Große Erleichterung zum Saisonabschluss bei der Eintracht. Am Ende konnte die SGE den sechsten Platz sichern und doch kam keine richtige Partystimmung auf. Eine seltsame Saison, die irgendwie niemand so richtig einordnen kann. (Foto: Heiko Rhode)

Die Eintracht brauchte gegen Leipzig unbedingt einen Punkt, um den sechsten Tabellenplatz aus eigener Kraft zu sichern. In einem engagierten Spiel der Frankfurter spiegelten sich einmal mehr die Probleme der gesamten Saison wider: Viel eigener Aufwand, wenig Ertrag vor dem gegnerischen Tor und defensive Einladungen an den Gegner, um aus wenig Möglichkeiten viel zu machen. So gerieten die Hessen einmal mehr in Rückstand und konnten zum Schluss glücklicherweise doch noch das 2:2 erzielen und einen versöhnlichen Saisonabschluss erzielen. Eine Saison geht zu Ende, die irgendwie seltsam war und niemand so richtig greifen kann, da das Ergebnis und die Art und Weise eine deutliche Diskrepanz aufweisen. SGE4VER.de hat wie immer versucht das Spiel und in diesem Fall vielmehr die Saison als Ganzes noch einmal zu analysieren:

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle

Genau wie die Emotionen am letzten Spieltag, die zwischen Enttäuschung und Freude schwankten, war es im Grunde genommen die gesamte Spielzeit eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Wenn man ganz ehrlich ist auch mit mehr Tiefen als Höhen. Das klägliche Scheitern im DFB-Pokal und das unnötige frühzeitige Ausscheiden in der Conference-League – die Pokalwettbewerbe, die in den letzten Jahren häufig über schwache Bundesligaspielzeiten hinwegtäuschen konnten, fielen in dieser Spielzeit sehr früh weg. Es fehlte in der Conference-League zudem von Beginn an das nötige Feuer. Es ist schwer zu erklären, ob es die Zuschauer selbst waren, die den Wettbewerb nicht richtig annahmen oder ob dieses gewohnte Feuer nicht entstehen konnte, weil die Mannschaft auf dem Platz nicht annähernd das verkörperte, was die Europa-Eintracht die letzten Jahre ausmachte. Mit dem Wegfall der Pokalwettbewerbe sollte dann durch mehr Trainingszeit und weniger Doppel- oder gar Dreifachbelastung zumindest in der Liga alles besser werden, aber die Rückrunde war am Ende enorm schwach. Eine Weiterentwicklung oder Verbesserung in der Umsetzung der neuen Spielidee war bis zum Schluss nicht erkennbar. Die SGE war zu häufig von der individuellen Klasse einzelnen Spieler abhängig und konnte schlussendlich froh sein, dass Hugo Ekitike in den letzten Spielen fit wurde und so manches rettete.

Eine Geduldsprobe

Es war bereits vor der Saison klar, dass diese Spielzeit eine holprige werden könnte. Tragende Säulen der letzten Jahren haben die Frankfurter verlassen, in der Hinrunde konnte Sportvorstand Markus Krösche aufgrund des späten Abgangs von Randal Kolo Muani keinen Ersatz mehr verpflichten und die Eintracht setzte in ihrer neuen Kaderzusammenstellung auf viele junge Talente, die weder die Liga, noch die Dreifachbelastung gewohnt waren. Zudem ein neuer Cheftrainer, der mit einer neuen Spielidee an den Main kam, um die SGE nach und nach hin zu mehr Ballbesitz zu entwickeln. Eintracht-Trainer Dino Toppmöller probierte viel aus, gab jungen Spielern, auch aus der Not heraus, Chancen und setzte zudem vermehrt auf die eigene Jugend. Dinge, die man dem Coach hoch anrechnen muss, denn genau diese Punkte wurden zuletzt bei den Vorgängern häufig schmerzlich vermisst. Trotzdem gelang es Toppmöller nicht eine wirkliche Spielidee zu entwickeln, die zu den Spielern und ihren Stärken und Schwächen passte. Einige Spieler wie Junior Dina Ebimbe wurden immer wieder auf unterschiedlichen Positionen eingesetzt und andere sind nach guten Leistungen (Nnamdi Collins oder Elias Baum) irgendwie von der Bildfläche verschwunden. Auch Hugo Larsson, der in der Hinrunde mit Ellyes Skhiri das defensive Mittelfeld immer besser im Griff hatte, wurde zuletzt immer häufiger von der Bank gebracht. Eine stabile Achse konnte so nie wirklich entstehen. Die gebetsmühlenartig eingeforderte Geduld mit der neuen Mannschaft und dem neuen Trainerteam wurde lange gewährt und doch machte sich in der Rückrunde nach über 40 Pflichtspielen Resignation und Enttäuschung im Umfeld breit. Immer wieder haarsträubende individuelle Fehler, Disziplinlosigkeiten, Ratlosigkeit und wenig Bewegung im eigenen Ballbesitz und wenig offfensive Durschlagskraft. Im Vergleich zu einigen Pokalauftritten konnte man dem Team in den letzten Wochen zumindest nicht mehr mangelnden Einsatz vorwerfen, aber doch schien die Mannschaft trotz großem Willen nicht wirklich zu können.

