Alex Meier verfolgt die Eintracht noch ganz genau.

Meier fiebert mit der SGE: Obwohl Ex-Eintracht-Kapitän Alex Meier jetzt beim FC St. Pauli die Fußballschuhe schnürt, beobachtet der 35-Jährige die SGE noch immer ganz genau. Der „Bild“ verriet er jetzt, dass er vor allem vom Erfolg der Hessen in dieser Saison angetan sei: „Eintracht ist unglaublich! Sie spielen super Fußball, extrem offensiv, mit vielen Toren. Es macht richtig Spaß, zuzusehen. Ich freu‘ mich riesig über den Erfolg, ich werde schließlich immer Eintrachtler bleiben.“ Nach seiner aktiven Zeit kann er sich auch weiterhin ein Engagement am Main vorstellen: „Ich habe ja einen Anschlussvertrag bei Eintracht, und ich kann mir natürlich sehr gut vorstellen, dass ich hier einen Job übernehme. Was es ist, müssten wir dann besprechen. Doch aktuell denke ich nicht ans Aufhören.“

Körbel hofft auf Trapp Verbleibt: Eintracht-Legende Karl-Heinz „Charly“ Körbel wünscht sich einen Verbleib von Kevin Trapp bei der SGE. Eigentlich ist der Torwart nur für diese Saison von Paris St. Germain an den Main ausgeliehen. Das sagte der Bundesliga-Rekordspieler Körbel der „Bild“: „Ihn zu halten, wäre enorm wichtig für eine weiter positive Entwicklung der Mannschaft. Das wäre definitiv ein Sechser im Lotto für Eintracht.“ Trapp sei nicht nur ein exzellenter Torhüter, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der aktuellen Mannschaft der SGE: „Dass Eintracht so eine beeindruckende Hinrunde gespielt hat, lag an verschiedenen Bausteinen. Einer der entscheidendsten ist Kevin!“ Körbel ist klar, dass eine erneute Teilnahme am Europapokal die Chancen auf einen Verbleib des Nationalkeepers verbessern würden. Hierfür sei ein guter Start wichtig: „Die Euphorie, die aktuell rund um Mannschaft und Verein herrscht, muss erhalten bleiben, dafür brauchst du einen guten Start in die Rückrunde. Dann ist alles möglich.“

Fischer sieht Coming-Outs skeptisch: Eintracht-Präsident Peter Fischer denkt, dass sich die Fußball-Welt fünf Jahre nach dem Outing von Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger noch nicht wirklich entwickelt hat. Das sagte der 62-Jährige dem „hr-sport“. Er denke, dass ein Outing in der heutigen Welt noch immer problematisch wäre: „Wenn jemand zu mir käme, ein junger Sportler, mit 24, 25, so mitten in seiner Karriere – ob ich ihm das raten würde? Wenn ich ganz tief in mich hineingucke, würde ich nein sagen müssen.“ Er sehe die Zeit noch nicht reif dafür, im Falle eines Falles würde er den Spieler aber natürlich untestützen: „Wenn er das will, wenn es eine große Qual, eine große Belastung ist, dann würde ich es fördern. Und das macht mich traurig. Ich habe nicht einmal die Hoffnung, dass sich das in fünf oder in zehn Jahren wahnsinnig ändert.“

Paciencia voller Tatendrang: Goncalo Paciencia war lange verletungsbedingt außen vor. Jetzt greift der Portugiese im Trainingslager wieder an – und ist voller Tatendrang: „Jeder Tag bringt neue Erkenntnisse, insgesamt wird es immer besser. In jedem Fall fasse ich diesen Monat ins Auge. Nachdem ich vier Monate außen vor war, kann man aber nicht erwarten, dass ich sofort auf dem Level meiner Mitspieler bin“, so Paciencia auf „eintracht.de“. Nach seiner Verletzungspause will der Angreifer jetzt nach vorne schauen: „Wer ist schon gerne außen vor? Es ist immer schön, seinen Teil zum Erfolg beitragen und sich einbringen zu können. Aber diese Phase ist nun zum Glück vorbei, ich bin bereit, den Kampf anzunehmen, weiß aber auch, dass ich von meinen starken Sturmpartnern einiges lernen kann.“

