Die Eintracht kann trotz Remis die Qualifikation für Europa feiern. Die Erleichterung war nach Abpfiff groß, denn irgendwie war es wohl für alle eine seltsame Saison. (Foto: imago images / Sven Simon)

Die Eintracht wollte in ihrem letzten Auswärtsspiel der Saison bei kriselnden Gladbachern den sechsten Tabellenplatz endgültig sichern. Die Ausgangslage war klar: Mit einem eigenen Sieg hätte den Hessen den Tabellenplatz niemand mehr streitig machen können. Am Ende entwickelte sich ein Spiel, welches sehr gut als Spiegelbild der Saison fungieren kann. Viel Aufwand, wenig Ertrag und erneute individuelle Fehler, die eiskalt bestraft werden. Mit dem Remis haben die Adlerträger zumindest die internationale Teilnahme gesichert und können nur bei einem Hoffenheimer Wunder noch vom sechsten Rang gestoßen werden. SGE4EVER.de hat das Spiel wie immer noch einmal analysiert:

Offensive Aufstellung – Defensive Aussetzer

Eintracht-Trainer Dino Toppmöller ging die Partie sehr offensiv an. Mit Ansgar Knauff auf der Position des linken Verteidigers und Junior Dina Ebimbe auf der rechten Seite boten die Frankfurter enorm viel Geschwindigkeit auf. Der Schachzug mit Knauff sollte auch aufgehen, denn durch seine Aufstellung konnte die Gladbacher gefährliche rechte Seite nahezu ausgeschaltet werden. Die Frankfurter signalisierten direkt nach Spielbeginn, dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollten und konnten doch einmal mehr nicht genügend Torgefahr entwickeln. Falsche Laufwege, zu wenig Bewegung ohne Ball, Fehlpässe und falsche Entscheidungen führten dazu, dass die Adlerträger aus ihrer optischen Überlegenheit keinen Nutzen ziehen konnten. Und dann kam es wie es so oft in dieser Saison kam: Defensive Aussetzer, Einladungen an einen schwachen Gegner zurück ins Spiel zu kommen und schon sollte die erste echte Torchance wieder einmal zum direkten Gegentor führen. Die kriselnden Gladbacher hatten bis zu diesem Zeitpunkt keinen wirklichen Zugriff auf die Partie, wirkten verunsichert und hatten bis zur unerwarteten Führung kaum Gefahr ausgestrahlt. Die Frankfurter brauchten einen Augenblick um den erneuten Rückstand zu verdauen, arbeiteten sich dann aber sukzessive zurück ins Spiel. Irgendwie typisch war dann, dass der Ausgleich ausgerechnet durch Ebimbe fiel, der zuvor mit seinem eklatanten Stellungsfehler den Rückstand überhaupt erst einleitete. Alleine dies symbolisierte so viel dieser SGE-Saison: Ebimbe wechselte auch innerhalb dieser Partie ähnlich wie die Eintracht als Ganzes zwischen Genie und Wahnsinn und auch deshalb ist diese Saison für viele im Umfeld der Hessen so schwer zu greifen.

Kurze Druckphase in der zweiten Halbzeit reicht nicht

Zu Beginn der zweiten Halbzeit spielten die Frankfurter endlich einmal so, wie es sich vermutlich die meisten Fans wünschen. Die Mannschaft von Toppmöller presste früh, zwang die Gladbacher zu Fehlern und konnte sich so in der gegnerischen Hälfte festbeißen. Trotz zahlreicher aussichtsreicher Angriffe fehlte am Ende doch wieder die letzte Entschlossenheit, vielleicht auch das nötige Quäntchen Glück. Die Hessen konnten nichts aus ihrer Überlegenheit machen und ließen das Spiel dann mit zunehmender Spieldauer ähnlich wie der Gegner mehr und mehr vor sich hinplätschern. Es fehlte dem angekündigten Slogan „Für Seppl, für Hase, für uns“ ein stückweit eingehauchtes Leben auf dem Feld. Und so verließ man sich kurz vor Spielschluss auf die Unfähigkeit der Konkurrenten und spielte nicht mehr mit letztem Risiko auf Sieg. Ein Freiburger Tor in der Nachspielzeit hätte diese Herangehensweise jedoch schnell bestrafen können. Am Ende ist es dann eben aber doch so, dass die Tabelle zum Schluss der Saison nicht lügt und die Eintracht befindet sich nunmal seit dem 16. Spieltag auf dem sechsten Tabellenplatz. Auch wenn es nur daran liegen mag, dass die Gegner ihre vielen Chancen nicht genutzt haben, ist die SGE eben am Ende doch noch stabiler gewesen als ihre Verfolger und steht demnach nicht zu Unrecht auf diesem Platz.

