Können die Schiedsrichter in Zukunft Diskussionen noch stärker unterbinden?

Müssen sich Fußballfans auf neue, tiefgreifende Veränderungen im Fußball einstellen? Das „International Football Association Board“ – kurz „IFAB“ – hat bei seiner 130. Jahresversammlung ein Strategiepapier unter dem Namen „Play Fair!“ vorgestellt. Die acht Mitglieder des internationalen Gremiums – bestehend aus vier FIFA-Mitgliedern und den Vertretern der Verbände aus England, Nordirland, Schottland und Wales – beraten sich einmal im Jahr über mögliche Regeländerungen und beschließen diese womöglich. Diese könnten diesmal gravierend ausfallen.

Die „Play Fair!“-Strategien für die Jahr 2017 bis 2022 sehen Veränderungen in drei Bereichen vor, die den Fußball in jeder Spielklasse in jedem Teil der Welt betreffen würden.

1.) Verbesserung des Verhaltens und Erhöhung des Respekts.
2.) Erhöhung der effektiven Spielzeit.
3.) Steigerung von Fairness und Attraktivität.

In das Zentrum des Interesses rückt dabei vor allem die zweite Säule. Das Thema Spielzeit sorgte in der Vergangenheit bereits häufig für Ärger. Erst am 21. Spieltag der abgelaufenen Saison gab es bei der Partie zwischen Hertha BSC und dem FC Bayern München großen Ärger, nachdem die Münchener in der sechsten Minute der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleichstreffer erzielten. Vom „Bayern-Bonus“ war die Rede, die Extrazeit wurde nach Meinung vieler Experten zu lang angesetzt. Das IFAB könnte solchen Diskussionen mit dem Änderungsvorschlag den Nährboden entziehen.

Ähnlich wie beim Handball würde die Uhr bei jeder Spielunterbrechnung angehalten werden. Vorschlag A stellt zur Diskussion, ob die letzten fünf Minuten der ersten und die letzten zehn Minuten der zweiten Halbzeit davon betroffen sein sollten. Einen Schritt weiter geht Vorschlag B: Demnach würde die Zeit auf 2 x 30 Minuten reduziert werden und dann enden, wenn der Ball das Spielfeld verlassen hat. Der Schiedsrichter müsste somit nicht mehr einen laufenden Angriff abbrechen und die Mannschaft, die führt, könnte den Ball nach einer Stunde einfach ins Seiten- oder Toraus schießen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Nach ruhenden Bällen, bei Wechseln oder Verletzungspausen würde keine Zeit mehr verloren gehen, zudem könnten auch Torhüter beim Abstoß keine „strategisch“ wertvollen Sekunden mehr schinden. Aktuell haben die Begegnungen nach „kicker-Informationen“ eine reine Nettospielzeit von etwa 56 Minuten – 34 Minuten werden demnach also „vergeudet“. Daher sind die Schiedsrichter heute schon dazu angehalten, noch länger nachspielen zu lassen und konsequenter die Verstöße, wie etwa gegen die „Sechs-Sekunden-Regel“, zu ahnden. Eigentlich dürfen Torhüter den Ball nur sechs Sekunden in der Hand halten und müssen ihn dann weitergeben, häufig allerdings findet diese Regel keine Anwendung.

Sollten Spieler und Trainer dennoch weiterhin nach Entscheidungen die Nerven verlieren und Redebedarf haben, können Schiedsrichter härter durchgreifen. Nur der Kapitän darf das Gespräch suchen und ist Ansprechpartner des Unparteiischen. Sollten Mitspieler das nötige Maß an Respekt verlieren, darf der Referee schneller die Gelbe Karte zücken und im Härtefall könnten gar Punktabzüge oder Strafen drohen. Auch Übungsleiter und sonstige Betreuer müssen sich auf schärfere Maßnahmen einstellen: Der Schiedsrichter darf auch hier mit Gelben oder Roten Karten sanktionieren. Diese Änderungen sind bereits zum Testlauf freigegeben und haben die Diskussionsphase, in der sich die Nettospielzeit noch bewegt, bereits durchschritten.

