Dass Andras Möller Leiter des NLZ in Frankfurt werden soll, sorgt derzeit für viel Wirbel.

Es könnte derzeit alles so wunderbar harmonisch sein bei Eintracht Frankfurt. Die Mannschaft steht in der Bundesliga nach dem ersten Auswärtssieg gegen Union Berlin solide da, hat sich für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert und steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Auch innerhalb des Vereins lief eigentlich alles harmonisch – vielleicht auch dank des sportlichen Erfolgs der letzten Jahre gab es nichts zu meckern. Doch dann kam vor einigen Wochen eine ganz neue Thematik auf – und diese hatte ordentlich Zündstoff in sich. Ein Kommentar von Florian Bauer, der sich über ein wenig mehr Sachlichkeit in der „Causa Andreas Möller“ freuen würde.

Runde eins: Ultras vs. Möller

Als am 6. September bekannt wurde, dass Armin Kraaz nicht länger Leiter des Nachwuchsleistungszentrums sein wird und ab dem 1. Oktober den Aufbau von „Fußballakademie- und Sportkooperationsprojekten in Nord- und Mittelamerika“ übernehmen werde, kochte die Gerüchteküche ob eines möglichen Nachfolgers des 54-Jährigen direkt über. Hier hielt sich vor allem ein Name dauerhaft und hartnäckig: Andreas Möller. Als sich der Name des Weltmeisters von 1990 konkretisierte, sah sich die Fangruppierung „Ultras Frankfurt“ zu einem Protest vor und während des Heimspiels gegen den FC Arsenal genötigt.

Die Ultras haben sich klar gegen Möller positioniert.

Die Ultras störten sich vor allem an der Vergangenheit des 52-Jährigen in Frankfurt und brachten dafür den Satz Möllers „Zur Eintracht habe ich keine Verbindung, mit Frankfurt habe ich nichts zu tun“ als Beispiel. Auf Plakaten machten sie ihren Standpunkt deutlich: „Wer zur Eintracht keine Verbindung und mit Frankfurt nichts zu tun hat, der sollte dann auch keinen Posten bei uns bekommen.“ Zu Beginn der zweiten Halbzeit machten sie ihre Meinung erneut klar und beleidigten Möller auf einem Spruchband heftig: „Andi Möller Hurensohn!“

Runde zwei: Bobic vs. Ultras

Eben dieses Verhalten rief anschließend Sportvorstand Fredi Bobic auf den Plan, der auf einem Kongress der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unmissverständlich klarstellte: „Wer gegen Möller ist, ist auch gegen mich.“ Bobic gilt als Verfechter Möllers, hatte einst mit ihm beim BVB gespielt und stand durch die Europa League-Reisen, an denen Möller gemeinsam mit Ex-Adlern wie Uwe Bein oder Uli Stein teilnahm, in engem Austausch. In Richtung Ultras sagte Bobic: „Ihre Meinung interessiert mich nicht.“

Runde drei: Nordwestkurve-Rat gegen Bobic

Runde drei im Streit wurde dann am Sonntag durch die Fanvereinigung „Nordwestkurve Frankfurt am Main e.V.“ eröffnet. In einem Statement des Rates wurde eine Verpflichtung von Möller als “ absolutes No-Go“ bezeichnet und außerdem Fredi Bobic nach dessen Aussagen hart kritisiert: „Erfolg hin oder her: Mit welchem Recht maßt sich Fredi Bobic an, die Kritik an der Personalie Möller mit seinem persönlichen Schicksal zu verbinden? Das klingt gleichzeitig nach Gutsherrenart eines Sonnenkönigs, aber auch wie ein beleidigtes, bockiges Kind.“ 

Kritik und Diskussion: ja, aber sachlich!

Nicht nur an den gegenseitigen Angriffen der Ultras, von Bobic und des Nordwestkurve-Rates merkt man: Es ist Zündstoff unter dem Dach der Frankfurter Eintracht. Diesen wird es auch noch in den nächsten Wochen und nach einer möglichen Verpflichtung Möllers geben. Aber bei all den Feindseligkeiten sollte meiner Meinung nach die Sachlichkeit nicht vergessen werden.

Wird Möller neuer Leiter des Nachwuchsleistungszentrums am Riederwald?

Natürlich darf man einem Engagement Möllers negativ gegenüberstehen. Denn die Vita des ehemaligen offensiven Mittelfeldspielers scheint zunächst für den Betrachter nicht viel herzugeben, was zum möglichen Job als Leiter eines Nachwuchsleistungszentrums von  Eintracht Frankfurt passt. Hauptsächlich war Möller als Trainer und Manager beschäftigt, mit jeweils mäßigem Erfolg. Er gehört dem Kuratorium der Stiftung Jugendfußball an, die im Jahr 2000 gegründet wurde. Auch die Äußerungen Möllers – vor allem vor dem Pokalfinale 2017 – zur Eintracht passen nicht wirklich ins Verständnis eines jeden SGE-Fans. Vor allem, wenn dieser nun eine führende Rolle im Verein einnehmen soll. Aber muss man deswegen harte Schimpfwörter auspacken? Wohl eher nicht.

Allerdings sind auch die Aussagen Bobics zu hinterfragen. Ja, er stand immer felsenfest zu dem, was er sagte und gilt als einer, der ausspricht, was er denkt. Besonders, wenn er davon überzeugt ist, hat man das Gefühl, dass nichts und niemanden ihn von seinem Weg abbringen kann. Aber muss man diesen Konflikt auf eine persönliche Ebene runterbrechen? Muss den Fans das Gefühl gegeben werden, dass sie keinerlei Einfluss haben? Dass ihre Meinung eine der wichtigsten führenden Menschen im sportlichen Bereich innerhalb des Vereins nicht interessiert? Auch hier: wohl eher nicht.