Schonungslose Analyse im Sommer

Nach der Partie herrschte eine ambivalente Stimmung rund um die Hessen. Einerseits war die Freude groß, dass man mit dem Remis die internationale Teilnahme im kommenden Jahr sichern konnte. Andererseits hätte man gerne mit einem Sieg den sechsten Platz fixiert und diese Gelegenheit genutzt, um Sebastian Rode und Makoto Hasebe in der kommenden Woche einen perfekten Abschied zu bieten. Die Platzierung ist das Maximum, was man in einer solchen Umbruchssaison erwarten konnte und demnach mehr als zufriedenstellend. Dieser Erfolg darf jedoch nicht über die vielen Baustellen und eklatanten Schwächen hinwegtäuschen. Die Gründe ausschließlich im Kader zu suchen, ist genauso falsch wie die Gründe nur bei Toppmöller zu suchen. Es ist am Ende vermutlich eine Mischung aus allem, aber die SGE wäre gut beraten ihre Sommertransfers endlich auch in Richtung Charakter, Leidenschaft und Führungsspieler auszurichten. Es fehlte in dieser Saison zu oft die Leidenschaft und die Magie des Waldstadions konnte deshalb nur selten aufblitzen. Die Mannschaft ist inzwischen mit vielen jungen und weiterentwicklungsfähigen Talenten gespickt und doch darf die Identität der Eintracht dabei nicht verloren gehen. Gerade deshalb hat auch der Ausfall von Kapitän Rode, der nahezu die gesamte Saison nicht die erhoffte Rolle spielen konnte, so schwer gewogen. Mit der erneuten Europa-Teilnahme haben die Frankfurter das bestmögliche aus dieser schwierigen Saison gemacht und müssen diese große Chance nun nutzen und die Saison schonungslos analysieren. Dabei darf sich niemand aus der Kritik herausnehmen, denn nur dann ist eine tatsächliche Besserung der Spielweise, der Emotionalität und eine Weiterentwicklung möglich.

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20 Kommentare

  1. Guter, ausgewogener Kommentar.
    Es geht darum, die fehlenden Elemente in der Sommerpause zu füllen.
    Das sind einerseits klar puzzlestücke in der Mannschaftszisammenstellung als auch zu fragen, ob ein anderer Impuls auf der Trainer Bank kommen sollte.
    Die Trainerfrage ist im Gegensatz zu vielen hier für mich nur eine der Fragen, die beantwortet werden muss. Ich hab auch keine Antwort, die müssen die Verantwortlichen finden, was auch besser ist, als auf egal wen bei social media zu hören. Wenn ich n Vorschlag hätte : das zentrale Mittelfeld konnte nicht ansatzweise den Weggang von Sow und Kamada verkraften.
    Gefühlt sind wir alle unzufrieden, obwohl Platz 6 eigentlich ein toller Erfolg ist…. Komische Saison. Hoffentlich mit einer anschließenden guten Fehleranalyse.
    Ich glaube nicht an ein Hoffenheimer Wunder. Eher daran, dass der bvb den pott holt. Und ich weiss gar nicht, ob CL nächstes Jahr so gut für uns wäre. Klar, mehr Kohle, andere Möglichkeiten bei Spilertransfers usw… Aber ohne die CL können sich ein paar unserer Talente besser entwickeln, ich bin gespannt auf die Entwicklung von Chaibi, Nkounkou, Larsson, Matanovic, Uzun oder Brown…

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  2. Ja, die Aufarbeitung der Saison muss kommen, aber bitte nach dem letzten Spiel und an besten mit ein paar Tagen Abstand.

