Die letzten Wochen und Monate waren wohl die schwierigsten der Frankfurter Eintracht in den letzten Jahren. Nach den letzten Jahren, in denen durch stetige sportliche Entwicklung die Erwartungshaltung im Umfeld der SGE schier unendlich gewachsen ist, ist die Realität für viele Fans und Experten enttäuschend. Die Frankfurter stehen derzeit zwar auf Platz sieben der Liga, die Art und Weise wie sich die Mannschaft unter Ex-Coach-Dino Toppmöller und Neu-Trainer Albert Riera präsentiert, ist aber nicht so, wie man sich das selbst im Verein und im Umfeld vorstellt. Dazu kommt das enttäuschende Aus in der Champions League, dazu kam auch das frühe Aus – hier allerdings nach starker Leistung – gegen Borussia Dortmund im DFB-Pokal.
Nachdem Sportvorstand Markus Krösche in den letzten Jahren stets – zurecht – in den Himmel gelobt wurde und zeitweise sogar als „bester Manager“ der Liga galt, bekam der 45-Jährige nun auch ordentlich Kritik ab. Als Verantwortlicher im Bereich Sport ist das aber auch normal, wenn das Sportliche eben nicht hundertprozentig passt. Die Mannschaftszusammenstellung wurde hier immer wieder thematisiert, die Taktik der SGE, die sich beispielsweise gegen einen weiteren gestandenen Sechser entschied und dafür auf junge Spieler wie Oscar Hojlund und Hugo Larsson setzt, aber auch die Entscheidung Krösches für Albert Riera, der bisher zwar die SGE-Defensive stabilisiert hat, aber den ganz großen Umbruch zumindest gefühlsmäßig noch nicht geschafft hat.
Umso überraschender kommt nun die Meldung der „Sport Bild“, die berichtet, dass Eintracht-Präsiden Mathias Beck eine Verlängerung des Vertrags des Sportvorstands anstrebt. Die Chancen auf eine Verlängerung Krösches seien derweil gering, der 45-Jährige denke eher darüber nach die SGE zu verlassen. Der derzeitige Vertrag Krösches am Main läuft noch bis 2028 – und zuletzt gab es eher immer wieder Berichte darüber, dass der 45-Jährige die SGE vorzeitig verlassen könne. Hier wurde immer wieder Borussia Dortmund genannt, die Spur nach Westfalen könnte nach der Verpflichtung von Sportdirektor Nils-Ole Book allerdings erkaltet sein. Trotzdem gibt es laut dem Bericht eine Art „Gentlemans Agreement“ zwischen Beck und Krösche, das besagt, dass Krösche, sollte er den Klub verlassen wollen, frühzeitig im Frühjahr auf Beck zukommen würde. Grund sei, dass die SGE dann frühzeitig einen Nachfolger kontaktieren könne, der dann auch schon die Transferfenster-Planung übernehmen könne.
Bessere Aussichten auf eine Verlängerung gebe es dagegen bei Vorstandssprecher Axel Hellmann, hier wurde der Wille nach einer Verlängerung in einer Aufsichtsratssitzung bereits beschlossen. Hellmann und Beck seien nun in Gesprächen über die Formalitäten. Im Gespräch sei ein Fünfjahresvertrag mit drei Millionen Euro Grundgehalt – allerdings ist hier nicht mit einer schneller Verkündung zu warten, da der Vertrag eines Vorstandsmitglieds laut Aktiengesellschaft-Recht erst ein Jahr vor Ablau verlängert werden dürfte. Bei Hellmann wäre dies der 1.6.2026, bei Krösche dementsprechend der 1.6.2027 – und damit wäre noch genügend Zeit für Verhandlungen, aber auch weitere Gerüchte…






2 Kommentare
Ernst gemeinte Frage: WAS macht ein Vorstand beim Fußball Club?
Und warum kassiert er wohlmöglich bald 3 Millionen Euro (wahrscheinlich zzgl. Boni) im Jahr?
Sind das nicht von Hause aus Menschen aus der Oberschicht mit Top Manager Gehältern? Wieso müssen die noch in einem Fußball Club ihr Gewicht (Edit: ups wollte „Gesicht“ schreiben, aber im Fall AH passt „Gewicht“ auch ^^) hinhalten und dafür Millionen Kassieren?
Hallo, nicht böse sein aber deine Ausführungen zeigen, dass du wenig Ahnung von diesem Geschäft hast. Der Job ist mit sehr viel Zeitaufwand, Reisestress und mehr verbunden. Man muss diesen Job mit Jobs in der Wirtschaft (Banken, Industrie) vergleichen und diese sind in vielen Fällen noch wesentlich höher dotiert.
Krösche hat nach meiner Ansicht seit er da ist einen guten bis sehr guten Job gemacht und sofern er will sollte man verlängern da es nicht sehr viele gute Leute auf dem Markt gibt.
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