Ein Wechsel auf der Cheftrainerposition ist immer mit der Hoffnung verknüpft, einen neuen Impuls zu setzen. Einzelne Spieler, die unter dem Vorgänger kaum eine Rolle spielten, können von diesem Schritt profitieren und sich unverhofft zu Unterschiedsspielern mausern. Wo es aber Gewinner gibt, finden sich gegensätzlich auch Verlierer. Ritsu Doan, der im vergangenen Sommer den SC Freiburg verließ und sich der Frankfurter Eintracht anschloss, erlebt bisher eine Debütsaison zum Vergessen. Stolze 21 Millionen Euro legten die Verantwortlichen des hessischen Bundesligisten für die Dienste des japanischen Flügeltechnikers auf den Tisch. Eine Investition, die sich Stand jetzt nicht auszahlt. Bereits unter Dino Toppmöller hat sich zu keinem Zeitpunkt wirklich herauskristallisiert, welche Rolle am besten zum Linksfuß passt. Und seit der Übernahme von dessen Nachfolger Albert Riera ist Doans Situation keinen Deut besser geworden, ganz im Gegenteil. Doan wartet seit dem Trainerwechsel auf seinen ersten Scorerpunkt, den letzten sammelte er bei der 2:3-Auswärtsschlappe beim VfB Stuttgart. Vier Tore und fünf Vorlagen in 28 Bundesligaspielen lautet die etwas triste Bilanz.
Riera setzt den 27-Jährigen konstant im zentralen offensiven Mittelfeld hinter der Sturmspitze ein, womit Doan einem Bericht von „fussballeuropa.com“ zufolge sehr unzufrieden ist. Der japanische Nationalspieler bevorzuge demnach seine Schokoladenposition, die rechte Flügelseite, wo er sich am wohlsten fühle. Bei seiner vorherigen Station, beim SC Freiburg, ließ Doan seine Fähigkeiten und seinen Torinstinkt ebenda aufblitzen. Doch der Wunsch, auf seiner Lieblingsposition zu agieren, bleibt dem Spieler unter dem spanischen Fußballlehrer verwehrt. Bereits nach der knappen 2:3-Niederlage beim FC Bayern Ende Februar machte Doan seinem Ärger gegenüber japanischen Medienvertretern Luft: „Mir raucht der Kopf. Ich habe noch nie zuvor auf dieser Position gespielt. Daher habe ich kein ideales Bild davon und auch kein Gefühl dafür, wie es ist, auf dieser Position gut zu spielen. Dass ich keinen Vergleich habe, macht es noch schwieriger.“ Am Gemütszustand des Offensivakteurs hat sich offenbar nichts geändert, zudem will „fussballeuropa.com“ erfahren haben, dass Doan keinen richtigen Draht zu Riera aufbauen könne und mit dem neuen Coach nicht zurecht komme. Im Training zeige Doan dennoch Einsatz. Stand jetzt entwickeln aber sich die Causa Ritsu Doan und Eintracht Frankfurt zu einem teuren Missverständnis.






25 Kommentare
Doan war leider mit einer der merkwürdigsten Transfer ever. Also der Transfer an sich war der Hammer, aber leider gab es in unseren Spielsystemen weder unter Dino, noch unter Albert seine eigentliche Position. Und für den Preis einen Spieler dieser Klasse für eine tote Position zu holen war schon fragwürdig. Vermutlich hat man mehr Flexibilität in ihm gesehen. Sehr schade für alle Beteiligten.
Er scheint leider extrem unflexibel in der Position zu sein. Bei DT konnte er wohl auf seinen RA Anspruch pochen. Aber im ernst da muss er durch. Er ist kiner um den man ein System herum baut. Ggf. Auch abgeben im Sommer.
Wenn man die Sachlage nüchtern betrachtet, hat sich die Anzahl der "Transfer-Missverständnisse" in der jüngeren Vergangenheit signifikant erhöht. Das sollte Anlass zum Nachdenken sein. Nach meiner Auffassung kann sich die Eintracht das bei Ablösen im zweistelligen Millionenbereich auf Dauer nicht leisten. Das wird zu wirtschaftlichen Problemen führen. Die Frage ist, woran das liegt und welche Schlussfolgerungen man daraus zieht. Meine Meinung ist, dass man zukünftig tiefer ins Regal greifen sollte. Das minimiert die Risiken und entspricht eher der Eintracht-DNA. Ich befürchte, dass will aber keiner hören / lesen.