    Wenn keine astronomischen Summen gezahlt werden, würde ich keinen Leistungsträger abgeben. Von der Ablöse für Muani ist noch einiges vorhanden und nach den Umbruch letzte Saison sollte diesen Sommer der Fokus auf eine Verbesserung des Kaders an einigen Stellschrauben gelegt werden.
    Je einen gestandenen neuen Rechts- und Linksverteidiger, einen neuen DM und einen neuen MS.
    Spieler mit Potenzial, die noch nicht wir genug sind (Ferri, Baum) verleihen.
    Spieler, die schon diese Saison keine große Rolle gespielt haben abgeben.

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  3. zu @2 ist tatsächlich von den Muani Millionen noch etwas vorhanden?

    Nicht vergessen Spieler-Berater verdienen dazu. Damit ein Spieler bei uns unterschreibt müssen unter Umständen auch Handgelder bezahlt werden. Muani soll als er zu uns kam 5 mio Handgeld kassiert haben. Bei Koch un Skihri sah es nicht anders aus ……

    Der Pacho wird wenn wir Glück haben gehen für eine nicht unbeträchtliche Summe, der teure Laden muss ja finanziert werden. Bei Lindström hatten wir sehr viel Glück….

    Außerdem muss man auch so Spieler wie Hauge, Alario, Nangkam abschreiben…. Es klappt nicht immer mit den Wertsteigerungen….

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  4. Ich würde begrüßen mich erstmal darauf zu konzentrieren, den 6 Platz zu sichern. Ist mir egal wie unwahrscheinlich es ist. Stuttgart hat auch schon mal von Europa gesungen und wir dann in Berlin noch die Bayern geschlagen. Dementsprechend gibt es noch nichts zu feiern oder aufzuarbeiten.

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  5. Es wird kommende Saison so oder so wieder viel Bewegung im Kader geben. Zusammen mit den Neuzugängen und den zur Zeit verliehenen Rückkehrern stehen mehr als 40 Spieler auf der Gehaltsliste der Eintracht-Profis. Trotz Mehrfachbesetzung auf einigen Positionen besteht dort immer noch Handlungsbedarf. Ein Beispiel dafür ist die rechte Abwehrseite, die seit dem Abgang David Abrahams nicht wieder adäquat besetzt werden konnte. Ein weiteres Beispiel ist der linke Flügel. Knauff hat seine Sache in M´Gladbach und auch in einigen anderen Spielen sehr gut gemacht. Aber er gehört eigentlich auf die rechte Seite. Und er trifft in den entscheidenden Momenten immer und immer wieder die falschen Entscheidungen. Bahoya ist noch grün hinter den Ohren und Nkounkou eine Wundertüte. Klar, ein Kostić wächst nicht von heute auf morgen nach. Aber wenn man international spielt, braucht man auch schon mal ein paar erfahrene, ausgebuffte Profis. Sonst verabschiedet man sich aus dem jeweiligen Wettbewerb früher, als einem lieb ist. Das haben wir schon in der drittklassigen Conference League schmerzlich erfahren müssen. In der EL oder CL wäre diese Eintracht, wie sie Stand heute aufgestellt ist, schon in den ersten Spielen von den Gegnern überrannt worden.

