Voller Spannung: Eintrachts Trainer Adi Hütter erwartet beim Auswärtsspiel in Leipzig „ein sehr attraktives Spiel“ und eine eigene Mannschaft an der Leistungsgrenze.

Im Fußball spricht man häufig von einem sogenannten „Sechs-Punkte-Spiel“ – die Frankfurter Eintracht hat am Samstag in Leipzig ein solches. Sollte sie bei RB verlieren, wächst der Abstand auf den vierten Platz auf satte acht Punkte, gewinnt sie, kommt sie bis auf zwei Punkte an die Rangnick-Elf heran und könnte den insgeheimen Traum von der Champions League am Leben halten. Das weiß auch Adi Hütter, der gegen die Leipziger erneut einen Nachmittag voller „Powerfußball“ erwartet. Ohne seinen etatmäßigen Kapitän.

Für Hütter ein besonderes Spiel – Österreicher glaubt Leipzigs Matchplan zu kennen

Für den Österreicher ist das Spiel gegen Ralf Rangnick und einige ehemalige Zöglinge ohnehin ein besonderes. „Dort sind einige Spieler, die ich noch trainiert habe.“ Stefan Ilsanker, Peter Gulacsi, Konrad Laimer, Kevin Kampl und Marcel Sabitzer. Persönlichen Kontakt habe er zwar keinen mehr zu den Ex-Spielern, „aber ich freue mich auf die Begegnung, weil wir in Freundschaft auseinander gegangen sind.“ Einen kleinen Vorteil habe er dadurch sicherlich. Einen Spion habe er in Leipzig aber nicht. „Ich bin jetzt Trainer von Eintracht Frankfurt und glaube zu wissen, wie RB Leipzig morgen gegen uns spielen wird“, blickte der 48-Jährige mit einem verschmitzten Lächeln in Richtung der Journalie und den Kameras. „Sie können Powerfußball spielen, bieten Stressfußball an. Wir brauchen Antworten darauf.“

Bei Leipzig fehlen Upamecano und Konaté – bei der Eintracht Kapitän Abraham

Zu Gute kommt den Frankfurtern, dass die zwei besten Innenverteidiger der Bullen fehlen werden. Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté fallen für das Topspiel aus. Für die beiden werden wohl Willi Orban und Stefan Ilsanker die Mitte der Viererkette bilden. „Davon gehe ich aus. Stefan hat das bei mir in Salzburg schon das eine oder andere Mal gespielt.“ Orban hingegen sei bei den offensiven Standards sehr gefährlich. „Sie haben vier sehr gute Innenverteidiger. Wobei die anderen beiden noch ein bisschen stärker sind. Es kommt aber darauf an, wie wir gegen diese beiden spielen werden.“ Auf der eigenen Seite hingegen wird Kapitän David Abraham ausfallen. „Er ist keine Option“, lautete die kurze Antwort. Für ihn wird ganz sicher Martin Hinteregger wieder in der Startelf agieren, legte sich Hütter bereits einen Tag vorher fest. Ob der 26-Jährige Neuzugang allerdings wieder mit Evan N’Dicka auflaufen wird, ist noch nicht sicher. Denn auch Marco Russ ist noch in der Verlosung. „Er ist immer ein Thema und hat mich noch nie enttäuscht.“ Wobei das gegen die pfeilschnelle Offensive der Leipziger doch sehr überraschen würde. Marc Stendera ist beim Auswärtsspiel ebenso wenig ein Thema wie Rückkehrer Lucas Torró und die beiden Neuzugänge Almamy Touré und „Tuta“.

Hütter prognostiziert „attraktives Fußballspiel“ – Champions League-Träume? „Müssen den Ball flachhalten“

Hütter erwartet in jedem Fall ein ähnlich intensives Spiel wie zuletzt vor eigenem Publikum gegen Dortmund: „Die Zuschauer wissen, dass Powerfußball stattfinden wird, dass viel Stressfußball passieren wird.“ Auf Kleinigkeiten werde es ankommen. Vorranging „Ballverluste in den gefährlichen Zonen, denn beide Mannschaften sind in der Lage, schnell umzuschalten.“ Aber auch bei den Standards sei auf beiden Seiten höchste Vorsicht geboten. „Es wird sicherlich ein sehr attraktives Fußballspiel werden. Ich wünsche mir natürlich, dass wir wie gegen Dortmund an unsere Leitungsgrenze gehen. Dann bin ich überzeugt, dass wir ein positives Ergebnis erreichen werden.“ Mit einem Sieg wäre man wieder näher dran am direkten Konkurrenten um die internationalen Plätze. Filip Kostic sprach unter der Woche gegenüber der „Bild“ wieder konkret über den Traum des Teams, die Champions League zu erreichen. „Es ist grundsätzlich wichtig, dass man sich hohe Ziele steckt. Wir müssen aber immer wieder den Ball flachhalten“, schwang Hütter eher in die Töne von Vorstand Axel Hellmann und Präsident Peter Fischer ein, obgleich er sagte: „Das heißt nicht, dass wir nicht vorne dabei sein wollen. Das eine ist aber das Reden, das andere das, was ich auf dem Platz zeige. Ich weiß, wo wir hergekommen sind, was wir geleistet haben.“

Favoritenrolle bei RB – Hütter will von einer Vorentscheidung nichts wissen

Die Favoritenrolle schiebt er bewusst weiter an die Rangnick-Elf: „Wir wissen, dass wir morgen sicherlich nicht der absolute Favorit sind.“ Beide Teams seien gut aus der Winterpause gekommen, seine Mannschaft ist gar noch ungeschlagen. Den Charakter des Sechs-Punkte-Spiels ist sich Hütter in jedem Fall bewusst: „Die Tabelle sagt einiges aus. Mit einem Sieg könnten wir uns wieder nach oben orientieren.“ Im anderen Falle sei man acht Punkte weg von Platz Vier. „Was das betrifft, ist es ein richtungsweisendes Spiel.“ Von einer Vorentscheidung wollte Frankfurts Trainer aber nichts wissen: „Es sind noch genug Runden zu Spielen. Abgerechnet wird nach 34 Spieltagen. Aber wir sind mittendrin unter den Topmannschaften. Wir fighten um die Plätze.“

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2 Kommentare

  1. Erst mal schauen was Lever heute beim Fastnachtsverein macht. Ich habe Hrady gerade im Hyatt in Mainz gesehen. Bester Laune und siegessicher. Tja, drücken wir mal den Mainzern die Daumen.

  2. Uiuiui … man kann sich auf den Karnevalsverein halt nicht verlassen. Da wünsche ich denen einmal einen Sieg, und die machen nur Humba Humba Täterää.

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