Sorry, aber verstehe auch nicht, wie man Knauff Doan den Vortritt lassen kann. Das ist schon ein Schlag ins Gesicht. Doan hat da doch weitaus mehr Erfolgsaussichten als Knauff, selbst wenn es einige Zeit bei Doan nicht so gut geklappt hat. Etwas vertrauen in ihn und es wird schon wieder passen.
Vielleicht einfach eine herausragende WM spielen lassen und sich dann damit für seine Lieblingsposition bewerben.
...oder für teuer Geld halt wieder verkaufen, >30 Mio
Da es auch beim 2. Trainer nicht wirklich funktioniert, sollte er sich mal an die eigene Nase fassen. Die Schuld bei anderen suchen ist 7mmer leichter. Habe mir mehr von ihm erhofft, vllt helfen ihm mal 2-3 spiele auf der Bank um wach zu werden. Amaimouni ist aktuell die bessere Wahl rechts.
"macht seinem Ärger Luft" finde ich schon wieder viel zu wertend. Er hat nicht "seinem Ärger Luft gemacht", da ist er überhaupt nicht der Typ dafür. Doan ist ein komplett unaufgeregter Charakter, fast noch cooler als Miro Klose, der würde sich NIIIIIEMALS öffentlich echauffieren, das gab es noch nie und das wird es niemals geben.
Was ist wirklich passiert? Na der der japanische Reporter fragt ihn, warum er noch keine 20 Scorer, sondern "nur" 12 hat und Doan rechtfertigt das durch die neue Position. Das hat er ganz rational erklärt, er hat überhaupt keinem "Ärger" Luft gemacht. Er hat nur klar gemacht, dass das selbstverständlich mit Stress verbunden ist, wie immer, wenn man auf Arbeit eine neue Stelle anfängt, das ist doch völlig normal. Das kann aber auch Eustress sein, wenn man eine neue Herausforderung hat, aber das ist nichts grundsätzlich Negatives, es gibt ja nicht nur negativen Disstress. Richtig ist, dass es ihn scheinbar gerade an seine mentale Belastungsgrenze bringt. Damit hat er in keiner Weise gesagt, dass er den Trainer kacke findet, der Trainer verlangt einfach einiges, er will eingerostete Vorgänge aufbrechen und erwartet von den Spielern Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Die Argumentation von Riera, dass Doan auf der Mittelposition richtig gut sein kann, die kann ich völlig nachvollziehen, er ist ballsicher, schießt gut von der Strafraumgrenze und hat immer ähnlich viele Vorlagen wie Tore. Es ist natürlich eine Umstellung und man wird auf lange Sicht sehen, ob es funktioniert.
Doan spielt auch keine dürftige Saison zum Vergessen, ich mein wo wäre die Eintracht denn ohne seine wichtigen 9 Scorer in der Bundesliga? Das waren oft absolute Punktegaranten, ohne Doans (und natürlich "everybodys Fußabtreter" Chaibis) Scorer wäre die Eintracht nicht mehr im Rennen um die internationalen Plätze, sondern in Abstiegsnot. Jetzt zu behaupten, bei Doan würde es sich gleich um ein "teures Missverständnis" handeln, ist komplett hanebüchen. 10-15 Scorer die Saison sind für einen RA nicht herausragend, aber ganz anständig. Über 15 Scorer die Saison hat Doan überhaupt erst einmal gemacht, in seiner letzten Saison bei Freiburg. Wenn Doan jetzt in seiner ersten Saison in Frankfurt erstmal wieder "nur" 12-15 Scorer macht, dann ist das nicht seine beste Saison, aber durchaus verlässlich und solide, vor allem wenn man bedenkt, dass die Mannschaftsleistung diese Saison oft generell nicht gut war und es nicht viel Gelegenheit zum Glänzen gab. Was erwarten die Leute denn, dass der jetzt direkt die absolute Sahnesaison hinlegt und Topscorer der Bundesliga wird? Jetzt zu behaupten, er sei gescheitert, ist komplett aus der Luft gegriffen. Er macht ganz genau das, was von ihm zu erwarten ist, eben seine 10-15 Scorer, jetzt ist er gerade angeschlagen, aber ansonsten spielt er bei Riera ja auch. Es deutet also rein gar nichts auf einen Vertrauensverlust hin, weder von Doan, noch von Riera. Mehr kann, muss aber nicht. Wenn Doan noch ein klein wenig schneller und effizienter wäre, wäre er nicht bei der Eintracht, dann wäre er unbezahlbar.
