Konzentriert sich derzeit ganz auf die U19. Alexander Schur.
Konzentriert sich derzeit ganz auf die U19. Alexander Schur.
Die Frankfurter Eintracht ist die Mannschaft der Stunde – zumindest in der U19-Bundesliga. Am Samstag mussten dies auch die abstiegsgefährdeten Karlsruher erfahren. Mit 3:1 gewannen die Jungadler und holten somit ganz starke 18 Punkte aus den vergangenen sieben Partien. Eine unglückliche Heimniederlage gegen den FC Saarbrücken (2:3) trübt die ansonsten so tolle Bilanz der vergangenen Wochen. Man kann mit Fug und Recht behaupten: Der „kleinen“ Eintracht ist – nach einem missglückten Saisonstart mit vier Niederlagen am Stück – der turnaround gelungen. Im Stillen wurde dabei eine wichtige Weichenstellung vorgenommen: Es war September, als sich die Verantwortlichen des Vereins zusammensetzten und entschieden, dass Aufgabenfeld von Alexander Schur zu verändern. Eigentlich sollte der 44-Jährige unter der Woche bei den Trainingseinheiten der Profis dabei sein, über die erfahrenen Schultern von Armin Veh blicken und einige Übungen anleiten.

Doch der „desaströse Saisonstart„, wie ihn Armin Kraaz, Leiter des Leistungszentrums, bezeichnete, sorgte für zu große Nervosität. Auch wenn Schur keine Einheit seiner U19 verpasste, lief es doch gewaltig schief am Riederwald. Inzwischen aber macht sich bemerkbar, dass sich der Publikumsliebling früherer Tage wieder voll auf seine Aufgabe als Jugendcoach konzentrieren – und die jungen Spieler somit für höhere Aufgaben formen kann. „Die Jungs aus der A-Jugend brauchen Begleitung„, sagte Schur bereits im Juni, „damit der Übergang von der Jugend zu den Senioren harmonisch verläuft.“

Im Winter aber möchte man den Coach, den man bei den Frankfurtern in naher Zukunft sicherlich auch gerne als Trainer der Profimannschaft sehen würde, mit ins Traininglager nach Abu Dhabi nehmen. So soll er – wie schon im Sommer bei den beiden Reisen nach Österreich – die jungen Akteure wieder näher an den Profikader heranführen und an den Schwachpunkten gezielt arbeiten. Der Sprung ins Profigeschäft ist ein gewaltiger, vor allem bei der Eintracht, wo es die Zwischenstation U23 nicht mehr gibt. Daher müssen sich die größten Talente des Jahrgangs bereits jetzt positionieren und bei Veh anbieten. Die aktuell so positive Serie, durch die man nun auf Rang 6 – einen Zähler hinter den FC Bayern München, der aktuell auf Platz 3 steht – hochgerückt ist, hilft dabei gewiss weiter. Das Spitzenduo 1860 München (10 Siege, 1 Unentschieden) und die TSG Hoffenheim (9 Siege, 2 Niederlagen – darunter eine gegen die Eintracht) stehen zwar scheinbar uneinholbar vorne. Aber zum Schluss „the best of the rest“? Da würde wohl nicht nur Kraaz, der sich riesig über die „Mannschaft der Stunde“ freut, jubeln.

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3 Kommentare

  1. Da wir ja unsere U23 abgemeldet haben und somit Geld sparen eine ganze Mannschaft zu finanzieren um ggf. 3-4 ausbaufähigen Talenten Spielpraxis zu geben, könnte man ja Kooperationen mit anderen unterklassigen Vereinen verhandeln und somit nach der U19 einigen Talenten hier Spielpraxis geben, natürlich immer mit der Prämisse, dass diese dann dem Profi-Kader der SGE zugeführt werden. Denke mal, das wäre etwas, wo alle gewinnen und wäre im Kostenrahmen.
    Das Geld um es wie die Mateschitz Brausetruppe zu machen und 5-6 Mannschaften in Österreich, Deutschland und Spanien aufzukaufen haben wir halt mal nicht. Hier kann dann der vermeintlich stärkste Verein aus einem großen Portfolio auswählen.

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