    Das ist die Kaderseite. Die taktische und Einstellungsseite ist eine andere Ebene. In Gladbach haben wir Glück gehabt, nicht noch ein oder zwei Tore nach zuvor begangenen, wirklich unnötigen Abspielfehlern zu fangen. Wie kann man völlig unbedrängt hintenrum einen gefährlichen Quer- oder Rückpass spielen, den der Gegner abfangen kann? Das lernt man doch schon spätestens in der D-Jugend! Und warum zu wenige Tore geschossen werden, lässt sich bei einem Vergleich mit Leverkusen leicht erkennen. Bei Leverkusens Angriffen sind in Ballnähe rund um den Ballführenden immer mindestens vier Spieler in Bewegung. Jeder weiß, was er zu tun hat. Einer ist immer frei. Der Ball zirkuliert mit oft nur einer Berührung von einem zum nächsten. Und irgendwann ergibt sich die entscheidende Lücke für den gefährlichen Pass. Für die Gegner ist das ziemlich frustrierend, weil sie in Ballnähe meistens in Unterzahl spielen, nicht in die Zweikämpfe kommen und ständig das Gefühl haben, nur Statisten in einer Leverkusen-Vorführung zu sein. Mit anderen Worten: Im Leverkusener Spiel ist ständig Bewegung. Wenn man sich die Eintracht-Spiele im Vergleich dazu ansieht, könnte man weinen. Auch in Gladbach war das komplett statisch. Kaum Bewegung. Jeder steht auf seiner Position und wartet auf den Ball. Selbst die Grundregel „Gehe zum Ball, wenn Du angespielt wirst“ wird oft vergessen. So kann immer wieder ein Abwehrspieler dazwischenfunken. Da frage ich mich schon, was die im Training üben. Das sind doch Grundtugenden. Und an dieser Stelle kommen wir zum Thema Trainer. Strategie, Taktik und individuelle Verbesserung der Spieler sind seine Verantwortung. Wenn wir nächstes Jahr international bestehen wollen, muss hier dringend etwas passieren. Entweder DT besucht nochmal einen Lehrgang oder es kommt ein erfahrener Haudegen, der weiß, wie man eine Truppe führt. Vielleicht kann man DT auch mal für ein Jahr nach Belgien verleihen, damit er sich dort weiterentwickelt? Keine Ahnung – irgendwas muss passieren. Aber was rede ich – eigentlich ist es ja jedem klar. Ich hoffe einfach auf entscheidende Verbesserung und gehe trotz mulmigen Gefühls aus dieser Saison mit Vorfreude in die nächste. Es KANN ja nur besser werden. 😉

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  6. Vielen Dank für Deine wie immer treffende Analyse, liebe Laura! Du hast des Pudels Kern getroffen. Mögen Deine Worte auch im Stadtwald gehört werden, denn ein schieres „Weiter so“ kostet uns doch alle viel zu viele Nerven ;).

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  7. Sehe es auch wie Elde, dass die Aufarbeitung nach dem letzten Spieltag und mit gewissen Abstand erfolgen sollte und muss. Diese Woche heißt sich voll und ganz auf das letzte Spiel zu fokussieren und darauf konzentrieren.

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  8. Eine so grottenschlechte Stimmung rund um unsere Eintracht habe ich schon sehr lange nicht mehr erlebt.

    @ Laura: Wieder ein Top-Artikel von Dir
    @5. lebbegehtweida: Gute Struktur in Deinem Beitrag

    Ich habe für diese Saison eigentlich nur noch einen Wunsch, denn auf dem Spielfeld wird sich auch am letzten Spieltag nichts ändern.

    Am Samstag, 18.05.2024 möchte ich von 14:15 Uhr bis 17:45 Uhr
    von der Haupttribüne, der Gegentribüne und der Nord-West-Kurve
    ein überlautes „TOPPMÖLLER RAUS“ hören.

    Das wäre ein versöhnliches Ende dieser Saison und ein Hoffnungsschimmer für 2024/25.

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  9. Hallo zusammen,

    seit einiger Zeit fühle ich mich unterrepräsentiert – sowohl auf dem Rasen, als auch hier im Forum.

    Ich möchte vorab erwähnen, dass ich diese Saison diverse Spiele nicht, in Zusammenfassungen oder nur in der Konferenz gesehen habe.

    Unterrepräsentiert deshalb, weil ich die derzeitige Stimmungslage als sehr gefährlich erachte. Ich möchte gerne daran erinnern – als wir in Eintracht gegen die Rangers Europapokalsieger geworden sind. Ich persönlich empfand viele Parallelen zwischen unserem Triumph, dem der Bayern (als sie in Wembley die CL gewonnen haben) und dem der Nationalmannschaft 2014. Da hat sich über Jahre hinweg eine besondere Energie aufgebaut – jeweils durch schmerzhafte Niederlagen bestärkt (wie wir und die Lederhosen gegen Chealsea und die Nationalmannschaft gegen Spanien 2010).
    Kann ich dieser Saison allein dadurch etwas positives abgewinnen!?

    Ich möchte heute daran erinnern, weil mir diese Erfahrung gezeigt hat, was alles möglich ist, wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen.

