Sebastian Rode mit einem Traumtor

Es war vermutlich die beste Saisonleistung. Kampfstark, mit Zug zum Tor, gute Pass-Kombinationen. Am Ende gab es für die Leistung nur einen Punkt. Nicht wenige behaupten, man habe zwei Punkte verloren. Freilich darf man aber sagen, dass es für die Gäste aus Bremen ein schmeichelhafter Punkt war. Zwar gingen die Norddeutschen in Führung, doch die SGE war bis dato die absolut spielbestimmende Mannschaft. Am Ende brachte ein Elfmeter kurz vor dem Abpfiff dem Team von Florian Kohfeldt den Auswärtspunkt.

Kurzfristig verzichten musste Adi Hütter auf Bas Dost. Der Niederländer fehlte aufgrund von muskulärer Beschwerden. Wie bitter sein Ausfallen war, zeigt folgende Statistik: Über 40 Flanken segelten in den Bremer Strafraum. Dost, mit seiner Kopfballstärke, wäre ein idealer Abnehmer gewesen. Außerdem rutschten Erik Durm, Siegtorschütze aus Guimaraes Evan N’Dicka und Gelson Fernandes auf die Bank. Makoto Hasebe kehrte nach seiner Gehirnerschütterung zurück. Außerdem begannen Danny da Costa und Daichi Kamada.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen Werder Bremen der elf zensierten Spieler den Wert 2,58. Die Spieler werden zukünftig in Noten-Kategorien eingeteilt. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie. Die Einzelnoten der über 350 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

– Spieler des Spiels- Sebastian Rode: Sebastian Rode hat sich die Auszeichnung „Spieler des Spiels“ einfach verdient. Die meisten Ballaktionen (92), ein wunderschönes Tor und jede Menge Fleiß und Kampf. Der Mittelfeldmotor war Dreh- und Angelpunkt im Frankfurter-Spiel und machte seine Job außerordentlich gut. Aufpassen musste er dennoch, denn gerade zu Beginn unterliefen ihm viele Fouls, die auch hart an der Grenze waren.

Frederik Rönnow: Die gute Nachricht: Frederik Rönnow blieb fehlerfrei und machte über die komplette Spielzeit einen ordentlichen Eindruck. An den Gegentoren schuld- und machtlos. Mit einigen Paraden hielt er seine Mannschaft auch noch lange im Spiel.

Almamy Touré: Er kommt immer besser ins Spiel. Almamy Touré scheint sich auf der rechten Innenverteidiger-Seite mehr und mehr festzuspielen. Seine Bremer Gegenspieler hatte er bestmöglich im Griff. Seine Offensivaktionen haben immer Hand und Fuß. Durch seine Flanke fiel unteranderem das 2:1.

Andre Silvá: Drittes Bundesligator für Andre Silvá. Der Portugiese zeigt sich vor dem Tor eiskalt. Ähnlich wie zuletzt in der Europa-League tauchte er stellenweise aber auch lange ab und kam nicht gut in die Zweikämpfe.

Goncalo Paciencia: Goncalo Paciencia hatte kurz nach Wiederanpfiff den Ausgleich auf dem Kopf. Doch Jiri Pavlenka fischte seinen Kopfball heraus. Davon ab, bewegt sich Paciencia immer gut zwischen den Verteidigungsketten. Der letzte Touch fehlte ihm allerdings.

Djibril Sow: Djibril Sow lief zumeist unter dem Radar. Der Schweizer war selten zu sehen. Machte aber auch keine Fehler oder fiel anderweitig negativ auf. Den Zug nach vorne, wie zuletzt, ließ er aber vermissen.

Martin Hinteregger: Bockstark in der Verteidigung. Gefährlich bei eigenen Standardsituationen. Martin Hinteregger machte einen ordentlichen Eindruck. Wie immer hatte er einige Szenen im Spiel, die von den Fans frenetisch gefeiert wurden.

