Eintracht Frankfurt spielt, gemessen an den gestiegenen Erwartungen durch die letzten Jahre, eine sehr ernüchternde Saison. Kurz vor Ende der Spielzeit droht nun auch noch das letzte bisschen Hoffnung auf eine Teilnahme am europäischen Geschäft zu versanden. Während man sich im neuen Jahr von Trainer Dino Toppmöller trennte und Albert Riera in den Dienst der Hessen stellte, lässt sich jetzt – wenige Spiele vor Ende der Saison – konstatieren: Es läuft alles andere als rund.
Doch woran liegt das eigentlich? Nominell ist der Kader der Eintracht sehr gut besetzt. Can Uzun, Fares Chaibi, Jonathan Burkardt, Nathaniel Brown, Ritsu Doan etc. sind alles Namen, die mit einer gewissen spielerischen Klasse einhergehen. Dennoch spielen die Frankfurter keinen guten Fußball. Weder unter Dino Toppmöller, noch unter Albert Riera. Gelingt es jetzt dem zweiten Trainer in Folge nicht, die Mannschaft richtig einzustellen oder liegt das Problem tiefer?
Fokus auf offensivem Mittelfeld
Wenn man sich den Kader der Hessen anschaut, dann stellt man schnell fest, dass der Fokus vor allem auf einem starken offensiven Mittelfeld liegt. Uzun, Mario Götze, Chaibi oder Doan sind alles Spieler, die auf dieser Position spielen können. So gesehen sind die Frankfurt sogar überbesetzt, wenn es nur um Liga-Fußball geht. Es sind kreative Köpfe, die durch kluge Pässe Räume entstehen lassen können, die zwischen den Linien agieren und auch durch Einzelaktionen Spiele auf ihre Seite ziehen können. Dazu passt, dass man mit Burkardt in der Sturmspitze einen eiskalten Vollstrecker vor dem Tor verpflichtet hat, der die Kreativität seiner Hinterleute theoretisch ausnutzen kann. Fakt ist aber: Irgendwie funktioniert das nicht richtig. Klar, gerade Chaibi spielt mit neun Assists und zwei Toren wahrlich keine schlechte Saison und auch Uzun ist mit sechs Treffern und vier Vorlagen scorertechnisch solide bis gut aufgestellt. Aber es ist nicht so, dass ein erkennbares System zu erkennen ist. Das Offensivspiel lahmt schon fast in der gesamten Saison. Die Eintracht spielt den Ball im Mittelfeld und vor allem in der Abwehrkette hin- und her. Sie findet keine Lösungen. Treibt ihn dann nach vorne und dann wird wie im Handball das Spielgerät um den Strafraum herumgespielt, häufig ohne dass es zwingend wird.
Riera ist es zwischenzeitlich gelungen, die Flut an Gegentoren abzustellen. Das war wichtig und gehört dementsprechend gewürdigt. Das geschah allerdings auf Kosten der eigenen Offensive. Und nach den letzten Spielen muss man auch klar ansprechen, dass die Gegentore wieder zugenommen haben.
Ballbesitz in harmlosen Zonen
Die Idee mit dem vorhandenen Spielermaterial ist es, dominanten Ballbesitzfußball zu spielen. Die Realität sieht aber so aus, dass die SGE zwar viel Ballbesitz hat, aber meist in Zonen, die dem Gegner nie gefährlich werden. Das belegen Zahlen sehr eindeutig. Die meisten Ballkontakte bei den Hessen haben mit Abstand (!) Robin Koch und Arthur Theate. Zwei Innenverteidiger. Koch hat 2.361 Ballkontakte, Theate 2.027. Danach kommt Brown mit 1.493. Vergleicht man das mit dem Brachenprimus FC Bayern München, die sich auch „Ballbesitzfußball“ auf die Fahne schreiben, so fällt schnell auf, dass dort offensivere Spieler die meisten Kontakte haben. Auf Platz 1 ist Mittelfeldmann Joshua Kimmich mit 2.650 Ballkontakten, gefolgt von Stürmer Michael Olise mit 2.019 Kontakten. Überhaupt sind bei den Bayern unter den Top-5 Spielern in der Kategorie „Abwehr“ nur zwei Spieler. Bei der SGE sind es fünf von fünf (wenn man Brown mitzählen möchte). Das alleine beweist natürlich nicht, dass es bei der Eintracht nicht läuft. Es zeigt aber, in welchen Zonen die Hessen ihren Ballbesitz haben.
