Der 1.FFC Frankfurt schließt sich der Eintracht an. (Foto: imago images / Hartenfelser)

Zur neuen Saison 2020/2021 schließt sich der Frauenfußballverein 1.FFC Frankfurt der Frankfurter Eintracht an. Am heutigen Dienstag unterzeichneten die SGE-Vorstandsmitglieder Axel Hellmann, Fredi Bobic und Oliver Frankenbach, sowie Vereinspräsident Peter Fischer, FFC-Manager Siegfried Dietrich und FFC-Vorstand Jürgen Ruppel den Fusionsvertrag. Ab dem 1. Juli 2020 treten die Mannschaften des 1.FFC Frankfurt unter dem Namen Eintracht Frankfurt an. „Die Besonderheit der Zusammenführung der Nachwuchsteams ist die Gelegenheit, in verschiedenen Altersbereichen Mannschaften in der jeweils höchsten Mädchen- sowie einer adäquaten Juniorenspielklasse melden zu können. Mit Blick auf die Erhöhung der Intensität des Wettkampfs ergibt dies eine optimale Voraussetzung für talentierte Spielerinnen, insbesondere für Kaderspielerinnen der U-Nationalmannschaften“, schreibt die Eintracht.

Die Fusion bedeutet, dass die Eintracht zur neuen Saison alle Startplätze der Teams vom 1.FFC Frankfurt übernehmen wird. In der 1. Bundesliga steht der FFC drei Spieltage vor Schluss auf Platz vier, die zweite Mannschaft hat nach dem coronabedingten Abbruch die Klasse in der 2. Bundesliga gehalten. Beide Mannschaften sollen in die Fußball AG der Eintracht integriert werden und ihre Heimspiele nach wie vor im Stadion am Brentanobad austragen. Der 1.FFC Frankfurt zählt zu den erfolgreichsten Frauenfußballvereinen Europas. Er ist deutscher Rekordmeister und auch im DFB-Pokal sammelten die Frankfurterinnen bisher die meisten Titel. Sechsmal stand der FFC im Finale der UEFA Champions League und gewann die Königsklasse 2015 zum vierten Mal.

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Das sagen die Verantowortlichen über die Fusion:

Eintracht-Vorstandsmitglied Axel Hellmann: „Der 1. FFC hat die Geschichte des deutschen Frauenfußballs in den vergangenen 20 Jahren geprägt wie kein anderer Klub und Frankfurt zu einem herausragenden Standort für den nationalen und internationalen Frauenfußball werden lassen. Dies in einem veränderten Wettbewerbsumfeld zu erhalten, sehen wir für Frankfurt und Hessen, aber auch für den deutschen Spitzenfußball der Frauen als wichtige Aufgabe an.“

Eintracht-Präsident Peter Fischer: „Wir haben im Jahr 2004 mit einer einzigen Frauen-Mannschaft begonnen. Mit Blick auf die gemeinsame Zukunft möchten wir die erfolgreiche Arbeit des 1. FFC und der Eintracht im Frauen- und Mädchenfußball fortsetzen und weiter professionalisieren. Unter dem Dach des Vereins verfügen wir künftig über eine Vielfalt an Mannschaften, die eine breite Basis in der gesamten Region bildet. Außerdem können wir durch die Zusammenführung der beiden U17-Bundesliga-Teams eine hohe Qualität an eigenem Nachwuchs bieten, um Talente nachhaltig an die Bundesliga-Mannschaften heranzuführen.“

Siegfried Dietrich, Peter Fischer und Fredi Bobic (v.l.) arbeiten künftig noch enger zusammen. (Foto: Eintracht Frankfurt)

FFC-Manager Siegfried Dietrich: „Ich bin ausgesprochen glücklich und dankbar, dass der ‚Hochzeitsvertrag‘ mit Eintracht Frankfurt nach einer langen und sehr fokussierten Vorbereitungszeit unterzeichnet ist. Damit geht für uns ein Traum in Erfüllung, nach mehr als zwei Jahrzehnten FFC-Erfolgsgeschichte genau zum richtigen Zeitpunkt unser Know-how, aber auch die Mitarbeiter, Mitglieder und unsere Fans in das Fahrwasser der großen Eintracht-Familie und damit in ein starkes, neues Zuhause mitnehmen zu dürfen. Die Unterschrift unter die Fusionsvereinbarung ist aber auch ein historischer und richtungsweisender Moment, der nicht nur unserem Lebenswerk eine Zukunft mit neuen Zielen ermöglicht, sondern auch für die Perspektive des deutschen Vereinsfrauenfußballs und die Wettbewerbsattraktivität der Frauen-Bundesliga ein interessantes Signal geben wird. Klar, dass bei dem Übergang und den Emotionen rund um die letzten Auftritte im FFC-Trikot auch ein wenig Wehmut mitspielt. Aber die Vorfreude auf neue Ziele und ein neues Zeitalter des Frankfurter Frauenfußballs überwiegen deutlich!“

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5 Kommentare

  1. Jawoll, und schon ist die Eintracht achtfacher Deutscher Meister 😀

    Bin gespannt, wie sich das entwickelt.

  2. Finde ich auch gut! Ich hoffe auf tolle Synergie-Effekte und gerade bei den ganz jungen Mannschaften auch Austausch bei Know-How und Training. Für Sponsoren ist man als Eintracht nun noch mal interessanter. Wie man den Kuchen aufteilt ist dann zwar die andere Frage, aber da sind sich die Beteiligten bestimmt einig. Welcome Adlerinnen!

  3. Ich beantrage, dass wir dann auf allen SGE Trikots zwei Sterne über dem Adler bekommen… Gleichberechtigung wird ja keiner abstreiten wollen

  4. Ein wenig OT: gibt es eigentlich etwas Neues bzgl. einer U23?
    Das letzte was ich gehört habe stammt aus Januar..

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