Dass es auf einer neuen Position erstmal Anpassungsschwierigkeiten gibt, das ist nicht erstaunlich, das ist fast selbstverständlich. Eine andere Position bringt immer auch neue Aufgaben mit sich, da ist nicht davon auszugehen, dass er auf Anhieb genauso effizient ist wie auf seiner gewohnten Position. Wenn ich im Job eine neue Position habe, dauert es auch locker ein halbes Jahr, bis ich alle Abläufe und alle Arbeitsschritte der Kollegen kenne und dann richtig effizient und auf meinem Peak bin, das ist doch offensichtlich, das trifft auf jeden zu und gute Arbeitgeber wissen das auch. Übung macht den Meister, Usain Bolt ist auch nicht aus dem Bauch geklettert und und ist auf Anhieb 100 Meter in 10 Sekunden gelaufen, der ist genauso 100 Mal auf die Fresse gefallen wie jeder andere. Es kommt nur darauf an, weiterzumachen und wieder aufzustehen, die Herausforderung anzunehmen.
@Boris - Naja, die Vergleiche hinken m. E. aber etwas. Ein halbes Jahr hat man vielleicht in manchem Job aber in unserem Fall wäre man dann schon aus der CL geflogen bis jemand mal so halbwegs in Tritt kommt. Die Zeit gibt es im Fußball net. Bei der SGE sind 21m immer noch viel Geld, dafür muss es dann auch klappen, ohne lange Aus-oder Vorlaufzeiten.
Da hat @Adlermacht schon recht, es gibt Spieler, die sind so flexibel, dass sie in quasi jedes System passen und welche, die sind so gut, dass man ihnen quasi jedes System anpasst. Ritsu scheint beides nicht zu sein, wobei man das auch nicht übertreiben sollte, als rechter Schienenspieler ist er schon einiger Fähigkeiten beraubt, das ist klar.
Wo ich dir aber natürlich Recht gebe, ist, dass er sich eigentlich null beschwert hat, das ist (bewusst?) "hochsterilisiert".
Wenn ein Japaner seinem Ärger Luft macht, dann furzt er einfach. Das wissen wir seit Inui.
😉
Gruß SCOPE
Naja ich denke halt, dass man das auf dem gehaltslevel erwarten kann, das men es versucht. Wenn es so war wie geschildert ist es ja auch alles in Ordnung
So wie ich das (nicht als Einziger) sehe, ist derzeit noch nicht restlos klar, wer das eigentliche 'Missverständnis' darstellt: Lits oder Albert.
Wieder mal ein furchtbarer Bericht...ich hatte am anfang der Saison das gefühl, dass wir einen auf robben/Ribbery machen wollen. Hat anfangs ja geklappt bis alle gemerkt haben was wir spielen wollen. Er ist ein guter kicker, aber auf dem Flügel zu langsam und hat es nie verstanden mit chtistensen zu harmonieren. Habe auch gedacht das er auf der 10 mal paar tödliche Pässe spielt, aber das kann er wohl nicht. Das einem fussball Millionär der Kopf raucht, wenn er mal wo anders spielen soll ist keine clevere Aussage. Ich weiss halt auch nicht was da immer wirklich wahr ist. Am meisten geht mir das geheule auf die Nerven. Hört auf den Trainer, reißt euch den arsch auf und geht nach dem Spiel mal auf dem Zahnfleisch! Dann ist euch keiner böse sondern unterstützt euch!
Sehr gut geschrieben!!!
