Gelson Fernandes möchte nächste Saison wieder mit Eintracht Frankfurt angreifen.

Für Gelson Fernandes ist endlich Sommerpause. Nach einer ausgiebigen Saison und der abschließenden China-Reise mit Eintracht Frankfurt kann sich der Schweizer zurücklehnen und abschalten. Doch vorher zieht er noch einmal im Interview mit „Eintracht TV“ Résumé und blickt auf das vergangene Jahr zurück. Dabei erklärt er, wie der Einbruch im Saison-Endspurt zustande kam und warum die Saison trotzdem als Erfolg anzusehen ist.

„Für eine Analyse ist es noch zu früh“

Sein einziges Saison-Tor schoss Fernandes am 4. Spieltag im Heimspiel gegen Leipzig zum zwischenzeitlichen 1:0, die Partie endete 1:1. Insgesamt kam der 32-Jährige in 37 Pflichtspielen zum Einsatz, neun davon in der Europa League. Auch für ihn war es eine sehr lange Saison, aus der er aber ein durchaus positives Fazit zieht: „Wir dürfen nicht unterschätzen, was wir in dieser Saison Großartiges geleistet haben. Wir waren bis kurz vor Schluss europäisch vertreten, lagen bis Mai in zwei Wettbewerben aussichtsreich im Rennen. Für eine Analyse ist es noch zu früh.“ Der erfahrene Schweizer weiß, dass die Mannschaft aus ihren Fehlern lernen muss, um sich weiterzuentwickeln.

Doppelbelastung kostete wichtigen Punkte

Als entscheidenen Faktor, eine bessere Ligaplatzierung verpasst zu haben, nennen viele die für die Eintracht langanhaltende Doppelbelastung. „Ich bin sicher, dass wir ohne die Doppelbelastung auf jeden Fall früher in die Europa League eingezogen wären und möglicherweise auch die drei, vier für die Champions League nötigen Punkte nicht verloren hätten“, gibt Fernandes zu. Entscheidende Zähler ließ seine Mannschaft liegen. Kleinigkeiten und die Erfahrung waren wohl am Ende nicht ausreichend, „nichtsdestotrotz haben wir sowohl in der Hin- als auch in der Rückrunde 27 Punkte erzielt. Diese Serie von Februar bis Ende März war unglaublich. 54 Punkte sind mehr als ordentlich!“

Respekt und Wertschätzung schreibt Fernandes groß

Gelson Fernandes sieht sich bei der Eintracht als Vermittler. „Ich verstehe es auch als meine Aufgabe, die jungen Spieler zu unterstützen“, erklärt der Mittelfeldspieler. Aber er möchte ungern immer die Spieler in den Vordergrund stellen und spricht ein großes Lob an die Fans und die Personen im Hintergrund aus: „Unser Publikum war stolz und der Verein hat überragende Arbeit abgeliefert. Das kommt für mich manchmal zu kurz. Ich möchte mich bei allen Menschen, die uns im Hintergrund unterstützen, bedanken. Wir haben uns jeden Tag gemeinsam vorbereitet und sind uns mit Respekt begegnet. Die Spieler fühlen sich in Frankfurt wohl und sind stolz, für diesen Verein und diese Fans zu spielen.“

„Frankfurt ist etwas ganz Besonders!“

Die Fanszene sorgte auch bei Fernandes für viele Gänsehaut-Momente, vor allem bei den Nächten in Europa. „Es gibt nicht viel bessere in Europa. Das kann ich sagen, weil ich schon viele Stationen hinter mir habe. Frankfurt ist etwas ganz Besonderes!“ Der Schweizer muss wissen, wovon er redet, denn er stand schon bei vielen Vereinen in ganz Westeuropa unter Vertrag. Über seine zukünftigen Vorhaben in Frankfurt sagt er nur: „Mein Ziel ist es, als Mannschaft und Klub weiter zu wachsen. Das wird nicht einfach. Zunächst müssen wir uns gut erholen. Dann möchten wir in der kommenden Saison mit mehr Erfahrung wieder angreifen.“

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3 Kommentare

  1. Ein echter Glücksgriff für die SGE, vorbildlicher Profi und menschlich 1A. Nächste Saison, wahrscheinlich eher als Backup, helfen die neuen Spieler zu integrieren.

  2. Sympathisch und klar im Kopf. Für mich ist er ein echter Führungsspieler, den die SGE Multikultitruppe braucht.

  3. Absolut feiner Kerl, der neben seiner sportlichen Vita auch sprachlich sicherlich eine große Hilfe in der Kabine ist.
    Leider manchmal etwas zu ungestüm, und das trotz seiner Erfahrung. Da fällt mir der Freistoss gegen Bremen wieder ein, in der 95. Minute ca. 20m vor unserem Tor. Rashica versenkt ihn anschließend zum 2:1, nachdem zuvor Fernandes den Gegenspieler (mit dem Rücken zum Tor) unnötig fault. Aber wie gesagt, feiner Kerl 🙂

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