Kevin Trapp sieht seine Zukunft in Frankfurt. (Bild: Heiko Rhode)

Am Freitag vor dem Testspiel gegen den AS Monaco hat sich Torhüter Kevin Trapp auf einer Pressekonferenz zu Wort gemeldet. Fans fürchteten schon, der sympathische Saarländer würde einen Wechsel verkünden – das Gegenteil war der Fall.

Wechsel war nie ein Thema

Das wichtigste Thema wollte Trapp gleich loswerden. „Das Transfer-Thema kam natürlich bei mir an. Aber ich war relativ entspannt“, begann der inzwischen 30-jährige, um anzufügen: „Meine Intention war nie zu wechseln, deshalb habe ich für fünf Jahre unterschrieben.“ Ob ihn denn gestört habe, dass Aufsichtsrat Wolfgang Steubing einen Wechsel von ihm nicht ausgeschlossen habe, antwortet Trapp gelassen: „Es macht mich stolz, dass ich dem Verein in der Not mit einem Transfererlös helfen könnte.“ Für einen Verein wie die Eintracht wäre es nicht ungewöhnlich, das Spieler nicht per se unverkäuflich sind. Seine eigene Zukunft sieht er dennoch mit dem Adler auf der Brust: „Ich habe immer gesagt, der Verein entwickelt sich gut und wir können viel erreichen.“ 

Trapp schaut entspannt in die Zukunft

Einen späteren Wechsel wollte er auf mehrmalige Nachfrage nicht zu 100 Prozent ausschließen, er könne schließlich nicht in die Zukunft blicken. Er machte aber noch einmal klar: „Ich habe für sehr lange unterschrieben. Es weiß niemand was passiert, aber meine Absicht ist es nicht.“ Der angespannte Transfermarkt in Zeiten der Corona-Pandemie beunruhigt den Schlussmann auch sonst nicht weiter: „Wir haben eine sehr gute Mannschaft. Auch wenn es keine neuen Transfers geben sollte, ist unsere starke Truppe noch zusammen.“ Apropos Corona – die Profis verzichteten die letzten Monate auf ihr Gehalt, Fredi Bobic kündigte an, dass es Gespräche diesbezüglich auch nach der Sommerpause geben würde. Für Trapp kein Problem: „Ein Gespräch gab es noch nicht. Als es damals Thema wurde, wollten wir alle helfen, damit niemand seinen Arbeitsplatz verliert. Sollte es so weiter gehen, wären wir alle offen, ich denke nicht, dass es ein Problem geben wird.“ Mit Marco Russ und Gelson Fernandes hat die Eintracht zwei absolute Führungsspieler verloren. „Wir haben ein sehr gutes Gerüst von Spielern, die den Verlust auffangen können. Ich denke nicht, dass die Qualität in der Mannschaft darunter leiden wird“, zeigt sich der Torhüter zuversichtlich.

„Ich kann noch viel, viel mehr“

Die vergangene Saison sei schwierig gewesen, man habe gute und schlechte Phasen gehabt. Sein ganz persönliches Fazit zu seiner Saison fällt ebenso gemischt aus: „Es war schwierig. Nach sechs Spieltagen hatte ich eine schwere Schulterverletzung. Vier bis fünf Monate Pause wurden prognostiziert, nach drei stand ich wieder auf dem Platz. Dann kam die Corona-Pause, man kam nie in einen guten Rhythmus rein.“ Auf seine eigene Leistung blickte er dann sehr kritisch: „Jeder weiß, dass ich einen extrem hohen Anspruch an mich selber habe. Die Saison war ok, aber ich weiß, dass ich noch viel, viel mehr kann.“ Die Pressekonferenz war damit beinah vorüber, als Trapp noch die Frage nach der Zukunft seines Ersatzmannes Frederick Rönnow gestellt wurde. „Freddy ist ein sehr guter Torwart, der auch spielen möchte. Was seine Zukunft angeht, fragen sie am besten ihn“, gab der eloquente Schlussmann eine diplomatische Antwort. 