Genau genommen ist Doans Zitat ja auch aus dem Zusammenhang gerissen und dadurch einseitig dargestellt:
"Es ist nicht gut, egoistisch zu sein und darauf zu bestehen, auf dem Flügel zu spielen und dadurch Spielzeit zu verpassen. Ich denke, ich kann diese Erfahrung in Zukunft zu meinem Vorteil nutzen. Ich versuche, aufgeschlossen zu bleiben und neue Dinge aufzunehmen."
Doan sagt also genau das, dass er die Herausforderung annimmt, daraus lernen wird und gar nichts einfordert. Einige Kommentatoren hier lassen sich sofort wieder von einer derartigen Behauptungen gegen den scheinbar renitenten, unbeweglichen, störrischen Störenfried aufhetzen und wollen ihn vom Hof jagen, dabei hat Doan keinerlei Anhaltspunkte dafür geliefert.
Ich meine ernsthaft mal Leute, habt ihr denn gar keine Selbstreflektion? Wenn man einmal jemanden falsch verurteilt hat, dann muss einem das doch zu denken geben, ob man das beim nächsten Mal wieder so machen sollte, anstatt sich einzureden, das wäre ja gerechtfertigt gewesen. Vielleicht seid ihr da selbst zu unflexibel, vorurteilsvoll und engstirnig, nicht Doan. Man muss sich doch mal überlegen auf welcher Seite man selbst persönlich zur Zeit der Hexenverfolgungen gestanden hätte. Nur weil irgendwer irgendwas über irgendwem behauptet, ist das noch lange kein Fakt. Vielleicht war die Nachbarin gar keine Hexe, könnte ja sein.
Und habt ihr die Transferstrategie der Eintracht der letzten Jahre denn nicht verfolgt?
Was ganz sicher nicht passieren wird:
Die Eintracht kauft niemals einen 27jährigen Spieler und gibt ihm 5 Jahre Vertrag, um ihn dann -obwohl absoluter Stammspieler mit wichtigen Scorern- ein Jahr später wieder mir-nichts-dir-nichts wegen irgendwelchen komplett an den Haaren herbeigezogenen angeblichen Unstimmigkeiten mit Schimpf und Schande fortzujagen, schon gar nicht mit Verlust. Ihr solltet unsere Verantwortlichen doch inzwischen gut genug kennen, um zu wissen, dass das nie der Fall ist, nicht bei Amenda, nicht bei Chaibi, nicht bei Skhiri und schon gar nicht bei Doan.
Was offensichtlich wirklich der Fall ist:
Die Eintracht hat Doan (wie u.a. auch Burkhardt, Kristensen, Theate, Koch, Götze, Skhiri, Zetterer, Grahl, Timmy) geholt, damit es einen erfahrenen Stamm aus Spielern mit Erstliga- und Auslandserfahrung gibt, die eine gewisse Stabilität garantieren und sich von neuen Situationen oder Rückschlägen nicht leicht verunsichern lassen, denn in der Bundesliga kann man nicht mit einer U17 bestehen. Diese Spieler sind eben keine Spekulationsobjekte wie die Armee von Talenten. Die älteren Spieler haben keine Marktwertsteigerung mehr und man kann keinen Gewinn mit ihnen machen. Falls man sie nicht wie Hasebe und Rode bis zur Rente behält und sie irgendwann doch wieder abgibt, dann ist ein Wertverlust eingeplant. Man wird sie aber niemals einfach nach einem Jahr wieder wegschmeißen, bevor sie überhaupt die Möglichkeit hatten, sich im Team zu etablieren, denn das wäre ja komplett kontraproduktiv. Sie sollen über viele Jahre ein Gerüst bilden, an dem sich die jungen Talente orientieren können. Alle echten Fußballfachleute wie alle derzeitigen oder ehemaligen Eintracht-Spieler betonen immer wieder, wie wichtig ein eingespieltes Team ist. Teilweise die gleichen Leute, die darüber meckern, dass man sich mit den Spielern ja gar nicht mehr identifizieren könne, fordern tatsächlich den Rausschmiss (und somit das räudige Verhalten einer treulosen Tomate oder eines absoluten Kollegenschweins) von unseren Verantwortlichen, wenn ein Spieler nicht in der ersten Saison in jedem Spiel trifft, egal wie kurz oder wo er eingesetzt wurde.