Lösungen? Auswege?
Wie kann es jetzt also sein, dass so wenige Lösungen gefunden werden, obwohl man so viel kreative Köpfe zur Verfügung hat? Gegen Frankfurt spielen viele Mannschaften überaus kompakt und defensiv. Der Weg durch die Mitte – zu Vollender Burkardt – ist häufig dicht. Und das ist ein Problem. Arnaud Kalimuendo über die Außenbahn tut sein bestes und auch Amaimouni-Echghouyab spielt weitaus besser, als man es ihm so früh zugetraut hätte. Aber der Drive nach vorne geht etwas verloren. Es verwundert, dass beide Trainer in dieser Saison keine Doppelspitze aufbieten möchten. Mit Burkardt, Kalimuendo und Younes Ebnoutalib stehen drei nominelle Mittelstürmer im Kader. Das Argument, dass man Spieler schonen müsste für die anderen Wettbewerbe, ist spätestens seit dem Ausscheiden aus der Königsklasse passé. Es gibt genügend Spieler für eine Doppelspitze. So wäre mehr Strafraumpräsenz vorhanden und auch Burkardt hätte leichteres Spiel. Gerade die Doppelspitze bestehend aus Burkardt und Kalimuendo sehnen sich viele Fans herbei – bislang vergebens.
Oder gibt es Probleme in der Analyseabteilung? Immer wieder fällt auf, dass die Hessen sich enorm schwertun gegen kompakt stehende Mannschaften. Trotz viel Kreativität im eigenen Kader werden keine Mittel und Wege gefunden. Dabei sind es doch die Götzes, die Chaibis und die Uzuns, die gegen tiefstehende Mannschaften brillieren sollten.
Im Sommer müssen sich dringend die führenden Köpfe der Eintracht zusammensetzen und besprechen, wie die Ausrichtung in der neuen Saison aussehen soll. Welcher Fußball soll gespielt werden? Was braucht man dafür für Spieler und welche eben nicht? Es muss sich etwas tun, denn diese Saison wirkt äußerst halbgar.






46 Kommentare
Absolute Kacksaison bisher. Muss aber anscheinend so sein, damit die Ansprüche einiger hier wieder mal auf ein normales Mass kommen.
Du sagst es!!!
Völlig übertriebene Erwartungshaltung mittlerweile.
Nach wie vor sollten wir uns nicht auf die gleiche Stufe stellen, auf der die ersten 6 Teams in diesem Jahr sind, ausgenommen Hoffenheim vielleicht.
Wir haben jetzt jahrelang durch gutes Management und große Erlöse den Sprung in Richtung Führungsgruppe der Liga geschafft, aber man sieht, dass ein Jahr der Stagnation reicht und man verschwindet wieder im Mittelfeld bzw. Mittelmaß.
Nächstes Jahr muss ein anderes Team aufgebaut werden, das nicht dadurch geprägt ist, dass immer wieder die besten nach einer Saison gehen.
Wir brauchen Spieler, die den Verein leben und ein längerfristiges Engagement bei uns planen.
Die große Erwartungshaltung macht den Club kaputt!
Das Spiel gestern hat gezeigt, dass wir zurecht so viele Punkte hinter der Führungsgruppe liegen.
Off topic: Futkeu hat heute 3x genetzt und steht nun bei 17 Scorerpunkten bei 30 Spielen. Man sollte überlegen, den nicht nur zu kaufen um ihn teurer zu verkaufen, sondern man sollte in Betracht ziehen, ihn im Team zu integrieren.
Treffend analysiert. Die entscheidende Frage ist: welche Schlüsse werden daraus gezogen, was ist die Lösung.
„ Off topic: Futkeu hat heute 3x genetzt und steht nun bei 17 Scorerpunkten bei 30 Spielen. Man sollte überlegen, den nicht nur zu kaufen um ihn teurer zu verkaufen, sondern man sollte in Betracht ziehen, ihn im Team zu integrieren.“
Absolut! Er ist schnell, technisch versiert und scheut keinen Zweikampf! Ich bin voll bei und würde ihn auch zurückholen, anstatt auf satte Spieler zu setzen.