Denn genau so bringt man die Fans, die in guten und schlechten Tagen hinter dem Verein stehen, gegen sich auf und schafft Feindseligkeiten, schafft Unruhe. Und man setzt das aufs Spiel, was auch in dieser Situation für Ruhe sorgen könnte: den sportlichen Erfolg.

Autor Florian Bauer

Florian BauerFlorian Bauer begleitet die Eintracht seit Kindestagen. Seit ca. 10 Jahren hat er eine Dauerkarte und verpasst seitdem kaum ein Spiel der "launischen Diva". Aber auch außerhalb des Waldstadions ist er sportaffin und hat sich so über die Jahre ein fundamentiertes Sportwissen angeeignet. Dieses Wissen nutzt er seit Januar 2016 für SGE4EVER.de.

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32 Kommentare

  1. Was mich gestört hat – war die Aussage der Ultras auf ihrer Stellungnahme –
    kein Bezug zur Eintracht – kein Posten bei der Eintracht .

    Da frag ich mich dann – welchen Bezug hatten Bobic, Bruchhagen, Hübner , Hütter , Jovic und Haller zur Eintracht VOR ihrem Engagement ?! UND ?! Am Ende steht / stand eine solide Leistung, Einsatz und Leidenschaft für unseren Lieblingsverein . Daher ist das mal gar kein Entscheidungskriterium für mich ob jemand mal in irgendeinem Bezug zur Eintracht stand oder nicht . Das vorne Weg .

    Bobic Aussage nach dem Motto die oder ich .- ist allerdings das falsche Signal .- wenn auch aus einer Emotion raus – und wahrscheinlich als Reaktion ob der wirklich schlimmen Verunglimpfungen eines Menschen Andreas Möller . Das ist und bleibt unterste Schublade und nimmt den handelnen Personen UF und NWK erstmal jegliches recht auf eine vernünftige Diskussion .

    Personalentscheidungen sind nun mal größtenteils den Aufsichtsräten und Verantwortlichen vorbehalten .- das ist nunmal so .- die Leute müssen nämlich auch den Kopf hinhalten für getroffenen Entscheidungen .
    Allerdings spricht ja auch nichts dagegen vielleicht vorab eine Anhörungsrunde einzuberufen um über fachliche Kompetenzen und Qualifikationen des neuen LZ Leiters zu diskutieren .

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  2. Ich hasse das wenn Menschen persönlich beleidigt werden. Wer von den „Ultras“ kennt denn die Mutter von Andreas Möller?
    Ich finde der Spruch geht gar nicht! Dadurch ist schon mal gar keine fundierte Diskussion mehr möglich.
    Dann hat sich Bobic sehr unpolitisch ausgedrückt. Das mag in vielen Fällen gut ankommen. Ich bevorzuge auch lieber klare Aussagen, aber dass ihm die Meinung der Ultras nicht interessiere, sorgt doch erst für den Zündstoff.

    Hätte er nicht sagen können, das die Entscheidung nicht auf früheren Aussagen, die auch aus dem Kontext gerissen sind, beruht sondern auf der fachlichen Kompetenz und dem Konzept von Möller. Außerdem berücksichtigt er die Kritik der Ultras, entscheidet aber mit seinem Team dann schlussendlich nach Abwägung aller Aspekte.

    Eine solche Aussage hätte alles beruhigt. So fühlen sich die Ultras natürlich übergangen. Aber rein faktisch haben sie auch null Mitsprache recht bei der Entscheidung. Das ist halt so.

    Ich hoffe, dass in dieser Angelegenheit bald versöhnlich Worte folgen und wir das Thema dann abhaken können.

    Ich persönlich vertraue Bobic und Co. Wenn Sie der Meinung sind Möller ist der richtige, dann sehe ich das auch so.

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  3. Mich interessiert VIEL mehr, wann Trapp, Hasebe und Rode wieder einsatzfähig sind.

    Die Beiträge pro oder gegen Möller, pro oder gegen Bobic, pro oder gegen die Ultras, pro oder gegen den Nordwestkurvenrat sind die Zeit nicht wert, die für das Verfassen der Texte aufgewendet wurde. Bobic/Hübner u.a. sind in der Verantwortung und diese werden entscheiden.

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  4. Ja gut, Bobic hätte sich diplomatischer ausdrücken können. Aber warum sollte er ? Die „Ultras“ lehnten ihn ja genauso ab und hatten kein Problem damit, ihn sehr hart anzugehen, auch persönlich. Also kann man sich doch jegliche Arschkriecherei schenken. Bobic macht seinen Job überragend, die Ultras supporten die Mannschaft überragend. Das geht prima nebeneinander her und jeder tut was für den Erfolg. Aber in der direkten Ansprache untereinanders, wozu weichspülen gegenüber denjenigen, die ihn einst mit Dreck beworfen haben, noch bevor er überhaupt hier angefangen hat ?
    Auch die Argumentation bezüglich Eintracht-DNA (?), Loyalität, Stolz auf den Adler… boar..Tränendrüse. Wir haben 2019 und es geht ums Geschäft. Das muss man voll annehmen, wenn man weiter oben mitspielen will. Da gibt`s kein Raum für rückwärtsgewandten Pathos.

    Ehrlich gesagt ist das aber doch völlig egal und ein Nebenschauplatz. Donnerstag ist Spieltag, Sonntag der nächste. Ab in den Tunnel und die Augen auf Adi Hütter und sein Team. Meine Meinung dazu.