#checkyourvalues
Frage an die Redaktion:
Recherchiert ihr bevor ihr einen solchen Bericht veröffentlicht?
Meine Antwort dazu: NEIN
Dieser Bericht grenzt wirklich an Fake-News und das einzigste Ergebnis daraus ist, dass sich die Eintracht-Gemeinde gegenseitig aufstichelt. Was soll der Bullshit???
Das ist nicht der erste Bericht in der jüngeren Vergangenheit, der wahrscheinlich einfach irgendwo aufgegriffen und abgeschrieben worden ist! Das Interview hatte Doan vor einigen Wochen gegeben, frage mich, warum dieser Bericht von euch jetzt kommt und dann entspricht er nicht mal der Wahrheit und nicht dem, was Doan wirklich gesagt hat! Danke @Boris, der das hier ja auch schon preisgeben und widerlegt hat, was ihr hier raus posaunt.
Mir fällt eh auf, dass hier mittlerweile fast täglich irgendwelche Berichte veröffentlicht werden, die so sinnhaftig und uninspirierent sind, wie der berühmte Sack Reis. Und dazu sind viele Berichte, wie dieser jetzt, so aus dem Kontext gerissen, dass ein Spieler von uns extrem gegen die Wand gestellt wird und das in einem vereinsnahen Eintracht-Forum. Erst wurde Riera durchs Ort getrieben, dann Uzun und jetzt Doan. Ihr habt doch nicht mehr alle Latten am Zaun!
Ich rate dazu, mal wieder die Qualität vor der Quantität walten zu lassen!
Ein Problem ist einfach, dass Toppmöller im Sommer einen bestimmten Plan hatte, bei dem er mit Doan rechts und Uzun links im OM zwei Spieler hat, die in die Mitte ziehen und abschließen können. Das hat anfangs gut funktioniert, doch dann kam die Gegentorflut und die Verletzung von Uzun und das System musste angepasst werden. Damit war dann die ursprüngliche Position, auf der Doan eingeplant war, nicht mehr vorhanden.
Jetzt muss auch zeigen, ob Doan in die neue Rolle reinwachsen kann und da würde ich einfach noch Geduld haben.
Es gab für die gesamte Mannschaft keine richtige Vorbereitung, an der an einzelnen Details gezielt gearbeitet oder Dinge einfach mal ohne Druck ausprobiert werden konnten. Wir sind einfach viel zu verwöhnt von Beispielen wie Marmoush, Ekitiké und RKM die sofort durchgestartet sind. Manche Spieler brauchen einfach ein bisschen mehr Anlaufzeit und sind deswegen nicht gleich teure Missverständnisse.
Dass dann noch solche Berichte von irgendeinem Portal erscheinen, die Aussagen aus dem Zusammenhang reißen und dramatisierung, ist nicht hilfreich.
"Hochstilisiert" meinst du.
Und Nein, der Vergleich hinkt überhaupt nicht, glaubst du etwa, dass ein Arbeitgeber, wenn er einen einstellt, einem ein halbes Jahr Zeit gibt, bis man abliefert? Selbstverständlich nicht, sonst wird man halt nie wieder befördert bzw. übersteht die Probezeit nicht. Mir gelingen viele Dinge auch auf Anhieb, aber deswegen kann ich ha nicht behaupten, dass ich das jetzt "kann". Von Können kann man reden, wenn es bei 100 Versuchen 95 Mal auf Anhieb klappt und dafür braucht man locker 200 Versuche. Selbstverständlich ist meine Leistung auch im ersten halben Jahr bereits "gut", nur um an meine maximale Leistungsfähigkeit zu kommen, um Aufgaben immer fehlerfrei und zumeist auch sehr schnell zu absolvieren, dafür muss man jedes Werkzeug, jede Software, jede Maschine und jeden Schritt jedes Mitarbeiters blind kennen und das auch nachts um 3 wie aus der Pistole geschossen runterbeten können. Also nach einer Woche bin ich vielleicht bei 85-90% und nach frühestens einem halben bis einem Jahr eben bei 100%. Die meisten Ausbildungen und Studiengänge dauern ja nicht ohne Grund 3 Jahre, niemand auf der Welt ist auf Anhieb perfekt und jeder ist immer sehr stark von seinem Umfeld, den Mitarbeitern und seinen persönlichen Lebensumständen abhängig.