    Wir haben in der Führungsetage (Präsident/Management), auf der Trainerbank und auf dem Spielfeld Wechsel vorgenommen. Wir aber sind immer noch da und von daher sehe ich uns in der Verpflichtung danach zu leben und jeden daran zu erinnern, dass wir noch da sind und wie wir überhaupt hier her gekommen sind.
    Je lauter, desto besser.

    Ich lese hier sehr gerne und bereits recht lange mit und fühle die Beiträge von zB Handkäs oder Olga sehr. Beide (und alle andere auch) haben gefühlt gleichzeitig Recht mit den Dingen, die sie sagen.

    Die derzeitige Stimmungslage läuft meines Erachtens aber Gefahr, zu einem Glaubensbekenntnis zu verkommen, zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung für oder gegen Lager A und/oder Lager B.
    Wohin führt (innere) Spaltung und eine einseitige Betrachtungsweise noch einmal!?

    Als Beispiel, um einmal auf konkrete Themen einzugehen: DT ja oder nein.
    Unabhängig von der Frage, ob Dino ein guter/der richtige Trainer ist (die sowieso niemand von uns seriös bewerten kann): Wie wäre denn eine dritte Möglichkeit (nicht, dass ich dafür oder dagegen wäre), wenn man ihm einen erfahrenen (Chef-/Co) Trainer zur Seite stellt!? Muss es immer direkt eine Entlassung sein!? Sind immer einige wenige Personen für den jeweiligen Gesamt-Miss-/Erfolg hauptverantwortlich!?
    Was passiert eigentlich in den Menschen, die kritisiert werden? Man stelle sich doch tatsächlich mal hypothetisch vor, DT hätte rein objektiv betrachtet alles richtig gemacht diese Saison, wäre der „perfekte“ Trainer für uns bei der aktuellen Spielweise gewesen. Wie würdest du an seiner Stelle über Pfiffe oder „Dino raus“ Plakate/Rufe am 2. Spieltag zum Pausentee bei einem biederen 0:0 zuhause gegen Holstein Kiel denken!?

    Mir geht es nicht um eine persönliche Meinung, mir geht es um Eintracht. Gemeinsam mit den Menschen, die da sind. Und um Eintracht zu erfahren, möchte ich in Eintracht leben.

    Wir alle beziehen (eigene) Emotionen auf die Dinge, auf die wir uns beziehen wollen. Und da ich mich nicht mehr unterrepräsentiert fühlen wollte (sowohl beim Gucken der Spiele, als auch beim Lesen diverser Beiträge), habe ich nun meine Gedanken mit euch geteilt.

    Busenkumpel

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  10. @ 3. pfalzadler11
    „Der Pacho wird wenn wir Glück haben gehen“

    Der liebe Pacho wird uns hoffentlich erhalten bleiben. Wir brauchen ein paar Konstanten in unserem Spiel, die ruhig und erfahren unseren Laden schmeißen.

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  11. Homburg 74, das kann doch nicht Dein Ernst sein.

    Ich möchte nicht, dass wir gegen RBL verlieren.

    Deine „Toppmöller raus Aktion“ könnte nicht nur notwendigen Support verhindern, auch würde es Seppel‘s und Hase‘s Abgang versauen.

    Ob und wann DT zu gehen hat, bestimmen nicht wir Fans.

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  12. @pfalzadler:
    „zu @2 ist tatsächlich von den Muani Millionen noch etwas vorhanden?“

    Wir haben einen Transferüberschuss von 65 Mio. erwirtschaftet. Selbst wenn Skhiri, Koch und Marmoush 5 Mio. Handgeld bekommen hätten, wären immer noch 50 Mio. übrig.

    Natürlich müssen da noch Steuern drauf gezahlt werden, der Kader und Staff bezahlt werden etc. aber inkl. der Kohle für den internationalen Wettbewerb sind wir auf Transfereinnahmen definitiv nicht angewiesen.
    Natürlich kann man auch bei Pacho, Marmoush und/oder Larsson wieder ein fettes Transferplus einstreichen. Aber 1. werden alle drei Spieler ihren Marktwert mit sehr großer Wahrscheinlichkeit eher steigern und 2. sollte es das Ziel sein, die Spieler, die wir entwickeln, mindestens zwei Jahre zu halten. Bei Muani war es halt eine Ausnahmesituation, weil wir am Ende knapp 100 Mio. bekommen haben. Für 85-90 Mio. wäre es nach allem, was man hört, nicht verkauft worden.