Ich verstehe auch nicht was diese Saison mit unserer Abwehr los ist. Sind die gleichen Leute wie letzte Saison mit Ausnahme von Zetterer der gefühlt jedes 2 te Tor durch die Hosenträger bekommt.
Wir brauchen Spieler, die den Verein leben und ein längerfristiges Engagement bei uns planen.
Ich glaube, die gibt es praktisch gar nicht mehr. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber generell zählt nur Kohle und Image!! Sehr traurig... War früher irgendwie alles romantischer, auch wenn damals natürlich auch schon die Kohle regiert hat. Aber halt nicht ganz so extrem und schnelllebig.... Da sind Mannschaft länger zusammen geblieben und man konnte noch was aufbauen....
Bei Freiburg läuft es auch nicht wie erhofft.... Ich stell mir jetzt nen schoppe rein.... Guuuuuuuuuuuude
Richtig: Man kann solch eine Entwicklung eines Spielers nicht einfach unbeachtet lassen - und das für heutige Verhältnisse "lumpige" 1,4Mio. Oder wie hoch war die Rückkaufoption?
Mal sehen: Bei uns ist leider alles möglich, z.B. dass man die Rückkaufoption nicht zieht und ihn für 3 Mio nach Gladbach Stichwort "Gegner stark machen" o.a. ziehen lässt. Bei Matanaovic ist es ja ähnlich. Was Batshuayi, Wahi etc. in diesem Jahr geleistet haben, hätte der ebenfalls hinbekommen. Und wir hätten keine 50 Mio für neue Stürmer ausgeben müssen.
Es bleibt spannend....:)
Sollten "Die führenden Köpfe der Eintracht..." nicht längst zusammen sitzen, um "die Ausrichtung der neuen Saison" zu beraten, müsste man sich ernstlich Sorgen machen...
Im Sommer[?] ...ist Vollzug angesagt.
@MK im DP
Au Backe, was war das für ein heilloses Gestammel.
Obacht: Hoher Cringe-Faktor.
[Und ne wackere Lanze, um sie für Albert trotzig zu brechen, hatte er irgendwie auch nicht mit...]
Naja, der erste Schritt wäre, nicht nur junge, aufstrebende Entwicklungsspieler zu holen, sondern welche, die bereits Resilienz und Qualität geliefert haben.
Naja, wenn das alles so einfach wäre.... Gibt zig Clubs in zig Ligen mit Kohle und Ambition...
Fußball ist schon ganz schwieriges geschäft. Da möchte ich auch nicht in der Haut der Verantwortlichen stecken!
Futkeu müsste nun 20 Scorer (15 Tore + 5 Vorlagen) bei 30 Spielen haben. Du hattest wohl das heutige Spiel noch nicht mit einberechnet.
Gute Idee mit dem Schoppen, Heidenheim hat gerade ausgeglichen.
Jo! Stöffsche hilft immer 😂! Hoffentlich bleibt es so... Zur Sicherheit Schoppe nachlegen!
Heidenheim 🫰
Das sind schon mehr als ordentliche Werte und ich finde es beachtlich, in einer mehr als starken 2. Liga.
Und wie Oakstarr es richtig schreibt, er hätte eine Chance eine Etage höher verdient und das Risiko wäre bei den Verhältnismäßig günstigen Bezügen relativ gering. Denn ich finde das hohe Investment Johny und Doan sind bisher überhaupt nicht aufgegangen.
Zumindest bei Doan nicht. 2:1 Freiburg! Sche....
Mist 💩
Gut so mit Freiburg! Die spielen einen ehrlichen und guten Fußball und wir sind gerade eine Gurkentruppe.
Fände es völlig unverdient wenn wir uns noch über Umwege und vermutlich Platz 8 für die Conference League qualifizieren. Dann lieber Platz 8 ohne Europa und nach der Saison die Scheisse auf den Tisch und Köpfe rollen lassen! Dabei meine ich mehr die Spieler…
Schon mehrfach angesprochen, aber wenn wir hier in die Analyse gehen, gehört das m.E. mit dazu: seit Beginn der Saison (!) werden jungen, talentierten Spielern Preisschilder umgehängt.