Zum x-sten Mal werden hier Äußerungen wie: "Mir raucht der Kopf..." als Original-Wortlaut von Lits redaktionell vertickt, der das und anderes ggü. japanischen Reportern von sich gegeben haben soll. Zum x-sten Mal wird Solches hier wortwortwörtlich zitiert, Bezug drauf genommen, kritisiert - somit als Fakt behandelt.
Ähnliches geschah/geschieht notorisch mit Statements von AR - wobei der Lost-in-Translation-Faktor bei Übersetzungen aus dem 'Riera-Englisch' sicherlich immer noch nicht so hoch ausfallen dürfte wie bei Japanisch als Ursprungssprache.
Wie wär's mit öfters einfach mal: Im Zweifel für den Angeprangerten! [?]
Zumal, wenn's nen Adlerträger betrifft, der nicht erst bei uns zu genüge nachgewiesen hat, was für'n Extraklassekicker er is.
Gratuliere Boris. Du bist der erste, der sich kritisch mit den Aussagen in diesem Artikel auseinandersetzt und diese hinterfragt. Alle anderen scheinen das wieder für bare Münze genommen zu haben und bauen ihre Argumente darauf auf. Es ist wieder mal ein Sturm im Wasserglas. Irgendein Spieler wird mit Fragen gelöchert und antwortet an irgendeiner Stelle vielleicht etwas unbedarft. Dann schreibt ein Journalist von dem anderen ab und interpretiert oder dichtet jedes Mal irgendetwas dazu. Und schon wird aus einem an sich langweiligen Interview eine magisch anziehende Überschrift mit dürftigem Inhalt.
Doan, genauso wie Burkardt, Knauff, Koch, Götze, Christensen, Theate, Shkiri, Zetterer und hoffentlich auch Kalimuendo, bringen ein gehobenes Mindestlevel an fussballerischen können. Und das dient als Grundgerüst für die Stabilität der Mannschaft. Deshalb werden wir Sie eher nie Verkaufen, sondern behalten bis Sie nicht mehr Profis sein wollen/ können.
Sprich, selbst wenn Sie eine schlechtere Saison spielen, reicht das für eine solide Platzierung in der Tabelle. Was wir dieses Jahr miterleben durften. Diese Spieler entsprechen dem Level, auf dem sich der Verein derzeit befindet- Platz 5- 7.
Dadurch können wir den Talenten Spielzeit geben, die Sie so woanders nicht bekommen würden.
Dann liest du hier wohl nur lückenhaft mit.
Wenn du meinst.
Ich habe mich auf den ersten Post von Boris bezogen. Im Anschluss haben dann noch weitere die Ansicht geteilt, dass man nicht alles glauben soll, was in der Presse steht. Ich bin froh, dass es Menschen gibt, die sich Gedanken machen und nicht alles hinterher gackern, was sie von den Medien vorgesetzt bekommen. Ohne die können wir den Laden schließen.
Ich lese die Überschrift und denke: das ist ein Bericht von Emre.
"Mir raucht der Kopf. Ich habe noch nie zuvor auf dieser Position gespielt...."
Dieses Zitat ist erstens uralt und zweitens komplett aus dem Kontext gerissen. An dieser Stelle zusammengesetzt mit der haltlosen Unterstellung von fussballeuropa.com
("... dass Doan keinen richtigen Draht zu Riera aufbauen könne und mit dem neuen Coach nicht zurecht komme.") wirkt es so, als ob sich nach und nach eine schlechte Stimmung bei Doan aufgebaut hat. Was möglicherweise 0,0 mit der Realität zu tun hat.
Ein haltloses Gerücht einfach mal abgeschrieben.
Dieser Bericht suggeriert schlechte Stimmung. Genau wie vorher bei Koch, Götze, Uzun und Larsson.
Bei Koch und Larsson wissen wir inzwischen definitiv, dass das ziemlicher Müll war, der da vorher geschrieben wurde.