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  5. Mehr Sachlichkeit, bitte!
    damit ist bereits fast alles gesagt – außer – Miteinander reden, wie es sich bei einer EINTRACHT gehört !
    Forza SGE !

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  6. Ich gebe mal zu Protokoll, dass dem Adi dann auch nie wieder falsche Aufstellungen, falsche Wechsel etc. vorgeworfen werden darf, denn die Verantwortlichen wissen was sie tun, sie sind die Profis und entscheiden alleine…
    Nur mal so zum drüber nachdenken 😉

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  7. Ach in den anderen Threads ist doch alles gesagt. Hier ist ein klassisches Beispiel von beide sind ein bisschen Schuld. Peter Fischer soll 2-3 Fanvertreter und Bobic und Manga an einen Tisch setzen. Sollen Pizza bestellen und ein paar Getränke. Die Schärfe der Kurve in diesem Thema ist Mist, und Bobic hat sich leider provozieren lassen. Ist ihm bisher fast nie passiert. Ich bin 100% sicher, dass die sich am runden Tisch wieder verstehen könnten. Dadurch wird das Anti-Möller-Lager zwar nicht pro Möller, aber ein Schnitt zwischen (manchen) Fans und Bobic wäre das mieseste, was uns seit ca. 15 Jahren passieren könnte. Vergrault mir den Bobic nicht!

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  8. Bei allem gebührendem Respekt:
    Die Sachlichkeit haben, wie so oft, die Ultras aufgegeben durch ihre unverschämten und beleidigenden Plakate.

    Fredi Bobic hat indes niemanden beleidigt.
    Er hat nur darauf hingewiesen, dass ihn in der Causa Möller die Meinung der Ultras nicht interessiert und hat sich vor Andi Möller gestellt.
    Das ist nicht beleidigend.
    Und in der Tat muss ihn die Meinung der Ultras nicht interessieren.
    Und abgesehen von den Ultras gibt es noch weitere Millionen Fans, von denen ein großer Teil vielleicht anderer Meinung ist.
    Was also soll nun der Geschäftsführer Sport tun? Jeden einzelnen der 80000 Eintracht Frankfurt Mitglieder zuhause anrufen und nachfragen, ob der ein oder die andere seine Entscheidungen toll finden oder nicht?

    Auf ein kurzes, sachliches und nicht beleidigendes Zitat von Bobic, antworten die Ultras, wie wäre es auch anders zu erwarten gewesen, mit einem unsachlichen Schreibwerklein, indem der Sportgeschäftsführer als Sonnenkönig mit Gursherrenart beschimpft wird.

    Wer bitte, bei allem Respekt, hat denn nun die Sachlichkeit aufgekündigt?
    Fredi Bobic, diejenigen, die sich hier zu Wort melden und die Ultras sehr sachlich kritisiert haben- oder sind es nicht viel mehr als unsere lieben Freunde aus der Nordwestkurve, die sich wieder einmal selbst überhöhen und seit Jahren immer noch ihre Hände über Böllerwerfer und Pyromanen halten, trotz enormer Geldstrafen, die den Verein seit Jahren schädigen.

    Wenn die Nordwestkurvler ihr Pyroproblem in den Griff bekommen und sich für beleidigende, ehrverletzende Plakate und Schriftstücke entschuldigen, dann nehme ich es ihnen vielleicht mit ihrem Wunsch nach Sachlickeit ab.

    Und ja. Man darf verschiedener Meinung sein.
    Man darf auch Entscheidungen der Vereinsführung und sportlichen Führung nicht gut finden und diese Kritik sachlich äußern.
    Aber es muss immer klar sein, wer die Entscheidungen trifft.
    Und das sind Bobic, Hellmann, Hübner, Hütter , Fischer und andere, die dafür in der Verantwortung stehen.

    Ein Geschäftsführer Sport, der seine Entscheidungen abhängig macht von Gefühlen der Ultras, Sympathien oder Antipathien der Ultras oder auch anderer Fans, der hat schon verloren.
    Insofern ist Fredi Bobic für mich ein Gewinner.

    Und @7. Yo-shi:
    Wir als Fans dürfen eine Meinung haben zur Aufstellung.
    Aber Adi Hütter oder ein anderer Trainer darf sich niemals von der Fanmeinung leiten lassen, weil viele verschiedene Menschen viele verschiedene Meinungen haben.
    Ein Trainer darf nie populistisch handeln, sondern immer nach seinem Sachverstand.

    Und auch eine sportliche Führung darf nicht populistisch handeln.
    Fredi Bobic hat zum Wohl von Eintracht Frankfurt, ganz allein nach seinem besten Wissen und Gewissen zu handeln.
    Er wird am Ende an der Qualität seiner Entscheidungen gemessen und nicht am Beifall der Ultras oder sonst einer Gruppe.

    Also fordere man doch bitte mal die Ultras auf Sachlichkeit und ihre Kernkompetenzen hin: Mannschaft anfeuern, schöne Choreos und mitreißende Lieder.
    Alles andere mögen sie doch einfach mal den Fachleuten überlassen.

    Ich wünsche allen einen schönen Tag und hoffentlich etwas Einsicht bei der Nordwestkurvenfraktion.

    Forza SGE!!!