Dies trägt ganz sicher nicht dazu bei, dass diese sich mit unserem Verein identifizieren oder auch nur für die kommenden Jahre ihre persönliche Zukunft hier sehen. Das ist kommunikativ und psychologisch einer der Kardinalfehler der letzten Jahre. Ob MK das lanciert oder die Presse das selbst treibt, ist einerlei; in jedem Fall tut er zu wenig, um dem Entgegenzutreten.
Natürlich wird es intern solche Diskussionen geben, aber nach extern sollte m.E. die Botschaft ganz einfach sein "wir wollen hier ein Siegerteam aufbauen und denken gar nicht daran, den Spieler XYZ zu verkaufen. Und übrigens brauchen wir das auch nicht." Was am Ende der Saison passiert, weiß doch sowieso niemand.
Wenn die Verantwortlichen öffentlich schon nicht daran glauben, dass man ein großartiges Team entwickeln will, wieso sollten dann junge Spieler Teil einer solche Truppe sein wollen und dieses als ihr Team/ eine eingeschworene Gemeinschaft ansehen? Küchenpsychologie, aber m.E. ist das mit ein Grund für diese lustlose Gekicke; Fußballspielen können die alle.
Vor einem Jahr in Freiburg waren wir die großen Sieger.
Dann blamieren wir uns in der CL und Freiburg gewinnt
vielleicht die EL Spielt dann CL und wir schauen in die
Röhre. Das wäre dann doch zu viel "Wiedergutmachung"..
Gerade weil sie wissen das ihnen keine Steine in den Weg gelegt werden wenn sie wieder weg wollen.
Wir müssten eine Rückkaufoption für ihn haben, meine ich zumindest mal gelesen zu haben und die wäre auch nicht sehr hoch, das sollte man auf jeden Fall machen und ihm zumindest mal die Chance geben sich zu beweisen in der Vorbereitung…
Vor allem hat er seine Klasse in jeder Liga bewiesen in der er bisher gespielt hat, hat immer seine Tore und Scorer gemacht und er wird auch erst 24 Jahre alt, also noch jung genug, klar BL ist nicht 2.BL, aber er ist die Lebensversicherung für Fürth, ohne ihn wären sie schon so gut wie abgestiegen, ich traue ihm zu, dass er sich auch in der BL behaupten kann, ähnlich wie es bei Ayoube momentan läuft, wäre mir zumindest lieber als den nächsten 15-20 Millionen Transfer zu tätigen der dann ggf nicht oder nur halbwegs zündet, wir haben mit Wahi, Jonny und Doan ca. 65 Millionen an Ablöse gezahlt was nur bedingt funktioniert hat, Wahi gar nicht, Doan mit großen Abstrichen (Positionsfremd aufgestellt) und Jonny einigermaßen (scheint aber immer wieder für Verletztungen gut zu sein), wir können es uns einfach nicht leisten und erlauben regelmäßig so viel Geld zu investieren was sich dann nicht in (dauerhafte) Qualität auf dem Platz auswirkt…
Ich wüsste nicht das wir an Freiburg etwas gut zu machen haben...
Man muss bei den Freiburgern einfach neidlos anerkennen, dass hier sehr gut gearbeitet wird. Da steht eben ein echter Haufen auf dem Platz, wo einer für den anderen kämpft und jeder bereit ist den letzten Meter zu gehen. Da stimmt es auch innerhalb der Mannschaft. Selbst der Trainer steht voller Emotionen an der Seitenlinie und würde am liebsten selber spielen. Auch in den PK's keine hohlen und abgehobenen Sprüche. Den Abgang von Doan haben sie richtig gut verkraftet und anfangs der Saison gab es hier berechtigte Zweifel.
Dieser Doan spielt nun bei uns und ich glaube, jeder hat gesehen, was er in Freiburg für einen geilen Fußball gezeigt hat und dass er es kann. Er ist absolut bundesligatauglich, aber wir kriegen es tatsächlich hin, dass der Junge inzwischen völlig verunsichert ist und merklich keinen Bock mehr hat. Er ist ein anständiger Kerl und er fügt sich ein, aber innerlich brodelt es in ihm.
Jetzt sitzt dieser Kicker sogar auf der Bank und wird von Einigen als überbezahlter und viel zu teurer Flop bezeichnet (oder so ähnlich). Und davon haben wir noch einige mehr, die für die überheblichen und genialen Vorstellungen unserer inkompetenten Trainer nicht gut genug sind. Am Ende jedoch entscheidet der Trainer, wie gespielt wird und wofür die Mannschaft steht. Der Erfolg zeigt, ob er richtig liegt und da sehe ich viiiiieeeeell Luft nach oben.