Ein weiterer großer Diskussionspunkt ist das Thema Handspiel, das einheitlicher und deutlicher definiert werden sollte. Ferner gibt es weitere Überlegungen, welche Sanktionen folgen könnten. So steht im Strategiepapier geschrieben:

1.) „Ein Spieler, der ein Tor absichtlich mit der Hand erzielt, sollte auf die gleiche Weise mit einem Platzverweis (Rote Karte) bestraft werden, wie ein Spieler, der ein Tor mit der Hand verhindert.
2.) Ein Torhüter, der einen Rückpass oder Einwurf von einem Mitspieler mit der Hand spielt, sollte mit einem Strafstoss (und der entsprechenden Disziplinarmassnahme) statt mit einem indirekten Freistoss bestraft werden.
3.) Der Schiedsrichter sollte ein Tor geben, wenn ein Verteidiger den Ball auf (oder sehr nahe an) der Torlinie mit der Hand spielt.“
Sollte bei diesen möglichen Änderungsvorschlagen der Daumen gehoben werden, bedarf es einer klaren Richtlinie. Was passiert bei „Grauzonen-Rückpässen“, wo Torwart und Schiedsrichter nicht sicher sind, wer den Ball zuletzt gespielt hat? Geht ein Elfmeter hierbei nicht über das gesunde Strafmaß hinaus? Sinnvoller erscheint 3.): Hierbei sei an Luis Suarez erinnert, der im Viertelfinale der WM 2010 in der Partie Uruguay gegen Ghana beim Stand von 1:1 mit der Hand auf der Linie rettete. Der Stürmer erhielt die Rote Karte, der Strafstoß wurde vergeben und so setzte sich Uruguay im anschließenden Elfmeterschießen durch. Ein solches Szenario könnte in Zukunft verhindert werden, wenn der Treffer trotzdem gezählt hätte. Suarez wäre in dieser Sekunde doppelt bestraft worden, den Platzverweis hätte es dennoch gegeben.
Prinzipiell will das IFAB das Spiel noch schneller gestalten, mehr effektive Spielzeit ermöglichen und die Schiedsrichter schützen und entlasten. So gibt es auch die Ideen, dass bei ruhenden ein Eigenpass möglich ist und losgedribbelt werden kann, es keinen Nachschuss mehr beim Elfmeter gibt und der Ball keine Ruheposition mehr einnehmen muss nach Foulspielen oder bei Abstößen. Das vorgelegte Strategiepapier wird in den kommenden Monaten diskutiert. Dabei soll entschieden werden, welche der vorgeschlagenen Regeländerungen bei der nächsten IFAB-Generalversammlung im März 2018 zur Abstimmung gestellt werden. Allerdings: Das Gremium braucht traditionell viel Zeit, bis eine Idee wirklich umgesetzt wird. So dauerte es unter anderem zwei Jahre, bis die Prüfung der Torlinientechnologie abgeschlossen und dann als erlaubt freigegeben wurde.
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24 Kommentare

  1. Das Schlimmste ist das ewige Zeit schinden durch angebliche Verletzungen bei der führenden Mannschaft. Und das ewige Zeitspiel vom Torwart.
    Beides auch beim Pokalfinale am Schluss von Dortmund veranstaltet.

  2. Ok Salcedo passt in unsere Abwehr. Große Klappe vorm Spiel, dann aber ohne Leistung. Gehe von einem Backup aus. Somit sind immernoch einige Lücken für die Start 11 …. Salcedo sollte lieber vorzeitig abreisen, Urlaub machen und schnell trainieren. Der Junge hat viel aufzuholen um in der Bundesliga zu spielen

  3. Alpi. Sehe ich auch so. Er war der schlechteste Spieler auf dem Platz. Wie hat sich vallejo gestern angestellt? Konnte ich leider nicht schauen.

  4. @ alpi
    Volle Zustimmung. Wer hat den denn beobachtet?
    Der wird uns nicht weiter helfen. Zum Glück nur ausgeliehen.
    Vor dem brauch Russ keine Angst zu haben.

  5. Man bedenke aber das Salcedo RV gespielt hat und nicht IV…und ich fand auch es war ein schlechtes spiel von ihm…aber abschreiben sollte man ihn dann dennoch nicht….

  6. Es ist nun mal so. Die Sprüche vor den Spielen müssen erst mal bestätigt werden.
    Die Wahrheit liegt nun mal auf dem Platz.

  7. @3,5,6
    Nun haltet mal den Ball flach.
    Man wird nicht ohne Grund mexikanischer Nationalspieler.
    Ihm fehlt einfach die Spielpraxis nach dem mißglückten
    Versuch in Florenz.
    Ihr werdet Eure Meinung korrigieren müssen.