Kostic und da Costa in der „intenationalen Klasse“: Der „Kicker“ hat mit Filip Kostic und Danny da Costa zwei Außenverteidiger der SGE in der halbjährlich erscheinenden Rangliste in die „internationale Klasse“ eingestuft. Kostic landete hinter Joshua Kimmich vom FC Bayern München und Nico Schulz von der TSG 1899 Hoffenheim auf Platz drei der Lister, Da Costa wurde Fünfter.

Rog im Visier: Bekommt die Balkan-Connection der Frankfurter Eintracht im Winter nochmal Zuwachs? Wie italienische Medien berichten, soll Marko Rog bei den Adlern im Blickfeld stehen. Der 23-jährige Mittelfeldmann vom SSC Neapel hat die selbe Beraterfirma wie Ante Rebic, Luka Jovic, Mijat Gacinovic und Filip Kostic. Rog, der in dieser Saison auf neuen Einsätze in der Serie A und zwei in der Champions League kommt, wird auch mit verschiedenen italienischen Klubs und dem FC Schalke 04 in Verbindung gebracht.

Trio individuell, Chandler unterwegs: Am Dienstagvormittag hat die Eintracht die einzige Einheit des Tages im Traininigslager in den USA hinter sich gebracht. Mijat Gacinovic, Allan Souza und Lucas Torró trainierten jeweils individuell. Timothy Chandler war auf einem offiziellen Termin im Rahmen des Florida Cups.

N’Dicka einer für die Équipe Tricolore? Evan N’Dicka hat seinen Marktwert, wenn man transfermarkt.de als Grundlage nimmt, seit seinem Wechsel im Sommer 2018 vervierfacht. Das französische Talent spielte eine tolle Hinrunde und rechtfertigt aktuell die hohe Ablösesumme, die sich im Bereich von sechs Millionen Euro bewegt haben soll. Aktuell spielt der 19-Jährige auch für die französische U20-Nationalmannschaft (fünf Einsätze und null Tore). Im Trainingslager in Florida gab er sich entspannt ob seiner weiteren Entwicklung und seiner persönlichen Bedeutung für sein Heimatland auflaufen zu dürfen. „Ich mache erstmal meine Arbeit im Verein und dann sehen wir weiter. Den Fokus auf die Nationalmannschaft habe ich speziell nicht gelegt“, erklärte er.

Schalke an Mbabu interessiert? Die Eintracht könnte Konkurrenz im Werben um Kevin Mbabu von den Young Boys Bern bekommen. Wie die „Bild“ berichtet, ist auch Ligakonkurrent FC Schalke 04 am Rechtsverteidiger interessiert. Die Ablöse für den Außenverteidiger soll bei rund 14 Millionen Euro liegen. Ein mögliches Modell wäre eine Ausleihe im Winter mit verpflichtender Kaufoption im Sommer. In Gelsenkirchen könnte Mbabu dann rechts hinten verteidigen und Daniel Caligiuri könnte wieder eine Position nach vorne rücken. Seit dem Abgang des jetzigen SGE-Trainers Adi Hütter aus Bern nach Frankfurt gab es immer wieder Gerüchte, nach denen der Schweizer Mbabu seinem Coach folgen könnte. In der Schweizer Zeitung „Blick“ erklärte er vor kurzem: „Ich werde nur gehen, wenn ein Klub mit dem richtigen Karriereplan für mich kommt.“

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28 Kommentare

  1. Wieso lässt die Bild eigentlich immer den Artikel vor Eintracht weg? Frage ich mich schon seit Jahren….

  2. So sieht’s aus Alex!
    Einmal Adler immer Adler, einmal Fußballgott immer Fußballgott 🙂

  3. @begoni: interessant, dass Du das erwähnst, das habe ich mich auch schon oft gefragt; genauso übrigens beim Wort Vertrag: „… hat noch Vertrag bei …“. Klingt nicht schön.

