Axel Hellmann setzt auf ein internationales und digitalisiertes Geschäftsmodell.

In den USA ist ja meist alles ein wenig größer. Auch Sportveranstaltungen haben eine andere Dimension als wir es aus Deutschland beziehungsweise Europa kennen. Die Eintracht bekam bei den bisherigen beiden Testspielen in den Vereinigten Staaten davon bereits einen Eindruck. „Der Hunger der US-Amerikaner nach deutschem Fußball ist sehr, sehr groß. Größer als ich gedacht habe. Wenngleich der Fußball hier noch Entwicklungspotenzial hat“, weiß Frankfurts Vorstandsmitglied Axel Hellmann. Und genau an diesem Punkt möchte er mit Eintracht Frankfurt ansetzen. „Der wichtigste Effekt dieser Reise ist, dass man für die Bundesliga in den USA wirbt.“ Denn die „Werthaltigkeit der Bundesliga“ bestimme sich im zunehmenden Maße über die Vermarktung in internationalen Medien. Und bei dieser kann man als deutscher Fußballclub laut Hellmann nur erfolgreich sein, wenn man auf internationaler Bühne ein „Produkt zum Anfassen“ ist. Das Ziel dabei ist klar: „Wer bei den internationalen Beziehungen den längsten Atem hat, der wird auf Sicht auch das meiste Geld verdienen“, ist Hellman überzeugt und verweist dabei auf die englischen Premierleague Clubs als als Vorbild.

Amerikanische Firmen als Vorbild

Beim Umsetzen dieses Vorhabens ist die Profimannschaft als Aushängeschild des Vereins natürlich an vorderster Front unterwegs. Doch auch im Hintergrund tut der Verein um Hellmann herum viel, um die Marke Eintracht Frankfurt in den USA bekannter zu machen. Der Vorstand ist mit einer Delegation insgesamt eine Woche lang in sechs amerikanischen Städten unterwegs, um zehn amerikanische Firmen zu besuchen. Am vergangenen Freitag war man beispielsweise beim Soft- und Hardwarehersteller „Oracle“ im Sillicon Valley zu Gast. „Von ihnen kann man sehr viel lernen was digitale Geschäftsprozesse anbetrifft“, zeigte der Vorstand sich erfreut. Das Schlagwort „Digitalisierung“ wird bei der Eintracht generell sehr groß geschrieben.

Mit „Indeed“ will die Einrtracht die Digitalisierung bei sich vorantreiben.

Pflege intensiver Partnerschaften

Dass diese bei dem Club vorangetrieben wird, ist ein erklärtes Ziel mit dem neuen amerikanischen Hauptsponsor „Indeed“. „Wer mit Indeed oder Oracle zu tun hat und sich anschaut, wie die arbeiten, der muss sagen, dass wir in Deutschland und Europa noch sehr viel und sehr schnell lernen müssen, damit wir nicht abgehängt werden. Die legen ein enormes Tempo an den Tag“, stellt Hellmann fest und vergleicht seinen Wissensstand bei dem Thema mit dem eines Schülers in der zweiten Klasse. Nun ist es aber auch nicht so, dass die Eintracht in puncto Digitalisierung bei Null anfangen würde. In der abgelaufenen Bundesligasaison wurde der Verein beispielsweise zum „Social Media Meister“ gekürt und damit für die Arbeit bei Facebook, Twitter und Co. belohnt. „Wir dürfen uns daher auch nicht zu klein machen. Frankfurt ist als Stadt ist bekannt und die Eintracht ist ein Fußballprodukt, das man hier ganz gut kennt,“ freut sich Hellmann. Vor allem beim Besuch bei Neu-Sponsor Indeed sei die Begeisterung spür- und sichtbar gewesen. Alles sei im Eintracht-Look gebrandet gewesen. „Das war richtig faszinierend, wie die auf das Thema Eintracht Frankfurt abfahren. Da ist man einerseits gerührt, aber man ist auch tief beeindruckt, mit welcher Intensität die Amerikaner solche Partnerschaften leben“, schwärmt der Vorstand und stellt noch die „eine oder andere“ weitere Kooperation mit amerikanischen Unternehmen in den nächsten Wochen in Aussicht.