Kritische Saisonanalyse enorm wichtig

Während Krösche in der gesamten Saison, egal wie schlecht die Auftritte der SGE auch waren, Toppmöller konsequent den Rücken stärkte, blieb genau diese Stärkung ausgerechnet nach dem Erreichen des Saisonziels am Samstag aus. Statt sich zu freuen und allen Kritikern noch einmal die Meinung zu sagen, änderte sich Krösches Marschroute schlagartig. Eine Saison, in der man nur selten guten Fußball gespielt habe, ein Trainer, der ein schwieriges Jahr gehabt habe und bei dem der Schritt vom Co- zum Cheftrainer ebenso kompliziert gewesen sei – ausgerechnet im Moment des Erfolgs rückt Krösche in seinen Äußerungen sichtlich von seiner Strategie ab. Dies ist allerdings ein extrem gutes Zeichen. Es zeigt, dass der Sportvorstand und auch alle anderen Verantwortlichen der Eintracht verstanden haben, dass es ein „Weiter so“ trotz der Platzierung nicht geben kann. Diese Saison muss akribisch aufgearbeitet werden und die Verantwortlichen müssen genaustens abwägen, ob sie Toppmöller nach 47 Pflichtspielen ohne „spielerischen Durchbruch“ glauben, dass in der kommenden Saison mit einem modifizierten Kader alles gut werden kann. Eines ist sicher: Die Verantwortlichen werden die Kommunikationsstrategie „Umbruch“ und „Geduld“ keine zweite Saison durchziehen können. Das Umfeld ist und bleibt unruhig. Ein schwacher Saisonstart könnte so schnell zu größerer Unruhe führen. Krösche wird jedoch auch sich selbst hinterfragen müssen und muss in diesem Sommer endlich einen „runderen“ Kader liefern. Neben vielen tollen jungen Talenten braucht die Mannschaft auch Erfahrung und vor allem Führungspersönlichkeiten, die in die Fußstapfen der scheidenden Legenden Sebastian Rode und Makoto Hasebe treten können. Es wird daher ein spannender Sommer im Frankfurter Stadtwald und wer weiß, vielleicht wird diese „komische“ Saison dank des BVBs sogar noch mit der Champions-League gekrönt.

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25 Kommentare

  1. Also wenn man genau zuhört in den letzten Minuten dieses Rode-Interviews, dann glaubt er auch nicht mehr wirklich an eine Weiterverpflichtung von Toppmöller. Aber gönnen würde er es ihm schon, erwähnt ja auch, dass er immerhin die Eintracht ins internationale Geschäft geführt hat.

    https://m.youtube.com/watch?v=qmpG0QGirF4

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  2. Treffender Kommentar, nichts neues dabei, aber eine objektivere Zusammenfassung.

    Bis wir etwas neues von den Verantwortlichen hören, wird es sicher noch einen Moment dauern.

    Dann ist ja in Kürze die EM, die mir ziemlich egal ist, ich bin halt nur SGE Fan

    Ich bin mal gespannt, wie es mit Trappo weitergeht, dieses Jahr war er ja doch wesentlich schwächer unterwegs (Rückenleiden?)

    Pacho, Marmoush, ich hoffe wir haben kaum Abgänge dieses Jahr. Das würde sicherlich helfen!

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  3. Eine Saison wie eine Achterbahnfahrt mit Höhen und Tiefen?
    Jein. Was kritisiert wird, ist ja eher das kinderkarussel – langweilige. So viele Tiefen gab’s nicht, 9 Niederlagen sind eigentlich ziemlich gut, dass Problem waren die 14 Remis.

    Ich glaube nicht an einen Transfer von Marmoush oder Pacho diesen Sommer : dafür waren deren Leistung in der Rückrunde nicht spektakulär genug, dass da englische Vereine an unsere finanzielle Schmerzgrenze gehen würden.

    Zu Trapp : ich erwarte, dass wir diesen Sommer ne neue Nr. 2 holen werden, der kommende Saison daran geführt wird, Kevin danach zu beerben. Trapp wird diesen Sommer 34. Wenn die Chance auf nen guten TW auf dem Markt ist, wird man diese nutzen. Nicht falsch verstehen : Trapp ist ne Legende. Aber auch diese werden eben nicht jünger.

    Zu DT : glaube schon, dass er nächste Saison noch unser Trainer ist. Ein Krösche kann sich wegen der Kritik ja nicht hinstellen und sagen, alles lief super,es gab keine Probleme. Von daher ist seine Kritik natürlich ein Zugestehen (ansonsten könnte man ihm ja ne rosa rote Brille medial abdichten). Aber intern wird man natürlich die Fehler ansprechen, aufarbeiten und dann den Weg mit DT weitergehen.

    Im Kommentar werden eigentlich die zwei Hauptprobleme klar benannt : der Mangel an Führungsspielern und die fehlende Bewegung im Ballbesitz. Letztere ist aber nicht Teil der Philosophie von DT (haha, kein Trainer der Welt sagt, lasst uns Standfussball spielen!) Hat er ja oft genug bemängelt bzw auch oft genug zur HZ angesprochen und die Mannschaft dahingehend motiviert.
    War auffällig, dass dies oft genug in den zweiten HZ besser wurde.
    Keine Ahnung wie man das abstellen kann. Glaube eigentlich nicht, dass dies ein Trainer bewusst steuern kann, die Ansagen wirds ja oft genug gegeben haben. Ist das tatsächlich ne Sache von Qualität auf m platz? Hab echt kein Plan…

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  4. Nachtrag : dass unser Spiel anders aussehen kann, haben die paar Spiele mit Kalaidjic gezeigt. Ein Wandspieler vorne, der auch Bälle verteilen kann, verleiht unserem Spiel gleich eine andere Tiefe. Mal schauen, ob Matanvonic das leisten kann. Falls der BVB gegen Real gewinnt und wir CL spielen, sollte man mal darüber nachdenken, einen Haller zurück zu holen. Der ist immer noch mein Paradebeispiel für einen Zielspieler im Aufbau. Wichtigster Mann der damaligen Büffelherde.