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  9. ach die ultras…da sind sie wieder die moralapostel….. vielleicht sollten einige von denen mal ihre eigene verbindung zur eintracht prüfen. da ist so mancher bei dessen bindung zu UF wesentlich stärker ist als zu EF – der verein sollte über allem stehen und nicht die fangruppierung. weiter ist ja auch bekannt dass es einge bei den UF gibt die vorher mal fan von anderen vereinen waren und da stellt sich die frage wie stark ihre bindung zur eintracht denn zu dem zeitpunkt war? als „fan“ den verein wechseln sehe ich um einges kritischer/ (gar inakzeptabel) als beruflich den verein zu wechseln. ist sicher nur ein teil der UF aber dennoch sollte man auch selbstkritisch sein.
    ach und einen bobic wollte man hier damals auch nicht haben……

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  10. @eaglecologne
    Ich bin nur aufgescheucht durch die Hiobsbotschaften @Hase u. Kevin hier her getrieben worden – und auch sofort wieder weg.
    Ungeachtet dessen ich diese Andy Möller-Debatte prinzipiell für komplett irrwitzig halte, möchte ich Dich doch in Deiner integren Haltung vollauf unterstützen. Klarsicht u. Beharrlichkeit sind (derzeit leider allenthalben) nicht hoch genug zu schätzen.
    In mindestens einem Punkt liegst Du m.E. jedoch ziemlich daneben: Die besagte „Erpressbarkeit“ durch diese „Edelfankaste“ – guckstu hier: https://www.youtube.com/watch?v=WNNMf2b78es – ist eine fatale, nicht zuletzt durch Fredi höchstselbst mitverantwortete Realität mit z.T. weitaus gravierenderen Auswirkungen als nur in dieser Causa Möller. Vielleicht ist dies sein bislang einziger kapitaler Fehler, dass er die – wenn auch vorwiegend widerwillige – Indulgenz sowie streckenweise Konspiration mit diesem selbstherrlichen Fanadel nicht gleich von seinem Antritt an strikt u. sukzessive zurückgefahren – oder zumindest eingedämmt hat.
    Die Folgen waren/sind zielsicher absehbar: Zuschauerausschlüsse bei EL-Spielen und (bei Fortsetzung der Zündel-Randale bei offenbar nun sämtlichen Auswärtsspielen) sicherlich demnächst auch in BL bzw. Pokal. Und jetzt beansprucht diese Hochbegabtenselbsthilfegruppe absolut folgerichtig Mitspracherecht, sprich direkte Demokratie bei sportlich-strategischen sowie personellen Entscheidungen in Verein u. AG.
    Na klar! Was denn sonst?!!

    Insofern würde ich zustimmen, dass Fredis Reaktion nicht adäquat war. Und zwar nicht etwa, weil ihm eine rigoros-knappe Antwort auf geballte Impertinenz qua Position bzw. als geradeaus denkender Zeitgenosse nicht zustehen würde – sondern, weil er diesem Haufen von erbärmlichen Wirrschädeln nicht von Anfang unverkennbare Leitplanken aufgestellt hat. Denn selbstverständlich weiß der Fredi gut, dass man (nicht nur) im Fussballvereinsmanagement – am Ende des Tages 😉 auf sonderpädagogische Kompetenzen bauen muss.

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  11. Mein Dank gilt allen Ultras und der Fan-vereinigung Nordwest-Kurve Frankfurt am Main e. V. !
    Ich denke Ihr sprecht den meisten Fans aus dem Herzen !!!
    DANKE !!!

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  12. Um die Verbalorrhoe mit Prägnanz zu begegnen, folgendes:
    Eintracht ohne Möller geht. Eintracht ohne NWK niemals.

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  13. hallo zizou
    der gepflegte Schreibstil eine Wohltat;
    deine Intension unterstütze ich voll.
    Trotzdem eine kleine Korrektur, besser Ergänzung
    Wir haben uns alle über die tollen Auftritte in Europa gefreut, die Entwicklung vom Randalemeister zu sympathischen Fans auf Europatourne war vielversprechend und wohltuend. Jetzt befürchte ich ein Comeback der Launischen Diva.
    Sicherlich ist Fredi Bobic den ´´Hurensohn´´-Autoren auf den Leim gegangen, ein lässiges´´ …mich hatten die auch abgelehnt´´ hätte gereicht.
    Für die Schrankensperren wäre aber ein anderer Vorstandskollege zuständig
    Die Aufgabenverteilung kann man ua auch hier nachlesen _ https://www.sge4ever.de/infos/fussball-ag/

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  14. Was regt ihr euch alle künstlich über dieses literarisch wertvolle „Hurensohn“ so auf???
    Seit zig Jahren ertönt bei uns und in jedem Stadion der BuLi, in jedem Spiel, der Chor tausender Kehlen, der „Hurensöhne“ intoniert, sobald die Fans des Gegners ihren Klub feiern (BVB, VfL, VfB, FCB etc. ).
    War die entsetzte Fraktion denn in den vergangenen Jahren nur im Auenland im Stadion??

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  15. @17 auch wenn Beschimpfungen unter Gürtellinie gerade in Fußballstadien eine lange Tradition haben, macht es das nicht besser. Zwischenzeitlich gehören Beleidigungen (speziell auch im Internet) und Mobbing bis hin zur Gewalt zum Alltag, leider!

    Die ultras und die nwk repräsentierten einen (lautstarken) Teil der Fans, die Mehrheit sind sie nicht. Trotzdem werden sie, z.b. wenn es um Pyrotechnik etc. geht, pauschal als „die eintrachtfans“ bezeichnet. Bobic tut gut daran hier keine Front aufzubauen. Die Vereinsführung/die AG treffen die Entscheidungen, Punkt! Denn sie tragen auch die Verantwortung dafür. Diese Entscheidung muss nicht mit den Fans abgesprochen werden und kann auch anders ausfallen, als die Fans das wollen (wobei hier sowieso keine Abstimmung erfolgt und daher auch keiner sagen kann was die Mehrheit der Fans will). Aber die Worte von Bobic sind kontraproduktiv. Handelnde Personen wechseln, der Verein bleibt. Und das sind damit die Fans. Die kannst du dir nicht kaufen wie Spieler oder Manager. Wer es nicht glaubt braucht nur nach Wolfsburg zu schauen. Auch Leverkusen hat das nach mittlerweile 40 Jahren BL nicht annähernd geschafft.