  4. @1&3
    Ganz einfach, (die) BILD hat schon immer versucht sich dem IQ ihrer Leser anzupassen!
    Nichts für ungut!

  5. Im September habe ich mich mit französischen Fußball-Fans unterhalten, die genauso heiß auf den französischen Fußball sind und im speziellen auf Auxerre, wie wir auf die Eintracht. Die kannten keinen „unserer Franzosen“! Die Bundesliga steht da nicht so im Fokus, auch bei den Trainern nicht. Glaube daher nicht, dass einer unserer Jungs so schnell A-Nationalspieler wird, da müssen sie schon die Liga wechseln.

  6. @5
    Ich habe ne kurze Zeit in Frankreich gelebt und mir ist dort aufgefallen, dass die Fußballfans (die ich kennen gelernt habe !!!) zwar heiß waren, aber nicht sonderlich über den Tellerrand geschaut haben. Man könnte auch kurz sagen, dass deren Fußballwissen seeeehr …. sagen wir, eingeschränkt war. Insofern wundert mich das nicht.
    Klar, ich kenne jetzt auch nicht alle deutschen U21-Spieler, aber doch viele. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass viele Fans in Frankreich fast keinen kennen. Wie ist Deine Erfahrung?

    PS zum Selbsttest, in welchem Verein spielen diese U21-Spieler aktuell? Gar nicht so leicht: Nübel, Henrichs, Tah, Anton, Klostermann, Löwen, Öztunali, Eggestein, Dahoud, Amiri, Teuchert, Hartel, Neuhaus, Serra, Müller, Ochs, Serdar, Torunarigha

  7. @1 und 3 … eigentlich offtopic, aber hier eine Erklärung für das von Euch angesprochene Weglassen von Artikel und Präpositionen:

    Ich finde es auch komisch und empfinde es als schlechtes Deutsch, aber die Sprache passt sich halt permanent an die sie nutzenden Menschen an. Das hat nichts mit dem IQ zu tun, vielmehr entstammen diese Veränderungen aus der so genannten Jugendsprache, aus sozialem Milieu, aus gesellschaftlichen Veränderungen oder aus der Herkunft.

    Speziell das Weglassen von Artikel und Präpositionen (wie z.B „ich habe Vertrag bei Eintracht“) verkürzt, beschleunigt und vereinfacht die Nutzung der Sprache. Diese Entwicklung entstammt zum einen der immens hohen Verbreitung und Nutzung von Smartphones und der social media tools, zum anderen handelt es sich um die simple Anpassung der Sprache an die Sprachkultur und das Sprachvermögen des sozialen Umfelds wie z.B. in der Schule und im Freundeskreis.
    Wissenschaftlich nennt man solche neuen „Dialekte“ m.W. dann Soziolekt oder Ethnolekt – oder ganz unwissenschaftlich nannte und nennt man es Gossensprache, Jugendsprache oder Kiezdeutsch.

    Die Medien und die schreibende Zunft passen sich lediglich der Sprache ihrer Nutzer und Klientel an.

  8. @7
    Klingt einleuchtend deine Erklärung, leider habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass wenn es darauf ankommt ( Bewerbung, formelle Anschreiben) immer weniger noch wissen wie man Sachen richtig formuliert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es die “neue“ Sprache schon in die Einstellungsabteilungen der großen Unternehmen geschafft hat. Dazu kommt dann noch die spezielle “Social Media Sprache“ mit # und keine Ahnung was noch , die zusätzlich den altgedienten Wortschatz kaputt macht. Klar verändert sich auch viel in der Sprache und auch die Spieler ändern sich. Früher ist ein Spieler wie Basler unter der Woche mal in die Kneipe gegangen, heute zahlt Dembele einem Kumpel im Monat 15.000 Euro damit der mit ihm auf der Konsole zockt. Die Zeiten ändern sich, nicht immer zum Vorteil wie ich finde.

