Trennen sich nach dieser Saison ihre Wege? Frankfurts Trainer Adi Hütter und Stürmerstar Luka Jovic stehen vor richtungsweisenden Wochen. (Foto: imago Images/Schüler)

Luka Jovic: Die aktuell wohl am heißesten gehandelte Aktie bei der Eintracht. Laut diversen Medienberichten ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit bis der serbische Stürmer einen Vertrag bei Real Madrid unterschreibt. Nun äußerte sich sein Trainer Adi Hütter zu den Gerüchten. Und der ließ durchblicken, dass ein Abgang tatsächlich bevorstehen könnte.

Medienberichte uneins – Hütter gewinnt Abgang Positives ab

Die spanische „AS“ berichtete bereits in diesen Tagen, dass Jovic ein unterschriftsreifer Vertrag von den Königlichen vorliegen soll. Rund 60 Millionen Ablöse sollen fließen, der 21-Jährige über fünf Jahre 50 Millionen Euro Gehalt kassieren. Die „Bild“ ruderte hingegen zurück und meldete, dass sich beide Vereine zwar unterhalten, aber bei der Ablöse noch weit auseinander liegen. 50 Millionen und nicht mehr wollen die Spanier demnach bezahlen. Einen Spieler in diese Summe noch verrechnen. Für den derzeit wohl begehrtesten Jungstürmer Europas ein Witz. Möglich also, dass die Verhandlungen doch noch platzen? Halbe Sachen dürfte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic keine machen. Und klar ist auch: Jovic will nicht um jeden Preis weg. Das ließ Adi Hütter am Freitagmittag ebenfalls durchblicken.

Bleiben oder gehen? Jovic tut sich schwer

Große Trauerzustände würde ein Jovic-Abgang bei Hütter aber auch nicht nach sich ziehen. „Wenn es so sein sollte, dann haben wir alle gewonnen. Wenn wir so einen jungen Spieler zu einem der größten Vereine der Welt bringen können, dann haben alle Beteiligten etwas richtig gemacht.“ Doch in trockenen Tüchern sei in dieser Personalie tatsächlich noch nichts, ließ der 49-Jährige verlauten: „Mich würde es unglaublich stolz machen, wenn ein Spieler, den ich trainiert habe, den Weg dorthin schafft. Der Weg ist aber noch ein Stück weit weg, bis das ganze fertig ist.“ Dass die ganze Situation einen jungen Mann wie Jovic kalt lässt, schloss Frankfurts Coach allerdings auch aus: „Das geht nicht alles spurlos an ihm vorbei.“ Doch den Grund dafür sieht der Vorarlberger weniger darin, dass der Nationalspieler von den Angeboten den Kopf verdreht bekommt oder gar abhebt, sondern vielmehr an der kniffligen Entscheidung, die der Offensivmann nun treffen muss: „Wenn du in diesem Alter ein solches Angebot hast, ist das einerseits erfreulich und schön, andererseits weiß ich auch, dass er sich hier unglaublich wohl fühlt. Dann ist es nicht einfach wegzugehen.“

Bei den Bayern: „Jovic wird sich komplett ins Zeug legen!“

Dennoch könnte der erst im April festverpflichtete Jovic in seinem möglicherweise letzten Spiel für die Eintracht am Samstag bei den Bayern nochmal zu einem wichtigen Faktor werden. Und dass er in der Liga aktuell eine Ladehemmung hat sei ja ohnehin nur die eine Seite der Medaille, schließlich habe er gegen Chelsea in beiden Spielen seine Klasse mit zwei Toren eindrucksvoll nachgewiesen. Und gegen den Rekordmeister könnte er in vorderster Front schließlich auch wieder Unterstützung von Sébastien Haller erhalten, der zuletzt aufgrund seiner Spielweise, die die Mitspieler besser macht, schmerzlich vermisst wurde. Auch von Jovic. Für Hütter ist aber ohnehin klar: „Wenn es morgen sein letztes Spiel für uns sein sollte, wird er sich nochmal komplett ins Zeug legen und zeigen, wie wichtig er in diesem Jahr für uns war.“ 

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19 Kommentare

  1. Da Jovic auch durchaus mit dem Gedanken spielt, über die Saison hinaus bei der Eintracht zu bleiben, wäre doch eine Entscheidung vor dem letzten Spiel absolut unnötig und voreilig.
    Ich bin mir sicher, dass er erst nach dem Spiel am Samstag eine Entscheidung treffen wird.

  2. @6: hoffe auch, der Kelch geht an uns vorüber und er macht Kasse in England, um sich seine dämlichen Sportwagen und Pokereinsätze zu finanzieren.

    Auf geht’s, Eintracht!!!

  3. Leude…mir treibt’s fast Tränen in die Augen, ich wohne in unmittelbarer Nähe zu einer Kindertagesstätte, sitze gerade bei geöffneten Fenster im Wohnzimmer und die Erzieherinnen üben gerade mit den Kindern wie man „Auswärtssieg… Auswärtssieg…“ anstimmt!!!

  4. @5: in solchen Becken fischen wir noch lange nicht. Warum sollte er „stand jetzt“von Bremen nach Frankfurt wechseln?

  5. Ich wäre dafür. Klasse Mann
    Er wird genauso menschlich Unterschätz wie Kostic. Im richtigen Umfeld ist er Gold wert

  6. Ich denke auch das Kruse uns durchaus weiterhelfen könnte. Ihn zu reduzieren auf Pokerfreund und Söldner halte ich für falsch… Haben wir ja bei dem Kollegen Kostic gesehen… wie wurde hier geschrieben das wir so einen nicht brauchen… aber letztenedlich entscheiden es zum Glück eh nicht wir 🙂

  7. Was Kruse betrifft weiss ich auch nicht so recht. Ich wuerde eher auf hoffnungsvolle junge Talente/Spieler setzen, ausgewaehlt mit gutem Auge und guter Recherche. Deswegen hab ichs hier mal reingeworfen. Hat mich interessiert wie ihr es seht 🙂

  8. ja, deswegen fragte ich euch wie ihr das findet,…sie hatten einige male bereits sehr positiv ueber ihn gesprochen, Fredi, auch Adi…

  9. Ja wenn Max Lust hat, klar. Allerdings ist das unwahrscheinlich. Mit Platz 8 ist ja nun zu rechnen und das ist nicht europäisch. Geld gibt’s auch nicht mehr als in Bremen.

    Ein Kollege von mir hat mit ihm die Schulbank gedrückt, die beiden sind auch heute noch befreundet. Er würde sehr gut nach Frankfurt passen, sagt er.

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