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  16. @ 14:

    „Nur Demut führt zum Sieg, Selbstüberschätzung zum Gegenteil.“

    -Otto von Bismarck-

    @ 17:

    Und weil alle vom Dach springen, springst Du hinterher ?

    Hu…sohn ist und bleibt ein Schimpfwort und keiner – auch ein Stadiongänger nicht – ist verpflichtet, dem vorgeblichen Gruppenzwang zu folgen.

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  17. @20

    Was hat das Dach mit diesem Thema zu tun?
    Wo liest du heraus, dass du Hurensohn/-söhne mit schreien sollst?!! Ich stelle lediglich fest, dass die Ultras so gar nichts exponentiell gravierend furchtbares plakatiert haben… gemessen am normalen Durchschnitt eines ex-beliebigen Stadions – wahrscheinlich – europaweit.

    Fragt mal nach, liebe Freunde, bei Stendera und Jung.
    H96 bildet zur Zeit in herausragend detaillierter Form die Zustände ab, die, real existierend, entstehen, wenn sich die Anhängerschaft spaltet. Dort in pro- oder contra Kind.
    Miserable Stimmung, desolate Atmosphäre, im Grunde genommen aktuell ein toter Verein.
    Eine gewachsene, gesunde, kernige, leidenschaftliche und aufopferungsvolle Fanszene ist das größte Gut, was ein Verein sein Eigen nennen kann. Nicht zu kaufen. Nicht zu schnitzen. Nicht zu kopieren. Man hat eine, oder man hat sie nicht. Die Eintracht ist in der bemerkenswerten Lage sagen zu können, dass sie eine, vielleicht die, beste Fanszene Deutschlands hat.

    Und der ehrenwerte Fredi (absolut ernsthaft gemeint), spielt da wegen eines Möllers an Knöpfen herum, die er besser nicht drücken sollte. Keiner spricht ihm die Entscheidungsgewalt ab… aber bitte, nicht in dieser Weise.
    Sich dauernd vor die TV-Geräte zu stellen und die Stimmung/Choreo/Support der Kurve zu thematisieren und beim ersten Clinch die Bedeutung eben dieser Kurve zu pulverisieren… das glaubt er doch selber nicht.

    Ich bin, wie bereits erwähnt, sehr gespannt, wie das Ding jetzt weitergeht. Klar dürfte nur eins sein: der NWK-Rat ist ein Zusammenschluss vieler Fangruppierungen, dem auch ( aber nicht nur!!) die UF97 angehören. Hört also auf, fake-mäßig as its best, immer nur die Ultras in der Causa Möller in die Pfanne zu hauen. Außer Spalterei erkenne ich keine weitere Motivation. Ich bin explizit kein Ultra, aber ich stehe definitiv hinter deren Anliegen. Wer ist Möller? Warum soll, bei der Vorgeschichte, ausgerechnet er den Posten bekommen? Warum benimmt sich Bobic hier so grotesk stur?

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  18. Also ich mag das, was die NWK sich immer wieder einfallen lässt.
    Und ich finde die Pyros auch immer ziemlich ansehnlich und das gehört für mich zum Fußball dazu.
    Was meint ihr denn, was in ganz Europa so einen positiven bleibenden Eindruck hinterlassen hat?
    Silvester ohne Feuerwerk wäre ökologisch zwar auch sinnvoller; aber was wäre Silvester ohne dieses magische archaische Spiel aus Feuer und Licht???

    Wenn man sich zudem mal etwas genauer informiert, sollte man auch wissen, dass Verletzungen durch Pyros in Stadien rückläufig sind und auch generell nur etwa für kleiner gleich 5% aller Verletzungen verantwortlich zeichnen.
    Und von denen sind es meistens die Zündler selbst, die sich im Rausch der Emotionen selber anbrutzeln.
    Und wann ist schonmal ein Stadion wegen Pyros abgefackelt?

    Hand auf’s Herz:
    Wer von euch wurde denn schon von Ultras grundlos angegriffen oder gar mit Bengalos verletzt worden?

    In Wahrheit bleibt im Allgemeinen viel von dem was im Block passiert, was so manch ein gebildeter, eloquenter Freigeist für gesetzeswidrig oder gesellschaftsunkomform hält, im Block und in den engeren Kreisen. Es wird doch keiner von euch, die ein Pyroverbot fordern, in den Block gezwungen!
    Lasst doch den Leuten ihren Raum.
    Was stört euch denn so sehr daran?
    Seid ihr so Nah dran, dass es euch in eurer persönlichen Natur beeinschränkt?

    Aussenstehende haben da doch eigentlich kaum Bezug zu oder werden gar in irgendeiner Form geschädigt.
    Mir ist jedenfalls kein Fall aus aktueller Vergangenheit bekannt.
    Weder persönlich noch aus den Medien.

    Letztere jedoch und die Politik machen aus Fankultur und besonderen Aktionen ein künstlich hochgebauschtes Problem.

    Überzogene Strafen im Vergleich zu tatsächlich entstandenem Schaden sind da nur der Anfang von etwas ganz schlechtem, was da auf uns zukommen könnte, wenn es vermehrt zu Polizeieinsätzen wegen nicht zur Diskussion stehenden Fanaktionen kommt.