Es tut mir leid, aber das hat für mich nicht nur einfach gar keine Substanz. Nein, noch schlimmer, es ist, wie eine Krise herbeizuschreiben.
Ich finde das ziemlich untere Schublade.
Ich bin extrem unzufrieden mit dieser Art und Weise der Berichterstattung.
Ich nehme mal an, er hat sich hier ironisch auf das berühmte Zitat von Bruno Labbadia bezogen: „Das wird alles von den Medien hochsterilisiert.“ (er hatte es ja auch in Anführungszeichen gesetzt)
Weder noch, da hast du den Artikel eben nicht hinterfragt
@SGE4ever-Redaktion, das Problem liegt aber nicht bei Emre, sondern an der Herangehensweise der Redaktion. Ich will keineswegs Einzelne anfeinden und demotivieren, ich bin der ganzen SGE4ever-Redaktion sehr dankbar für die ehrenamtliche Arbeit, uns immer mit Eintracht-Content zu versorgen. Dennoch muss man nicht jede Behauptung unüberprüft übernehmen. Das ist ein Problem unserer Gesellschaft, nicht allein das von der SGE4ever-Redaktion oder gar von Einzelpersonen. Es gibt Statistiken darüber, dass bis zu 75% der Leute social-media-links weiterzuverbreiten, ohne den Link jemals geöffnet und gelesen zu haben. Selbst nur die Überschrift gelesen zu haben, das hält die Leute natürlich nicht davon ab, dennoch eine ganz eindeutige Meinung zu diesem Thema zu haben und Menschen vorzuverurteilen.
Man muss sich also entscheiden, ob man weiter an der Verdummung der Gesellschaft mitwirken will oder nicht. "Sapere aude" sagt der Lateiner, "wage es, weise zu sein" oder nach Kant "wage es, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen".
Als von anderen vor ein paar Tagen ein stark eingefärbter Bericht von Florian Bauer kritisiert wurde, hat er geantwortet, dass man ja eine Verpflichtung habe, Informationen weiterzugeben, als würde es den Kritikern darum gehen, die journalistische Freiheit zu beschränken und geradezu Zensur zu betreiben. Das ist also ein komplettes Missverständnis der Redaktion, anstatt sich an der eigenen Nase zu ziehen. An dem Tag hatte ich aber keine Zeit zu kommentieren und zu widersprechen.
Es geht gewiss nicht darum, Dinge zu verschweigen, aber wenn eine Information aus dem Zusammenhang gerissen oder nur ganz vage belegt ist und dazu geeignet ist, einen Spieler der Eintracht, den Coach oder andere Teile der Eintracht-Familie schwerwiegend in Misskredit zu bringen, dann hat man als Berichterstatter eine gewisse Verantwortung, die Information selbst kritisch zu hinterfragen, in den Kontext zu bringen und das Originalzitat zu finden. Dann gilt es zuallererst daraufhin abzuklopfen, was von den Berichten überhaupt belegbar ist. In den allermeisten Fällen sind die Berichte sehr stark eingefärbt und gezielt aufgebauscht, denn das gibt Klicks, das steigert die Einschaltquoten und Abverkäufe, wenn die Bild wieder titelt "PAUKENSCHLAG! SPIELER X will weg!!", dann geht das Rotzblatt weg wie warme Semmeln.
Das ist aber keine seriöse Berichterstattung. Es handelt sich größtenteils um einen Kommentar, der unseriöserweise nicht als das gekennzeichnet ist, um diesen Medien, die keinerlei SGE-Bezug haben, mehr Reichweite zu verschaffen. Wenn sie dadurch Unruhe im Verein schaffen und dadurch dem Verein schaden, dann ist das denen nicht einfach egal, wenn der interne Frieden und das Sportliche darunter leiden, dann ist ihnen das sogar gerade recht, weil sie dann gleich noch eine Folgeschlagzeile kreiert haben.
Es ist doch immer noch möglich, über die Gerüchte zu berichten, ohne sie zu bestätigen und für bare Münze zu nehmen. Sonst ist man eben nicht Teil der Lösung, sondern mit Teil des Problems.
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