Kevin Prince Boateng ist Aushängeschild im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung.

Boateng gegen Diskriminierung: Eintracht-Star Kevin Prince Boateng ist das Gesicht einer neuen Kampagne gegen Diskriminierung. Am heutigen Donnerstag stellte die DFL Stiftung in Frankfurt die Initiative, die unter dem Motto „Strich durch Vorurteile“ steht, vor. Der 27. Bundesliga-Spieltag soll ganz im Zeichen des Kampfes gegen Diskriminierung stehen. Dazu werden einige Klubs bei den Spielen ab dem 16. März Logos der Kampagne auf den Ärmeln tragen. Auch TV-Spots, in denen sich Boateng, Manuel Neuer oder Naldo für ein faires gesellschaftliches Miteinander aussprechen, sind geplant. Bei der Vorstellung der Initiative war der SGE-Mittelfeldmotor ebenso wie Vorstandsmitglied Axel Hellmann und DFL-Chef Christian Seifert in Frankfurt. „Wer sich in der Welt umsieht, der kommt zu dem Schluss, dass es uns in Deutschland sehr gut geht“, sagte Seifert dem „hr“: „Andererseits darf man nicht die Augen davor verschließen, dass gewisse Entwicklungen in Gang sind, auf die man zumindest achten muss. Man hat den Eindruck, dass Dogmatiker und Populisten die große Bühne suchen. Wir denken, die Bundesliga ist prädestiniert, in einem solchen Umfeld ein Zeichen zu setzen.“ Kevin Prince Boateng hat sich in der Vergangenheit wiederholt gegen Rassismus und Fremdenhass eingesetzt. „Wer mich kennt, weiß, wie ich zum Thema Diskriminierung stehe und wie ernst es mir damit ist“, betonte Boateng. „Unsere Mannschaft ist das perfekte Beispiel. Wir haben so viele Nationalitäten, Kulturen und Religionen im Team, sind aber eine echte Einheit und arbeiten toll zusammen.“

Pollersbeck raus, Rönnow gehandelt: HSV-Torwart Julian Pollersbeck scheint nicht zum Kreis der Anwärter zu gehören, die bei einem möglichen Abgang von SGE-Keeper Lukas Hradecky als Nachfolger im Frankfurter Tor in Frage kommen. „Wir haben vor der Saison über ihn nachgedacht“, sagte Bruno Hübner der „Offenbach Post“ über den U21-Nationalkeeper, „aber jetzt ist er kein Thema.“ Stattdessen tauchte der Name Frederick Rönnow im Gazettenwald auf. Der dänische Nationalkeeper (sechs Einsätze) spielt für Bröndby IF in Dänemark eine starke Saison. Beim zehnfachen dänischen Meister folgte der 25-Jährige 2015 auf einen gewissen Lukas Hradecky, den es zur Eintracht zog. Wiederholt sich etwa auch in Frankfurt dieses Szenario?

Bruchhagen entlassen: Heribert Bruchhagen ist nicht mehr Vorstandsboss des Hamburger SV. Der ehemalige Eintracht-Vorstandschef wurde am heutigen Donnerstag beurlaubt. „Wir haben uns nach eingehender Analyse der Gesamtsituation zu diesem Schritt entschieden und widmen uns nun der Neuausrichtung“, so der neue Aufsichtsratsvorsitzende Bernd Hoffmann. „Was für den HSV das beste ist, ist auch in meinem Sinne. Ich hab mich von der Mannschaft verabschiedet und den Spielern nochmal Mut gemacht. Noch ist es nicht zu Ende. Noch haben wir eine Chance, ich habe das wiederholt erlebt, auch in Frankfurt in prekären Situationen“, sagte Bruchhagen zum Abschied. Bruchhagen hatte das Amt als Nachfolger von Dietmar Beiersdorfer erst Ende 2016 übernommen. Mit dem Ostwestfahlen muss auch Sportdirektor Jens Todt seinen Hut nehmen.

Lob für Cavar: Erstmals kam Winter-Neuzugang Marijan Cavar beim Testspiel gegen Kazanka Moskau (5:3) im Adler-Dress zum Einsatz – und erhielt reichlich Lob für seinen Auftritt. „Er ist ein absoluter Bestandteil und voll integriert in allen Bereichen“, sagte Co-Trainer Armin Reutershahn, der auch mit der Trainingsleistung des 20-jährigen Bosniers sehr zufrieden ist: „Er setzt die Dinge, die wir im Training machen, voll und schnell um und ist immer wissbegierig. Er ist auf einem sehr guten Weg.“ Zugleich mahnt Reutershahn gegenüber dem „hr“: „Er ist ein ganz junger Spieler. Wir sollten und müssen Geduld haben, wir werden ihm Zeit geben.“ 