    Jedenfalls ist es mir lieber die Leute toben sich im Block aus, als vor Langeweile und Energieüberschuss irgendeinen Scheiss auf der Straße zu treiben.

    Klar feiern sich die Ultras und die Kurve in erster Linie selber.
    Vom Spiel bekommst du im Block vom hüpfen, saufen und singen eh nicht viel mit.

    Aber die Stimmung von dort überträgt sich auf’s gesamte Stadion und peitscht seit Jahrzehnten unsere Mannschaft voran.
    Selbst die Spieler sagen, dass es hier einzigartig ist und sie oft den nötigen Extraschub erst von der Tribüne aus bekommen.

    Ich jedenfalls will nicht so eine Stimmung im Stadion haben, wo nur bei Toren geklatscht und bei Fouls gepfiffen wird und nach jeder Niederlage genörgelt wird, weil nur noch Sonntagsfans im Stadion sitzen.

    Bestes Beispiel Chelsea, wo sich der gesamte Verein für seine aktuelle Fankultur schämen sollte.
    Die hatten irgendwann einmal Stimmung im eigenen Fanlager… lange ist’s her.
    Als wir da gespielt haben, haben wir unsere Jungs angefeuert!
    Was haben die Chelseafans gemacht???

    Frühzeitig das Stadion verlassen!

    Trotzdem bin ich auch der Meinung, dass jeder bei seinen Kompetenzen bleiben und sich nicht in andere Ressorts einmischen sollte.

    Von beiden Seiten aus wird das Thema Möller zu plump angegangen und eine vorurteilsfreie Gesprächsbasis wird dadurch erschwert.

    Mich persönlich interessiert es nicht die Bohne, wer da der neue NLZ-Leiter wird.
    So lange er sein Metier beherrscht, diediseinen geforderten Kompetenzen mitbringt, seinen Arbeitsvertrag ernst nimmt und alles tut um erfolgreich zu sein, dann kann von mir aus auch der Busfahrer den Job erledigen.

    Hoffentlich lassen sich Adi und das Team von diesem Schmierentheater nicht beeinflussen…

    Donnerstag ist ein Sieg eigentlich ein Muss, wenn man nicht schon frühzeitig in der EL unter Druck geraten will.
    Denn das könnte sich dann ligaübergreifend ausbreiten und das wollen wir ja nicht.

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  19. Wir durchleben gerade eventuell eine der beeindruckendsten Entwicklungen der Vereinsgeschichte und man zerlegt sich wegen eines unbedeutenden Nebenkriegsschauplatzes. Wer ist wohl die größere Gefahr Totengräber des Vereins zu sein. So Diskussionen oder ein Jugendleiter?

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  20. Ich denke, dass die Ultras dem Verein mehr schaden, als nützen. In meinen Augen sind das keine Fans. Bobic stellt sich vor Möller. Die Ultras stellen sich vor kriminelle Pyromanen. Was ist besser? Diese Typen sind doch einfach nur selbstverliebt und feiern sich selbst. Ich habe nicht den Eindruck, dass sich deren uneingeschränkte Aufmerksamkeit auf das Spielfeld konzentriert. Die Schreihälse am und auf dem Zaun eh nicht. Kommen die tatsächlich wegen Fußball?

    Bei Neuverpflichtungen von Spielern hat man es meist geschafft das soweit geheim zu halten bis die Tinte auf dem Papier trocken war. Hätte man bei der Verpflichtung von Möller wohl auch machen sollen. Basta!

    Für Kaffeekränzchen und Rundem Tisch scheint es bereits zu spät. Es wird also nur Verlierer und keinen Gewinner geben. Ich schätze auf meinen Herzensverein kommen teure Zeiten entgegen.

    „Was machen eigentlich die Mütter der Ultras so beruflich?“ habe ich mich im stillen gefragt.

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  21. Wenn man die Ultras die Personalentscheidungen treffen lassen würde, dann wäre beispielsweise auch kein Fredi Bobic in Frankfurt. Und das wollen wir uns doch nach der Entwicklung der letzten drei Jahre lieber nicht vorstellen…

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  22. @ 12, 16, 20, 22 & 25
    danke an euch! Ich denke & hoffe, dass damit alles wesentliche gesagt ist, auch wenn es von @22 5 Mark in Phrasenschwein geben müsste 😉 vielleicht können wir uns jetzt mal wieder auf die wesentlichen Dinge konzentrieren. Und das „wesentlichste Ding“ ist – Stand jetzt – das Spiel morgen.
    Also: alle gemeinsam für den Auswärtssieg!
    Auf geht´s SGE!

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  23. @5:3
    Ja, Fredi war hier ungewohnt unlässig. Nach dem, was mir von einigermaßen informierten Leutchen zu Ohren kam, hat das aber weniger mit diesen albernen Besserfanvögeln zu tun – vielmehr gab es intern wegen der Personalie wohl weitaus heftigeren Dissenz, als bislang üblich. Auch ich wäre neugierig, was genau in Fredis Augen ausgerechnet Andreas Möller für eine m.E. stark zukunftsweisende Aufgabe auszeichnet.
    Allerdings bezweifle ich ohnehin nach wie vor, dass Eintracht Frankfurt den eigenen Nachwuchssektor ernstlich zu einem Kernbereich machen will. Falls doch, braucht es unabdingbar eine Figur, die den aktuellen Stand der nationalen u. international-globalen Fussballnachwuchsentwicklung aus eigener tätiger Erfahrung recht gut kennt – und eine Strategie mitbringt, die für den Standort Eintracht Frankfurt bestens passt.
    Andy Möller war für mich persönlich zumindest zeitweise einer der besten Fussballer ever – auch wenn er als Person und Charakter auch mir manches Mal auf den Senkel gegangen ist. Das aber ist Ewigkeiten her – und wer ihm das bis dato nachträgt, ist vor allem eines: infantil und/oder borniert. So strategisch-intelligent AM auf dem Feld sein konnte, so sehr war er außerhalb des Platzes des Öfteren das Gegenteil. In Interviews erlebe ich ihn mittlerweile durchaus aufgeräumt, gereift und erwachsen. Womöglich wird er fatal unterschätzt und ist genau der richtige für das neue Premium-Projekt der Eintracht – oder aber er kommt gezielt als fachlich eher unterbelichtete dafür aber prominente Galeonsfigur für eine Abteilung, die auch weiterhin als Alibi-Projekt so nebenbei betrieben wird.