  9. @ pot:

    Nee. Das macht die Bild schon seit den 90ern. Das ist keine Adaption von Jugendsprache. Vielmehr erscheint es mir als ein Versuch eines „branding“, also der Implementierung des Namens ohne Artikel zu sein! Ähnlich wie ein werter Mitforist nur noch eine Buchstabenkombination als Akronym für Kovac hier benutzt.

  10. @8. Yep :-). Man muss es nicht mögen, es ist aber so.

    Ich bin daher für uns froh, wenn ich in den Interviews sehe, wie geerdet unsere Spieler sind. Die Verantwortlichen achten jedenfalls bisher erfolgreich darauf, dass die Spieler bzw. deren Wertvorstellungen auch insgesamt gut zum Verein „passen“.

    Forza SGE!

  11. Das stimmt. Wenn man sieht was bei Schalke abgeht, haben Adi & Co.trotz großem Kader den Laden gut im Griff. Selbst die Spieler die nicht so zum Zuge kommen, stellen sich in den Dienst der Mannschaft. Da scheint Adi nicht nur taktisch , sondern auch menschlich ein Fuchs zu sein.

  12. @9. Mmmh, da hast du mit dem Beispiel BILD wohl Recht. War mir nicht bewusst, dass die schon in den 90ern das gemacht haben.

    Mir ist es erst die letzten Jahre aufgefallen – speziell bei Jugendlichen, die auf einmal so sprechen, wie sie auch SMS- oder Whatsapp-Nachrichten schreiben …. oft ohne Subjekt und mit weglassen der Artikel und Präpositionen mit verstümmeltem Objekt.

    Habe fertig!

    *lol*

  13. @begoni
    Der EISWEI wird hier üblicherweise inklusive Artikel genannt. Also ich jedenfalls achte darauf. Soviel Zeit und Respekt muss sein.

    Schön, dass es hier außer mir noch andere User gibt, denen die latente Verarmung und Verlotterung der deutschen Sprache, insbesondere auch von Rechtschreibung und Stil eine Erwähnung wert ist. Über die Bild-Zeitung lohnt sich nicht diskutieren. Eher über die Ursachen insgesamt – welche vielschichtig sind. Soziolekte gibt es in modernen Gesellschaften von jeher und überall auf dem Globus. Aber noch nie gab es insb. in D soviel Sprachenvielfalt. Und so umfangreiche, homogene fremdsprachige Parallel-Communities bei gleichzeitig ausbleibender sprachlicher Anpassung an die Mehrheitsgesellschaft. Dazu kommen flächendeckende Bildungsdefizite in ungeahnten Ausmaßen, die potenziert werden durch eine zunehmend digitalisierte Kommunikation, durch soziale Medien und das www. Adäquate sprachliche Bildung kommt überall zu kurz – in unzähligen Familien – angefangen bei den Kindergärten über die Grundschulen, die Mittel- und Oberstufen bis in die Hochschulen. Wobei anzumerken wäre, dass wir in Berlin extreme Verhältnisse haben. Es gibt ganz sicher deutsche Städte, wo das besser aussieht.

  14. Hier Forum ist es übrigens (scheinbar den Aufdrucken auf den Trainingsjacken geschuldet oder durch CR7 kultiviert) total „hip“ nur die Initialen zu benutzen. Das geht dann schon soweit, dass ich raten muss wer überhaupt gemeint ist. TTT steht dann für Torwart-Trainer-Team. Das macht es auch nicht gerade einfacher.
    Dass DaZ (Deutsch als Zweitsprache)-Hintergründler ursächlich sind, glaube ich in diesem Fall nicht. Das Schreiben mit einer Tastatur stellt immer mehr Menschen vor Probleme, benutzen sie doch sonst nur die Daumen.