    Ohne die CL würde ich Matanovic die Zeit geben, diese Rolle ausfüllen zu können.

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  5. zu 4. begoni
    wenn man höchstwahrscheinlich dem DT eine weitere Chance gibt wieso gibt man unabhängig des internationalen Wettbewerbs dem Matanovic (der war beim KSC in der RR saustark) nicht die Chance. Haller würde ich dagegen nicht holen!

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  6. Den Kommentar von Laura(wie auch von begoni) finde ich wie immer angenehm nüchtern, aber das „(…)schien die Mannschaft trotz großem Willen nicht wirklich zu können.“ kann ich so nicht nachvollziehen. Nach einer starken Druckphase für die Eintracht kamen 2 Gegentore aus den einzigen 2 Chancen, zudem war der Elfmeter für Xavi war eigentlich deutlich weniger verdient als der später für Marmoush, denn Götze dreht sich definitiv von ihm weg und Xavi hakelt nur den Fuß ein, Marmoush ist im Vollsprint und wird am am Oberschenkel ausgehebelt, er hat darauf natürlich spekuliert, aber da fällt man schon wirklich hin. In diesem Spiel war die Eintracht die bessere Mannschaft, Leipzig hat keineswegs was verschenkt und die sind halt auch kein Fallobst.

    In der Conference League hat Toppmöller nach dem sehr unglücklichen Unentschieden durch Einzelfehler im Hinspiel zu vorsichtig agiert und das hat sich gerächt. Gegen Saarbrücken war es auch nicht toll, aber die haben immerhin 3 Bundesligisten inklusive Bayern rausgeschmissen. Gegen an sich schwächere Gegner sollte er eher mal die Zügel los lassen und die Jungs sich Warmschießen lassen.

    Die Auftritte in den am Ende entscheidenden Spielen waren ganz gut: Als Hoffenheim bereits an uns heran gerückt war und viele den Teufel an die Wand gemalt haben, wurden sie an Spieltag 23 oder 24 Zuhause deutlich 3:1 deklassiert. Als Augsburg nah gekommen ist, wurden auch die Zuhause im erneuten 6-Punkte-Spiel deutlich 3:1 nach Hause geschickt. In Gladbach nur Unentschieden, aber jetzt gegen Leipzig haben sie es eben wirklich selbst verdient, Bayern war ja keine Hilfe und Hoffenheim hat mit 10 Toren aus den letzten 2 Spielen wirklich nochmal alles gezeigt und einen würdigen Konkurrenten um Platz 6 abgegeben.

    Insofern kann ich mir gut vorstellen, das Krösche an Toppmöller festhält. Man kann mit einem Trainerwechsel auch ganz leicht das kaputt machen, was funktioniert, das sollte allen klar sein. Bei Köln und Union hat das ja gar nicht funktioniert und wenn dann die zweite Lösung wieder nicht funktioniert, dann ist erst recht Verunsicherung überall.

    Bei der Eintracht hat es aber durchaus funktioniert, erst Platz 8, dann Platz 7, dann Platz 6 und nie einen Platz in der Tabelle wieder verloren. Das klare Ansprechen der Fehler jetzt ist mit Sicherheit auch geplant gewesen. Vorher hat Krösche manche Dinge nicht öffentlich angesprochen, um keine Unruhe aufkommen zu lassen, das hat Christopher Michel bei Fussball2000 schon gelobt. Jetzt, nachdem der Druck abgefallen ist, bringt er die Dinge deutlich zur Sprache, um nicht den Anschein der rosa Brille zu erwecken. An sich würde ich mir ein bisschen mehr Druck für Dino wünschen, er scheint das ja ab zu können und vielleicht ist er ja so ein Typ, der unter Druck besser funktioniert.

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  7. @pfalzadler
    Naja, Ich finde halt, dass dieser Baustein unserem Spiel fehlt und nur darauf hoffen, dass matanovic den Sprung von der zweiten zur ersten Liga hinkriegt, ist mir zu wenig.
    Haller als Person muss net sein. Romantik..ok… Ich meinte aber eher als Spielertyp. Und da sollte man schon 2 Spieler von in seinem Kader haben bei der in der kommenden Saison sogar steigenden Belastung.

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  8. @5, ich bin auch sehr gespannt auf das Duo Ekitiké-Matanovic, die sind beide kombinationsstark und ich denke, das wird gut zusammen passen. Marmoush ist mir bei all seinen Verdiensten dennoch einen Tick zu eigensinnig, er ist so im Tunnel, dass er es immer selbst versuchen will, auch wenn er bereits alle Gegenspieler auf sich zieht und der Mitspieler neben ihm ein komplett freies Tor vor sich hat. Wenn man dem Gegner näher kommt, wird der mögliche Einschusswinkel dagegen immer kleiner.

    Wie er sich den Elfmeter erkämpft hat, war natürlich wieder grandios, Ball erobert, einen ausgespielt, der nächste wusste sich nur noch per Foul zu helfen. Wenn er jetzt noch lernt, den Mitspieler zu sehen und nicht erst abzuspielen, wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt, dann ist er der perfekte Konterspieler und dann wäre er auch für große, englische Clubs interessant, wie er sich das erträumt.

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  9. Ich bleib dabei: Toppmöller muss einsehen, dass er noch viel lernen muss – und Kritik annehmen.

    Aus meiner Sicht kann er hier nur weiter machen, wenn er zwei erfahrene Co-Trainer neben sich akzeptiert. Buck hat sich mit den Ecken und Freistößen als Standard-Trainer mehr als disqualifiziert – und ich sehe gerade, dass wir vier Athletik-Trainer haben.

