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Nnamdi Collins (zweiter von rechts) fällt seit der Auswärtsniederlage in Mainz (1:2) aus. Foto: IMAGO / osnapix

Medienbericht: Eintracht prüft Konsequenzen nach Fitnessproblemen

Die Frankfurter Eintracht steht in der Bundesliga nicht mehr auf dem siebten Tabellenplatz. Durch die 1:3-Niederlage am 30. Spieltag gegen RB Leipzig gestatteten die Hessen dem SC Freiburg, sie in der Tabelle zu überholen. Freiburg nahm das Geschenk dankend an und siegte über den 1. FC Heidenheim (2:1). Damit würde die SGE das europäische Geschäft in der kommenden Saison Stand jetzt verpassen.

Eintracht mit Verletzungsproblemen

Überdurchschnittlich viele Verletzungen bremsten die Mannschaft während der laufenden Spielzeit immer wieder aus. Derzeit fehlen die Torhüter Kauã Santos und Jens Grahl sowie Nnamdi Collins und Jean-Mattéo Bahoya auf dem Feld. Kaum ein Leistungsträger blieb in dieser Saison verletzungsfrei. Erst kürzlich meldete sich Rechtsverteidiger Rasmus Kristensen nach längerer Pause im Mannschaftstraining zurück. Laut der „Bild-Zeitung“ sollen die Verantwortlichen innerhalb des Vereins das Problem erkannt haben und es nun angehen wollen.

Demnach stehe vor allem Athletik-Trainer Schahriar Bigdeli in der Kritik. Dem 46-Jährigen soll vorgeworfen werden, dass er die Mannschaft nicht ausreichend auf die Dreifachbelastung in dieser Spielzeit vorbereitet habe. Zu Beginn der Saison war die SGE in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions League vertreten. Die sportlichen Verantwortlichen würden die vielen Verletzungen unter anderem auf die fehlende Fitness zurückführen. Deshalb könnten Bigdeli und weitere Staff-Mitglieder den Verein im Sommer womöglich verlassen müssen.

Schlechtestes Team in der Schlussviertelstunde: SGE kassierte 19 Gegentreffer

Bereits Ex-Trainer Dino Toppmöller soll die Abstimmungsprobleme zwischen der athletischen und medizinischen Abteilung erkannt haben, dieser sei jedoch nicht entscheidend gegen das Problem vorgegangen. Auswirkungen hatte das auf die Ergebnisse: Zusammen mit dem VfL Wolfsburg teilt sich die Eintracht in einer Statistik den letzten Platz der Bundesliga. Beide Teams kassierten bisher jeweils 19 Gegentore in der Schlussviertelstunde, zudem sieben in der Nachspielzeit. Außerdem berichtet die „Bild“, dass Ayoube Amaimouni-Echghouyab und Arnaud Kalimuendo die fittesten Spieler im SGE-Kader sein sollen. Beide Offensivspieler kamen erst im Winter zur Eintracht und könnten ihren Fitnesszustand somit aus ihren Ex-Klubs mitgebracht haben. Amaimouni-Echghouyab spielte in der Hinrunde noch für die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim in der 3. Liga, Kalimuendo wurde von Nottingham Forest als Rotationsspieler in der englischen Premier League eingesetzt.

Inwieweit die Frankfurter Eintracht tatsächlich personell Konsequenzen zieht, bleibt abzuwarten. Mit Cheftrainer Albert Riera holte die SGE jedoch kürzlich eine Persönlichkeit in den Verein, die bereits öffentlich einzelne Spieler kritisierte. Intern dürfte der Spanier daher auch bereit sein, mögliche Missstände klar anzusprechen.

8 Kommentare

Fallback Avatar 1. frankfurter jung 24. April 26, 12:11 Uhr

Jetzt wird endlich offiziell, was uns Fans schon längst aufgefallen ist. So kann eine ganze Saison den Bach runter gehen und der Trainer steht im Wind.
Da kann man den Eintracht-Verantwortlichen nur viel Expertise und Glück bei der Auswahl des Personals für die kommende Saison wünschen, mit einer diesmal professionellen Vorbereitung.