    @lebbe:
    „Es wird kommende Saison so oder so wieder viel Bewegung im Kader geben. Zusammen mit den Neuzugängen und den zur Zeit verliehenen Rückkehrern stehen mehr als 40 Spieler auf der Gehaltsliste der Eintracht-Profis.“

    Naja, die nackten Zahlen, muss man aber auch etwas einordnen. Die ganzen U-Spieler wie Lounge, Gebuhr, Bautista etc. stehen formal im Kader, verdienen aber weder viel Geld noch spielen sie in den Planungen bisher irgendeine Rolle. Da geht es eher darum, Vorgaben der UEFA zu erfüllen (einer der Gründe, warum auch Chandler über die Saison hinaus bleibt).

    „Ein Beispiel dafür ist die rechte Abwehrseite, die seit dem Abgang David Abrahams nicht wieder adäquat besetzt werden konnte.“

    Für die Position ist mit Amenda schon Ersatz da, zwar noch jung, aber mit Erfahrung im Profibereich national (Schweiz) und international (EL+CL).

    „Bahoya ist noch grün hinter den Ohren und Nkounkou eine Wundertüte.“

    Richtig, die haben aber letzte Saison auch noch in der zweiten französischen Liga gespielt. Um sich zu entwickeln, brauchen sie Spielzeit. Man kann nicht einerseits junge Spieler sehen wollen und gleichzeitig Konstanz verlangen. Sitzen sie auf der Bank, entwickeln sie sich nicht weiter, spielen sie, machen sie auch mal Fehler.
    In der Offensive ist das zu verkraften. Erfahrung und Konstanz brauchen speziell wir im DM und der Verteidigung. Daher müssen für die AV verlässliche Spieler geholt werden. Max ist solide, aber limitiert, da hoffe ich auf ein Upgrade. Tuta hat den nächsten Schritt nicht gemacht und Buta ist defensiv auch ein Unsicherheitsfaktor, auch da muss ein neuer Stamm-RV geholt werden. Das MF ist mit Skhiri als einziger nomineller DM (der zudem nach seiner Form sucht) zu dünn besetzt. Larsson ist ein großes Talent, aber ist eher der Strippenzieher und Ballverteiler, Zweikämpfen geht er meist aus dem Weg. Hier wäre Groß eine perfekte Ergänzung.

    Das Gute an unserem Kader ist, dass Spieler wie Knauff, Ebimbe, Larsson, Pacho, Chaibi, Bahoya, Ekitiké in der nächsten Saison eher besser sein werden, als in dieser.
    Das, was ich Toppmöller hoch anrechne, ist, dass er den jungen Spielern konsequent Einsatzzeit gibt und ihnen auch nach Fehlern Vertrauen gibt.
    Sonst fehlt ihm halt vor allem im taktischen und gesamtmannschaftlichen Bereich sehr viel. Entweder er weiß nicht, wohin er will oder er kann seine Ideen nicht vermitteln.
    Ich bin gespannt, ob das öffentliche Bekenntnis auch intern so klar feststeht oder ob die Aufarbeitung im Sommer auch im Hinblick auf den Trainer ergebnisoffen ist.

    Man darf aber nicht vergessen, dass auch Trainer, die vor kurzem noch gehyped wurden (Seoane, Fischer, Svensson, Tuchel) diese Saison krachend gescheitert sind. Es ist also mitnichten so, dass ein Trainerwechsel eine Verbesserung garantiert. Wir hatten mit Kovac, Hütter und Glasner jeweils auch richtig viel Glück.

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  13. Ihr habt noch die Millionenprämie von DT für das Erreichen der CL vergessen! :-).

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  14. @elde
    Gut, dass du den Vergleich zu den anderen Trainern ziehst.
    Denn deine Liste ist eigemtlich voll mit Leuten, die hier im letzten Frühsommer als neuen Trainer gefordert wurden.