    Die Mannschaft machte mir nicht wirklich einen fiten Eindruck. Jedenfalls konnte oder wollte man über weite Strecken der Saison nicht ans Limit gehen.

    Vielleicht ist Toppmöller genau das, was man hier sehen wollte, und vielleicht ist er ein super Fachmann. Dann stimmt aber was mit dem Team hinter dem Trainer nicht… Und das Thema Standards scheint die Theorie zu bestätigen

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  10. Also das einzige was mich im Stadion am letzten Spieltag noch begeistert hat, war die Atmosphäre der Fans, die Verabschiedung von Rode und Hasebe und die automatische Löschanlage im Würfel.
    Der Fußball hat mich alles andere als begeistert und es ist schon so, dass ich das Spiel relativ emotionslos ansah, auch die Vorfreude war sehr verhalten. Das Spiel eigentlich auf Messers Schneide hat meinen Plus nicht hochgebracht, warum ? Mir gefällt die Spielweise nicht. Das ist kein Angriffsfußball mit Vorchecking und auskontern, das ist Schlafwagenfußball, versuchter kontrollierter Ball hin und hergeschiebe. Sieht nach Überlegenheit aus, man hat aber 2:0 zurückgelegen damit.
    Noch nicht einmal Ecken kann diese Mannschaft mal zu einem Erfolg verwerten, was trainieren die ?
    Das muss hinterfragt werden, ob das so weitergehen soll, was ich nicht hoffe. Denn eigentlich wäre Eintracht mit 47 Punkten nur zwischen Platz 8-10 gelandet, wären die Vereine hinter uns nicht einen Tick schlechter gewesen.

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  11. Hey,

    es muss sich was verbessern absolut ja, aber es ist halt auch Fakt das wir 6. geworden sind. Beides ist einfach richtig.

    Das Argument das die hinter uns schlechter waren kann man finde ich nicht anbringen. Sonst muss man ja auch sagen, hätten die anderen 4 Punkte mehr geholt wären sie vor uns, hätten wir auch 4 Punkte mehr geholt wären wir wieder vor denen. Ist wie beim Lotto, hätte ich mal….

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  12. Vieles richtig was begoni anspricht.
    Weiß auch nicht, ob es mit oder ohne Toppi besser wird. Vielleicht wartet MK auch noch bis zum CL- Finale. Von der Bundesligaleistung her haben sich Glasner und DT nicht viel ( in Glasners letzter Saison) unterschieden. Glasner hat es aber immer geschafft in KO – Spielen ob national oder international deutlich mehr rauszuholen. Die UCL und der Pokal waren schon schwer enttäuschend unter Dino.

    Anderseits kommen einige gute Spieler auch hinzu, wie beispielsweise auch Matanovic und höcht wahrscheinlich auch Uzun. Das sind nochmal 30 Tore aus Liga 2 was da kommt in wohlgemerkt noch jungem Alter. Für die CL denke ich ist DT zu unerfahren, für die EL könnte es so reichen.

    Ne richtige Meinung ob pro oder contra DT habe ich selbst nicht. Denke auch Krösche vermisst den Drive.

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  13. Hier werden immer die reinen Zahlen und Fakten herangeführt, dann bitte auch beachten das die SGE von Gehaltskosten/Etatkosten mittlerweile auf Platz 5 angekommen ist meines Wissens und deshalb kann man fast auch schon Platz 6 fordern bzw. darf niemandem überraschen auch in einem Umbruch.

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  14. Bei dem Grhaltskosten muss man aber eben auch sehen, dass die dadurch zustande kommen, dass wir nen unglaublich grossen Kader inklusive unserer Leihen haben.
    Hatte doch neulich irgendwo jemand detailliert aufgeschlüsselt, dass die Clubs hinter uns wesentlich höhere Gehälter der ersten 11 zahlen.
    Wie sind aber definitiv kein Liga Underdog mehr. Die kaderstruktur gibt vor, dass wir ein Team sind, was um Platz 5 bis 8 landen wird. Insofern ist unsere Platzierung an sich im Rahmen dessen, was erwartbar war. Nicht under – oder überperformed…
    Wenn was DT zum Verhängnis wird, dann sind es nicht die Ergebnisse, sondern das wie!

    Ich war ja die rückrunde hier der grosse DT Verteidiger. Aber dennoch muss jetzt bilanziert werden, ob man mit ihm in die neue Saison gehen muss. Nicht im März panisch den Trainer ausgetauscht zu haben wie das einige oder sogar die meisten gefordert haben, war der richtige Schachzug. Jetzt kann man in aller Ruhe analysieren, was alles falsch lief und gegebenfalls korrigieren.
    Ich hab da keine Meinung zu, müssen die Verantwortlichen wissen und vertraue deren Entscheidung, egal wie die ausfällt.