China interessanter Markt

Doch die USA sind nicht der einzige interessante Markt für die Eintracht. „Man darf sich nicht nur auf eine Region festlegen. Das machen wir auch nicht“, versichert Hellmann und erklärt, dass momentan eine große Nachfrage an der Eintracht aus China bestünde. Ins Reich der Mitte könne man zwar aktuell nicht mit dem Profiteam reisen, da dies der Bundesligaspielplan auch im Winter nicht zulässt. Aber man habe seitens des Vereins andere Strategien, um die Marke Eintracht Frankfurt dort bekannter zu machen.

Sollte es doch irgendwann ein Trainingslager in China geben, wäre dies aus sportlicher Sicht sicherlich nicht minder intensiv, als das aktuelle in Amerika. „Trainingslager unter Niko Kovac sind nie leicht – selbst wenn es auf dem Mond wären“, schmunzelt der 46-jährige Vorstand und betont, dass es auch der Wunsch des sportlichen Bereichs gewesen wäre, in die USA zu fahren. Lange Flugzeiten müssten dann hingenommen werden. „Das ist für mich Teil des Jobs“, findet er. Das mögen die sportlich Verantwortlichen im Vorfeld wohl aber ein wenig anders gesehen haben.

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21 Kommentare

  1. Es freut mich zu hören dass Axel auch „progressiv“unterwegs ist was die moderne Themen angeht.
    Da kann man auch große Sprunge machen mit Firmen wie Indeed oder Oracle und natürlich meine ex Arbeitgeber Nike. Top global aufgestellte Firmen macht uns auch globaler.

  2. Absolut richtiger Weg!! Endlich scheint das Thema Internationalisierung auch richtig voran zu kommen. Genau das sind unsere Vorteile im Vergleich zu Mannschaften wie Mainz, Freiburg, Augsburg oder gar Bremen. Wenn wir auf dem Gebiet unsere Trümpfe ausspielen, was wir derzeit scheinbar gut hinbekommen, dann kann das ein echter Wettbewerbsvorteil sein, bei den ganzen bekannten Nachteilen wie Stadionmiete etc…. Weiter So!!!

  3. SGE vor Verpflichtung von Willems

    Die Diva vom Main schmeißt weiterhin mit Geld nur so um sich! Wie Fredi Bobic dem Wiesbadener Kurier bestätigt hat, steht die SGE unmittelbar vor der Verpflichtung von Jetro Willems. Nur noch der Medizincheck stehe aus. Fredi Bobic konnte also rasch die Ozcipka-Lücke füllen. Die Ablösesumme wird sich wohl zwischen fünf und sechs Millionen Groschen befinden, was Willems zum zweitteuersten Transfer der Eintracht-Geschichte macht. Nach Sebastien Haller, der ebenfalls in diesem Sommer verpflichtet wurde. Für sieben Millionen. Hat die Eintracht etwa einen Tunnel zur EZB gegraben?

    Der letzte Satz ist witzig 😀

  4. Hi Kinga,der Vertrag mit Indeed könnte man refinanzieren.Das wäre eine Erklärung.Oder Fabian wird verkauft,Erklärung 2.

  5. Am Donnerstag wird der Leitzins erhöht. Deswegen wird jetzt nochmal ordentlich auf Pump eingekauft 😉

  6. Vielleicht haben sie auch tatsächlich über 5 Mios für Otsche bekommen. Wir wissen es nicht.

    Vorsicht Ironisch:
    Jedenfalls haben wir so langsam Klarheit über die Zukunft von Hrady:
    +++ Bobic glaubt an Hradecky-Verbleib +++ (hessenschau.de)
    Der letzte Satz ist (Zitat Anfang) ….“Bobic im Interview mit der Bild-Zeitung: „Wir finden sicherlich einen Weg, wie wir weitermachen.“ Eine schnelle Entscheidung über Vertragsverlängerung oder Abschied erwartet er allerdings nicht. „Bis zum 31. August kann alles passieren.“ (Zitat Ende). WOW, jetzt sind wir alle schlau! 😀 .