Fan-Biografien im Eintracht-Museum: Was macht die Liebe Eintracht-Fans zu ihrem Verein aus? Mit dieser Frage haben sich Holger Köhn und Christian Hahn vom Büro für Erinnerungskultur in Babenhausen auseinandergesetzt. Das Ergebnis gibt es ab heute im Eintracht-Museum zu bestaunen. Aus 37 Gesprächen sind sechs jeweils etwa zehnminütige Blöcke entstanden. Sie widmen sich zentralen Fanthemen wie Heimat, Stimmung und Träume, aber auch der Rolle von Frauen im Stadion. Dazu gibt es auch viele historische Filmsequenzen und Bilder. „Es lohnt sich, die Geschichten der Eintracht-Fans zu dokumentieren“, betont Matthias Thoma, Leiter des Eintracht-Museums in der „FNP“. „Ich hoffe, dass uns noch viele weitere Fans ihre Fanbiographie erzählen werden.“

Adler-Grüße am Welt-Frauentag: Zum Weltfrauentag gratulierte auch die Eintracht ihren treuen weiblichen Fans: „Liebe Frauen und Mädels, wir feiern euch jeden Tag! Aber am natürlich ganz besonders. Auf euch, Adlerinnen!“, twittere die SGE und schickte Grüße von Attila hinterher.

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12 Kommentare

  1. Würde mich nicht wundern, wenn wir gerade auf der Torhüterposition wieder einen holen, den absolut niemand auf dem Schirm hatte.
    Kevin Trapp wäre ein absoluter Traum und bei Erreichen der Championsleague mit Sicherheit machbar. Bei „nur“ Europaleague könnte es eng werden, aber Bobic hat bei uns bisher eher groß gedacht.

    Die Niederlage des BVB kommt gerade recht. Da werden die sich am Wochenende mit Sicherheit etwas schonen, denn ein Ausscheiden gegen Salzburg wäre eine Katastrophe für Dortmund.
    Hoffentlich geben unsere Jungs wieder richtig Vollgas.
    https://www.instagram.com/anterebic/
    Wenn der Kerl mal so treffen würde wie in dem Trainingsvideo… 😉

  2. Ok Leute,

    wir hatten hier politische Diskussionen, als es um Fischers Kritik/Ablehnung von AfD-Wählern ging. Da gab es einen Bezug zur Eintracht und da habe ich das auch laufen gelassen.

    Das hier ist aber kein Politikforum. Links, die nichts mit Eintracht Frankfurt oder zumindest Fußball zu tun haben, werden ab jetzt wieder gelöscht. Es ist generell gut, wenn ihr euch für Politik interessiert und darüber diskutieren wollt, aber hier ist nicht der richtige Ort dafür.

    Ich habe daher die entsprechenden Kommentare und Folgekommentare gelöscht und hoffe, keiner fühlt sich auf den Schlips getreten.

    Zurück zu unserer Eintracht!

  3. @1. AdlerMO

    Denke nicht das sich der BVB, der die CL-Plätze erreichen muss, sich für ein EL-Spiel schonen wird das erst vier Tage später ist. Das wäre a.) Unprofessionell und b.) haben sie genügend Spieler mit Qualität um genau dies nicht zu tun. Vielleicht sind sie verunsichert, das könnte ich mir vorstellen.

  4. Auch,wenn die mit topbesetzung auflaufen, hat unsere Eintracht eine Chance zu gewinnen!

  5. Vorausgesetzt wir machen unsere Hausaufgaben und bringen gierig die PS auf den dortmunder Rasen, ist zu konstatieren, dass das Spiel des BVB gestern gg. Salzburg genau so gelaufen ist, wie man es sich aus Gegnersicht gewünscht hätte.
    Regeneration nach Niederlagen geht schlechter. Zudem hat Stögi kaum rotiert. Im Grunde sehr gute Vorraussetzungen. Nur: wir müssen liefern…

  6. @Benny: Danke für die administratorische Maßnahme und „Neufestlegung“ zukünftiger Spielregeln.
    Ich empfand die politische Komponente hier mittlerweile zu dominierend und das wäre das Gesamtthema Fußball verfehlt: setzen 6 😉

  7. Zum BvB:
    Die Qualität büßt der BvB nicht wirklich ein, aber @AdlerMo könnte dennoch gewissermaßen recht haben und am Sonntag stehen zwar individuelle Einzelstars auf dem Platz, aber möglicherweise als Mannschaft, die eben nicht so gut aufeinander eingespielt ist. Abwarten….
    Jedenfalls hat Salzburg gestern anschaulich demonstriert, wie man mit cleverem Spiel in dem Hexenkessel Signal Iduna auch was zählbares mitnehmen kann 🙂