    Gruß SCOPE

  15. Hey @15 Scope. Ja, das denke ich mir auch immer wieder :-D. Zu oft komme ich einfach nicht drauf wer/was gerade gemeint ist, und dann hadere ich mit mir selbst, warum ich das denn nicht aus dem Kontext erschließen kann. Aber verlockend ist es trotzdem. Es sind zwar nur wenige Sekunden, die man da spart, aber so flüchtig wie z. B. auch ich nur mal kurz ins Forum schnupern da hat man die Gedult nicht. Ich hab das bestimmt auch schon gemacht. Aber du hast vollkommen recht, besser für alle wäre, sich diese Sekunden zum Ausschreiben noch zu nehmen, um noch gehaltvollere und nützlichere Posts zu erstellen. Ich werde mich dran halten!

  16. @15
    Ja, oder so ne Scheiße wie EISWEI … 😉

    @13
    „Aber noch nie gab es insb. in D soviel Sprachenvielfalt“
    Das ist natürlich völliger Unsinn. Die Sprachvielfalten waren vor dem Buchdruck sozial und regional viiiiiiel höher und noch bis ins späte 19te Jahrhundert weit verbreitet (also auch in D … 😉 ). Ich nehme an, bin kein Germanist, dass es wesentliche Änderungen erst mit der Schulpflicht und deren Folgen gab. Schon immer war die deutsche Sprache einem gesellschaftlichen Wandel unterworfen – sie wie jetzt halt auch. Was Du geil findest, fanden Deine Eltern wahrscheinlich hübsch 😉 Und wenn mein Sohn du meint, schreib ich immernoch an Dich …. (=persönliche Anrede groß). Ich gebe Dir aber völlig recht – gewisse flächendeckende Sprachverkrüppelungen finde ich auch schrecklich und damit meine ich ausdrücklich keine Dialekte!

  17. @13. zizou
    Wenn Du Dich über Fußball äußerst, finde ich es mitunter interessant bis lesbar, aber wenn Du Dich über uns äußerst finde ich es einfach, gelinde gesagt, hochnäsig. Vermute Du leidest unter Bewegungsarmut, verschanzt Dich hinter Büchern, vorzugsweise Duden, und bastelst an deinen Statements. Es gibt aber auch User die mal schnell im vorbeigehen etwas schreiben und wissen, dass und nicht uhnd geschrieben wird. Du solltest Dir ein Beispiel an den Fußballern selbst nehmen und anerkennen, dass die Fußball-Sprache einfach ist, ja man sich sogar versteht ohne der Sprache mächtig zu sein. Habe übrigens für diese Zeilen mit meinem Daumen 6,5 Minuten gebraucht und stehe zu meinen Fhhellern und meiner einfachen Ausdrucksweise. Bin damit immerhin Ü50 geworden, habe dem Staaat nie auf der Tasche gelegen und zahle pünktlich meine Steuern. Nichts für ungut, ich freue mich auf Deine nächsten Aussagen, aber nur zum Thema Fußball. Denke Du arbeitest seit 13:35 Uhr daran.

  18. „Aber noch nie gab es insb. in D soviel Sprachenvielfalt“
    Das ist natürlich völliger Unsinn. Die Sprachvielfalten waren vor dem Buchdruck sozial und regional viiiiiiel höher…“