Ich sehe da bei uns allerdings nur einen vogelwilden desorientierten Haufen, wo keiner weiß, was er eigentlich zu tun hat. Die konnten bestimmt alle mal kicken, aber aus irgendeinem Grund haben sie es bei der Eintracht verlernt. Hinzu kommt, dass innerhalb der Mannschaft ganz offensichtlich kein Zusammenhalt besteht. Alle lassen relativ schnell die Köpfe hängen und es ist einfach kein Leader da.
Des Weiteren fehlt uns einfach der Mut den Nachwuchs einzubauen. Es ist geradezu lächerlich, wie andere Vereine der Talentschmiede Eintracht Frankfurt den Schneid abkaufen und uns regelmäßig zeigen, wie doof wir sind. Eintracht Frankfurt muss die Diva bleiben, die alles gegen jeden Trend macht und die beweisen muss, dass man zur Topspitze dazu gehört. Dieser Schuss geht vorerst jedoch gewaltig am Ziel vorbei, denn die Konsequenzen kommen ja erst noch. Wir haben ein paar junge Talente, die ich eher unter der Sparte GROßKOTZ einstufen würde. Sie tragen alle nicht den Adler im Herzen und sie spielen nur für sich alleine. Sie haben nichts aus dem gelernt, was andere Superstars vor ihnen bereits gezeigt haben, nämlich, wie es doch nicht geht. Sie sind alle mit großem Getöse und Towabo gegangen, sie wurden in den Himmel gelobt, aber alle erleiden sie am Ende einen heftigen Karriereknick. Nur das Konto ist ein wenig voller.
Wir haben keinen Leader als Kapitän. Ich glaube Trappo war ein Leader und scheinbar der einzige.
Koch als Kapitän scheint 0 Zugriff auf die Mannschaft zu haben. Götze? Fehlanzeige!
Leider auch kein Hase mehr dabei.
Das ist für mich auf jeden Fall eines der größten Probleme.
Natürlich sehe auch ch das auch so mit den Spielern und deren Zusammenhalt - wenn man im Kopf bereits nächste Saison in der PL kickt
Omar und Hugo haben durch ihre individuelle Klasse über die Mittelmäßigkeit von vielen anderen hinweggetäuscht. Die Mannschaft hat diese Saison einfach insgesamt nicht die Qualität, die viele in ihr gesehen haben.
Diese Saison geht mit viel Glück mit einem UCL Platz zuende. Danach muss man die Spieler mit Potenzial und Mentalität halten. Dazu neue hungrige holen und neu starten.
Die Rückkaufoption bei Futkeu liegt bei ca. 1,5 Millionen...das sollte man auf jeden Fall machen!
Warten wir es mal ab, was unser genialer MK noch aus dem Hut zaubert. Auch er merkt sicherlich, dass es grad nicht so gut läuft. Wer weiß, was uns im Sommer noch für Überraschungen blühen, vor allem dann, wenn der Erfolg plötzlich ausbleibt und das Schiff heftige Schlagseite bekommt. Dann erst werden wir sehen, wer wirklich den Adler im Herzen trägt.
Ich könnte damit auch gut leben, aber dann müsstest Du ihm auch die Perspektive bieten, dass er spielt. Und die Frage wäre dann für mich, wer spielt dann nicht?
Oder soll er dann Stürmer Nummer 4 sein? Ob er dazu Lust hat?
Oder spielt Ihr mit dem Gedanken, Kalimuendo nicht zu holen?
In jedem Fall ist Rückkauf und mindestens Weiterverkauf wie schon mehrfach berichtet absolut angesagt.
Die Spielidee ist vollkommen unerheblich. Solange die Mannschaft nicht bereit ist ein paar KM mehr zu laufen, Zweikämpfe zu führen und keinen Anführer auf dem Feld hat, der die anderen auf dem Feld mitreisst und Kommandos gibt. Wir werden leider weiterhin uns wie eine Jugendmannschaft verhalten, die in Schönheit und ohne Gegenwehr verliert. Die Hauptaufgabe des Trainers sehe ich darin , der Mannschaft die nötige Grundaggressivität zu vermitteln, ggf durch Straftraining in Form von zusätzlichen Laufeinheiten. Frei nach dem Prinzip, wenn ihr samstags nicht lauft , holen wir das am Sonntag nach..