  7. Internationalisierung ist klar und sicherlich auch sinnvoll und unumgänglich. Da schlagen wir uns m.E. auch nicht so schlecht (wenn man bedenkt, dass man uns wahrscheinlich in vielen Bereichen (gemittelt) so auf Platz 12 der BL setzen könnte (Marktwert, Zuschauer, Beliebtheit, Fernsehgeld, Spieleretat, Mitgliederzahl, Marketing, Merchandise…). Mit Blick auf die Internationalisierung sehe ich uns aber eher so ca. auf Platz 6, das macht Mut für die Zukunft. (Ich habe vor einigen Jahren, als ich hier etwas aktiver im Forum war, schon einmal geschrieben, dass es unser Ziel sein müsste, möglichst schnell in möglichst jedem Bereich ca. auf Platz sieben zu landen. Viel mehr ist nicht drin, aber damit hätten wir eine kritische Größe, jederzeit einmal in die Top 6 zu rutschen.) M.E. könnte bei der Internationalisierung noch eine etwas klarer Strategie gefahren werden (z.B. gezielte Verpflichtung von Spielern aus Zielmärkten, jetzt also z.B. ein zweiter US Amerikaner, bzw. gezielte Farten in Länder, aus denen man Spieler hat, also z.B. jetzt nach Japan), aber wie gesagt, für unsere Verhältnisse m.E. wirklich gute Performance derzeit!

    Aber wenn ich immer Digitalisierung höre, dann muss ich zugeben, dass ich da kein Geschäftmodell erkenne. Wieso kicken wir besser (oder bekommen auch nur mehr Geld), wenn wir bei Twitter „besser“ sind als z.B. der HSV? Am ehesten verstehe ich noch, dass Eintracht TV eine Einnahmequelle sein könnte (bei der Einführung hieß es aber, dies sei nicht geplant, sondern in etwa die schwarze null) und evtl. kann ein guter digitaler Auftritt auch zu Marketingszwecken genutzt werden, so dass Sponsoren etwas mehr Geld zahlen. Aber ist das wirklich ein Bereich, der uns entscheidend weiterbringt? (Ich lasse mich sehr gerne überzeugen, also wenn ihr Ideen habt… aber bisher ist „Digitalisierung“ für mich eine leere Worthülle (mit Blick auf einen Profifußballverein).)
    Wobei ich auch in diesem Bereich zugestehen würde, dass die Verantwortlichen sich gar nicht so blöd anstellen. Eintracht TV war zumindest zu beginn zwar ein spätes, aber überdurchschnittlich erfolgreiches Format (habe lange keine Zahlen mehr gelesen, aber kurz nach der Einführung eins der erfolgreichsten in der BL, wenn ich mich richtig erinnere), Social-Media-Meister sind wir ja scheinbar auch und indeed war, wenn man als Ziel die „Digitalisierung“ hat, sicher eine geniale Hauptsponsorenwahl. Aber wie gesagt, ich sehe kein Geschäftsmodell.

  8. Hi Paul – Fabian verkaufen?? ne bitte nicht der war der beste Spieler letzte Saison und wir brauchen Fabian , gerade jetzt mit den neuen Top Transfers Haller – DE Guzman- Willems – da sehe ich wirklich positiv in die Zukunft …..

  9. Leute wir haben das Geld ohne noch einen Spieler zu verkaufen, wir sollten eigentlich zumindest noch 1-3 Mil. haben für einen IV.

  10. absolut richtig, sehe ich genauso @8 + 9

    ich gehe, als unverbesserlicher Optimist :-), stark davon aus, daß wir mit dieser jetzigen Truppe (+ einem neuen IV) sogar einen vorderen Mittelfeldplatz belegen können.
    Es werden sich bis zum Winter und darüber hinaus auch wieder einige Spieler ganz besonders in den Vordergrund gespielt haben, so daß zahlungskräftige Clubs Interesse bekunden werden.
    Aber erst mal müssen wir mit einem ordentlichen Stamm beginnen. Deswegen können wir meines Erachtens dieses Jahr keine weiteren „Korsettstangen“ mehr verkaufen.

  11. @8Pasha
    Richtig, Fabian jetzt zu verkaufen, das steht ja immer noch im Raum, wäre aus meiner
    Sicht keine gute Entscheidung. Fabian hat das Potenzial, eine sehr gute Saison zu spielen,
    seine Position sollte zentral hinter der/den Spitze/Spitzen sein. In der Spitze der ballsichere Haller, könnte sehr gut klapoen. Über die Qualitäten Fabians muss nicht viel geschrieben werden, auch läuferisch und kämpferisch stark. Man denke nur an seine beiden Tore gegen Augsburg, enorm wichtig. Noch einen ordentlichen IV holen
    und dann die Mannschaft finden. Fabian behalten, es werden keine 100 Mio geboten werden.

