Danny da Costa hatte allen Grund zum Jubeln: Treffer gegen Ex-Klub und Ex-Torhüter.

Zurück in der Spur will die Frankfurter Eintracht vor der Winterpause nochmal kräftig Punkte sammeln. Nach dem Schlusspfiff waren alle Beteiligten glücklich und stolz über die nächsten drei Punkte in der Liga. Mit 26 Punkten (plus 18 in der Europa League) haben die Hessen schon jetzt eine blitzsaubere Hinrunde hingelegt. Gegen Leverkusen glänzte man neben spielerischen Akzenten vor allem kämpferisch. Sehr zum Leidwesen des Gästetrainers.

Danny da Costa: Gegen den Ex-Club zu treffen ist doppelt schön, vor allem gegen Lukas Hradecky, gegen ihn hab ich letztes Jahr nicht mal im Training getroffen. (lacht) Wenn die drei Stürmer mal nicht treffen, dann können auch andere einspringen, heute waren das Filip Kostic und ich. Das fordert der Trainer auch, dass wir mit in den Strafraum reinschieben. Dass wir auch noch gewinnen konnten, freut mich natürlich ganz besonders, ich denke das war auch ein verdienter Sieg. Das Rom-Spiel hat uns gut getan. Das Spiel zu drehen und als Sieger vom Platz zu gehen, das gibt nochmal einen Schub. Unsere Mannschaft verfügt über viel Qualität, wir wollen natürlich zeigen, dass wir keine Eintagsfliege sind. Ich fühl mich weiterhin fit, die Kraft wird gegen Mainz und Bayern noch reichen und danach freu ich mich erstmal auf den Urlaub.“

Simon Falette: „Ich bin mit der Mannschaft zufrieden. Wir haben zwar einige Chancen ausgelassen, das Spiel vorzeitig für uns zu entscheiden. Wir haben aber trotzdem das Spiel nach Hause gebracht. Das ist das Wichtigste. Wir müssen jetzt weiter von Spiel zu Spiel denken. Es war wichtige zu gewinnen, nachdem wir zweimal in der Liga verloren haben. Wir werden alles dransetzen, jetzt auch in Mainz zu gewinnen.“

Mijat Gacinovic: „Hauptsache drei Punkte! Es war ein sehr wichtiges Spiel für uns gegen eine sehr gute Mannschaft. Wir haben gewonnen, haben gespielt wie wir sollen und wenn wir so spielen, können wir jeden schlagen. Es war nicht alles perfekt, aber es waren viele gute Sachen dabei. Leverkusen ist stark, wenn man das dritte Tor hier nicht macht, dann drängt der Gegner natürlich auf den Ausgleich. Müde waren wir nicht, auch Leverkusen hat am Donnerstag europäisch gespielt und vor unseren Fans sind wir immer motiviert und können laufen. Filip Kostic war vielleicht der beste Mann heute, er spiel die ganze Saison schon sehr stark und hat ein riesiges Potenzial, ich hoffe er macht so weiter.“

Bruno Hübner (Sportdirektor Eintracht Frankfurt): „Der Sieg in Rom hat uns gut getan, so haben wir auch in der Liga zurück gefunden. Wenn man gegen eine Mannschaft, mit der Qualität von Leverkusen, so spielt dann hat man den Sieg auch verdient. Wir haben zwar versäumt das dritte Tor zu machen, da gab es die ein oder andere Chance, aber wir haben toll verteidigt und hervorragend gespielt. Wir wollten Paroli bieten und das hat gut geklappt. Es war alles in allem ein tolles Bundesligaspiel und wir blicken optimistisch auf die verbleibenden beiden Spiele.“

Über die Torschützen: „Es ist schön, dass die beiden sich belohnen konnten. Wenn man sieht wie viel Meter die beiden machen, mit wie viel Herzblut Das ist einfach klasse, so Leute brauchst du auf den Außen.“

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): „Ich habe heute ein absolut tolles Bundesligaspiel gesehen, die international tätig waren. Wir haben nochmal über 90 Minuten alles rausgehauen. Ein Spiel, wo beide Mannschaften versucht haben nach vorne zu spielen. Am Anfang hatten wir Glück, da hätte Leverkusen in Führung gehen müssen. Aber über 90 Minuten sehe ich trotzdem einen verdienten Sieger und der heißt Eintracht Frankfurt. Ich habe eine geschlossene Mannschaftsleistung gesehen. Der Gegner hat uns heute aber alles abverlangt.“

Heiko Herrlich (Trainer Bayer Leverkusen): „Wir haben heute ein tolles Fußballspiel gesehen. Wir hatten unsere Chance in diesem Spiel, konnten die aber nicht nutzen. In den entscheidenden Situationen waren wir defensiv einen Tick zu wenig aggressiv. Der Unterschied war heute, dass Frankfurt viel aggressiver als wir gespielt haben, manchmal über das Ziel hinaus. Ich habe schon viele Spiele von Dr. Brych gesehen, da gab es schon mal einen Platzverweis. Insgesamt haben wir uns mit der Robustheit in den entscheidenden Situationen kein Mittel dagegen gehabt. Und letztendlich zurecht verloren. Wir haben gegen eine Topmannschaft gespielt die gefühlt die beste Saison seit Jahren spielt. Es ist schwer, hier zu spielen. Frankfurt ist da einen Riesenschritt weiter, sie führen die Zweikämpfe immer hart an der Grenze. Da können wir noch eine kleine Schippe drauflegen.“