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  15. Ich hatte gestern nacht noch nen Podcast über Taktik gehört. Sehr spannend, gerade was der Typ zur Eintracht sagte. Gut, mal aus der bubble rauszukommen und nen objektiveren Blick zu haben. Ich packs mal (ausnahmsweise!) hier rein..kann man auch nachhören (https://rasenfunk.de/bundesliga-m/447 bei 1:57:00)

    A: ‚Ich hab viele Spiele von der Eintracht gesehen. Ich fand die grundsätzliche Idee, die sie zu Saisonbeginn hatten, also mehr Kontrolle und insbesondere kontrollierteres Aufbauspiel, gut. Da hast du zu Beginn der Saison sehr viel von Dino Toppmöller gesehen. Ich war bei dir in der Sendung nach dem Köln-Spiel, wo sie glaub ich ganz bieder 0:0 spielten. In dem Spiel passierte ganz wenig. Doch man erkannte, dass sie gegen ein 4-4-2, was versucht hoch zu pressen, mit einem 3 Raute 3-System ne vernünftige Idee haben. Doch es fehlte das Spielermaterial, um das umzusetzen.‘
    In der Verlosung, wer schuld hat bei EF, wird mir zu selten Markus Krösche genannt. Weil der Kader ist für mich nicht so gut bzw nicht ideal für das, was Toppmöller spielen lassen will bzw für das, was die ursprüngliche Idee war.
    Sie müssen dahin kommen EINE SPRACHE zu sprechen. Das ist der Eintracht komplett abhanden gekommen. Einerseits D. Toppmöller, der eine Idee verfolgt, wie gespielt werden soll. Und auf der anderen Seite M. Krösche, der sagt ‚Wir wollen hier wieder mehr RocknRoll-Fußball haben.‘
    Leute, ihr müsst euch mal entscheiden und nach einer Linie den Kader zusammenzustellen.
    Frankfurt ist ein Härtefall, weil sie eine ganz eigene Idee von Kaderwertentwicklung haben. Es geht darum, viele Spieler einzukaufen und dann möglichst schnell nach Marktwertsteigerung wieder abzugeben.
    Ich glaube, dass du Probleme hast, wenn du dich vorher nicht klar committest, was die Idee von Fußball ist. Das musst du dann konstant durchziehen und den Trainer in schlechten Phasen, und die hatte die Eintracht zur Genüge in dieser Saison, den Trainer auch zu stärken. Ich finde, das ist etwas, was EF nicht gut wegmoderiert hat. Dazu gehört auch, öffentlich zu sagen: das ist unser Weg. Das soll hier über Jahre Früchte tragen, so wollen wir den Verein verändern. Und ich glaube, das der Kader nur wenige Veränderungen davon weg ist, dass D. Toppmöllers Idee greift. In ganz vielen Spielen waren es lediglich Nuancen, die fehlten, um zu gewinnen.
    Doch D. Toppmöller hat sich auch selbst ein Stück weit dazu hinreißen lassen, da nachzugeben. Das Spiel gg den VfB Stuttgart ist da ein gutes Beispiel.
    Er dachte sich anscheinend: ‚Dann geb ich den Leuten halt jetzt ihren RocknRoll-Fußball und wir verteidigen im 1:1 über den ganzen Platz. Und dann hatten sie in der ersten HZ 15 Abschlüsse von Stuttgart, selbst kein einziges Mal aufs Tor geschossen. Und er steht dann da: Was soll ich jetzt machen?
    Also was fehlt: Konstanz ,Commitment und öffentlich ganz klar eine Sprache sprechen.
    Denn die grundsätzliche Idee (mehr Ballbesitz) ist nicht verkehrt.‘

    B:
    Eintracht kreiert zu wenig Großchancen, ist aber das drittbeste Team nach Zweikämpfen.
    Sie haben Pressingphasen und eine gute Anzahl an hohen Ballgewinnen. Doch es ist tatsächlich so ein Schlingerkurs, der da gefahren wird.

    A: wenn man sich die ‚zones of control‘ anschaut: wenn es in Richtung gegnerische Hälfte geht, hat Frankfurt Werte, wie ein Abstiegskandidat.
    Es tut weh, wenn du im Winter Kalajdzic holst, der dir dann wegbricht. Ekitiké nicht fit. Der wird dem Eintrachtspiel sehr, sehr gut tun.
    Du hast dann noch viele Überbleibsel im Kader vom O. Glasner-Fußball, dessen Idee war von Umschaltmomenten geprägt. Das kriegst du nicht innerhalb von einer Saison wegmoderiert. Ich glaub, viel viel wichtiger ist es, dass es ne klare Idee und Prinzipien gibt. Da gehören alle im Verein mit dazu, das durchzuziehen…gerade wenn Toppmöller einbricht (denke, er meinte das Stuttgart-Spiel). Man sollte sich darauf besinnen, welcher Weg in dieser Saison eingeschlagen wurde, und sollte den in der nächsten Saison verfeinern.
    Die Themen ‚Kontrolle‘ und ‚Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte‘. Das ist ja etwas, was Toppmöller definitiv kann..wo er ne grundsätzliche Idee hat, wie er das entwickelt. Doch du brauchst auch ne gewisse Qualität dazu. Martin erwähnte vorher Guirassy, was der alles macht auf dem Platz.. Hat Frankfurt einen Spieler, der so druckresistent ist..der den Ball vorne hält? Ich würde aktuell sagen: Nein.
    Und dadurch kommen solche Werte zustande.
    Ich finde es schade, dass es jetzt ne Generalkritik zu D. Toppmöller gibt..dass er ein schlechter Trainer wäre oder nicht der richtige für Frankfurt. Denn ich finde die grundsätzliche Idee nicht verkehrt.‘