  12. @ bawwehaiser

    Sehe das mit Fabian wie du, ein Verkauf in dieser Saison geht gar nicht !

  13. @ 7 Tabang: Internationalisierung und Digitalisierung kann man nicht so einfach trennen. Man kann die Bekanntheit der Marke SGE international nur via digitalen Medien (Social Media, Content-Marketing etc.) steigern. Eine Steigerung der Bekanntheit z.B. in Form von mehr Reichweite auf sozialen Medien führt mittelfristig zur Umsatzsteigerung. Da geht es nicht darum dass wir mehr Fanbettwäsche nach China verkaufen, sondern dass der Fan in China einen Kommentar unter das Siegerbild von Kamada und Hasebe nach dem letzten Heimsieg über Bayern liked und shared. Heutzutage wird der Wert einer Marke im Sport nicht nur anhand von Umsatzzahlen gemessen, sondern auch in digitaler Form (z.b. Reichweite auf Facebook) oder auch digitalen Datenmengen (Wie gut kennt die Eintracht die Daten ihrer Fans?). Je besser die Eintracht ihre Fans z.B. kennt, desto maßgeschneiderter kann auch das digitale Erlebnis durch eine gezielte & individuelle Ansprache sein –> was wiederum in Umsatzsteigerung resultiert. Neben der Umsatzsteigerung geht es auch um Performance-Steigerung. Genaue Auswertung/Überwachung der Health-Daten unserer Spieler während dem Training/Spiel kann immense Vorteile für uns bedeuten: Besserer Heilungsprozess, genauere Prognose möglicher Ausfallzeiten, mögliche Defizite unserer Spieler etc. Da ist mehr drinnen als nur der Laktat-Test zu Saisonbeginn. Gerade wir sollten diese Möglichkeiten mit unserem Krankenstand nicht unterschätzen… Auch wenn es viele Bolzplatzkicker nicht wahrhaben wollen, ist es eben die Zukunft. Die NFL oder LaLiga sind da wirklich Vorreiter.

  14. Ich denke auch, dass wir nicht darauf angewiesen sind, weitere Spieler zu verkaufen, auch wenn das bei guten Angeboten natürlich passieren kann. Eine ganz einfache Rechnung: Wir wollten eigentlich Hahn für LA holen. Da haben die Verantwortlichen sicherlich mit 5 Mio. gerechnet. Da der HSV aber bereit war 6 zu zahlen, haben wir uns für Kamada entschieden. Der hat nur zwei Mio. gekostet und war damit 3 Mio. günstiger als das, was man für Hahn einkalkuliert hatte. Zusammen mit dem Geld für Otsche, wären wir bei 7,5 bis 8 Mio. Euro.
    Genau kennen wir die Zahlen sowieso nicht. Wir wissen weder, wie viel Geld wir am Ende der letzten Saison zur Vefügung hatte, noch inwieweit das Mehr an Sponsorengelder (indeed, Deutsche Börse) schon in den Planungen einkalkuliert war. Und wir haben auch immer die Möglichkeit Spieler unter Vorgriff zu holen, wenn es sich lohnt. Mit Haller und Willems hatte man die Möglichkeit Spieler mit exzellenten Aussichten für vergleichsweise geringes Geld zu bekommen. Da hat man dann zu recht zugeschlagen, auch wenn man eigentlich für die Position nicht so viel Geld einkalkuliert hatte.

    Aber nur so kann es gehen. Ich bin davon überzeugt, dass es besser ist, für drei, vier Spieler von denen man wirklich überzeugt ist und dann für verbliebene Baustellen Leihen zu wählen als sich bei allen Neuzugängen mit Spielern zufrieden zu geben, bei denen man denkt, joa ok, ist solide. Sowohl bei Haller als auch bei Willems haben wir ja jetzt auch erstmal Ruhe. Die werden entweder min. zwei, drei Jahre hier bleiben oder verlassen uns für mehr Geld.
    Für mich zeigt sich hier auch, dass wir wirklich für alle Positionen Ersatz im Auge haben. Die Sache mit Otsche ist ja relativ schnell über die Bühne gegangen. Trotzdem hatte man direkt ein Ass im Ärmel. Der wurde also schon gescoutet, bevor überhaupt richtiger Bedarf auf der Position war. Sehr professionell.

