Ex-Trainer Niko Kovac vergoldete seine Zeit bei der Eintracht. (Bild: Imago/Sven Simon)

Was war das für ein tolles und aufregendes Jahr der Frankfurter Eintracht! Dabei fing es eigentlich gar nicht so gut an. Beziehungsweise bis Mitte/Ende April lief es sportlich nicht wirklich rund. Zudem gab es das ganze Hickhack um Ex-Trainer Niko Kovac. Lange war offen: Geht er? Bleibt er? Kovac wäre wohl in Ungnade aus Frankfurt zum deutschen Rekordmeister gegangen. Wäre da nicht der 19. Mai und das DFB-Pokalfinale in Berlin gewesen… Und jetzt? Jetzt begeistert die Eintracht mit tollem Fußball ganz Deutschland – und Europa.

SGE4EVER.de blickt in vier Teilen noch einmal auf die vergangenen zwölf Eintracht-Monate zurück. Nachdem am Donnerstag das erste Quartal beleuchtet wurde, geht es jetzt weiter mit den Monaten April bis Juni.

April: „Stand-jetzt-Kovac“ wechselt zu den Bayern

Der April dieses Jahres war in der Bundesliga völlig verkorkst. Das lässt sich leider weder anders ausdrücken, noch beschönigen. Denn in der Liga gewann die Eintracht kein einziges Spiel. Das höchste der Gefühle war ein 1:1-Unentschieden am 8. April gegen die TSG Hoffenheim. Ansonsten gingen alle Spiele in diesem Monat verloren. Im Umfeld wurde aufgrund dieser sportlichen Talfahrt, die so nach einer starken Hinrunde nicht zu erwarten war, spekuliert, woran es liegen könnte, dass es nicht läuft. Viele Fans und Medien schoben es auf die anhaltenden Gerüchte, Trainer Niko Kovac werde als Bayern-Coach gehandelt und könnte die Eintracht am Saisonende verlassen.

Kovac selbst versuchte in dieser Sache für etwas Ruhe zu sorgen – machte aber am Ende alles schlimmer. Seit seinem vermeintlichen Bekenntnis zur SGE am 5. April und den daran angefügten Worten „Stand jetzt“, kam noch mehr Unruhe auf. Das alles gipfelte in Kovacs denkwürdiger Pressekonferenz am Freitag, den 13. April, auf der er den Wechsel zum FC Bayern bestätigte. Dabei wies er jeden Vorwurf, er sei zuvor nicht ehrlich gewesen, entschieden zurück. Er habe immer die Wahrheit gesagt und zu keiner Zeit gelogen. Darauf hat er auch in den folgenden Tagen vehement bestanden. Kovac hat an seiner Version festgehalten und keinen Fehler bei sich gesehen.

Lichtblick DFB-Pokal

Beim ersten Spiel nach dieser Bekanntgabe des Wechsels wurde der Kroate von den SGE-Fans in Leverkusen gnadenlos ausgepfiffen. Ähnlich war es bei den folgenden Heimspielen. Die Stadion-Regie veranlasste sogar, dass sein Name bei der Aufstellung nicht mehr von den Fans gerufen wird, sondern lediglich vorgelesen wird. Dazu hat Kovac öffentlich nie Stellung genommen. Auch in der Presse wurde er zerrissen, manche Journalisten forderten sogar seine sofortige Freistellung. Auch deshalb, weil es sportlich immer weiter bergab gibg. Einziger Lichtblick: Das gewonnene DFB-Pokal-Halbfinale auf Schalke (1:0) am 18. April. Dadurch stand die SGE das zweite Jahr in Folge im Finale in Berlin.

Sonstiges:

Erster Transfer getätigt: Als Nachfolger des sicher scheidenden Lukas Hradecky, hatte die Eintracht schon während der noch laufenden Spielzeit für die folgende Saison Ersatz beschafft. Frederik Rönnow wurde von IF Bröndy verpflichtet und mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2022 ausgestattet.

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1 Kommentar

  1. https://youtu.be/xf5UB9ZaiCo

    Werde die PK von bobic um kovac abgang niemals vergessen.
    Absolut souverän und genau das, was die geschundene fan seele in dem Moment gebraucht hat. Seit dem Tag habe ich den letzten Rest zweifel gegen bobic verloren und bin unglaublich glücklich, dass er bei uns ist!

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