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Albert Riera und Jonny Burkardt sollen aneinandergeraten sein. Foto: Imago / Kessler-Sportfotografie

Medienbericht: „Eklat“ zwischen Riera und Burkardt

Für die Frankfurter Eintracht steht drei Spieltage vor Schluss viel auf dem Spiel. Die Qualifikation für das internationale Geschäft bleibt das klare Ziel, doch im Saisonendspurt liegen die Nerven offenbar bei den Hessen blank. Wie aus einem Bericht der „Bild“-Zeitung hervorgeht, kam es zwischen Albert Riera und Jonny Burkardt zu einem Disput. Auch der „hr-sport“ berichtet. Demnach monierte der Fußballlehrer die Fitnesswerte des Angreifers, vor allem der vermeintlich zu hohe Körperfettanteil soll Riera stören. Weiter heißt es im Bericht, dass der Spanier nicht das Gespräch mit dem Spieler selbst gesucht, sondern Co-Trainer Jan Fießer beauftragt hat, Burkardt mit der Situation zu konfrontieren. Dem deutschen Nationalstürmer soll dieses Vorgehen irritiert haben, zumal Riera nicht direkt mit seinem Schützling sprach, sondern mit Fießer den einzigen Assistenztrainer vorschickte, den er nicht zur SGE holte. Des Weiteren habe sich Burkardt über die Ansage echauffiert, da er sich topfit fühle und die Werte nur leicht höher als bei der vorherigen Messung gewesen sein sollen. Auch die Rückwärtsbewegung des 25-jährigen Torjägers bei Ballverlust soll Riera missfallen. Das soll ebenfalls beim Zugang von Mainz 05 nicht gut angekommen sein, weshalb sich Burkardt infolgedessen an seinen Berater Thomas Kroth gewendet habe. Kroth wiederum soll sich verwundert gezeigt und Markus Krösche kontaktiert haben. Der Sportvorstand habe anschließend ein intensives Gespräch mit Riera geführt und ein Bild von den Geschehnissen machen wollen. Weiter will das Boulevardblatt erfahren haben, dass das Riera hart getroffen hat, denn der 44-Jährige soll daraufhin Burkardt beim Vorbeigehen eine Standpauke gehalten haben. Er habe den gebürtigen Darmstädter dafür verantwortlich gemacht, dass Krösche mit ihm ein intensives Gespräch führte.

Burkardt kommt unter Riera nicht in Fahrt

Burkardt tut sich seit Rieras Amtsantritt ohnehin sportlich schwer. Bisher gelingt es dem Coach und der Mannschaft nicht, den Mittelstürmer ins Spielgeschehen einzubinden. Zu oft hing Burkardt in der Luft und erzielte seit der Riera-Ära erst ein Törchen beim 2:2 gegen den 1.FC Köln. Zuletzt schmorte Burkardt sogar 88 Minuten auf der Bank beim 1:1-Remis beim FC Augsburg. Im Anschluss lobte zwar Riera seinen Schützling: „Wir müssen nicht darüber sprechen, wie professionell und engagiert Jonny ist. Egal, ob er sieben, 45 oder 90 Minuten spielt. Er macht einen fantastischen Job.“ Trotzdem ist das für den Rechtsfuß persönlich ein herber Rückschlag angesichts der anstehenden Weltmeisterschaft. Möchte Burkardt auf den WM-Zug aufspringen, muss er regelmäßig spielen sowie mit Toren und Vorlagen glänzen. Aktuell sieht es nicht danach aus, doch Burkardt steckt den Kopf nicht in den Sand und verhält sich stets professionell. Innerhalb der Mannschaft ist er sehr beliebt und wurde nicht umsonst zum Kapitän gewählt. Im Training am Mittwoch gab er Vollgas. Er war im Team gut eingebunden, motivierte seine Mitspieler, so peitschte er beispielsweise Elias Baum beim Drei-gegen-drei an und hörte als Letzter mit den Sprints auf. Eintracht-Legende Sebastian Rode schwärmt deshalb von Burkardt und sieht ihn als seinen perfekten Nachfolger. „Ich würde es mir definitiv wünschen, dass er mein Nachfolger bei Eintracht wird. Er ist auch ein Junge aus der Region, der ja schon als kleines Kind Eintracht-Fan war und immer noch ist. Und er ist einfach auch ein super Mensch, super Typ“, sagte Rode Ende Februar. „Er war von Anfang an einer der Führungsspieler, weil er nicht nur fußballerisch top, sondern letztendlich auch als Persönlichkeit sehr reif ist, lobte auch Eintracht-Boss Krösche.

