit ihrer Leistung und hätten gegen einen ebenfalls einfallslos spielenden HSV durchaus auch als Sieger vom Platz gehen dürfen.

Erfreulich hingegen dürfte die Rückkehr von Marco Russ und Marco Fabían gewesen sein. Russ feierte seinen ersten Startelfeinsatz in dieser Saison, Fabían seit dem 16. Spieltag. Ebenfalls von Anfang an startete Bastian Oczipka nach seiner abgesessenen Gelbsperre. Auf der Bank mussten dadurch Danny Blum und Taleb Tawatha Platz nehmen. Makoto Hasebe musste mit seiner Knieverletzung gänzlich passen.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung der dreizehn zensierten Spieler 3,36. Leicht verbessert gegenüber dem vorigen Spieltag bei der 0:3-Niederlage gegen Bayern München. Dort gab es für die Mannschaft die Note 3,38.

Die Einzelnoten der über 510 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

note_2-5Marco Russ:
Was ein Comeback! Marco Russ spielte sich zuerst in die Anfangsformation und anschließend zum Spieler des Spiels. Der Innenverteidiger leistete sich in den ersten Augenblicken der Partie zwar direkt einen schlimmen Ballverlust, der zum Glück nicht von den Gästen genutzt wurde, kam danach aber immer besser in die Partie und sorgte dafür, dass die Offensive des HSV nahezu blass blieb. Viele fragten sich, ob Russ nach seiner Erkrankung wieder auf ein Bundesliga-Niveau zurückkommen könne, die Antwort gab er am Samstagabend auf dem Platz: Ja, er kann es!

note_3-0Lukas Hradecky, Ante Rebic, David Abraham, Marco Fabían:
Lukas Hradecky musste über die gesamte Distanz nur selten wirklich eingreifen. Die Hamburger brachten keinen Schuss auf das Tor des Keepers. So konnte der Finne sich auch nicht wirklich auszeichnen und wird daher mit einem „Befriedigend“ benotet. Wenn es bei den Hessen gefährlich wurde, dann war Ante Rebic zumeist dabei. Der Kroate brachte noch die meiste Gefährlichkeit in das Spiel seiner Mannschaft, belohnte sich aber selbst nicht für seine immensen Aufwand. David Abraham war an sich wieder der Fels in der Brandung. Seine Abwehrleistung war gewohnt stark und er agierte auch geschickt mit seinen Nebenmännern Hector und Russ. In der 60. Minute hatte der 30-Jährige aber Glück, dass Schiedsrichter Benjamin Cortus sein Einsteigen gegen Filip Kostic regelkonform als Foul ahndete und damit zum Elfmeter pfiff. Marco Fabían versuchte als Spielgestalter das Geschehen auf dem Platz zu lenken, damit hatte er nach seiner langen Ausfallzeit noch diverse Probleme. Man merkte aber trotzdem, dass sein Beisein der Mannschaft gut tut. So gibt es für ihn noch die glatte Note 3.

note_3-5Timothy Chandler, Bastian Oczipka, Omar Mascarell, Mijat Gacinovic:
Timothy Chandler hatte seine Gegenspieler weitestgehend im Griff und war in der Defensive nur schwer zu überwinden. Offensiv haperte es aber beim US-Nationalspieler. So kamen seine Flanken nur selten an. Gleiches gilt auf der anderen Seite für Bastian Oczipka. Omar Mascarell und Mijat Gacinovic waren zumeist mit Defensivarbeit gefordert. Das erledigten die beiden sehr souverän, ohne aber wirklich dabei zu glänzen. Ein ordentlicher, aber ausbaufähiger Auftritt der beiden.

note_4-0Michael Hector:
Michael Hectors Werte lesen sich durchaus vielversprechend. Er gewann 75 Prozent seiner Zweikämpfe und fing von allen Spielern die meisten Bälle ab. Zudem hätte er sich gerade in der Schlussphase der Begegnung seine Leistung mit einem Tor veredeln können. René Adler im Kasten der Hanseaten vereitelte aber seinen tollen Schuss in der 72. Minute. Bei den Lesern von SGE4EVER.de kam seine Leistung aber nicht wirklich an. Viele haben sicher noch seinen Ausrutscher in der 35. Minute in Erinnerung, den Aaron Hunt aber nicht nutzen konnte. So bekommt der Jamaikaner nur die Note „Ausreichend“ serviert.

note_4-5Branimir Hrgota:
Branimir Hrgota hat sich von Minute zu Minute immer mehr abgerieben. Riss er anfangs noch viele Löcher in die Abwehr der Hamburger und spielte vielversprechende Pässe in den Lauf seiner Kollegen, so wurde sein Auftritt mit Verlauf des Spiels immer schwächer. Die gegnerische Abwehr bekam den Schweden immer besser in den Griff und so wunderten sich viele Fans, dass er bis zur 84. Minute auf dem Platz stehen durfte. Gab die meisten Torschüsse ab (2) und hätte in der 29. Minute nach toller Vorarbeit von Rebic beinahe mit seinem Volleyschuss die Führung gebracht. So blieb sein Auftritt allerdings erfolglos.

noten bundesliga

 

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2 Kommentare

  1. @Hector
    René Adler im Kasten der Hanseaten vereitelte aber seinen tollen Schuss in der 72. Minute.

    Der Schuss war paar Meter vorm Tor nicht toll sondern einfach nur kläglich.Note 4 hart an der Grenze.

  2. Kann nicht verstehen warum Hector hier so schlecht gesehen wird. Er gewann 75 Prozent seiner Zweikämpfe und fing von allen Spielern die meisten Bälle ab. Das ist doch das was ich von einem Innenverteidiger an aller erster Stelle verlange. Würde mir von allen Verteidigern wünschen dass sie so oft die Bälle abfangen wie Hector. Aber anscheinend sehen hier die meisten als oberstes Kriterium für Bundesliga-Tauglichkeit nur (erfolglose) Schnelligkeit und ‚Schön‘-Spielfussball. Tja, und wer so oft am Ball ist wie Hektor macht auch mehr Fehler als jemand der halt die Bälle nicht abfängt. Ich brauche keine schnellen Schönspieler sondern Verteidiger die die Bälle abfangen und eine hervorragende Zweikampfqoute haben. Klar gibt es bessere, aber so schlecht wie er hier gemacht wird ist er sicherlich nicht. Und vor allem ist er Bundesliga tauglich (aber anscheinend nicht Foren tauglich).

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