Haben derzeit viel Redebedarf: Adi Hütter und Ante Rebic. (Bild: imago images / Team 2)

Ja, er würde die Worte in Richtung Ante Rebic auch einen Tag später noch einmal genauso wählen, sagte SGE-Trainer Adi Hütter am Freitagmittag auf der Pressekonferenz vor dem Liga-Spiel in Leipzig. Schließlich sei er ein Mann klarer Worte und stehe zu dem, was er nach der 0:1-Niederlage der Frankfurter Eintracht in Straßburg gesagt habe. Hütter hatte die Leistung seines Stürmers Rebic scharf kritisiert und als nicht ausreichend bewertet. Bereits am Donnerstagabend kündigte der Trainer an, mit seinem Spieler unter vier Augen sprechen zu wollen. „Das haben wir bereits gemacht“, erklärte Hütter am Freitag.

Spannung im Schlussspurt der Transferphase

Über Inhalte des Gesprächs wollte er selbstredend keine Worte verlieren. Nur so viel: „Wir wissen, dass er anders spielen kann. Wir brauchen ihn in Bestform. Die hat er gegen Straßburg nicht gebracht.“ Der Trainer betonte aber auch noch einmal, dass selbstverständlich nicht nur ein einzelner Spieler schuld an einer Niederlage hat. Auf die Frage, ob Hütter als Trainer denn schon wisse, ob Rebic noch wechseln werde, verriet der Österreicher nur, dass er und der Verein „sich auskennen“. „Die Situation ist, wie sie ist. Daraus müssen wir das Bestmögliche machen. Die Möglichkeit, dass Rebic noch geht, ist da. Wir sind aber auch an dem einen oder anderen dran“, deutete Hütter an, dass es für die SGE in der letzten Woche der Transferperiode noch einmal richtig spannend wird.

Doch jetzt steht am Sonntag erst einmal ein wichtiges und schweres Bundesliga-Spiel bei RB Leipzig auf dem Plan. Und auch bei diesem bleibt es rund um die Personalie Rebic interessant. Denn der Kroate, der laut Hütter wegen seiner schlechten Leistung gegen Straßburg ohnehin der Pause ausgewechselt worden wäre, klagte zudem über muskuläre Beschwerden. Ein Einsatz am Sonntag ist also aus medizinischer Sicht fragwürdig. Genauso wie der von Mijat Gacinovic. Den Serben plagen Aduktorenprobleme.

„Sind noch nicht bei 100 Prozent“

Personell wird es durch diese beiden möglichen Ausfälle in der ohnehin schon schwach besetzten Frankfurter Offensive also immer dünner. Entsprechend ist Hütter aktuell auch noch alles andere als zufrieden mit den Angriffsbemühungen seines Teams. „In der Offensive haben wir noch nicht so viele Chancen herausgespielt, wie ich mir das vorstelle. Wir wollen mit Transfers die Lücken vorne schließen. Wir sind noch nicht bei 100 Prozent. Ich wünsche mir, dass wir in der Offensive noch mehr Power bekommen„, so der Coach, der trotz aller Sturmflaute in Straßburg ein Sonderlob für Daichi Kamada übrig hatte.  „Kamada hat mir sehr gut gefallen. Er ist ein wichtiger Aktivposten.“ Und ein kleiner Lichtblick in Hinblick auf Leipzig, die – ganz anders als die Eintracht derzeit – mit einer enormen Wucht in der Offensive daherkommen.

Hütter warnt vor neuem Leipziger Gesicht – RB ist Favorit

Deswegen warnt Hütter ausdrücklich vor RB: „Leipzig ist sehr gut in die Saison gestartet und hat seinen Spielstil etwas verändert. Sie sind viel flexibler im Ballbesitz und deutlich variabler geworden. Die Mannschaft hat ein neues Gesicht bekommen. Da kommt eine schöne Lawine auf uns zu. Wir müssen Mittel finden, um die Offensiv-Power in den Griff zu bekommen.“ Vor der Partie würde Hütter einen Punkt aus Sachsen mitnehmen, da er Leipzig als Favorit sieht. Optimistisch schmunzelnd fügt er aber an: „Es kann ja aber auch sein, dass wir die bessere Mannschaft sind. Meine Mannschaft wird dagegenhalten und wir werden den Fokus nicht nur auf den kommenden Donnerstag legen.“ Dann nämlich findet das Rückspiel gegen Racing Straßburg statt. Und da entscheidet sich, ob die SGE ihr erstes Saisonziel – das Erreichen der Gruppenphase der Europa League – erreicht oder verfehlt.

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5 Kommentare

  1. Wenn Ante nicht spielen kann (darf) und aufgrund der leichten Verunsicherung im Team, plädiere ich dafür gegen RB so anzutreten, wie es die Franzosen gestern gegen uns gemacht haben. Defensiv, konstruktiv, tief, auf Konter ausgelegt (Kostic, Kamada) oder das Glück in den Standards suchend. Werner, Poulsen und Sabitzer jeglichen Pass oder Sprint in die Tiefe raubend. Mit einem Remis zufrieden sein. Dieses Spiel gegen so einen Gegner kommt für uns noch 4 Wochen zu früh.

  2. Wir haben noch nicht das Niveau was wir gern erreichen würden.
    Deshalb denke ich diese Saison eher pessimistisch voraus.
    Das heißt irgendwie die 40 Punkte, und schauen was noch übrig bleibt.

  3. Mir!!! Persönlich ist der Sonntag Wurscht. Donnerstag zählt es. Eine weitere Teilnahme an der EL bringt weitere Einnahmen, Aufmerksamkeit sowie Sponsoren. Für die Liga bleiben dann immer noch 32 Spieltage.
    “ 12 gegen 11 – alle in Schwarz “
    FORZA SGE

  4. Trapp Sicherheitsrisiko ohne Ausstrahlung – Rebic betreibt Arbeitsverweigerung – Gaci … ohne Worte!!!!

    Auf allen 3 Positionen bitte schnell handeln!!!

  5. Ich habe nun die PK von RB gesehen. Julian ist entspannt und gelöst und äußerst sich respektvoll und positiv über seinen Gegner am Sonntag. Auch die Journalisten nehmen die SGE nicht als angeschossene Truppe wahr. Sehr angenehm.

    Ich denke, für alle ist es nun Zeit, mental mal auf Augenhöhe zu kommen und guten Sport anzubieten.

    Laden wir uns doch besser mit etwas Sonne im Gemüt auf.

    Der Ball ist rund.

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