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11 Kommentare

  1. Deckt sich doch alles mit den Aussagen von Steubing, Bobic und Hütter. Wir sind zufrieden, kann sein, muß aber nicht und gemeinsam lieben wir unsere Eintracht.
    Wie schön und mein Gott, was haben wir uns die letzten 4 Wochen hier heiß gemacht, alles unnötig.
    Fehlt nur noch das Wunder von Basel !
    Forza SGE !

  2. Warum sollte er das tun? Der Verein zahöt ihm das Gehalt freiwillig. Sollen alle auf 25 % verzichten, die ab einer Mio verdienen? Die Verträge wurden von beiden Parteien ausgehandelt , ohne das jemand gezwungen wurde.

    Darf er das gegenrechnen, was er für wohltätige Zwecke spendet und privat dafür aufwendet , um für seinen Job noch besser in Form zu sein? Ernährungsberater und Privattrainer z.B.? Fragen über Fragen

  3. Ab und zu bekomme ich auch ein paar interessante Infos gsteckt und heute musste ich leider erfahren, dass uns Mijat höchstwahrscheinlich verlassen wird. Echt schade!

  4. @4 Das wäre großer Mist! Er hat im ersten Training schönes Tor gemacht…dachte es wird seine Durchbruch-Saison.
    Irgendwie war es zu befürchten, nachdem Kostic ihm im letzten Interview alles gute für die Zukunft gewünscht hat. Hoffe der Transfer kommt nicht zustande und Mijat bleibt noch eine Weile.

  5. Wenn dem so ist dann alles gute Mijat. Schöne 5 Jahre aber es hätte nicht sollen sein. @2Spenden ect werden von der Steuer abgesetzt. Wenn man den Bericht liest scheint es ja kein Problem sein sich mit kleineren Brötchen abzugeben. Die Verträge waren ja vor COVID. COVID hat alles verändert der Gürtel ist enger. Egal wo man hinschaut. Aber ich bin überzeugt Trappo wird das richtige Signal senden. Er ist Eintracht

  6. Trapp ist zurecht, der Spieler der am besten verdient! Rebic hatte das Gehalt auch bei uns, ich höre hier nur noch, wo man Geld sparen kann! Trapp, Kostic, Hinteregger, von so einer Qualität hätte ich gerne mehr und will sie nicht verkaufen, das wir Geld für das Geld Spieler kaufen können, die vielleicht mal gut werden!

  7. Wenn es stimmt das Torro für 2.5mios wechselt, wäre das auch ok, die breite wollen wir ja ausdünnen! Oft genug darf man ja noch Geld mitgeben, wie es bei Wiedwald wäre!

  8. @ schwarzweiß
    Das ist immer wieder so eine Aussage, Spenden können von der Steuer abgesetzt werden. Das klingt so, als ob das für den Spender 100% ohne Verlust wäre. Nein , ist es nicht. Bis zu einem Höchstbetrag sind Spenden anteilig Steuer mindernd, abhängig vom persönlichen Steuersatz. Mit der Spende macht der Spender also auf jeden Fall „Verlust“. Man sollte also Spenden und Spender nicht mit solchen Pauschalen herabmindern. Ansonsten kann man sich dieser sinnlosen Werbung von Vergleichsportalen anschließen, je mehr ich verbrauche, umso mehr spare ich, obwohl ja ja trotzdem für mehr bezahlen muss !
    Forza SGE !

  9. Finde es ein klasse Statement von Kevin Trapp und ein eindeutiges Bekenntnis zur Eintracht. Natürlich weiß man nie was passiert, aber ich habe schon den Eindruck, dass er „Zuhause“ ist. Euch allen ein schönes Wochenende 🙂

  10. Habe mir das Interview angeschaut und fand es klasse.
    Klare Aussagen. Klare Bekenntnis zur Eintracht (soweit wie eben möglich).

    Denke mal vor dem Basel Spiel wird nichts passieren bei Zu- oder Abgängen.

    Wäre echt schade wenn mijat geht.

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