Erik Durm freut sich auf seine Zeit in Frankfurt. Foto: imago images / PRiME Media Images

Die Frankfurter Eintracht hat wieder einen Weltmeister in ihren Reihen. Mit Erik Durm kommt nämlich eben nicht nur ein ehemaliger Dortmunder und DFB-Pokalsieger, sondern auch ein Teil der deutschen Nationalmannschaft, die sich 2014 in Brasilien zum Champion krönte. Zwischendurch standen beim 27-Jährigen aber mehrere Verletzungen, unter anderem zwei Knie-Operationen. Nach einem Jahr bei Huddersfield Town kehrt der Abwehrmann nun also in die Bundesliga zurück, die er am heutigen Mittwoch selbst als seine „Heimat“ bezeichnete.

Durm betonte, wie froh er über diese Rückkehr ist und dass er von Beginn an von der Frankfurter Eintracht begeistert gewesen sei: „Es war sehr angenehm, alles sehr familiär. Das war auch einer der Gründe warum ich hier her wollte, abgesehen von der sportlichen Situation. Ich glaube das Gesamtpaket in Frankfurt passt perfekt zu mir. Es gibt hier eine tolle Perspektive und ein riesiges Potenzial. Ich hatte super Gespräche mit dem Trainer und Fredi Bobic. Da war mir sehr schnell klar, dass ich hier her möchte und dafür bin ich allen sehr dankbar.“ Ein weiterer Grund für seinen Wechsel sei der ausgezeichnete Ruf gewesen, den die SGE genießt: „Eintracht hat einen sehr guten Ruf in England. Ich habe viele Spiele in der Europa League gesehen. Das Fußballerische und der Zusammenhalt in der Mannschaft und im ganzen Verein war sehr beeindruckend.“

Obwohl er selbst in Dortmund und dann auch in Huddersfield Stammspieler war und Weltmeister ist, habe er keine Ansprüche, so Durm. Vielmehr wolle er durch Leistung überzeugen. „Ich will erstmal gesund bleiben, ohne große Verletzungen. Dann will ich jeden Tag Gas geben und so meine Spielminuten bekommen. Es geht mit darum dem Team so gut es geht zu helfen, denn die Mannschaft steht über allem“, so Durm. Dabei betonte er, dass ihm auch seine Erfahrungen aus England helfen können: „Für mich war die Premier League eine super Erfahrung. Sie ist eine der besten Ligen der Welt mit tollen Einzelspielern. Das Spiel ist sehr physisch, sehr körperbetont, es wird weniger abgepfiffen. Es war für mich und die Mannschaft sehr, sehr bitter, dass wir abgestiegen sind, aber ich komme da gestärkt raus.“

Durm ist ein Spieler, der ganz nach dem Geschmack der Eintracht ist: erfolgshungrig, mannschaftsdienlich und variabel. „Ich sehe mich als Linksverteidiger in der Vierer- oder Fünferkette. Ich kann aber auch rechts spielen, das kommt mir zu Gute.“ Ein weiterer Vorteil des Wechsels zu den Hessen: Der in Pirmasens geborene Ex-Nationalspieler ist wieder nah an seiner Familie, die rund 150 Kilometer entfernt wohnt. „Für mich ist es fast wie ein Nachhausekommen. Die Bundesliga ist meine Heimat, ich bin sehr froh wieder hier zu sein. Ich komme 150 Kilometer von hier, das ist überschaubar. Da freut man sich, wenn die Familie und Freunde zu den Spielen kommen können. Aber das war erstmal nur das i-Tüpfelchen“, erklärte der 27-Jährige.

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12 Kommentare

  1. “ Der 1.FC Köln hatte Interesse signalisiert und der FC Schalke 04, mit dem Durm konkrete Gespräche geführt hat. Das lag in erster Linie an David Wagner, den neuen S04-Trainer, der den siebenfachen Nationalspieler schon bei der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund und eben in Huddersfield unter seinen Fittichen hatte. „Dave war meine großer Förderer, zu ihm habe ich ein super Verhältnis“, sagte Durm erst kürzlich im „Kicker“.“

    Wenn trotz dieser Gegebenheiten ( ehemaliger Trainer + vermutlich mehr Kohle ) die Schalker leer ausgehen, dann kann man erkennen was sich in den letzten beiden Jahren bei der Eintracht bewegt hat. Dass ein Spieler der es sich aussuchen kann, die Eintracht gegenüber Schalke vorzieht war vor kurzer Zeit noch unvorstellbar. Kompliment für die gute Arbeit an alle Verantwortlichen!!!

  2. @1:
    Ja, das habe ich auch gedacht. Im Gegensatz zu Schalke haben wir aber auch noch die Möglichkeit international zu spielen.

    Gruß SCOPE

  3. Zu Jip Molenaar:

    Sohn von Keje Molenaar möglicherweise nach Eintract Frankfurt
    Quelle: Groot Waterland Groot Waterland
    20. Juni 2019, 13:13
    Der FC Volendam läuft Gefahr, ein weiteres Jugendprodukt zu verlieren. Gut informierten Quellen zufolge steht Jip Molenaar (Sohn von Keje) vor einem Wechsel zum deutschen Subtopper. Der 18-jährige Stürmer bestritt seine Spiele in der vergangenen Saison hauptsächlich für die U19 des FC Volendam.

  4. Geilo! Da sehe ich einige Parallelen zu Kostic, eigentlich immer sehr gut, aber bei bestimmten Stationen war es einfach nur scheiße (und auch noch dauernd abgestiegen :-D) für alle. Dann kam er zu uns und es passte. Ich hoffe mal, dass das bei Durm auch so wird! Ablösefrei, daher ohne Risiko für uns. Ins Gehaltsgefüge wird es schon passen und er macht einen dankbaren und bodenständigen Eindruck!

  5. Jetzt geht’s doch langsam los mit den Transfers und der Durm passt glaub ich gut zu uns. Vielleicht noch der Kohr dann wären doch ein paar Baustellen weniger.

  6. Also wenn Dejan perspektivisch langsam rangeführt werden soll, dann würde ich bei Jip ganz stark auf u19 tippen. Sonst bleibt einer auf der Strecke… meint ihr nicht?

  7. @7. windstorm: Den Gedanken hatte ich auch. Wenn Jip kommt (ich liebe holländische Namen!), dann idealerweise ein Jahr recht fest U19, bevor er ein weiteres Jahr dann zum ranführen regelmäßig im Profikader mittrainiert (oder verliehen wird). Also in zwei Jahren, wenn es passt, an der A-Elf dran. Dejan dann, wenn es passt, in einem Jahr. Und noch ein Jahr später als die beiden führen wir dann jetzige eigene U17er ran 🙂

  8. Laut TM wurde Molenaar zur U19 geholt. Er hat bisher auch nur in der U19 bzw. 3. oder 4. Liga in Holland gespielt.
    Also etwas für die Zukunft.

  9. Jawoll!!!
    Find ich gut.
    Bei Durm habe ich ein sehr gutes Gefühl.
    Klar ist viel Standardgerede dabei.
    Aber man liest schon bodenständige, ehrliche Aussagen raus.
    Beeindruckend, wie Bobic, der Trainer und das Umfeld mittlerweile auf klasse Spieler wirken und wir sogar Schlacke und Golfsburg vorgezogen werden.
    Und in einer starken Liga, wie der englischen, so positiv wahrgenommen zu werden kann einen Eintrachtfan nur happy machen.

    Klasse Entwicklung die letzten 3 Jahre.

    Ich hab richtig Bock auf die neue Saison!

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