    Sprachliche und kognitive Kompetenz beruht meist nicht nur auf der Fähigkeit zu Lesen und zu Verstehen, sondern hängt nicht selten auch an einem oder zwei Buchstaben. Ich denke, nicht nur durch die Bezeichnung „D“ wird hinreichend deutlich, dass ich mich exklusiv auf Nachkriegsdeutschland – allenfalls noch auf die Weimarer Republik beziehe. Ich rede zudem von „Sprachenvielfalt“ und nicht von „Sprachvielfalten“ – schon gar nicht von Idiomen, Mundarten, Dialekten etc., die u.a. in den spätmittelalterlichen Grenzen des hl. römischen Reiches dt. Nation gleichzeitig gesprochen wurden (und in den folgenden 300 Jahren sukzessive partikular zunächst ins Mittelhochdeutsche und zu einem großen Teil in den heutigen deutschen Sprachschatz eingeflossen sind)
    Der „natürlich völlige Unsinn“ von dem ich rede, betrifft insb. die Verhältnisse in vielen Kindertagesstätten der Hauptstadt, wo Kleinkinder/Kinder aus 15-20 unterschiedlichen Sprach- u. Kulturherkünften betreut bzw. integriert werden sollen – von denen nicht wenige die Einrichtung verlassen ohne überhaupt eine einzige Sprache halbwegs zu beherrschen: weder ihre Muttersprache noch Deutsch.
    Normalerweise gehe ich auf derartig dummdreiste Zwischenrülpser eh nicht ein. Aber manchmal ist Information ja auch hilfreich.

  19. @19
    Na, dann rülspe ich noch mal. Durch die Bezeichnung D ist also alles hinreichend defininiert? Soso. Wie hieß es denn vor 1933 oder 1918? WR (das ist übrigens eine Zeitbezeichnung und kein Gebiet!)? Und wie hieß die Sprache da? Und wie hieß das Land nach der Rechsgründung?

    Und die zu integrierenden Sprachen gab es zB 1945-49 (Vertriebende), 1955- ca. 1970 (Gastarbeiter) und 1992 (Spätaussiedler) wohl auch nicht.

    Klar, aber andere rülspen dummdreist … und du schreibst von Informationen oder gar Fakten? Gibt es dazu vielleicht auch ne Quelle?

    Ach ja, früher hat man übrigens in der deutschen Sprache den Gegenüber nicht mit Wörtern wie „rülspen“ statt sprechen bedacht und über dessen Dummdreistigkeit gesprochen. Das galt als unhöfllich. Das allgemeine Benehmen scheint sich jedenfalls schlimmer zu entwickeln als die Sprache. Hab ich aber keine Quelle zu – ist nur so ein Gefühl.

  20. Ach ja, und danke auch für das absichtlich aus dem Zusammenhang gerissene Zitieren (weglassen dieses Teils: „(…. also auch in D … ;-)“ ). Auch so eine moderne Unart. Macht Dir Spaß, oder?

  21. Tut mit leid, ich wollte wirklich nicht unhöflich sein. In gesitteterem Deutsch sagt man tatsächlich ‚aufstoßen‘ – und nach dem ‚Bäuerchen‘ z.B. ‚Wohl bekomm’s!‘ oder kurz: ‚Prosit‘. Dies sei hiermit ausdrücklich nachgeholt und abermals erteilt.
    Ansonsten, worum es Dir in der Sache geht, ist mir nicht ansatzweise einsichtig. Von daher, lassen wir’s einfach dabei.

    P.S.
    Zur Basisinfo über das, was draußen so los ist, empfehle ich mindestens gelegentliche, noch besser regelmäßige Lektüre z.B. von SZ, FAZ, Der Spiegel, Die Zeit, FR, Cicero, Tagesspiegel, Berliner Zeitung, HH-MoPo, FNP, Köln.Rundschau, RP, Stuttgarter Zeitung, Weserkurier und diverser anderer Organe. Klar, es werden immer weniger, aber in D werden tagtäglich immer noch über 300 gedruckt. Zum Thema Sprachwandel und Entwicklung in der dt. Geschichte/Einwanderung/Integration etc. gibt es gerade in den letzten Jahren reihenweise Publikationen und Autoren. Empfehlungen und Literaturlisten gibt es von mir jedoch exklusiv bei ernsthaftem Interesse – und das liegt offenkundig nicht vor.

    P.P.S.
    Es heißt ‚das‘ Gegenüber.