    C: Das was ich jetzt sage, kann man pro oder kontra Dino Toppmöller sehen..wie man will.
    D. Toppmöller hat nach seiner Karriere als Spieler noch Spielertrainer gemacht und war dann drei Jahre Trainer bei Düdelingen in Luxemburg. Dann noch ganz kurz in Belgien..und seitdem Co-Trainer. Co-Trainer auch nur vier Jahre.
    Seine Cheftrainer-Erfahrung sind primär drei Jahre Luxemburg.
    (Einwurf B: ‚mit denen er in die Euroleague eingezogen ist‘)
    Mir geht’s nicht ums Niveau, Luxemburg etc, mir geht’s darum, dass es nur drei Jahre waren. Und ein Trainerjob ist äußerst komplex.
    Eine Mischung aus Mannschaftsführung, Personalentscheidungen, Psychologie, Übungsleitung. Auch langfristiges Planen von taktischer und strategischer Entwicklung in der Mannschaft.
    Wie konkret bring ich Infos an die Mannschaft? Wie lange mach ich ne Sitzung?
    Belastungssteuerung. Wie bau ich Trainings nacheinander auf? Wie stark orientier ich mich am Gegner in der Trainingswoche? Wie genau mach ich ne Gegnervorbereitung? Worauf muss ich mich bei nem Spiel vorbereiten, worauf nicht?
    Das sind sooo viele Sachen, die man lernen kann. Mit seinen 3-4 Jahren Cheftrainer, n bissi Spielertrainer und vier Jahren Co-Trainer bist du noch nicht am Maximum.
    Wenn du jemand mit so wenig Erfahrung holst, musst du, als Eintracht Frankfurt, Nr. 5/6/7 in Deutschland, davon überzeugt sein, dass das ein Riesentalent ist. Und dementsprechend musst du auch davon überzeugt sein, dass der unfassbar lernfähig ist. Und dementsprechend solltest du davon überzeugt sein, dass der im 2. Jahr bei dir deutlich besser ist als im ersten Jahr.
    Dino Toppmöller sollte keine Chance auf den Job haben, wenn er nicht in der nächsten Saison ein viel besserer Trainer ist als in dieser Saison.
    Wenn man sich so anschaut, was er in dieser Saison gemacht hat..immerhin Sechster geworden…dann sollte es…man hat ihn ja hoffentlich in dem Bewusstsein geholt, dass er ein junger Trainer ist..sollte es ein Argument dafür sein, um zu glauben, dass es in der nächsten Saison deutlich besser läuft.
    Das sollte man diskutieren: ‚Was sind deine Erkenntnisse? Was sind deine Pläne für nächste Saison?‘
    ..und dann muss man ne Idee haben, wo’s nächste Saison hingehen soll und warum es in der nächsten Saison besser laufen soll als in dieser Saison. Man sollte ne klare Vorstellung davon haben, was in dieser Saison nicht gut lief und das dann besser machen. Dann find ich hat man nen guten Spot..etwas worauf man aufbauen kann..wo du ne klare Idee hast, wo du hinarbeiten willst. Und wenn du jetzt nen neuen Trainer holst, musst du ne Idee komplett neu aufbauen..und du musst erstmal einen finden, der es besser macht als das, was Toppmöller in dieser Saison gemacht hat. Einem von dem du dir erhoffst, dass er auch perspektivisch in den nächsten 2-3 Jahren besser ist, als das, was du dir von Toppmöller erhoffst.‘

    A: Und dann ist es eben auch wichtig, dich in der ersten Saison als Einheit nach Außen zu positionieren, und das du für diese Idee und diese Entwicklung ‚durchs Feuer gehst‘.
    Das Fatalste, was du machen kannst, ist es, einen Trainer mit allen Attributen, die dafür sprechen, dass er diese Entwicklung nehmen kann, immer wieder vor die Frage zu stellen:
    Ja, den Weg musst du jetzt eigentlich ändern. Bist du eigentlich gut genug dafür? Wir wollen eigentlich was Anderes sehen. Und das während der laufenden Saison.
    Das ist ja das, was wir bei sooo vielen BL-Teams immer wieder erleben. Der Kurs wird wahllos geändert und ein Trainer dadurch verbrannt, weil du es im ersten Schritt schon mal gar nicht schaffst, das abzumoderieren.
    Ich hatte das Gefühl, das Dino Toppmöller für viele Sachen kritisiert wird, die auch perse dem Trainerjob nicht entsprechen. In vielen Kritiken ging es darum, wie er sich nach außen präsentiert..dass er nicht der überemotionalste Typ an der Seitenlinie ist..
    Okay, aber das hat nichts mit guter/schlechter Trainer zu tun. Dass er deshalb der falsche Trainer wäre für den Weg von Eintracht Frankfurt.
    Die Gesamtgemengelage ist halt einfach nicht gut ab- und wegmoderiert. Du brauchst als Trainer mit wenig Erfahrung einen starken Rücken. Gerade in einem Umfeld wie Eintracht Frankfurt. Wir sprechen ja nicht davon, dass der bei nem Umfeld wie bei Hoffenheim oder Leipzig coacht. Da sind gewisse Emotionen noch mit dabei und das schwenkt dann mal schneller in ne positive oder negative Richtung. Und da da tat mir Dino Toppmöller phasenweise leid.‘

    Ich bin da voll bei denen. Es stimmt schon, dass Krösche und Toppmöller (auch Hellmann) sich zusammenraufen und als Einheit auftreten müssen. Ich fänds cool, wenn das gelingt.
    Doch wenn man nicht zusammenkommt und nicht überzeugt von den Plänen für die kommende Saison ist, dann muss Krösche es auch beenden. Und wenn er das macht, muss er jetzt schon vorbereitet sein und einen guten Plan B in der Tasche haben. Und vor Allem: schnell agieren!

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  16. Genau das ist 100% der Punkt

    „Das sollte man diskutieren: ‚Was sind deine Erkenntnisse? Was sind deine Pläne für nächste Saison?‘
    ..und dann muss man ne Idee haben, wo’s nächste Saison hingehen soll und warum es in der nächsten Saison besser laufen soll als in dieser Saison.“

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  17. @15 top, Danke für Dein Mühe, das Interview hier zur Verfügung zu stellen.