"Ehrlichen und guten Fußball."
Ich wohne in der Freiburger Gegend.
Ein SC Urgestein sagte mir gerade am Wochenende: Es war spielerisch wieder mal eine grauenhafte Saison beim SC. Es waren so viele furchtbare Spiele, von denen dennoch viele irgendwie gut ausgegangen sind. Aber letztendlich die Wende haben die Pokalerfolge gebracht. Und ein sehr großes Losglück bisher. Der SC hat bisher über die Euphorie der Pokalwettbewerbe die schlechten Spiele der Bundesliga vergessen lassen. Wem kommt das bekannt vor?
Aber bitte nicht mit "gutem Fußball" kommen.
Hier glaubt doch wohl keiner, dass ein Topscorer der 2. Liga gut genug für unsere Eintracht ist.
Der hat bestimmt Probleme in der Rückwärtsbewegung und überhaupt, ist der doch bestimmt noch nicht so weit.
Touché 😂
P.S. Antwort auf PeKa
naja, was du da schreibst, ist ja echter Nonsens. :-)
Das schreibst hier von Zeiten, wie das bei uns noch war. Wir mussten nämlich noch direkt nach dem Spiel laufen und das war keine BuLi.
Solche Methoden sind doch längst überholt und damit erreicht man nur das Gegenteil. Sie sind kontraproduktiv. Aber mal ganz ehrlich: wenn die Mannschaft diesen Biss nicht hat, wenn keiner für den anderen den letzten Meter geht, dann muss man leider zu dem Schluss kommen, dass es wohl aus irgendwelchen Gründen in der Mannschaft untereinander nicht stimmt. Als Außenstehender hat man das Gefühl, dass einer dem Anderen das Erfolgserlebnis nicht gönnt. Ein Team voller Individualisten. Jeder kann etwas besonders gut, kämpft aber für sich alleine und ist nicht in der Lage im Team zu spielen.
Danke für die Korrektur :)
Ja, schauen wir nur auf Laufleistungen so sind wir im unteren Mittelfeld.
Freiburg, Bayern, Hoffenheim, etc. sind uns meilenweit voraus.
Laufleistung ist ein wichtiger Indikator für Erfolg, oder hat zumindest großen Einfluss darauf. St.Pauli ist da unter den Top 5, aber da liegt es fußballerischen Element.
"Fände es völlig unverdient wenn wir uns noch über Umwege ..."
Wenn wir Platz 8 erreichen und das für Europa reicht, was soll dann daran unverdient sein?
Deine Sehnsucht nach "Köpfe Rollen lassen" wird bestimmt auch so umgesetzt. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass Riera mit Krösche Tacheles reden wird, was seine Kadervorstellungen anbelangt. Das ist übrigens meiner Meinung nach auch ein Riesenvorteil gegenüber Toppmöller. Ich habe nämlich das Gefühl, dass Toppmöller für Krösche doch sehr einfach, zu einfach, zu führen war.
Gemäß deinen Worten hätte der Trainer keine Chance...Jede Mannschaft kann man zum Laufen bewegen. Unserer Mannschaft fehlt der Biss und die Bereitschaft über die Schmerzgrenze zu gehen. Zusätzliche Laufeinheiten sind wie eine "Strafarbeit", da am Samstag nicht genügend gekämpft wurde. Du kannst sicher sein, das Spieler, die nicht mitziehen , sehr schnell auf dem Platz von den Mitspielern angegangen werden, da keiner Interesse an zusätzlichen Laufeinheiten hat.
„Oder spielt Ihr mit dem Gedanken, Kalimuendo nicht zu holen?“
Das entscheiden ja nicht nur wir alleine, wir haben wohl eine Kaufoption, im Gesamtpaket wäre er wohl der nächste Wahi was Ablöse angeht, er hat bewiesen, dass er eine Bereicherung ist und Qualität hat und seine Scorer sind auch ordentlich.