  8. @IFAB:

    Nun ja, die Neuerung bzgl. Nettospielzeit fände ich nicht verkehrt. Damit würde zumindest das Zeit schinden unterbunden. Sehe da bisher keine Nachteile. Die anderen Vorschläge finde ich ziemlich schwachsinnig um ehrlich zu sein. Wenn es wirklich um fair Play gehen soll, hätte man schon länger einige Regeln ändern können. Die Tatsachenentscheidung abschaffen z.B. Wenn ein Spieler eine Platzverweiswürdige Aktion durchgeführt hat und der Schiedsrichter das falsch eingeordnet hat, wird er zurzeit freigesprpchen. Was für ein Schwachsinn. Die Aktion gehört genauso wie der Spieler dafür bestraft. Genauso sollten Schwalben, die zu einem Platzverweis führen sollten (Vortäuschen einer Tätlichkeit oder einer Notbremse) mit Rot bestraft werden können. Auch hier sollte das nachträglich möglich sein.

    @Salcedo:

    Oh mann, was hier einige wieder absondern. Der Spieler wurde von Experten (und ich hoffe, dass dies zumindest dem neuen Team um Manga nicht abgesprochen wird zu sein) über Monate beobachtet und dann von Kovac, Hübner und Bobic für tauglich befunden. Und jetzt glaubt ihr anhand eines Spiels entscheiden zu können, dass diese Einschätzung falsch war? Mich nervt es schon wieder tierisch, wie hier Spieler, die noch keine Minute bei uns gespielt haben und die die meisten bisher vermutlich so gut wie nie gesehen haben schon wieder hochgelobt oder niedergemacht wurden. Bei Haller werden gefühlt schon mal 10+x Treffer vorausgesetzt und in allen möglichen Aufstellungen wurde er bisher als Stammspieler aufgezählt. Hallo, der Junge ist 22 und hat bisher in der Eredivisie gespielt. Ob und wann er gut genug ist bei uns Stamm zu spielen weiß man einfach nicht. Ich hoffe er schafft es, aber ich glaube, dass er erstmal ein paar Wochen oder gar Monate braucht, bis er sich sowohl an unser System als auch an die Bundesliga gewöhnt hat. Und denkt mal an Fabian oder Hustzi zurück. Fabian wurde direkt bei seiner Verpflichtung als Heilsbringen gefeiert. Nach der Rückrunde hieß es, dass man ihn schnell verkaufen soll, um den Verlust niedrig zu halten. Jetzt plötzlich gilt er als unser bester Offensivspieler. Und Huszti wollten die meisten auf keinen Fall haben. Wie wichtig er für uns war, wurde erst deutlich, als er nicht mehr da war. Und Barkok wurde nach seinen starken ersten Einsätzen im Kopf so mancher schon für 20 Mio. in ein paar Jahren verkauft, bevor sich kurz darauf gezeigt hat, was für immensen Schwankungen er (natürlich) noch unterliegt.

    Also haltet euch mal mit euren Einschätzungen zurück, bis die ersten paar Spiele gespielt wurden. Dann kann man eventuell eine erste grobe Einschätzung vornehmen, ob sie zumindest das Potenzial haben, uns zu verstärken.

  9. Zur Beurteilung unseres neuen Mexikaner bedarf es wohl mehr als ein Spiel dazu noch auf der falschen Position. Über solche Aussagen kann man eigentlich nur den Kopf schütteln. Beim Beispiel Fabian wohl nichts draus gelernt. Lasst ihn doch erstmal nach Frankfurt kommen.

    @9 Block17 bin da völlig deiner Meinung.

  10. Salcedo ist etwas stärker als Fabián. Das sieht man ja ganz klar daran, dass Salcedo spielte .. und Fabián nicht! 😉

  11. @10
    Haller muss aber sitzen. Wenn wir soviel wie nie zuvor für einen Spieler ausgeben (7 Millionen!?) dann erwarte ich , dass der Junge spätestens nach 5-7 Spielen zeigt was er kann. Oder wer soll sonst die Tore schießen???
    Sorry aber wenn das nicht passt, dann passt auch das Scouting nicht. Ich hoffe , dass man zu mehr als 100 Prozent überzeugt davon ist , dass er es packt.
    Sonst kann ich auch für ggf.sogar weniger Geld einen Niederlechner etc. aus der Bundesliga holen.
    Als Spieler der behutsam aufgebaut werden soll/ muss sehe ich Haller auf jeden Fall nicht. Die Rolle hat für mich Dadashov. Muss man mal so hart sagen, weil der Königstransfer sollte schon sitzen.