    @“Leitplanken“
    Ich nehme an Du meinst Herrn Hellmann.
    Vielleicht hast Du ja das Spiel gegen Chemie Leipzig am Bornheimer Hang gesehen. Vor, während und nach der Partie hat die Pyromanenfraktion derart infernalisch gezündelt wie seit Jahren nicht.
    Die Ränge hatten sich bereits geleert, als Hellmann zum Interview auf dem Rasen gebeten wurde. Nicht eine Silbe zu den Ausschreitungen mit – keine Ahnung – wohl 100 oder 200 Brandsätzen inkl. Raketen u. Böllern. Stattdessen – die Giftschwaden hatten sich immer noch nicht restlos verzogen – da salbadert er vom „herrlichen Duft des frischen Rasens“ und von der unvergleichlichen „Authentizität“ der Veranstaltung in diesem traditionsreichen Stadion etc. etc. – an Absurdität schlicht unüberbietbar. Wer um die spezielle Randale-Situation der Eintracht weiß und auch, dass da deren Vorstand spricht, musste denken, dem hat man ne Gehirnwäsche verpasst oder jemand hält aus dem Off ne Knarre auf ihn.
    Ja, es gibt ein striktes Stillhalteverdikt – und selbstverständlich auch für Spieler, obwohl die zeitweise den hochtoxischen Ätzqualm bei höchster Atemfrequenz in die tiefsten Winkel ihrer Lungen pumpen müssen.
    Das aberwitzige Narrativ von einigen wenigen Einzeltätern wird konsequent weiterhin propagiert. Und es wird zuweilen immer noch geglaubt – wenn auch nur noch von einigen wenigen bedauerlichen Ignoranten. Dabei weiß ich aus verlässlichem Mund, dass EF eine Vielzahl von Namen einschlägiger Pyromanen sowie deren unmittelbarer Supporter vorliegt. Wenn die Verantwortlichen tatsächlich handeln wollten, könnten sie Maßnahmen ergreifen, um zumindest die Zündelei effektiv einzudämmen.
    Ähnliches gilt für die laut offizieller Verlautbarung „vereinzelten“ Judensau-Brüller gg. Strasbourg. Ich weiß es von Verwandten bzw. Bekannten aus der jüdischen Gemeinde Ffm, die die Rufe – wenn auch nur kurzzeitig – aber eben nicht einzeln, sondern aus rund 30 Fressen unisono erlebt haben – und weil sie versucht hatten, dem Einhalt zu gebieten auch noch attackiert wurden. Dazu wird angeblich zwar immer noch „ermittelt“, aber ob der Vorfall letztlich der Wahrheit entsprechend dargestellt wird, würde ich stark bezweifeln.

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  24. Ich weiß, das ging zeitweise ganz hieß her und war dann leider doch einmal zu viel über die Grenze: Aber zizou, ich finde es gut dich wieder dabei zu haben! Ohne inhaltlich drauf einzugehen, oder die Schärfe mancher deiner Beiträge zu veruteilen oder gutzuheißen. Einfach nur, weil Vielfalt und Argumentation hier im Forum gut sind.

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  25. Das Wort Pöbeln kommt vermutlich von Pöbel. Einen Menschen mal eben so als Hurensohn zu bezeichnen, halte ich für Pöbelei. Deshalb erlaube ich mir diese „Fans“ und deren Entourage auf den Rängen und hier in diesem Forum, die das gutheißen, als Pöbel zu bezeichnen. Und für diesen Pöbel darf man sich gerne fremdschämen.

    Peter Fischer sagt immer gerne “ die Eintracht ist bunt „. Mir wird´s inzwischen zu bunt. Wenn´s gegen Homophobe oder AfD-ler geht, ist unser Peter ganz schnell dabei. Ich vermisse in der Sache NLZ/Möller mal eine Ansage von ihm. Soll ich jetzt unterstellen, dass er dieses Verhalten billigt?

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  26. @29 zizou
    Es bringt keinen weiter die Themen zu vermischen.
    Eins ist das Thema Möller, das Andere ist das Thema Pyro.
    Welche Ausdrucksform der Fans der Verein akzeptiert und welche nicht ist deren Entscheidung.
    Wenn es ein Problem in der Causa Möller gibt, dann sollte dieses geklärt werden. Derzeit gibt es keines.
    Möller ist meines Wissens nicht Teil von Eintracht Frankfurt. Was UF und NWK dazu schrieben ist ‚eigentlich‘ komplett irrelevant.
    Das Einzige, was ich ihnen tatsächlich vorwerfe, war die negative Beeinflussung der Stimmung beim EL-Spiel durch dieses Thema, sowie die Art und Weise der Kommunikation mit den Verein.

    Wenn es, rein hypothetisch, bei EF irgendwann keine Ultras und keinen NWK-Rat mehr geben sollte wird sich die Kurve durch andere traditionsbewusste Bewegungen besetzen. Ob die dann für dich und mich besser oder schlechter sein und uns mit Wortwahl und Aktionen repräsentieren würden lasse ich mal dahingestellt.