    Insgesamt gefällt mir die Transferpolitik sehr gut bisher. Mit Haller und Willems zwei mit riesigem Potenzial, mit Kamada einer, der Schwächen hat, aber womöglich den Unterschied ausmachen kann (ähnlich Inui, auch wenn die Spielanlage anders ist), dazu mit Fernandes und de Guzman zwei erfahrene Spieler, die Führungsspieler werden können.
    Ich fühl mich ganz merkwürdig. Eintrachtfan und schon beim ersten Trainingslager ist die Mannschaft fast komplett. Fehlt nur noch ein IV (gerne Leihe oder älter).

  15. @Fabi123

    Herzlichen Dank! Ich finde zwar, dass „Fanbettwäsche nach China verkaufen“ irgendwie ein solideres Geschäftsmodell ist ;-), sehe aber ein, dass Digitale Präsenz und Reichweite im Bereich der Vermarktungseinnahmen durchaus Vorteile bringt, die sich womöglich in „echtes Geld“ ummünzen lassen.

    Darüber hinaus dient es natürlich dem Gesamtprodukt Bundesliga, wenn (z.B.) durch unsere Amerikareise das Interesse am Deutschen Fußball steigt. Davon profitieren aber natürlich zunächst einmal die Bayern (bei den Internationalen Fernsehgeldern ist die Spreizung ja noch größer als bei den nationalen… wir müssten wirklich mal wieder international spielen…)

  16. „Wir dürfen uns daher auch nicht zu klein machen. Frankfurt ist als Stadt ist bekannt und die Eintracht ist ein Fußballprodukt, das man hier ganz gut kennt,“ freut sich Hellmann.

    Viele Amerikaner finden kaum Mexiko oder Kanada auf einer Weltkarte. Dort konkurrieren mit Eishockey, Basketball, Baseball und Football um die Geldbeutel von 320 Mio. Amerikanern. Ich weiß nicht, mit wem Hellmann geredet hat, aber dass man dort Eintracht Frankfurt kennt, halte ich für ein Gerücht. Bestenfalls Madrid, Manchester oder die Bayern. Aber nennenswerte Merchandising-Absätze und Millionen von deutschsprachigen Eintracht-TV-Abos kann ich mir nicht vorstellen.

  17. Zum Thema wenn auch nicht zur SGE passt der James Transfer der Bayern. Im Rahmen der Berichterstattung wurde Bezug zu seinem Transfer zu Real genommen. Kurz nach dem Transfer hat Real 50 Mio Euro in Südamerika hauptsächlich durch Trikotverkäufe umgesetzt. Einen Teil der Kosten mal ganz schnell refinanziert.
    Die Zahlen konnten aber nur durch die Bekanntheit der Marke Real Madrid erreicht werden. Die Bayern sind ein ebensolcher Global Player. Ich bin überzeugt davon, dass James primär aus wirtschaftlichen Gründen verpflichtet wurde. Das er dazu noch kein schlechter Kicker ist steht ebenso außer Frage. Die Bayern haben dadurch im Südamerikanischen Raum ein Bein in der Tür und es kommt nicht von ungefähr, dass eines der nächsten Trainingslager lt. Rummenigge nach Südamerika gehen wird.

    Ähnlich schauts bei uns aus. Die Amerika Tour war eine große PR Tour gerade für den neuen Hauptsponsor. Fussball ist dort drüben immer noch ein Wachstumsmarkt. 40.000 in Seattle. Spitzen PR für Indeed und zusammen mit den anderen Kontakten ein nicht zu unterschätzender Markt. Aktuell kann ich vor Hellmann wirklich nur den Hut ziehen. Gleiches gilt für die Entscheidung den Vorstand aufzuteilen. Hellmann, Frankenbach und Bobic. Klare Ressort-Verteilung. Gute Kommunikation. Klasse auch das niemand was zum Ressort des anderen zu sagen hat außer vllt. wenn es sich überschneidet. Bobic / Frankenbach bei Transfers und deren Finanzierung. Mal abgesehen davon, dass ich ja eher zu den Optimisten hier gehöre, denke ich das aktuell die Weichen gestellt werden für die Zeit ab 2022 – 2030. Wenn wir sportlich einen weiteren Abstieg die nächsten Jahre / Jahrzehnte vermeiden können und mit den Transfers ein gutes Händchen haben, dann könnten dieses Jahr und das nächste vllt. wirklich zum Weckruf des schlafenden Riesens werden. Könnte! Auf jeden Fall wird es die nächsten Jahre spannend und dazu mit ein wenig Vorfreude. Gabs ja auch nicht immer, dass die Sorgen kleiner waren als die Hoffnungen.