  22. @22
    Freut mich für dich, dass du dich scheinbar für überlegen in Bildung und „kognitive Kompetenz“ hälst. Spricht für ein gesundes Selbstbewußtsein. Meistens tippe ich auf Dunning-Kruger, bei dir scheint ein bisschen mehr dahinter zu sein. Naja, und Umgangsformen … sind halt auch nicht mehr so in Mode. Kein ernsthaftes Interesse an entsprechender Literatur vorausgesetzt, lasse ich’s jetzt auch dabei.

    PS Ganz kleine Anmerkung zum Thema Sprachwandel und Integration allerdings noch. Zwischen 1945 und 1950 wurden etwa 12-15 Millionen Flüchtlinge (ca. +20% der Bevölkerung !!!) aufgenommen (ob integriert kann ich nicht beurteilen, aber ich vermute schon), von denen die meisten gar keine oder keine guten Deutschkenntnisse hatten und zum Teil aus einem völlig anderen Kulturkreis kamen. Dazu habe ich zwar keinen Literaturhinweise (wobei das mit ein bisschen Recherche kein Problem sein sollte), aber vielleicht hast Du noch einen lebenden nahen Verwandten, der mit Dir darüber sprechen kann und möchte. Sehr empfehlenswert!

  23. Jede Flucht, jeder erzwungene Heimatverlust, jedes Asyl, jede Migration geht mit Fremdheitsgefühlen auf beiden Seiten einher. Es gibt immer Konflikte zwischen aufnehmender Gesellschaft und Flüchtlingen. So zeigt auch die besagte Situation nach 1945 Parallelen oder Analogien zu heute auf – wer würde das in Abrede stellen.
    Der größte Unterschied zur aktuellen Lage (zumindest bis dato) ist die Anzahl der Aufzunehmenden. Es galt damals 14 Mio aus der Heimat vertriebene unterzubringen. Aus heutiger Sicht eine unvorstellbare Aufgabe, zumal in einem vom Krieg verwüsteten und zerrütteten Land. Noch ein wesentlicher Unterschied: Es gab in zu heute kaum vergleichbarem Maße objektiv(!) viel geringere sprachliche bzw. kulturelle Barrieren. Viele Millionen Migranten sprachen halbwegs bis gut deutsch, wenn auch mit preußischem oder schlesischem Einschlag sowie diversesten regionalen Dialekten und: die absolute Mehrzahl stammte aus mitteleuropäischen, christlich geprägten Gesellschaften. Die einwandernden Fremdsprachen waren an einer Hand abzuzählen: v.a. Polnisch, Russisch bzw. Ukrainisch und Tschechisch – in weitaus geringerem Umfang Ungarisch und Rumänisch, allesamt seit Jahrhunderten angrenzende und korresponierende Sprachen des deutschen Sprach- u. Kulturraums.
    Konflikte entstanden in erster Linie aufgrund von Ressentiments „gegen die Mulattenzucht, die der Ostpreuße nun einmal im Völkergemisch betrieben hat“ wie es 1946 der Landrat Schleswig-Holsteins meinte auf den Punkt zu bringen. Der durchschnittliche Nachkriegs-Westdeutsche ist in den vorangehenden 12 Jahren systematisch rassistisch kalibriert worden und definierte Deutschtum demzufolge nach den ideologischen Richtlinien der NSDAP. Das ist genauso schlimm wie es angemerkt werden muss – denn das ist aktuell keineswegs mehr so. Xenophobie ist heute vielschichtiger, teilweise reflektierter, aber auch verkappter – und sie ist viel erkennbarer gegenseitig.