    Ich erkenne hier grundsätzlich ein Problem bei der Kommunikation. Dieses Thema kommt meines Wissens nicht vom Verein selbst, sondern ursprünglich von den Ultras. Sie führen den Konflikt mit dem Verein in der Öffentlichkeit, hängen Pamphlets mit ihrer Meinung auf und nennen sich ‚Großteil der Fans‘ (vielleicht war das auch lediglich in der Mitteilung der NWK..ich bin mir nicht mehr ganz sicher und finde das Pamphlet gerade nicht mehr).
    Ich bezweifle, dass dies im Sinne des Vereins ist. Dennoch sollte es seitens des Vereins derzeit keine Aktion geben, denn tatsächlich ist noch nichts Gravierendes passiert. Aber der Verein muss sich natürlich darauf vorbereiten sich von diesen Gruppen notfalls zu distanzieren, wenn diese nicht im Dialog, sondern mit Mitteln der Erpressung agieren. Das kann kurzfristig heftiger werden, aber würde dem Verein natürlich dienen.

    Wer mich nicht versteht, dem möchte ich aus der Stellungnahme des NWK-Rats zitieren:

    ‚Sein fachliches Wissen kann und soll hier nicht beurteilt werden. Was aber sehr wohl beurteilt werden kann, sind die schwachen Charakterzüge von Andy Möller. Diese stehen so ziemlich für das Gegenteil unserer Werte wie z. B. Vereinstreue und der Stolz, den Adler zu tragen. Für uns drängt sich deshalb die Frage auf, wie Andy Möller unseren zukünftigen Spielern die Eintracht-DNA vermitteln soll? Er hat sie in der Vergangenheit mehrfach mit Füßen getreten und steht voll und ganz für den modernen Fußball, in dem jeder, der nicht dem großen Geld folgt, als Fußball-Idealist belächelt wird. Jemand mit diesen Werten kann kein Vorbild sein.‘
    Hier wird ein früherer Spieler, ohne diesen persönlich zu kennen, niedergeschrieben. Es handelt sich um Verleumdung.
    Und ich denke nicht, dass es Teil der zukünftigen Eintracht-DNA sein sollte, frühere Spieler, die Großes für den Verein geleistet haben, zu verleumden.
    Dies entspricht keinesfalls den Werten, mit denen ich mich identifiziere. Ob dies Werte des Vereins sind bezweifle ich stark.

    ‚Wenn sein Name dann dennoch kursiert und die Verantwortlichen ihn als die Ideallösung sehen, dann sehen wir auch etwas: nämlich rot. Qualifikation, erfülltes Anforderungsprofil und sportliche Sachzwänge hin oder her – Andy Möller hat bei unserem Verein nichts verloren! Und Fredi Bobic sollte es mit seinen Entscheidungen, die dem Geist von Eintracht Frankfurt nicht entsprechen, nicht übertreiben.‘

    Hier wird ganz unverhohlen dem Verein gedroht. Das impliziert, dass die Autoren sich nicht als Teil von ‚Eintracht‘ Frankfurt, sondern lediglich als Teil eines ‚Geistes Eintracht Frankfurt‘ sehen.
    Der Rat und die Ultras sehen nach meiner Interpretation einen ‚Geist Eintracht Frankfurt‘, den zumindest ich nicht sehe.
    Das ist ihr gutes Recht, aber man sollte nicht davon ausgehen, dass sich der Verein nun ernsthaft mit ihrer Causa auseinandersetzt .. sondern eher damit, in welcher Art und Weise man sich von diesen Geistlichen möglichst schadlos distanzieren kann.

    Denn welcher Verein braucht stolze und vereinstreue Fans, die dem Verein beim kleinsten Mißfallen öffentlich drohen?

    Ich schätze, die Sichtweise des Vereins daher so ein:
    Unverkennbar gibt es eine radikale Fraktion innerhalb der Fanszene, die sich für Belange einiger (derzeit nicht zahlenmäßig, oder prozentual messbare) Fans notfalls mit Zuhilfenahme von Gewalt einsetzen möchte: ‚wir sehen rot‘
    ‚Bobic .. sollte es nicht übertreiben‘

    Ob man diese Fans nun als mögliche Terroristen oder Freiheitskämpfer einstuft: das bleibt jedem selbst überlassen.
    Tatsache ist, dass sie sich nicht gesprächsbereit zeigen und dementsprechend einzuordnen sind.

    In jedem Fall erwarte ich im Fall der Fälle bei einer möglichen zukünftigen Konfrontation eine ordentliche Mitgliederversammlung, die über die Akzeptanz oder Duldung dieser Gruppen entscheidet und sich notfalls dann distanziert.

    Ob ich übertreibe? Keine Ahnung!
    Ich nehme sie jedenfalls beim Wort.
    Natürlich können andere sie auch gerne als ‚Karnevalsverein‘ sehen und die Drohungen als humoristisch einschätzen. Das ist jedem selbst überlassen.

    Eintracht steht meines Erachtens für den Zusammenhalt der Mitglieder des Vereins. Diese entscheiden, um bei der in diesem Falle gar nicht so verkehrten Wortwahl des NWK-Rats zu bleiben, im Sinne der ‚DNA‘ von Eintracht Frankfurt. Nicht im Sinne irgendwelcher Geister.

    Pyrotechnik ist eine komplett andere Thematik und man tut sich m.E. keinen Gefallen, die Causa Pyrotechnik mit öffentlichen Drohungen an den Verein gleichzusetzen.

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