    Interessant, das mal von eher „Außenstehenden“ zu lesen. Und wie Du sagst, wie auch immer die Entscheidung ausfällt, sie sollte schnell und sehr klar und vorbehaltlos getroffen werden.

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  18. Platz 6 mit internationalem Geschäft erreicht, das finanziell angepeilt war und als Motivation für neue und alte Spieler dient. Haken dran, wie viel Punkte dafür gebraucht werden, spielt keine Rolle. Da steht 6. Platz im Raum. Dass es Fans gibt, die lieber schöneren Fußball gesehen hätten und lieber Platz 7 oder 8 in Kauf genommen hätten, sehe ich absolut fatal. So spielen wir auch schön in Liga 2.

    Die Saison war hart, muss aufgearbeitet werden und ich hoffe, dass Krösche mit Toppmöller die richtigen Stellschrauben finden. Sowohl in der Kaderplanung als auch beim Trainerteam (Standards?). Aber es geht in meinen Augen in die richtige Richtung.

    Fingerpointing sollte nicht angebracht sein, allerdings würde ich dennoch Trapp ansprechen wollen. Die Interviews und sein Auftreten auf dem Platz sprechen für mich nicht für Führung. Auch seine Leistung hat nachgelassen. Würde mir wünschen, dass nicht noch bis zum Ende seiner Vertragslaufzeit gewartet wird, bis öfter mal jemand anderes zwischen den Pfosten steht, auch wenn es unwahrscheinlich ist.

    Götze auch nicht, dann sehe ich eher Marmoush als jemand, der mal antreibt. Mir fällt leider sonst niemand ein auf Anhieb. Larsson könnte da reinwachsen vlt Ekitike, daher würde ich nicht nur auf Erfahrung setzen, sondern eher auf die Persönlichkeit.

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  19. Die Saison ist nicht ganz zu Ende. Vielleicht rücken wir noch in die CL. Das wäre mit 47 Punkten schon der Wahnsinn. Verdient wäre es nicht, zumal m.M. nach ohnehin zu viele Teams in der Champions League mitspielen dürfen. Aber man nimmt das gerne mit.
    Aber egal, ob jetzt CL oder EL, die Saison muss trotz des guten sechsten Platzes kritisch betrachtet werden. 27 Punkten in der Vorrunde stehen 20 magere Pünktchen in der Rückrunde gegenüber. Die Mannschaft hat sich somit punktetechnisch und auch spielerisch nicht weiterentwickelt. Außerdem hat man es in den KO-Spielen international und national nicht geschafft, die richtige Einstellung auf den Platz zu bringen. Das war sehr schade, denn die Chancen waren in beiden Wettbewerben aufgrund der Auslosung sehr gut.

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  20. @SGE4Ever Redaktion:

    Ich hatte im Laufe des Jahres im Fan Talk gesagt (Versprochen) sollten wir die Championships league erreichen, spendiere ich ein Essen und Flasche Rotwein!! Dieses Angebot steht!!!! Wir haben, wie auch immer platz 6 erreicht:-) also sollten wir dem Fußball Gott mal ein Stoßgebet und Danksagung senden!
    Klar war das wohl eine grottenschlechte Leistung über weite Strecke der Saison, aber auch alle nach uns waren nicht besser, so sage ich Mund abbuzze – weiter geht’s und nach vorne schauen!!
    Aus den Fehlern die richtigen Schlüsse ziehen, den Kader verstärken und dann ab in die neue Saison….
    LG Pasha

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  21. Champions League mit 47 Punkten … pfff.

    Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, als es hieß, dass man 40 Punkte für einen sicheren Klassenerhalt benötigt.

    Letztlich hat die SGE Glück gehabt, „Anführer der zweiten Tabellenhälfte“ zu sein, weil die anderen Mannschaften noch blinder / schlechter als die SGE waren. Der Punkteabstand zu den ersten Fünf zeigt den Leistungsabfall überdeutlich.

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  22. laut Kurznotiz in der Hessenschau soll die Analyse der Saison nächste Woche in mehreren Sitzungen stattfinden (Artikel Sportbild)
    – Trainerstab könnte ergänzt werden.

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  23. @9, vex, natürlich ist die Mannschaft fit, die Fitnesstrainer würde ich aus der Kritik raus nehmen. Fitnesstrainer machen auch die Leute nach Verletzungen fit, da wurden Top Leute verpflichtet. Die Laufleistung ist auf die ganze Saison ca. 10 km weniger als Leverkusen und besser als von allen anderen Teams über uns.

    https://www.kicker.de/bundesliga/eintracht-frankfurt/laufleistung/2023-24/34

    Bei Sprints ist man auf Platz 4 und bei intensiven Läufen auf Platz 2, in allen Fitnesswerten sind sie sehr gut dabei, daran lag es einfach nicht, im Gegenteil.

    Hier kann man auch alle anderen BL-Mannschaftsstatistiken gut nachsehen:

    https://www.bundesliga.com/de/bundesliga/statistiken/clubs/intensive-laeufe

    Um die Statistik zu nutzen, muss man wissen, dass einem die ausführliche Statistik oben auf der Seite angezeigt wird, wenn man auf einen anderen Wert klickt.

    Allerdings sind das gewissermaßen Looser-Skills, es ist wichtig, laufen zu können, aber im besten Fall lässt man pausenlos den Gegner laufen, das sieht man daran, dass die Spitzenmannschaften keineswegs zwangsläufig führend in diesen Statistiken sind, sondern die Tabellenletzten. Um so schlechter du Fussball spielst, um so mehr musst du dem Ball hinterher rennen, das kann man daran gut sehen.