Am Ende haben wir es aber nicht in der Hand, verpassen wir Europa würde ich persönlich ihn nicht holen, da zu teuer, was will Nottingham selbst? Vielleicht gibt es weitere Alternativen ihn zu verkaufen, welche mehr bieten würden als die Eintracht? Am wichtigsten, was will der Spieler selbst? Fühlt er sich wohl in Deutschland, in Frankfurt, in der BL? Hat er ggf. schon weitere Optionen, welche wir noch nicht kennen?
Fragen über Fragen….wir wissen denke ich mal alle, dass wir einige Erneuerungen im Kader benötigen, Großbaustelle Mittelfeld…Dahoud wird gehen, Skhiri würde ich gern abgeben, heißt hier muss nachgelegt werden, ein weiterer IV mit besserer Qualität als die vorhandenen IV wäre auch nicht schlecht, Torwart, wenn Zetterer überlegt zu gehen braucht man auch hier wieder Ersatz für Santos, Simoni ist an Kaiserslautern ausgeliehen und wir haben wohl ein vielversprechendes Talent in der U19, aber in eine BL Saison zu gehen mit einem Torwarttrio wo der älteste 23 Jahre alt ist?
Der Kader hat genug Baustellen, dass ich persönlich keine 27 Millionen für einen Spieler (Kalimuendo) ausgeben würde und stattdessen versuchen würde breiter aufzustellen, wenn möglich mit Talenten wie Ayoube, Futkeu, Hojlund, Ebnoutalib, Larsson…
Sollten wir Europa verpassen benötigen wir auch nicht so einen großen Kader, dann haben wir 34 BL Spiele und ein paar die im DFB Pokal dazukommen, ich meine 6 Spiele bis zum theoretischen möglichen Finale, es kommen einige Leihspieler zurück, hier muss der Kader erst einmal ausgemistet und aufgeräumt werden und dadurch auch ein paar Euro Ablöse generieren und Gehälter einsparen, dann muss man schauen was sinnvoll ist und wo wir Verstärkung brauchen (Spieler die besser sind als die vorhandenen, keine Kaderfüller), alles nicht einfach zu managen und durch die WM wird das Transferfenster wahrscheinlich eher spät in Bewegung kommen…
Mal eine Frage in die Runde: wieviele Mannschaften in der Bundesliga spielen (regelmäßig) mit Doppelspitze? Mir fällt keine ein. Weshalb sollte das dann bei uns die Lösung sein. Meines Erachtens sollten andere Lösungen her. Kalimuendo macht es eigentlich vor. Einfach quirlig und wachsam zu sein. Burkardt ist da meines Erachtens zu statisch. Das funktioniert bei Kane, aber nicht bei uns.
@ sge66
Keine Steine in den Weg legen ist ja ok, das kritisiere ich ja auch nicht. Ich kritisiere das aktive Anbieten der Spieler, und das ging ja schon zu Beginn der Saison los. Wie soll sich denn da ein Team bilden?
Sind wir mal ehrlich ohne was schön zureden...es ist eine Seuchen Saison bei der wir vor paar Jahren abgestiegen wären. Ein glücklichen wahi..krasse Gegner in der cl, ein Torwart Problem die ganze Saison. Ständig verletzte bis zu dem Tag als wir nicht mal einen stürmer hatten. Das nötige Glück hatte sich gedreht...kein Siegtreffer mehr in der letzten Minute, sondern eher das Gegentor. Unser Kader ist jung und es fehlen leider die Macher...den wir haben Christensen verletzt sich dann auch noch...jetzt sind die Buben mental angeschlagen...es fehlt der funke der überspringt. Ein Punkt gegen Leipzig hätte gutgetan. Jetzt heisst es halt durchhalten bis zum Ende und ein Jahr ohne El tut uns vielleicht auch mal ganz gut...Kopf hoch und weiter gehts
Ich finde, der Markus soll dem Albert den Friedhelm zur Seite stellen. Der zeigt den Jungs dann mal die Basics, die ihnen weder Dino noch Albert beigebracht haben, z. B. Taktische Fouls .