  18. Hellmann und Co. versuchen diese Maerkte fuer die SGE zu erschliessen, die noch nicht von den Grosskopferten ausgesaugt sind. Auch Abu Dhabi war einen Versuch wert. Letztendlich ist der Erfolg das Zählbare und der ist nicht abschätzbar, auch, oder gerade wegen der amerikanischen Mentalität. Deshalb kann ich den Optimismus mancher nicht uneingeschränkt teilen. Die Innovation der Eintrachtmanager ist jedoch lobenswert und lässt hoffen, dass es weiter nach vorne geht, vielleicht auch nur in mittelgrossen Schritten, aber auch diese werden helfen. Der neue Sponsor, well done, und auch der Aermelsponsor
    Deutsche Börse, nicht zu vergessen, könnten echte Türöffner gewesen sein. Daumen hoch für die Macher. Aber im sportlichen Bereich jetzt keinen übertriebenen Aktionismus und nicht auch noch Fabian verkaufen. Finanziell dürfte keine Notwendigkeit bestehen, solch einen Fussballer hatten wir schon lange nicht mehr und bei uns Fans ist er verdient sehr beliebt. Herr Bobic, Fabian muss bleiben, Sie arbeiten sehr professionell, aber jetzt
    sollte nur noch ein IV verpflichtet werden.Wir Fans haben oft ein gutes Gespuer fuer Spieler, Situationen, Erfordernisse, Konstanz und schaedliche Veraenderungen. Wie gesagt, noch einen Innenverteidiger, dann Deckel drauf und die beste Elf finden, dann koennen wir doch sehr neugierig und gebremst optimistisch in die neue Saison gehen.
    Ueber einen IV hinausgehende Verpflichtungen, wenn noetig, dann in der Winterpause.

  19. @911

    Also, alle US-Amerikaner die ich besser kenne kennen die Eintracht und haben Schals, Teddybären u.ä. Ok, ist vielleicht nicht repräsentativ, liegt vielleicht an mir. 😉

    Aber im Ernst: Was man nicht vergessen darf sind die vielen Mexikaner (u.a.), die in den USA leben. Und diese sind sehr wohl Fußball begeistert. Und – hey – zufällig spielt einer ihrer belibtesten Spieler bei uns, weshalb sie zumindest teilweise eben auch die Eintracht kennen. Genauso wie es mir in Botswana aufgefallen ist, wieviele dort die Eintracht kannten (von den älteren Füßballbegeisterten (-> Okocha, Yeboah! (Botsuana hat keine iegnen internationalen Stars)). Diesen Effekt darf man nicht unterschätzen. Daher sollten wir auch Fabian nicht verkaufen. Natürlich sind wir daher nicht so berüht wie Real oder Barca oder die Bayern óder die halbe englische Liga, aber wir werden bekannter. (Und Chandler schadet da im übriegen auch nicht.)

  20. Bingo?!
    Schaun mer mal, was es bringt – ich habe leider den Eindruck, viel ist auch sehr gewollt, um das Sponsoring von Indeed zu einer Partnerschaft aufzuwerten. Denn so wirklich viel Potenzial sehe ich auch nicht, nur weil man von Indeed gesponsert wird. Aber gut, man kann es versuchen. Dass die Amerikaner jetzt aber nur auf Eintracht Frankfurt gewartet haben, darf man zumindest hinterfragen.

    Aber schöne Buzzwords kennt der Hellmann jetzt.

  21. Also lieber Pasha ich habe jetzt nicht empfohlen Fabian zu verkaufen.
    Er wurde allerdings was bringen.
    Aber wir scheinen noch flüssig zu sein was durchaus von Indeed Vertrag kommen könnte.
    Wir müssen allerdings bei der IV was machen.Unbedingt!!!

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