    Das ist generell ein Argument pro Ballbesitz-Fussball, alle Mannschaften unter uns haben weniger Ballbesitz, alle über uns haben mehr. Das ist auch völlig logisch, jeder Meter, den man mit einem Pass überwinden kann, den musste man eben nicht rennen und am Ende ist der Gegner dann konditionell so fertig, dass man leichtes Spiel hat.

    Das Gleiche gilt für kräftezehrende Zweikämpfe: Da ist die Eintracht auf Platz 3, aber Leverkusen übrigens auf dem vorletzten Platz. Allerdings würde niemand Leverkusen mangelnden Kampfgeist unterstellen, eben weil das ein Looserskill ist, man sollte Zweikämpfe beherrschen, aber gute Mannschaften brauchen das viel weniger. Wenn man den Ball gut zirkulieren lässt, wenn man Spieler aussteigen lassen kann, dann kommt der Gegner dem Ball nie nah genug für den Zweikampf. Mit Laufleistung und vielen Zweikämpfen kann man nur Schwächen kaschieren und so die spielstarken Teams manchmal Paroli bieten, dieser Fussball darf aber nicht das Ziel sein, wenn man dich oben in der BL festsetzen will.

    Mit Abstand die meisten Flanken hat übrigens Köln, mit die wenigsten haben spielstarke Mannschaften wie Leverkusen oder Dortmund. Warum? Na weil viele Flanken auch ein Looserskill sind, man sollte es können, aber wenn man besonders viele Flanken in den Strafraum schlägt, dann liegt das daran, dass man es nicht schafft, sich vors Tor zu kombinieren, das ist eigentlich ein Armutszeugnis, denn dann verlässt man sich ja nur darauf, dass ein Spieler sich in der Mitte körperlich durchsetzen kann und der Abwehrspieler einen Fehler macht, schlecht steht und zu spät springt.

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  24. @12, euroadler, du sprichst ein paar gute Punkte an, aber Glasner hat keineswegs in Pokalwettbewerben immer geliefert. Aus dem nationalen Pokal ist er immer sofort sang- und klanglos ausgeschieden und da war das Geschrei auch groß, nur in der EL hat er dann toll geliefert und dann immerhin die CL Gruppe überstanden. Außer dem internationalen Wettbewerb hat er aber keine Verdienste, da siehst du, was das angeht, die Vergangenheit zu sehr aus der rosaroten Brille.

    Aus dem oben zitierten Podcast: „Martin erwähnte vorher Guirassy, was der alles macht auf dem Platz.. Hat Frankfurt einen Spieler, der so druckresistent ist..der den Ball vorne hält? Ich würde aktuell sagen: Nein.
    Und dadurch kommen solche Werte zustande.
    Ich finde es schade, dass es jetzt ne Generalkritik zu D. Toppmöller gibt..dass er ein schlechter Trainer wäre oder nicht der richtige für Frankfurt. Denn ich finde die grundsätzliche Idee nicht verkehrt.“

    Die Leute da sehen auch im Gegensatz zu manchem hier eine Spielidee. 😉

    In meinen Augen ist die selbstverständlich vorhanden und auch gut durchdacht, es konnte nur nicht immer so umgesetzt werden, wegen der neu zusammen gestellten Mannschaft oder vielleicht weil Dino die Spieler vielleicht „überfrachtet“, wie es zeno mal ausgedrückt hat, er labert die Jungs einfach dermaßen zu, dass sie nicht mehr aufnahmefähig sind und die Konzentration abnimmt. Das ist wie wenn man jemanden bei der Arbeit über die Schulter schaut und jede einzelne Bewegung kommentiert, dann klappt gar nichts mehr, 100% Erfolgschance, ganz fieser Move, bitte nicht ausprobieren, sonst schreit euch der ausführende am Ende vermutlich zusammen, gibt euch ne Schelle oder schmeißt den Job einfach hin.

    Dino ist in meinen Augen gar kein so unerfahrener Trainer, denn er hat die Karriere seines Vaters mitverfolgt mit allen Höhen und Tiefen, nur leider war er in der Kabine nicht dabei. Vater Klaus hat am Anfang der Saison nach ca. 10 Spieltagen im Interview gesagt, dass der Sohn gute Arbeit macht, ihm nur nicht gefällt, dass Dino „zufrieden“ ist. Das Gefühl kann jeder Zuschauer der Spiele und der PKs nachvollziehen, denn in meinen Augen ist alles, was Dino fehlt, keineswegs Fussball-Sachverstand, sondern eben dieser Ehrgeiz, diese Gier, dieser Hunger, nicht nur gewonnen, sondern auch tollen Fussball gespielt und so die Fans begeistert zu haben. Um 3 Tore zu schießen, musst du dir in der BL nicht 3, sondern 20, oft 30 Chancen raus spielen. Selbst CR7 trifft statistisch „nur“ jeden 6ten Schuss.

    Der fehlende Ehrgeiz, tollen Fussball zu spielen, hat sich über die Saison immer mehr bewahrheitet und ich wünschte, Dino würde seinen Stolz überwinden und sich vom Vater einfach ab und zu Rat holen, was die Spielermotivation angeht.

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  25. @24 Boris
    Wir standen letztes Jahr mit Glasner im Pokalfinale! Das kann man wohl schlecht als “ sang und klanglos “ aussgechieden nennen.
    „Immerhin die Gruppenphase der CL überstanden?
    Das hatte bei euroadler nix mit ner rosaroten Brille zu tun.

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