    Salcedo kann man nicht abschließend beurteilen heute nach dem Spiel, aber er scheint jetzt auch nach anderen Berichten nicht derjenige zu sein, der groß das Spiel ankurbelt. Sofern er hinten gut steht und mit Abraham harmoniert muss er das auch nicht unbedingt. Dafür haben wir andere Spieler.

  12. Leute, Leute, Salcedo hat unseren Rasen noch nicht betreten und wird von einigen schon zerrissen, Wahnsinn. Lasst ihn erst
    mal kommen, das Team kennenlernen, trainieren, auf dem Platz stehen, dann werden wir sehen, was er leisten kann.
    Zu den Vorschlägen für Regeländerungen: irgendwelche Funktionäre, wieder einmal ohne einen Vertreter des groessten Fussball/Sportverbandes der Welt, den DFB (wielange lassen wir uns eigentlich diese Bevormundungen in Fifa und Uefa noch bieten), phantasieren Ideen, die inakzeptabel sein duerften. Ein Fussballspiel dauert 90 Minuten, basta.
    Uebere längere Nachspielzeiten könnte nachgedacht werden, bei unnatürlichen Verzögerungen. Es sollte auch darüber nachgedacht werden, bei Platzverweisen
    nach einer bestimmten Zeit wieder ergaenzen zu duerfen und das betroffene Team nicht mit einer Unterzahl fuer die gesamte Restspielzeit zu bestrafen. Die persoenliche Bestrafung durch das Sportgericht sollte dann im Vordergrung stehen, nicht die Schwaechung des Teams. Der Reiz des Spiels besteht doch auch im Wettstreit zwischen Mannschaften mit der gleichen Anzahl von Spielern auf dem Feld. Funktionäre pflegen oft nur das eigene Image, eitel und realitätsfern. Nur gut, dass deren oft perverse Ideen nicht weiter kommen, als in den Papierkorb.

  13. ‚Daher sind die Schiedsrichter heute schon dazu angehalten, noch länger nachspielen zu lassen und konsequenter die Verstöße, wie etwa gegen die „Sechs-Sekunden-Regel“, zu ahnden. Eigentlich dürfen Torhüter den Ball nur sechs Sekunden in der Hand halten und müssen ihn dann weitergeben, häufig allerdings findet diese Regel keine Anwendung.‘
    Macht Sinn!
    Hab irgendwann letzte Saison von dieser 6-Sekunden-Regel gehört. Find sie gut .. aber in Realität wird sie nicht angewendet.
    ‚Insgesamt wurden 121 Aktionen gemessen, wobei in knapp 50 Prozent aller Fälle die sechs Sekunden überschritten wurden und es einen indirekten Freistoß hätte geben müssen. Das hätte also alleine am vergangenen Spieltag beinahe 60 indirekte Freistöße innerhalb des Strafraums zur Folge haben müssen – tatsächlich gepfiffen wurde nicht ein einziger.‘
    http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/640650/artikel_sechs-sekunden-kaum-ein-torwart-haelt-sich-dran.html

    Das ist das Einzige, bei dem ich 100%ig zustimme.

    ‚1.) „Ein Spieler, der ein Tor absichtlich mit der Hand erzielt, sollte auf die gleiche Weise mit einem Platzverweis (Rote Karte) bestraft werden, wie ein Spieler, der ein Tor mit der Hand verhindert.‘
    Das find ich auch noch halbwegs sinnvoll .. wenn man schon den Videobeweis hat.

    Der ganze Rest ist unausgereift, teils haarsträubend

  14. @euroadler:

    Was heißt denn er muss sitzen? Und wenn er es nicht tut? Würde es jedem guten Scouting gelingen Spieler zu holen, die sicher sofort einschlagen, dann würden nicht die Top-Ten Mannschaften so viel mehr zahlen. Und selbst Weltklassespieler wie Lewandowski oder Mkhitaryan haben ihre Zeit gebraucht. Haller hat bei uns für vier Jahre unterschrieben, daher gehe ich davon aus, dass unsere Verantwortlichen hoffen, dass er uns sofort weiterhilft und davon überzeugt sind, dass er zumindest mittelfristig eine Verstärkung darstellt. Ich halte folgendes Szenario für denkbar. Im Laufe der Hinrunde bekommt er mehr und mehr Spielzeit und schießt seine ersten zwei, drei Tore. In der Rückrunde wird er Stammspieler und setzt noch mal vier, fünf Tore drauf. In der nächsten Saison ist er dann gesetzt und trifft zweistellig. Dann bräuchte er also min. 17 Spiele, um sich in die Startelf zu spielen. Und mit diesem Verlauf wäre ich vollkommen zufrieden.
    Du fragst wer sonst, die Tore schießen soll. Ich gehe davon aus, dass Meier in der Startelf anfängt. Der ist gerade am Anfang der Saison, wenn nicht die Belastung von vielen Wochen und Spielen in den Beinen steckt immer ziemlich gut drauf gewesen. Außerdem haben wir noch Hrgota, der zweifellos keine gute Saison gespielt hat, aber wir hatten in den letzten Jahren weitaus schlimmere Stürmer.