Daichi Kamada: Ja, Daichi Kamada bringt den Gegner oft in Bedrängnis. Er wirbelt durch die Abwehrreihen, spielt kluge Pässe, wie kein Zweiter, doch vor dem Tor fehlt ihm weiterhin die Konsequenz. In zwei, drei Situationen muss er die Kugel eigentlich im Bremer Tor unterbringen.

Filip Kostic: Filip Kostic ist aktuell nicht wirklich auf der Höhe. Sicherlich versucht er viel. Rennt und stößt mit Dampf in gegnerische Gefilde vor. Doch besonders effektiv sind seine Aktionen derzeit nicht.

Danny da Costa: Ähnliches gilt für Danny da Costa. Häufig rannte er sich zudem fest oder seine Flanken fanden keinen Abnehmer. Hinten allerdings sicher und konzentriert.

Makoto Hasebe: Makoto Hasebe verursachte den Elfmeter, der kurz vor Schluss zum Ausgleich führte. Die Fans waren im Anschluss natürlich bedient, vor allem, da der Japaner bis zu dieser unnötigen Grätsche gut im Spiel war und alle Bremer-Angriffe im Keim erstickte. Eine entscheidende Unkonzentriertheit kostete am Ende dann den Sieg.

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10 Kommentare

  1. Ich habe keine Panik was diese Saison angeht,das beste Saisonspiel gezeigt und was soll ich sagen? wenn ein Sow,Silva und Dost die Komplette Vorbereitung gemacht hätten würden wir sogar um 4 Punkte besser dastehen. Ich bin gespannt auf den Rest der Hinrunde und auf eine gesunde Mannschaft zur Rückrunde. Macht weiter so Jungs,ihr seit auf dem richtigen Weg.

  2. Wir haben vor allem auch tolle Kicker in der Hinterhand, wenn man bedenkt, dass Torro, Falette und de Guzman derzeit sozusagen die dritte Garde darstellen. Das wird sich über die Saison noch auszahlen.

  3. @3
    Erfahrungsgemäß werden wir ab November mit Sperren, Verletzungen usw. behaftet sein angesichts der Mehrfachbelastung und angesichts des Programms in der Liga in den nächsten Wochen.

  4. Diese Kritik an den“fehlenden“ Wechseln zum Schluss kann ich überhaupt nicht nachvollziehen !
    Spielerisch gab es keinen Grund und alle Spieler der Eintracht waren körperlich auf der Höhe, es ist die 90. Minute und wir haben gerade das 2 : 1 geschossen. Da ist so schnell kein Spieler da, den du einwechseln kannst.
    Es lag ja auch nicht an einer großen Drangphase der Bremer, nein , zum Schluss hat lediglich Hase, ein einziger Spieler, eine falsche, verhängnissvolle Entscheidung getroffen. Daraus jetzt AH einen Fehler zuzusprechen, habt ihr dann schon mal Fussball gespielt ?
    Natürlich ärgere ich mich auch, wer nicht !
    Doch sollte bei der Beurteilung der persönliche Frust nicht überwiegen.
    Bisher ist unsere Eintracht in meinen Augen im Soll und die Gesamtleistung am Sonntag war Klasse!
    Forza SGE !

  5. @5
    Naja, mit 2 Wechseln die noch möglich waren nimmst du schon mal ca 1,5 min. oder mehr von der Uhr, wenn man hintereinander wechselst. Da darf man sich schon mal wundern, schmälert aber nicht mein Vertrauen in Hütter.
    Ein Kohr , Fernandes kann man bei 3-4 Minuten Restspielzeit und 2:1 Führung eigentlich blind bringen .
    Egal Hütter hat sich bestimmt irgendwas gedacht dabei.

  6. Was ich mal positiv hervorheben möchte sind unsere wenigen verletzten Spieler.
    Während Bayern 2 Plätze auf der 9er-Bank frei lässt, müssen bei uns (bei voller Auslastung der Ersatzbank) Torró, De Guzmán und Falette auf die Tribüne.
    Ich hoffe, das bleibt so unter unserem neuen Athletikcoach.