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Fallback Avatar 2. dale 24. April 26, 12:20 Uhr

Ich kann mich an einige Kommentare hier in verschiedenen Berichten bereits aus der Hinrunde erinnern, dass von Usern genau die Themen Fitness und medizinische Abteilung bereits angesprochen und bemängelt wurden….das Business ist schnelllebig und entsprechen muss man auch auf gewisse Dinge schnell reagieren - von dem was man beobachtet haben wir das zu spät erkannt. Hoffe wir ziehen da im Sommer Konsequenz und verbessern uns wieder.

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Fallback Avatar 3. Block17 24. April 26, 12:30 Uhr

Armer Riera
Was nutzen die besten Ideen und Konzepte, wenn das Team nach
einer Stunde keine Puste mehr hat.
Die Bild hat gestern geschrieben, dass Toppmöller auch deshalb
gehen musste, weil er das Problem zwar gesehen hat, aber nicht
eingegriffen hat.
Krösche hat wirklich zu lange gewartet.
Jetzt gilt es, vier Spiele noch einigermaßen anständig über die
Runden zu bringen.

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Avatar 4. Hooliganverachter 24. April 26, 12:31 Uhr

Das wurde aber auch Zeit!

War wohl doch nicht alles Pech und Zufall.

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Fallback Avatar 5. Jay-Jay83 24. April 26, 12:37 Uhr

Ja gut....Wenn man die Fitness seiner Athleten nicht so sonderlich ernst nimmt, kann man auch 200 Millionen in den Kader stecken und rumgurken.
War das einmal von ganz unten bis ganz oben eine gemeinschaftliche Eier-Schaukel-Saison, oder was? Niemand fühlt sich zuständig oder wie??

Boah, schwillt mir da der Hals...

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Fallback Avatar 6. zeugeyeboahs73 24. April 26, 12:41 Uhr

Fitness wird völlig überbewertet.
Wenn du mit deiner Frau in den Wald gehst und ihr trefft auf einen Bären, musst du ja nicht schneller sein als der Bär, sondern nur als deine Frau 😉
Natürlich liegt die Fitness unserer Spieler im Argen. Das ist offensichtlich, wissen auch die Verantwortlichen seit langem und sollte zur kommenden Saison behoben werden.
Es ist die einzige Erklärung für den massiven Leistungsabfall vieler unserer Spieler.
Gerade da lohnt es sich auf die Fitness der Konkurrenz zu schauen, und mal ein paar Euro in die Mediziner und Athletiktrainer zu investieren.
Haben die Bayern und internationale Topclubs auch gemacht.
Mich würde es nicht wundern, zur neuen Saison einen kompletten athletische Staff von einem anderen Verein hier zu sehen. Da weiß man was man bekommt.

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Fallback Avatar 7. Sammy94 24. April 26, 13:15 Uhr

mal ganz ehrlich:

Laut der „BLÖD-Zeitung“ sollen die Verantwortlichen innerhalb des Vereins das Problem erkannt haben und es nun angehen wollen.

ist das noch Journalismus oder kann das weg?

Was immer sich die BLÖD-Zeitung da zusammenreimt ist doch egal, allein noch zwei Trainer, die man aus dem Staff vom Dino nicht entsorgt hat und warum??? Genau weil bessere Trainer nicht auf dem Markt waren...

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Fallback Avatar 8. PeKa 24. April 26, 13:27 Uhr

Irgendwie scheint sich seit den Tagen eines gewissen Trainers Veh die Erkenntnis in den Köpfen festgesetzt zu haben, dass eine Vorbereitung weniger intensiv sein darf, wenn die mutmaßliche Belastung der kommenden Saison hoch sein wird.
Ich habe mir damals schon an den Kopf gegriffen, das Gegenteil ist der Fall. Auch die Aussage, während der Saison kannst keine Ausdauer trainieren, ist quatsch. Das ist Handwerkszeug und gehört ganzjährig dazu. Muss halt mit einer durchdachten Belastungssteuerung gekoppelt sein, denn besser wird man in den Pausen, nicht beim Training. Aber nur Pause ist halt auch nix.

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