    Haller kommt einfach aus einer schwächeren Liga. Die Verteidiger sind weniger robust, das ganze Spiel ist schneller. Dazu hat er fast durchgängig in einem klassischen 4-4-2 System gespielt, wovon bei uns nicht auszugehen ist. Egal wie gut das Scouting ist, wie viel Expertise man besitzt, man kann nur grob antizipieren, ob der Spieler sich in einem anderen System auch zurecht findet, ob er auch, wenn er weniger Zeit hat treffsicher ist usw. So oder so wäre es für mich überraschend, wenn ein so junger Spieler sofort die Umstellung packt und uns weiterbringt. Und nur mal nebenbei – Fenin und Caio waren auch mal unsere teuersten Transfers und „mussten sitzen“. Und Castiagnos hat in der Eredivisie bevor er zu uns kam auch 10 Tore geschossen. Überladet einfach den Jungen nicht mit Erwartungen. Wenn er Zeit braucht, gebt sie ihm. Wenn er direkt einschlägt können wir uns ja trotzdem freuen 😉

  15. @16
    Schau dir mal wieviel Tore wir in der Rückrunde geschossen haben und auf wieviel Tore Meier und Hrgota ( unser verbleibender Sturm ) zusammen in der Rückrunde kommt? Traurig.

    Meier wird auch nicht jünger und hat leider oft mit Verletzungen zu kämpfen. Ich hoffe, dass er an alte Stärken anknüpfen kann, aber sicher ist das nicht.
    Ich gebe doch nicht 7 Millionen aus um dann nächstes Jahr in der zweiten Liga ein Haller weiter an die Mannschaft heranzuführen.Wenn Haller uns nicht bald weiterhilft war er für mich ein falscher Einkauf , weil wir nicht Hoffenheim oder Dortmund sind , die langsam Talente heranführen können, sondern erstmal in der Bundesliga überleben müssen. Ich erwarte keine 15 Tore von ihm, aber 7-10 ist realistisch in der 1. Saison. Und Castaignos hat auch nicht 7 , sondern 2,5 Millionen gekostet.
    Also erstmal sollten wir zusehen eine Mannschaft zu haben, die konkurrenzfähig ist für die Bundesliga. In zweiter Linie geht es darum , dann Spieler weiterzuentwickeln.
    Deswegen bin ehrlichgesagt etwas skeptisch bei Haller. Für mich schon ein großes Talent, aber wir brauchen auch jemand der uns sofort weiterhilft. Ich hoffe man hat da einen guten Kompromiss gefunden. Manchmal ist eine Investition in einen alten Ibisevic oder Gekas zB besser als in eine junge Nachwuchshoffnung wie Frommer, Castaignos, Hrgota usw. Wir werden sehen was Haller kann. Ich bin neutral erstmal eingestellt, sehe nur nicht ein, dass wir für soviel Geld wie nie jemand holen, der uns dann in 1-2 Jahren hilft. Dann ist es vielleicht schon zu spät.

  16. Auf der einen Seite muss man mit einem derart jungen Spieler sicherlich Geduld haben. Er kommt aus einer leistungsmässig schwächeren Liga, ist noch jung und ist eben neu in der Bundesliga.

    Da würde man ihm unrecht tun, wenn erwartet wird, dass er hier gleich ein Fixpunkt bzw. eine Konstante in unserem Spiel darstellt.

    Auf der anderen Seite, da kann ich die Gedankengänge von euroadler nachvollziehen, sind wir schon darauf angewiesen, dass ein Spieler, der zudem noch recht teuer war und somit viel Budget „verschlungen“ hat, recht schnell funktioniert.

    Denn macht er das nicht, dann sind wir darauf angewiesen, dass hrgota vorne die Tore erzielt, also der hrgota, der hier, aber auch in Gladbach nicht wirklich torjägerqualitäten nachweisen konnte. Wir sind darauf angewiesen, dass ein Meier trifft, also der Meier, der letztes Jahr nicht mehr wirklich in das (kovac-) System passte.