    Was hatten wir früher für Verletzungsprobleme! Seit 2-3 Jahren gehört das Thema der Vergangenheit an. Hier wird top-professionell gearbeitet.
    Das wird sich im Laufe der Saison noch bemerkbar machen.
    Denn auch wenn einer derzeit nur in der 2. Reihe ist: Wenn er reinkommt, ist er topfit!
    Das war nicht immer so & macht mir Mut für die Zukunft.
    Ausnahme ist nur Dost, aber den Drops müssen wir in der Hinrunde lutschen.

    Und Sow: Ich hoffe er bleibt fit. Was der wohl noch an Reserven in den Beinen hat, wenn er nach der Verletzungspause schon jetzt unser laufstärkster Spieler ist?
    In Bezug zu Sow hoffe ich, dass Hütter weiß, was er da macht und ihn nicht verheizt. Der Kerl kam von der Verletzung (Sehnenanriss), spielte dann gg Düsseldorf wenige Minuten, dann ne HZ und danach immer durch…ob englische Woche oder nicht. Und nun fährt er zur Nationalmannschaft.
    Und es ist ja nicht so, dass er schon jahrelang BL durchspielte (wie bspw Kostic oder zumindest teilweise auch Da Costa). An die Belastungen muss sich der Körper erst mal gewöhnen.
    Natürlich ist Sow physisch eine Granate, das sieht man jetzt schon. Aber man muss es ja nicht gleich ausreizen. Diese Not sehe ich nicht bei unserer Breite im ZM und denke dabei insbesondere an Kohr, der nun 2 Spiele keine Minute spielte und auch nicht zur Nationalmannschaft muss.
    Ich hoffe, dass unsere Physios in dieser Hinsicht dem Coach beratend zur Seite stehen. Als Eintracht-Fan bin ich in dieser Hinsicht vorgeschädigt 😉

  7. @6
    Jeder sollte es sich nochmals ansehen.
    Wir schiessen das 2 : 1 . Ab jetzt ununterbrochen, Anstoß , Ball bei Rönnow , Abschlag von Rönnow zum gegnerischen Torwart, weiter Abschlag ,Schuss , prima Parade Rönnow und dann – ja dann – 11 Meter. Das alles in 50 Sekunden !! – keine Minute – und ohne jegliche Unterbrechung !!
    Wann hätte da AH wechseln müssen oder besser noch überhaupt können , um Zeit von der Uhr zu nehmen und vor allem, um diesen 11 Meter zu verhindern ?
    Die Nachspielzeit gab es NACH dem 2 : 2 !
    Fakten sind nun mal Mist , wenn es um subjektive Meinung geht.
    Also ich kann keinen Wechselfehler erkennen.
    Forza SGE !

  8. Die Frage ist eher ob Adi in der kurzen Zeit überhaupt wechseln konnte oder es vor hatte. Ich sag mal so, Bremen hat sich allgemein schwer getan in der zweiten Hälfte Torchancen zu kreieren. Es bestand immer die Kontergefahr durch Rashica, aber für mich war eigentlich gar nicht so entscheidend wer die letzten Minuten auf dem Platz steht, sondern wie wir spielen. Da muß man einfach mal komplett defensiv denken. Wir haben erstmal genauso weiter gespielt. Das war wohl der Hauptfehler. Trotzdem war es vom Spielverlauf nicht so, dass man unbedingt dachte, dass Bremen nach einem Rückstand sofort zurück kommen könnte. Ein Wechselfehler sehe ich da eher nicht in der kurzen Zeit . Eher hätte man taktisch eingreifen sollen. Beton anrühren hätte das Zauberwort genießen. Da sollte man sich getrost mal paar italienische Spiele anschauen;-)

  9. @9 ja. So falsch ich es oft fand, wenn Kovac die Jungs nach einem knappen Vorsprung zurückbeorderte, manchmal schon zu Beginn von HZ 2, so richtig finde ich es, sich in den allerletzten Minuten auch mal zurückzuziehen und den eigenen Strafraum dicht zu machen.

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