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10 Kommentare

  1. Was für erbärmliche Aussagen vom gegnerischen Trainer. Sowas zeugt doch von vollkommener Verblendung. Einfach peinlich…

  2. Ja und die Verteilung der gelben Karten war wie immer bei Brych übertrieben und sehr ungerecht verteilt. Leverkusen hätte hier auch noch zwei drei bekommen müssen.

  3. Der Herrlich, der nach dem Aufstieg mit Jahn Regensburg von der „Bescheidenheit und Glauben“ gesabbelt hat, um 2 Wochen später bei Bayer zu unterschreiben… Der soll mal bei seiner Truppe den Ball flach halten.

    Teilen aus wie die Kesselflicker, auch mal genre mit den Ellbogen oder abseits der Kamera, aber selbst am Abrollen wie die sterbenden Schwäne.

  4. Selbstverteidigung !! Und sonst Nichts bei dem Herrn Herlich.
    Ich war im Stadion und der FIFA Schiedsrichter Brych, nun ja, trotz des zurecht aberkannten 1.Treffer von den Pillen, zumindestens fragwürdig und ganz bestimmt kein Heimschiedsrichter.
    Aber was soll das überhaupt ?
    Wir haben ein tolles Spiel unserer Jungs gesehen und Mindestens noch 5 Chancen, die eigentlich 100% sind.
    Doch wer jetzt wieder das Haar in der Suppe sucht, geschenkt !
    15.Spieltag : 26 Punkte !
    Eintracht-Herz , was willst du mehr ?
    Ich jedenfalls bin einfach nur glücklich.
    Forza SGE !

  5. Da geb ich Dieter recht, würde das nicht überbewerten nach einer Niederlage da sucht man als Verlierer immer Gründe. Der Rest der Aussage von Herrlich ist ja in Ordnung. Die gelbe Karten waren aber teilweise etwas wahllos. Wir hatten heute einfach mehr Bock auf die drei Punkte als Leverkusen.Gänsehaut hatte ich vor dem Spiel noch als Hasebe geehrt wurde und er sich in seiner japanischen zurückhaltenden Art gefreut hat. Toller Typ der Hasebe.

  6. Sorry, wer am fernseher gesessen hat, versteht wenn die Leverkusenener hadern. Unsere sohlen standen mehrmals auf den Knöcheln. Nie mit Absicht, aber halt zu spät, aber wären unsere die hundertste Sekunde schneller gewesen hätte es unsere getroffen.

  7. Was sollte Coach Herrlich auch anderes sagen. Das gegnerische Team vorbehaltlos Loben macht so gut wie kein Trainer, es sei denn man hat gerade 4-7 : 0 verloren. Da hat man keine andere Wahl. Zitat
    „Insgesamt haben wir uns mit der Robustheit in den entscheidenden Situationen kein Mittel dagegen gehabt. Und letztendlich zurecht verloren. Wir haben gegen eine Topmannschaft gespielt die gefühlt die beste Saison seit Jahren spielt. Es ist schwer, hier zu spielen. Frankfurt ist da einen Riesenschritt weiter, sie führen die Zweikämpfe immer hart an der Grenze. “ Ich kann hier durchaus eine Anerkennung herauslesen.

  8. @7: absolut. Ich finde Herrlichs Aussage im Grunde super. Er redet von „manchmal über das Ziel hinaus“, also nur manchmal. Und alles andere passt ins Bild. Und dann wünscht er sich von seinen Leuten da trotzdem dagegenzuhalten; und gibt zu dass sie es nicht taten. Ich finde das vollkommen angemessen. Auch in der neutralen Berichterstattung fiel auf, dass die SGE diesmal hart an der Grenze war. Respekt, dass keine über die Grenze drüber ging bzw. gehen musste.

  9. Die zwei Dinger gegen Havertz waren gemeingefährlich. Das kann man sich gerne mal in der Zeitlupe anschauen. Der Knöchel könnte durch gewesen sein. Ein Lazio Spieler hat in Frankfurt für eine weniger schlimme Aktion die rote Karte bekommen. Jetro sah nur gelb. Die Gelbe gegen Seb habe ich so nicht gesehen. Die Aussage, dass bei den Zweikämpfen die Grenze auch überschritten wurde, ist absolut nicht zu beanstanden. Dafür hat es ja auch Karten gehagelt. Ok, Schwamm drüber.

    => Mainz 05……..

  10. Wir waren ab und zu drüber, und dafür gab es zurecht gelb ( was bei Leverkusen nicht der Fall war). Ich kann mich an zwei Szenen erinnern, bei denen Havertz hart am Fuß getroffen wurde, weil unser Spieler zu spät dran war. Aber das ist Kampf und gehört dazu

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