    Wir sind darauf angewiesen, dass Blum trifft, also der Blum, der letztes Jahr nicht sonderlich oft in das Tor traf und bei dem man wenigstens skeptisch sein darf, ob es für Liga 1 reicht.

    Bleibt Fabian…hoffen wir, dass er seine Ausbeute von letzten Jahr mindestens hält, wenn nicht gar ausbaut und, dass der ein oder andere junge Spieler überrascht.

    Ich möchte hier gar nichts kritisieren (habe ja auch ausdrücklich betont, wie zufrieden ich mit der letzten Saison und der Arbeit der Verantwortlichen dort war), aber eines ist sicher, einschätzen kann ich die Truppe nicht…sie ist und bleibt in meinen Augen eine wundertüte, die stand heute, nach den Abgängen von Rebic und vallejo schwächer geworden ist. Hoffe die Verantwortlichen können das gute Händchen vom letzten Jahr wiederholen.

  17. Wit werden auch nächste Saison gegen den Abstieg spielen. Dies zu verhindern ist Ziel Nummer 1.
    Hannover und Stuttgart sind potent.
    Mit Augsburg, Mainz, HSV haben wir diesmal keine klassischen Absteiger vor Beginn der Saison.
    Haller bekommt seine Zeit bei uns.
    Die hat bisher jeder bekommen.
    Tawatha, Ordonez, Fabian…..
    Danach sollte er aber schon zeigen, wieso er unser Königtransfer ist.

  18. Hoffentlich wird El Titan nicht so einer wie Big Hec. Das Spiel von ihm war Murks, das ist Fakt. Allerdings werden wohl die wenigsten Spieler von Eintracht Frankfurt gegen Ronaldo gut aussehen und viel Land gewinnen. Also mal abwarten. 🙂 Allerdings halt ich nicht viel von „Titeln“ wie El Titan. Aber die Wahrheit liegt aufem Platz, wir werden sehen.

  19. IFAB: Nettospielzeit
    Ich finde die Vorschläge der IFAB nicht gut. Die Nettospielzeit von 2x 30 Minuten würde nach der Studie des „Kickers“ an der gesamten Spielzeit zwar nichts ändern und im ersten Moment dachte ich, ja ist schon irgendwie richtig. Dann kam mir der Gedanken das die Stoppzeiten hervoragend auch für Werbepausen genutzt werden können. Für mich ist das der nächste Schritt zum Kommerz im Fußballs. Wir werden mit Garantie in den Zeiten, wo der Ball ruht und die Stoppzeiten im Spiel sind mit Werbung im Fernsehen zugekleistert.

    Zur Mannschaft:
    @olga hat es trefflich im letzten Abschnitt benannt. Die Eintracht hat bis dato nur auf Abgänge bzw. Verletzungen reagiert, aber sich noch nicht verstärkt. Soll heißen, bislang haben wir Vallejo und Rebic noch nicht kompensiert. Auch, Salcedo, den viele hier schon als Fehlkauf sehen, was mir zu weit geht (er hat noch nicht einmal unter Kovac trainiert), kann vorerst Vallejo nicht ersetzen. Lassen wir uns überraschen, wenn die Verantwortlichen noch aus dem Hut zaubern, genügend Zeit ist ja noch.

  20. Was auf jedenfall TOP ist, ist der Video Schiedsrichter. Freue mich wenn er in der Bundesliga zum Einsatz kommt. Ebenfalls freue ich mich auf den Aufschrei, wenn der FC Bayern ein Tor schießt, es klar Abseits war, und der Video Schiri das Tor trotzdem gibt – haha lol

  21. Im Spiel Kamerun gegen Chile fand ich diese Videoschiedsrichterei katastrophal.. Nach den Toren weiß kein Mensch im Stadion was eigentlich gerade Sache ist – zudem wird in der 45. Minute das 1:0 für Chile aberkannt – was zumindest in meinen Augen höchst zweifelhaft ist. Und selbst wenn es super-minimal Abseits war – auch hier wieder Debatten nach dem Spiel. Und ging es nicht darum für ein Ende dieser Debatten zu sorgen?

  22. Es war Abseits. Ganz gleich ob „klar“ oder nicht. Wenn Körperteile im Abseits sind, mit denen man ein Tor erzielen darf, so ist es abzupfeifen. Dies ist hier geschehen. Thema aus. Super sowas!

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