Adi Hütter und VfL-Coach Oliver Glasner waren früher Konkurrenten auf dem Spielfeld. Jetzt überzeugen sie als Trainer. (Bild: IMAGO / regios24)

Sieben Spiele vor dem Saisonende beträgt der Vorsprung der viertplatzierten SGE auf die mit Champions-League-Ambitionen in die Saison gestarteten Vereine aus Dortmund und Leverkusen bereits sieben Punkte. Der Rückstand auf den drittplatzierten VfL Wolfsburg, welchen die Eintracht am Samstag um 15:30 Uhr im heimischen Stadion empfängt, könnte bei einem Sieg auf nur einen Punkt schmelzen. Makoto Hasebe ist dabei nach seiner Gelbsperre wieder spielberechtigt. Die Wölfe haben erst 22 Gegentore kassiert und verfügen dementsprechend mit den Leipzigern über die beste Defensive der Liga. Die Niedersachsen sind zwar in der Rückrundentabelle punktgleich mit dem FC Bayern und zwei Punkte vor der SGE die zweitbeste Mannschaft der Liga, doch keiner ihrer bisherigen Gegner zählte zu den Top-5 der Liga. Coach Adi Hütter beantwortete auf der heutigen Pressekonferenz wie immer die Fragen der anwesenden Journalisten.

Martin Hinteregger fällt weiterhin aus, Amin Younes vor Einstieg ins Mannschaftstraining

Fanliebling Martin Hinteregger „wird es nicht schaffen“, rechtzeitig fürs Spiel am Samstag einsatzbereit zu sein. SGE-Trainer Hütter rechnet damit, dass der Österreicher „ab nächster Woche wieder am Mannschaftstraining teilnimmt und dass er dann eventuell gegen Borussia Mönchengladbach wieder eine Alternative ist“. Stefan Ilsanker ersetzte seinen Landsmann auf der zentralen Position der Dreierkette in den Spielen gegen Leipzig und Dortmund auf eine beeindruckende Art und Weise und es kann davon ausgegangen werden, dass dies auch so bleibt. Die guten Leistungen von Ilsanker seien auch wichtig für Hinteregger, da sich Letzterer nicht so sehr unter Druck gesetzt fühle, um so schnell wie möglich wieder fit zu werden. Amin Younes kam von seiner Nationalmannschaftsreise mit Adduktorenproblemen zurück und konnte daher gegen Dortmund nur eine Halbzeit spielen. „Er hat heute wieder mit der Mannschaft trainiert“ und sei für das Spiel gegen Wolfsburg einsatzbereit. Hütter wechselte Younes zur Halbzeit in Dortmund aus, da ihm „das Risiko zu groß“ war. Ragnar Ache und Almamy Touré „drehen schon wieder ihre Runden“, doch der Trainer rechnet in dieser Saison nicht mehr mit den beiden Spielern.

Kostic vs. Baku: das „Schlüsselduell“ auf der linken Seite

Den VfL Wolfsburg bezeichnete Hütter als „disziplinierte und defensivstarke Mannschaft“, die „einen schnellen Fußball in beide Richtungen“ spielen könne. Er hob dabei Spieler wie Torwart Casteels, die „kopfballstarken Innenverteidiger“, und das „laufstarke und technisch gute Mittelfeld“ um Maximilian Arnold hervor. Ein „Schlüsselduell“ erwartet Hütter auf Eintrachts linker Seite, bei der es Filip Kostic insbesondere mit dem deutschen U21-Nationalspieler Ridle Baku zu tun bekommen wird: „Kevin Mbabu und Ridle Baku bilden, wenn sie zusammen spielen sollten, ein unglaubliches gutes Paar auf der rechten Seite.“ Ob der Österreicher mit Luka Jovic und zwei Spitzen oder mit zwei Zehnern und Daichi Kamada spielen werde, ließ er dabei offen: „Ich habe mich noch nicht entschieden.“ Kapitän Makoto Hasebe könnte auch wieder als zentraler Innenverteidiger oder im defensiven Mittelfeld in die Mannschaft rücken. Doch Hütter ließ sich nicht in die Karten schauen, wie er mit dem Japaner plant. In jedem Fall gebe es „Härtefälle, im positiven Sinn“.

