Hielt seinen Kasten gegen die Knappen sauber: Kevin Trapp (Foto: IMAGO images / Sven Simon)

Mit dem 3:0-Heimsieg über Schlusslicht Schalke 04 ist der Auftakt in das Jahr 2023 für die Adlerträger geglückt. Dabei trügt der drei Tore Unterschied ein wenig über den doch über weite Strecken sehr ausgeglichenen Spielverlauf. Die Gäste aus dem Ruhrpott scheiterten jedoch, vor allem in den ersten 45 Minuten, an der mangelnden Chancenverwertung. Hier zeigte sich eindeutig, dass die Hausherren mit ihrer Qualität in Einzelaktionen einfach eine Nummer besser sind.

Viel verändert hat sich im Vergleich zum letzten Pflichtspiel im November gegen Mainz nicht. Einzig der angeschlagene Tuta wurde durch Hrvoje Smolcic ersetzt. Zudem stand Aurelio Buta erstmals seit seiner Verpflichtung im Kader der Hessen. Die beiden Winter-Neuzugänge Simon Simoni und Paxten Aaronson standen nicht im Kader.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen FC Schalke 04 der vierzehn zensierten Spieler den Wert 2,86. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie. Die Einzelnoten der über 500 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

– Spieler des Spiels – Kevin Trapp: Dass wir über einen gelungenen Auftakt sprechen, ist zu großen Teilen Kevin Trapp zu verdanken. Denn der Nationalkeeper sorgte mit klasse Paraden dafür, dass die Schalker nicht doch noch einmal den Spielverlauf auf den Kopf drehten. Trapp macht da weiter, wo er schon das ganze letzte Jahr stand. Und so einen Schlussmann braucht es, um höhere Ziele zu erreichen.

Jesper Lindström: Jesper Lindström fuhr mit Henning Matriciani Achterbahn vor seinem 1:0. Super Einzelleistung des Dänen, der einfach im 1-gegen-1 nicht zu stoppen ist. Auch beim 2:0 hatte er seine Füße mit im Spiel als er Rafael Santos Borré auflegte.

Rafael Santos Borré: Denn dieser zeigte, dass mit ihm zu rechnen ist. So stellt man sich eine Einwechslung vor. Wie ein tollwütiger Hund griff er seine Gegner an, ging drauf, wo es schmerzte. Und erzielte das 2:0 und legte das 3:0 auf. Coach Glasner berichtete bereits zuvor, dass der Stürmer in der Vorbereitung einen tollen Eindruck vermittelte.

Aurelio Buta: Aurelio Buta durfte ein unglaubliches Debüt feiern. Zu Hause eingewechselt und mit einem sehenswerten Treffer den Endstand erzielt. So darf es für den Langzeitverletzten weiter gehen. Und durch die schwere Verletzung von Dina Ebimbe ist das wohl oder übel jetzt auch Pflicht.

Hrvoje Smolcic: Hrvoje Smolcic ließ sich nichts ernsthaft zu Schulden kommen. War sicherlich auch nicht sein Glanztag, aber in der Summe absolut zufriedenstellend.

Kristijan Jakic: Ähnlich lief es bei Kristijan Jakic ab, der einen unaufgeregten Tag erlebte. War da, wenn er gebraucht wurde. Egal auf welcher Position er am Ende spielt.

Christopher Lenz: Christopher Lenz kam als Einwechselspieler und sollte die Führung über die Zeit bringen. Das gelang ihm. Auch, weil Schalke gegen Ende der Mut abhanden gekommen war. Nach vorne ging nicht viel, außer beim 3:0 durch Buta war er entscheidend auf der linken Seite durchgebrochen.

Mario Götze: Es war nicht wirklich der Tag von Mario Götze. Wirkte ein wenig hölzern seine Spielweise. Seine Gegenspieler standen ihm aber auch wirklich oft auf den Füßen. Die Spielfreude muss ihm in den nächsten Wochen wieder eingeimpft werden.