Wachsende Kritik: Spieler bemängeln Kommunikation und System

Insofern überrascht Rieras Umgang mit seinem Schützling, aber die Causa Jonny Burkardt und Albert Riera scheint kein Einzelfall zu sein. Die öffentliche Schelte gegen Can Uzun nach dem Köln-Remis, als Riera dessen Arbeit gegen den Ball kritisierte, stieß beim Betroffenen auf Unverständnis. Dann zeigte sich laut verschiedenen Medienberichten Ritsu Doan unzufrieden, weil er nicht auf seiner angestammten Position agieren darf und keinen Draht zu Riera entwickelt hat. Der „Bild“ zufolge würden die Führungsspieler sich wünschen, dass der Cheftrainer schwierige Themen direkt mit seinen Spielern bespricht. Dass er das nicht tut und sie öffentlich an den Pranger stellt, wird von den Führungsspielern als problematisch empfunden. „Riera gilt als unberechenbar, bisweilen rücksichtslos. Bei vielen Spielern herrscht bereits eine große Unsicherheit“, schreibt das Blatt. Arthur Theate und Mario Götze sollen sich zudem ausgegrenzt fühlen und mit Robin Koch gebe es ebenfalls Differenzen. Intern wächst außerdem die Kritik an Rieras System. Konkret werde bemängelt, dass der Ex-Profi zu wenig auf das vorhandene Spielermaterial eingehe und mit allen Mitteln seine Philosophie durchboxen möchte. Das widerspiegelt sich in den ständigen Positionswechseln. Nene Brown und Nnamdi Collins tauschten Zeitlang die Seiten. Ebenjener Brown agiert jetzt als verkappter Sechser, Arnaud Kalimuendo kommt über die Flügel, erst rechts, dann links, gegen Augsburg stürmte er wieder im Zentrum. Doan war erst Zehner, dann spielte er auf der Acht und gegen Augsburg wieder auf seiner Lieblingsposition und Aurèle Amenda wich zuletzt auf die Rechtsverteidigerposition aus.

Mit Blick auf das immens wichtige Heimspiel gegen den Hamburger SV am kommenden Samstag (Anpfiff 15:30 Uhr) darf man gespannt sein, wie Riera wieder aufstellen wird und welche Überraschung er diesmal in petto hat. Unter dem Strich sind das aber keine guten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Abschluss einer ohnehin schon volatilen und nicht zufriedenstellenden Spielzeit 2025/26.

54 Kommentare

Fallback Avatar 51. pfalzadler11 30. April 26, 20:31 Uhr Zitat - frankfurter jung Ich kann und möchte mir zum aktuellen Zeitpunkt keine Einschätzung Rieras erlauben. Du hast einiges thematisiert sicherlich auch zu Recht. Allerdings, bitte auch nicht vergessen, Riera hat einen ziemlich wilden, unorganisierten "Haufen" übernommen, eine höchst durchlässige Defensive. Innerhalb kurzer Zeit hatte er die Abwehrlücken geschlossen und in der Folge drei Heimsiege in Serie eingefahren und somit die Talfahrt gestoppt. Möglicherweise hat er in dieser Phase das Optimum aus der Mannschaft heraus geholt. Dem Kader scheint es in dieser Saison an der erforderlichen Fitness zu fehlen. Damit muss Riera jetzt klar kommen. Rieras Entlassung zu fordern ist relativ einfach, aber welcher Nachfolger soll dann zu Eintracht passen? Wer wird sich das antun wollen, wenn sich verärgerte Spieler bei ihrem Berater "ausweinen", der Trainer dann zum Rapport antreten muss und das öffentlich wird? Reißt euch zusammen bei Eintracht Frankfurt, bevor es grotesk wird und noch mehr schadet. Path

schön auf den Punkt gebracht....

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Fallback Avatar 52. einesgehtnochrein 30. April 26, 20:36 Uhr

Warum ist hier eigentlich immer von „den Spielern“ die Rede?
„Er hat die Spieler gegen sich aufgebracht“
„er vergrault unsere Spieler“
„ die Spieler üben Widerstand gegen Riera“
Ich habe jetzt nur von einem Spieler gehört. Und das zum wiederholten Mal, wenn man der Bild glauben schenkt. Uzun wurde auch nachgesagt, dass er Schwierigkeiten mit Riera hat, aber er hat im letzten Spiel die richtige Reaktion gezeigt.
Wenn Burkardt seine Chancen bei der WM zu spielen, schwinden sieht, dann hat er sich durch solche Aktionen den Weg vermutlich komplett verbaut. Das ist natürlich nur unter der Prämisse, dass tatsächlich von ihm etwas (negatives) an die Presse lanciert wurde.

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Fallback Avatar 53. frankfurter jung 30. April 26, 20:57 Uhr

Danke

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Fallback Avatar 54. pit3157 30. April 26, 21:42 Uhr Zitat - bernemer81 Mittlerweile scheinen alle Medien über dieses Thema zu berichten. Das wichtige Spiel am Samstag gerät so in den Hintergrund. Das sind absolute keine guten Aussichten. Zur Wahrheit gehört leider auch, dass der Trainer sich augenscheinlich wie der Berühmte Elefant im Porzellanladen verhält. Das ist nicht schön und ist in meinen Augen kontraproduktiv in dieser heißen Phase. Keiner ist wichtiger als der Verein! Das sollen und müssen alle Protagonisten verinnerlichen! Am Ende der Saison müssen sich alle Beteiligen hinterfragen und knallhart analysieren! So kann es nicht mehr weitergehen! Forza SGE! Path

weg mit dem nur noch mehr ärger hätten lieber den funkel holen sollen für die letzten spiele

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