    Farke : wurde ja hier gehyped, nur um dann in Gladbach unterzugehen.
    Seoane : sollte als Farke Nachfolger endlich mehr Spielstil nach Gladbach bringen. Im Ergebnis sogar noch schlechter als Farke.
    Fischer : komplett unansehlicher Fussball, ohne die fehlenden Ergebnisse diese Saison auch schon Geschichte.
    Svennson : eigemtlich wie jeder Mainz Trainer hier immer mal wieder Thema. Und wie jeder Mainz Trainer stets Strohfeuer und im kommenden Jahr wieder ab Frühjahr Geschichte.

    Spricht das etwa für Toppmöller? Nö. Aber zeigt eben auch, dass möglichst tolle Namen auch nicht erfolgversprechend sind.
    Wer soll denn bitte DT beerben? Kovac? Hat gerade in Wolfsburg mit nem minimum gleichstarken Kader verkackt.
    Glasner nachweisen? Der gute Olli war vorallem Selbstdarsteller. Mit eigener Dazn Serie. Diver zu unpassenden Momenten und im Zweifelsfall eher die Mannschaft vorn Bus geworfen als sich selbst der Kritik gestellt.
    Hütter? Kein Kommentar.
    Dieser tolle Trainer aus St Gillois? Der hat auch nur 1 Jahr Trainer Erfahrung. Und damit schlechtere Erfahrungswerte als „Novize“ Toppmöller.

    Ich sage nicht, dass man DT behalten muss. Aber bevor man nen Trainer rauswirft, sollte man schon nen Plan in der Tasche haben, wie bzw wer es weitergeht.
    Und da fehlt mir zumindest bislang die Fantasie für.

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  15. @ 12 eldelabeha
    Bei deiner Rechnung darf man aber nicht vergessen das wir jetzt im Winter von den 50 Millionen für Ekitike, Bahoya, Brown und der Leihgebühr für vdB usw. geschätzt irgendwo um die 35 bis 40 Millionen ausgeben haben.
    Ohne Uzun, sonst kommen nochmal 10 Millionen dazu.

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  16. @ der Dussel von 16
    Ich habe auch noch Amenda vergessen. War auch nicht ganz so günstig.

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  17. @almei:
    Die Ablösen von Brown, Bahoya und Amenda, sowie die Leihen von Ekitiké, VdB und Kalajdzic sind bereits verrechnet, da die Transfers – zumindest formal – bereits im Winter vollzogen wurden.

    Auf der Ausgabenseite stehen also für den Sommer die Ablösen für Ekitiké, Uzun und Liztes, die wohl insgesamt bei rund 30 Mio. liegen dürften. Damit stehen wir immer noch mit 20 Mio. im Plus, zzgl. der Einnahmen für das internationale Geschäft und dem erneuten erreichen des 5. Platzes im Fernsehranking. Noch ist ja Frankenbach für die Finanzen zuständig, daher kann man fest davon ausgehen, dass hier konservativ geplant wurde und jetzt ein Überschuss da ist.
    Und da bei Jakic, Akman, Hauge und Aaronson wohl von Seiten der Leihvereine Interesse an einer Verpflichtung besteht, darf man auch noch mal von 10-15 Mio. Einnahmen ausgehen.

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  18. Aufarbeitung ist gut, Trainer raus, neuer Trainer rein und ein paar neue Spieler, dann Angriff nach Europa

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  19. @ 18 eldelabeha
    Gebe dir soweit vollkommen recht. Habe gesehen das sind die Daten von Transfermarkt.
    Bei Muani rechnen sie mit den vollen 95 Mio. Manche hier denken ja das da einiges an Bonus incl ist. Das werden wir vll irgendwann erfahren. 🙂
    Die Prämien für die ECL sind ja eher bescheiden. Da haben wir wahrscheinlich das meiste Geld mit 5 ausverkauften Heimspielen verdient.
    Für den Sommer hat man ja ,laut Krösche ,seine Hausaufgaben gemacht. Es wird auf jedenfall spannend. Manche fordern ja mindestens 3 bis 4 gestandene Spieler.
    Chabot für ca 5 Mio wäre ein Schnäppchen
    Hätte auch nix gegen Benes für 2 bis 3 Mio (Ausstiegsklausel bei nicht Aufstieg)
    25 Scorer bei 26 Spielen. Da kann man nichts falsch machen. Ist natürlich nur meine Meinung!

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