  8. Die Abwehr von Dortmund ist aktuell bestenfalls Mittelklasse und Batshuayi’s anfängliches Feuerwerk ist auch erloschen. Er wurde von Stöger stark kritisiert – könnte mir vorstellen, dass er am Sonntag am Anfang auf der Bank ist auch wenn er ohne Zweifel seine Qualitäten hat. Gut auf Reus aufpassen und Wolf und Rebic überrennen einfach deren Abwehr. Ich wüsste nicht, dass ich uns jemals so auf Augenhöhe mit dem BVB gesehen habe wie in der aktuellen Situation. Die Spiele gegen Dortmund waren meist hochklassig und Gegner die selbst das Spiel machen wollen, stehen uns ohnehin besser. Ich tippe mal auf ein 3:2 reinsten Fußballgenusses für uns 😉

  9. Ich finde es eigentlich falsch einer Seite mit Kommentarfunktion gewisse Inhalte vorzugeben. Ich denke solche Inhalte bereinigen sich immer selbst, wenn nicht darauf eingegangen wird. Ich lese zu 90% die Kommentare (anstatt den kompletten Artikel) und finde es gut, dass man sich über alles austauschen kann.

  10. Mit einer ähnlichen Einstellung und Motivation wie gegen die Dosen wird auch in Dortmund was zu holen sein, ich bin heiss wie Pumapisse auf das Spiel!!!

  11. @10. Heiss wie Pumapisse ? Kenne ich noch nicht , doch ich bin mit Dir einer Meinung , wir sind schon mit schlechteren Gefühlen nach Dortmund gefahren.
    Aber Freunde der Eintracht :. Keine Überheblichkeit und keine übertriebenen Forderungen !
    Selbst wenn wir ein gutes Spiel machen , können wir dort verlieren. Dann würde die Eintracht-Welt trotzdem nicht Zusammenbrechen.
    Doch gehen wir positiv heran ! Wir haben eine Chance , Auf Jetzt , nutzen wir sie !
    .
    übrigens@Redaktion : richtige Reaktion und richtige Feststellungen , Danke
    Forza SGE !

  12. @Benny Find ich gut!

    Am Donnerstag wars nicht wirklich ein Hexenkessel. Für Dortmunder Verhältnisse wars eher mau. Auch die Spielweise ist nicht mehr unbedingt so offensiv ausgerichtet.
    Das kommt uns zu Gute, denn Dortmunds Defensive ist zu knacken. Und die Offensive ist mit Ausnahme von Reus und Schürrle (der aber qualitativ über die Jahre eingebrochen ist) außer Form.
    Reus spielte am Donnerstag das erste Mal 90 Minuten durch. Nochmal 90 Minuten wird der bestimmt nicht gehen können. Insbesondere, wenn man an ihr wichtiges Spiel 4 Tage später denkt.

    Mit Abraham, Salcedo und Falette haben wir hinten den Speed um das Spiel offener zu gestalten.
    Ähnlich wie Salzburg. Die spielten auch mit und hätten schon zur HZ führen müssen.
    ABER die haben auch echt gute Techniker in Abwehr, Mittelfeld und Sturm, die das Spiel nach vorne durch die Dominanz in ihrer Liga gewohnter sind als wir. Insbesondere ohne Mascarell können wir technisch nicht mithalten.

    Daher würde ich lieber Dortmund den Ball größtenteils überlassen, ohne dass wir uns zu sehr hinten reindrängen lassen. Damit fahren wir in dieser Saison grundsätzlich ziemlich gut.
    Es gibt das Mismatch Batshuayi vs Hasebe. Hase würde mir in diesem Spiel (!) im MF besser gefallen. Und auf Falette können wir in so einem Spiel mit seiner ZK-Wucht, Kopfballstärke und Schnelligkeit kaum verzichten.
    Also wie gegen Leipzig würde ich hinten Salcedo, Abraham, Falette spielen lassen.

    Das Dortmunder Publikum erwartet stets, dass ihre Mannschaft nach vorne spielt. Das sollen sie gerne machen.
    Wahrscheinlich macht es Sinn auf Experimente zu verzichten und einfach unsere beste Elf zu stellen, an denen sich der BVB im Mittelfeld mal die Zähne ausbeißen soll.
    Sprich: Hradecky – Salcedo, Abraham, Falette – Da Costa, Hasebe, Chandler – Boateng, Wolf – Rebic, Haller
    ..wäre meine Aufstellung

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