    Denn ein weiterer Unterschied zu heute: die damaligen Heimatvertriebenen hegten keine grundlegenden Vorbehalte oder Ressentiments gegen die aufnehmende Gesellschaft. Sie stellten keine Ansprüche, forderten keine Sonderrechte – wie auch – es existierte ja keine vorangegangene Verheißung. Es gab ausschließlich die Hoffnung auf Frieden, Sicherheit und Unterkunft. Letztere wurde durch heute schwer vorstellbar rigorose Maßnahmen wie Beschlagnahmung und Enteignung von Wohnraum geschaffen. Ganze Dörfer wurden mit bis zu 80% Bewohnerzuwachs zwangsbesiedelt. In Holstein stieg die Einwohnerzahl um 70%. Mit der späteren Folge, dass ganze Landstriche einen Sprachwandel erfuhren – in vielen Dörfern und Gegenden verschwand das Plattdeutsche allmählich gänzlich. Die religiös-konfessionellen Relationen, die in Deutschland seit dem Dreißigjährigen Krieg ziemlich konstant gewesen sind, wurden durch die Einwanderung der Vertriebenen (etwa im Oberbayerischen durch protestantische Schlesier oder in Dithmarschen durch Erzkatholiken aus Gnesen) in kaum 2 Jahrzehnten auf den Kopf gestellt.
    Der folgenreichste Unterschied zu heute: Den allermeisten der 14 Mio, die ihre alte Heimat verloren haben, ist es gelungen sich in ihre neue ‚einzugliedern‘ (der Begriff ‚integrieren‘ war in diesem Zusammenhang damals unüblich). Viele hingen lange Zeit dem Traum nach, in absehbarer Zeit zurückkehren zu können, welcher spätestens mit dem Einigungsprozess im Rahmen der Ostverträge zur Illusion wurde.
    Heute nennt man das Assimilation – und ist sich unter Migrationsforschern weitgehend einig, dass diese in kaum mehr als zwei Generationen mehr oder weniger vollzogen wurde. Zweifellos war das ein millionenfacher schwerer, schmerzlicher und immer wieder aufs Neue beschämender Prozess. Aber erfolgreich konnte der nur sein, weil die Menschen in diesem Land ankommen wollten und dazu jede sich bietende Chance und Möglichkeit genutzt haben. Die Bedingungen, Möglichkeiten und Chancen sind heute in jeder Hinsicht unvergleichlich größer – und doch ist festzustellen, dass bereits in der dritten Generation bestimmter Migrantenklientele mehr als ein Drittel der Schulabgänger keinen entsprechenden Abschluss haben, davon eine Mehrzahl die deutsche Sprache allenfalls in Rudimenten beherrscht – von den daraus folgenden Aussichten auf dem Arbeitsmarkt, entsprechender Transferleistungsinanspruchnahme bzw. Kriminalität nicht zu reden. Wenn es irgendwo in der Migrationshistorie so etwas wie eine ideale Integration gegeben haben sollte – die der Heimatvertriebenen aus den ehemaligen Ostgebieten in die Bundesrepublik war es wahrscheinlich nicht. Hingegen aber muss man die Integrationsgeschichte der arabischen und insbesondere der türkischen Migranten seit den 1960ern in der Gesamtbilanz wohl als schwer gescheitert bezeichnen. Und hierbei sind die Folgen noch nicht eingedacht, weil nach wie vor kaum absehbar.

    Ach, und bei dem uferlosen „völligen Unsinn“ den ich hier schon wieder verzapfe, hätte ich fast vergessen – On Topic – dem Alex alles, alles Gute am Möllerntor zu wünschen – und der Eintracht irgendwann nochmal einen Pfundskerl von Fussballer, der ihr 14 Jahre lang die Treue hält… während mir im gleichen Moment unzählige Geschehnisse durch den Kopf gehen, die wahrscheinlicher sind.

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  24. @24
    Du hast völlig recht, ich hatte das falsch in Erinnerung, weil es mit der Vertriebenenwelle auch Auseinandersetzungen und Befürchtungen wegen der Sprache gab. Es gab einige Vertriebene mit schlechten Deutschkenntnissen, aber „von denen die meisten gar keine oder keine guten Deutschkenntnisse hatten“ ist falsch, sorry dafür!

  25. Erst informieren – anschließend fett Klugscheißen: ist fast immer die bessere Variante.

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