Ich muss zu meiner eigenen Überraschung feststellen, dass ich schon eine ganze Weile raus bin - und das nach vielen Jahrzehnten, in denen mein Herz für die Eintracht schlägt. Fußball ist eben nicht nur Business, sondern auch Emotion und Show. Und da ist nichts mehr. Leere. Seelenlosigkeit. Die Ergebnisse sind mir mittlerweile egal, ich schaue schon gar nicht mehr hin. Warum auch? Was bekäme ich zu sehen? Einen Hühnerhaufen, in dem jeder nur noch für sich selbst, sein Bankkonto und seinen Insta-Account spielt. Das ist natürlich nicht nur ein Eintracht-Phänomen, sondern insgesamt eine BuLi-Krankheit. Dazu kommt, dass die Spannung mittlerweile eh raus ist. Bayern feiert seine 35. Meisterschaft. Toll. Und auch kein Wunder, wenn der Rest der Liga maximal auf Zweitliganiveau spielt - aber das ist ein anderes Thema.
Als ich in der Eintracht-Jugend gekickt habe, habe ich mein Fahrrad am Riederwald neben dem goldenen "Bitter" von Bernd Hölzenbein geparkt, der damals noch gespielt hat. Ich habe immer Identifikationsfiguren auf dem Platz gesehen - ob es Holz, Grabi, Falkenmayer, Detari, Okocha, Yeboah, Uwe Bein, Ervin Skela, Sebastian Rode oder Alex Meier waren... Als unser Fußballgott gegen den HSV eingewechselt wurde und kurz darauf auf Vorlage von David Abraham (auch so eine Legende) sein letztes Bundesligator geschossen hat, habe ich vor Ergriffenheit und Freude geweint. Wenn ich heute auf den Platz blicke... Da ist irgendwie nichts mehr. Mit Kristensen und Theate haben wir zwei Verteidiger, die das Zeug zum Fan-Liebling hätten. Johnny vielleicht noch. Aber der Rest? Der ewig nörgelnde Can Uzun? Wandervogel Michy Batshuayi? Ellyes Skhiri, der seit seinem Wechsel zur Eintracht seiner Form hinterherhinkt? Jean-Mattéo Bahoya, der mal ein Spiel Weltklasse ist, dann wieder auf Kreisklassenniveau abtaucht und zwischendurch von einem Wechsel nach England träumt? Welche Namen ich auch durchgehe... Bei den meisten lohnt es sich oft erst gar nicht, sich die zu merken, bei der Personalfluktuation, die wir haben. Sind sie gut, werden sie nach allerspätestens zwei Jahren wieder verkauft. Sind sie schlecht, verschwinden sie auf der Ersatzbank oder als Leihspieler irgendwo anders, weil wir sie nicht adäquat verkauft bekommen. Darüber könnte man sich noch irgendwie hinwegtrösten, wenn man auf dem Platz Willen, Einsatz, Herzblut oder wenigstens eine gute Show geboten bekäme. Aber so... Wie soll man da noch mit Leib und Seele Fan bleiben? Ich kann gar nicht anders, als den Werdegang meiner Herzensmannschaft weiterzuverfolgen. Ist wohl genetisch. Aber mein Verhalten hat mittlerweile etwas von einem kastrierten Kater. Ich schaue dem Kätzchen hinterher, weiß aber gar nicht mehr, warum.
So, das war jetzt keine fußballtaktische Analyse. Das erspare ich mir. Dass wir die Saison de facto ohne defensives Mittelfeld spielen und ein handfestes Torwartproblem haben, muss ich hier niemandem mehr erklären. Mir geht es eher darum, dass ich die Hoffnung hege, dass mich in der kommenden Saison irgendwas auf dem Platz wieder begeistert. Ein überzeugender Spielstil, richtig gute Typen, die mit dem Ball gut umgehen können und nicht sofort öffentlich von einem Wechsel in die PL träumen, Leidenschaft, Kampf, irgendwas... Aber bitte nicht mehr dieses plan- und seelenlose Gekicke.
Ich habe fertig.
Hallo, du sprichst mir aus der Seele. Bin seit 1970 Fan der Eintracht seit den Spielen in Mexiko in denen Grabi zum besten Einwechselspieler der Welt gewählt wurde und zusammen mit dem Bernd, Dr Hammer, Charly und so einigen anderen die Eintracht ausgemacht hatten.
Das sind Erinnerungen, die mir keiner nehmen kann und die ich bei mir behalte.
Was heute allerdings rund um die Eintracht passiert, das kann man doch gar nicht mehr Ernst nehmen. Es gibt nur noch Selbstdarsteller und Optimierer.
War eine schöne Zeit, ist aber für immer vorbei
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