Hütter: „Wir haben noch eine Rechnung offen“

Auf die Ziele in dieser Saison angesprochen verspricht Hütter, den „Blick weiter nach vorne zu richten“. Grundsätzlich sei es jedoch geplant, den 4. Platz zu verteidigen. Er müsse die Spieler dahingehend nicht mehr extra motivieren, denn die Mannschaft sei in einem „Flow“, wolle mit der Qualifikation zur Champions League etwas „Historisches“ erreichen und habe in Bezug auf das kommende Spiel durch die Niederlage in der Hinrunde noch „eine Rechnung offen mit dem VfL Wolfsburg“. Hütter erzählte, dass er bereits als Spieler in der Champions League teilnehmen durfte und als Trainer mit Salzburg und Bern in den Playoffs scheiterte. Auch deshalb möchte er „jetzt alles daran setzen, dieses Ziel zu erreichen“. Damit die Eintracht auch in Zukunft ihre Ziele erreicht, wird es darauf ankommen, wie in der Vergangenheit die richtigen Spieler zu verpflichten. Derzeit beeindrucke Hütter das „unglaublich tolle Mannschaftsklima“. Der Trainer versuche auch die Bankspieler „mit ins Boot zu holen“ und lobte die Qualität des Trainings bei Neuzugängen wie Steven Zuber und Ajdin Hrustic. Wichtig sei es Hütter „nicht nur erfolgreich Fußball zu spielen“, sondern die Spieler auf dem Weg zu ihren Zielen zu begleiten. Er frage vor einer möglichen Verpflichtung stets nach den Zielen der Spieler: „Wenn dann ein Spieler nicht alles für seinen körperlichen Zustand tut und nicht nach seinen Zielen lebt“, dann würde er bei einer (Weiter-)Verpflichtung sicherlich ein Veto einlegen. „Dann muss ich schon Klartext mit den Jungs sprechen.“ Er versuche dann, die Spieler auf ihren Weg zurückzubringen: „Diesen Teil meiner Arbeit liebe ich.“

- Werbung -

12 Kommentare

  1. Für mich hat er sich bei der PK zum Verbleib positiv geäußert: “ mit Salzburg CL nicht geschafft und mit Bern leider auch nicht, umso mehr versuchen wir es hier…“ so in etwa. Bern hat CL nach seinem Abgang erreicht, heißt also es hat nur ZUSAMMEN mit ihm nicht geklappt…mit der Eintracht will er. Er bleibt.

    Ist auch ein netter Zug von Adi, Bobic und Silva aus der Schusslinie zu nehmen. Wenn bei Vorstand und Trainer alles klar wäre, würden sich die Medien doch alle auf Silva und Kostic stürzen. Die müssen aber im Kopf fit für den Rest der Saison sein.

    Danke Adi! 😉

    80
    1
  2. Wenn nichts grundsätzliches in der Trainingswoche passiert, bin ich für eine Startaufstellung wie 2. HZ gegen Dortmund und wenn Makoto, dann im Mittelfeld, Punkt !
    Unabhängig von dem Spiel gegen die Radkappen, ich möchte Ideen -!!!- und dann die Möglichkeit wieder ins Waldstadion zu gehen unsere Eintracht live erleben.
    Forza SGE !

    28
    0
  3. Zu 1. Für mich liest sich das im Kicker komplett anders. Da sieht es so aus, als AH fast schon sicher Trainer in Gladbach wird. Nervt total!

    18
    4
  4. @3 schau Dir die PK auf eintracht.tv an, ungefähr ab Minute 6. Ich finde dieser „Versprecher“ sagt schon alles.
    …und selbst als erfolgreicher Trainer, wie oft willst Du dir die CL entgehen lassen?;)

    33
    0
  5. Zum einen werden wir es nicht ändern können und zum zweiten wird Adi das für sich richtige entscheiden. Ich wäre traurig wenn er geht, aber irgendwie glaube ich (Bauchgefühl) das er bleibt. Wenn nicht, kommt jemand anderes. Ich glaube wir sind stark genug um einen möglichen Abgang zu verkraften!

    Aber ich bin bei @1 vielleicht nimmt er nur andere aus dem „Schussfeld“. Gladbach muss ja auch langsam mal die Katze aus dem Sack lassen. Die stehen deutlich mehr unter Druck wie wir.

    Ach wäre das schön gegen die Radkappen zu gewinnen!