Junior Dina Ebimbe: Bitter, dass sich Junior Dina Ebimbe am Syndesmoseband verletzte und nun ausfällt. Er war einer der besten Adlerträger in der vergangenen Zeit.

Randal Kolo Muani: Spielte kränkelnd gegen Schalke und war nicht auf der Höhe. Zwar legte er den Führungstreffer auf, doch ansonsten war nicht viel von Randal Kolo Muani zu sehen.

Evan N’Dicka: Ehrlicherweise war Evan N’Dicka kaum im Spiel. Sein Gegneüber Kozuki spielte ihm Knoten in die Beine. Den Debütanten bekam er kaum in den Griff. Das muss schnell besser werden.

Daichi Kamada: Daichi Kamada konnte auf der Sechs kaum Akzente setzen. Hatte es extrem schwer einen geordneten Spielaufbau zu betreiben. Das betraf aber auch seine Nebenmänner.

Djibril Sow: Und hier vor allem Djibril Sow, der gar nicht zu diesen Aufgaben kam, weil er vorwiegend mit Löcher stopfen beschäftigt war. Die Schalker spielten immer wieder kluge Bälle hinter die Kette.

Ansgar Knauff: Ansgar Knauff blieb wirkungslos. Seine Geschwindigkeit konnte er kaum ausspielen. Flanken gab es nicht zu sehen und in direkten Duellen zog er immer den Kürzeren. Sei’s drum – passiert.

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4 Kommentare

  1. Ndika und Kamada diesmal mit dem „anderen Gesicht“.
    Oft genug gab es spiele, bei denen der eine oder andere im Prinzip unsichtbar waren.
    Ich hab Kamada nicht mal wahrgenommen um ehrlich zu sein.
    Ndika nur durch seine Fehler und Kuzuki.

    Vielleicht helfen Eintracht genau diese Spiele, wenn die Interessenten sehen, dass Kamada und Ndika zwar sehr gut sind, aber nicht immer konstant.

    Die Zeit wird es zeigen…

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  2. Trapp ist im Grunde wieder voll im Wettkampfmodus und daher ein wesentlicher Faktor für diesen Sieg. Unsere Feldspieler ein wenig brauchen ist okay, das kann man erwarten. Sow ist ein wenig zu schlecht weggekommen, weil er eben die Lücken schließen musste und daher nicht sein Spiel spielen konnte.
    N´dicka und Kamada sind noch sehr gut weggekommen. Knauff ist sogar noch zu gut bewerten. Unser Problem war, das diese drei Jungs, die es wesentlich besser können, eben im Kopf nicht auf dem Platz, sondern noch in der Winterpause sind. Da haben es dann Sow und Götze schwer, sich auch gegen ein kämpfendes Mittelfeld von Schalke Vorteile zu erspielen. 7 Feldspieler mussten für drei Feldspieler mitarbeiten. Das hat funktioniert, weil wir eben einen Torwart haben, der voll im Wettkampfmodus war. Das wir nicht gegen Freiburg und nicht gegen Bayern funktionieren.

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  3. Kevin Trapp forder mehr Grundgehalt. Wie kann man auf die Idee kommen, sein Gehalt zu drücken? Das ist das Kroschen-Management vom Krösche

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  4. @3: MK möchte richtigerweise die Verträge leistungsbezogener gestalten, um uns krisensicherer zu halten. Dazu gehört es niedrige Grundgehälter und höhere Prämien zu zahlen. Haben wir sportlichen Erfolg, können die Spieler auch viel verdienen. Gibt es nen Lock-Down oder Spielverbot, wird nur das Grundgehalt bezahlt. Für beide Seiten garantierte Einnahmen und Ausgaben. Kein Fass ohne Boden, den zu erwartenden Einnahmen angepasst. Mit dem Grundgehalt verhungern die Spieler nicht Richtiger weg. Ich bin ganz klar für diesen Weg.

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