    P.S.: Es gibt ja gegnerische Fan-Foren… bei Schalke, Köln usw. geht es auch richtig ab. Das Fan-Forum von Golfsburg (https://www.wolfsburgfans.de/) ist spannend. Bei jedem Beitrag genau 0 Kommentare. Vielleicht ist da noch Ostern und man muss den einen Kommentar finden. 😉

    33
    0
  6. Die VW Belegschaft verfeiert gerade ihre 2700€ Prämie auf Malle -wer soll da bitte Zeit zum kommentieren haben? 😛

    19
    1
  7. Moin
    Habe damals die Sendung auf SKY Live verfolgt wo unser Adi gesagt hat das er BLEIBT!
    Es wäre natürlich schön wenn er jetzt nochmal das bekräftigen würde, muss er aber nicht!
    Sollte er doch wechseln wäre er bei jedem normal denkenden Sportsmann
    ( Fan )unten durch, auch bei den Gladbachern, die würden sich auch Fragen warum so ein unglaubwürdiger Trainer verpflichtet würde!!!
    Also, ich denke mir dass er bleibt!!!
    Samstag 3 Punkte wäre hammergeil!!!
    Nur die SGE

    30
    5
  8. Adi will einfach abwarten, ob die CL Qualifikation geschafft wird und er lässt sich auch Zeit, weil niemand weiß, wer Sportdirektor wird.
    Das ist meiner Meinung nach eine gute Entscheidung. Außerdem will er auch abwarten, wie Gladbach abschneidet, wenn die nur 8er werden, dann könnte Adi mit der SGE CL spielen, und mit Gladbach nur Bundesliga und Pokal.
    Da er ja noch Vertrag hat, muss er jetzt gar nichts mehr sagen.
    Ob er bleibt oder nicht hängt an den Ergebnissen der letzten 7 Spiele ab und wer bei Eintracht der Sportdirektor wird (also auch sein direkter Vorgesetzter) – by thy way: zu Gladbach zu gehen wäre die falsche Entscheidung, spätestens im November wird er dort wegen Erfolglosigkeit entlassen.
    Und wir könnten uns einen guten Trainer holen, der Bock auf die Eintracht International hat.
    Ist also egal, ob er bleibt oder nicht. Wichtig wäre nur, dass wir zumindest Kostic oder Silva halten könnten, oder wenn sie denn gehen, richtig Kohle zu kriegen.
    Denkt mal daran, alle, die die Eintracht verlassen haben, sind in der Versenkung verschwunden, woran das wohl liegt…

    7
    3
  9. @ 7: du hast recht. Ich hatte die Sendung damals auch gesehen, und seine Aussage war eindeutig. Nicht nur vom Wortlaut her, auch wie er es gesagt hat. Und das hat man heute auch wieder gemerkt in der Pressekonferenz, das Thema nervt ihn einfach.

    Einfach mal kurz drüber nachdenken: er hat sich klar positioniert, und seit diesem Moment wird seine Aussage angezweifelt. Indirekt, und manchmal auch sehr direkt mit ihm unterstellt, dass er nicht die Wahrheit gesagt hat.

    25
    1
  10. Wenn ich ganz ehrlich bin, nervt mich die ganze Hütter Sache.

    Klar hat er vor paar Wochen gesagt, das er bleibt aber ich bin kein Fußball Romantiker der dann sagt „jetzt bleibt er auch“.

    Hütter sagt, dass ihn diese ganze fragerei auch nervt, warum sagt er denn nicht einfach „so liebe leute, ich bleibe bei der Eintracht und damit ist das thema durch“.

    Wenn jetzt wirklich abwartet und sehen möchte wo wir landen, finde ich das leider traurig.

    Die Spieler wollen wissen, wer ihr Trainer ist nächste Saison und unser Vorstand muss auch schnell handeln, wenn hütter geht.
    Also wenn er wirklich gehen will, dann soll er auch sagen und wenn nicht dann soll das auch, ohne irgendwelche Floskeln, auch sagen.

    Wenn an der ganzen Sache nichts dran wäre, hätte doch wenigstens der Eberl dementiert, weil ihn nerven die Fragen auch.

    7
    4
  11. Liebe SGE4EVER Redaktion, könnt ihr den Adi bei der nächsten Pressekonferenz nur ein Frage stellen.

    „wissen wenigstens die Verantwortlichen da oben, was er nächstes Jahr macht“

    5
    9
  12. adi ist ein vollprofi. er hat ziele die er mit unserer eintracht erreichen möchte. dafür braucht er bestimmte spieler: die sollen entweder bleiben und/oder bestimmte spieler sollen kommen, damit der aufstieg der eintracht weiter geht. deswegen der ganze hick-hack. vorstand macht was, sonst…. aber ich bin mir tausendprozentig sicher, dass er bleiben will/wird.

    11
    1

Kommentiere den Artikel

- Werbung -