Dass Eintracht-Mittelfeldmann Ritsu Doan ein echter Unterschiedsspieler sein kann, hat der Japaner in der Bundesliga bereits mehrfach bewiesen. Auch bei der SGE, für die der 27-Jährige seit seinem Wechsel vom SC Freiburg seit vergangenem Sommer aktiv ist, bewies er schon, dass er nicht nur ein Top-Flügelspieler in der Liga ist, sondern seiner Mannschaft auch im Alleingang Punkte bescheren kann, zum Beispiel bei den beiden 1:0-Heimsiegen gegen den 1. FSV Mainz 05 und den FC Augsburg. Das Problem: Seit mittlerweile Monaten scheint der Japaner außer Form zu sein und seine Leistung nicht auf den Rasen zu bringen. Viele sehen den Grund darin, dass Doan seit langem nicht mehr auf seiner Lieblingsposition auf dem rechten Flügel ran darf. Zu oft wurde er verschoben, erst spielte er unter Trainer Dino Toppmöller oft als rechter Schienenspieler mit vielen Defensivaufgaben, dann unter Neu-Trainer Albert Riera im Zentrum – alles Positionen, bei denen Doan seiner großen Stärken, dem Eins gegen Eins und dem präzisen Abschluss beraubt wird. Vor allem Riera will auf den Flügeln wohl viel Tempo und setzt daher auf andere Flügelspieler – Doan ist dabei immer öfter außen vor. Das vergangene Spiel der SGE, das 1:3 gegen Leipzig, verbrachte er dabei komplett auf der Bank.
SGE-Legende Bein: „Wird komplett seiner Stärken beraubt“
Die „Sport Bild“ berichtet nun, dass Doan unzufrieden in Frankfurt sei und den „Verein am liebsten wieder verlassen“ würde – und das trotz seiner Vertrags bis 2030. Es wird außerdem berichtet, dass Riera „wenig mit dem Japaner anfangen könne“ und man das auch merke: „So soll er bei Eintracht der einzige Spieler sein, den Riera nur mit dem Nachnamen anredet.“ Aufgrund der Unzufriedenheit sei das Umfeld des Japaners auch bereits dabei, nach Alternativen Ausschau zu halten. Der Marktwert des Linksfußes liegt derzeit bei rund 20 Millionen Euro, als er zur SGE kam, war dieser noch fünf Millionen höher. Im gleichen Bericht meldet sich auch Eintracht-Legende Uwe Bein zu Wort, outet sich als großer Doan-Fan und betont sein Unverständnis: „Bei mir würde er immer spielen! Er hat Charakter, ist ein überragender Fußballer. So einem Spieler musst du nach vorne alle Freiheiten geben, doch jetzt ist er in eine Position gedrängt, in der er sich nicht entfalten kann. Dadurch wird er komplett seiner Stärken beraubt.“ Doan sei laut dem Bericht dabei nicht der einzige Spieler, der derzeit unzufrieden sei. Auch Can Uzun sei dies „hochgradig“ mit seiner Rolle. Auch beim Türken gebe es daher Abwanderungsgedanken. Für Bein wäre das eine Schwächung: „Doan und Uzun sind beides Spieler, die wir in einer Top-Verfassung brauchen, um guten Fußball zu spielen. Sie könnten und sollten beide bei uns die Unterschiedsspieler sein.“






5 Kommentare
Gude Uwe,
volle Zustimmung!
Ich kaufe ja auch keinen Mittelstürmer und stelle den dann ins Tor.
Übertreibung macht anschaulich.
Viel Erfolg dem Trainer und den genannten Spielern, die hier auch gefragt sind. Arsch hoch …
100% bei Uwe Bein und das gilt nicht nur für Doan.Vollkommen Sinnfrei und lenkt nur von falscher Kaderplanung oder vom Trainer versagen ab.
Wenn es stimmt, wie es in dem Bericht steht, das Ritsu der einzigste im ganzen Kader ist, den Herr Riera mit Nachnamen anredet, finde ich das zumindest komisch, ob er was mit ihm anfangen kann oder nicht. Da würde ich mich auch nicht gut bei fühlen. Auch wenn wir ja längst nicht alle Interna wissen.
Kann Uwe nur zustimmen aber Ritzu ist leider nicht der Einzige der auf fremden Positionen spielen soll. Die SGE hat zwar unter Toppi zu viele Tor kassiert aber nach meiner Meinung hat sich durch den Wechsel auf der Trainer Position nichts zum guten geändert weniger Gegentore aber nach vorne geht fast nichts mehr. Insbesondere laufen unter AK einige der Leistungsträger der letzten Saison ihrer Form hinterher und seine Wechsel sind nicht immer nachvollziehbar.
Der Vorstand muss am Ende der Saison genau nachdenken wie es weiter gehen soll ansonsten ist Ritzu nicht der Einzige der weg will.
AK passt nicht zur SGE und sollte nach der Saison unbedingt ersetzt werden.
Ohne Zweifel ist Doan ein guter Spieler der seine Stärken auf dem rechten offensiven Flügel am besten einbringen kann. Auf den Position haben wir aber auch Knauf und Ayoube die beide auch stark sind. Am Ende ist es im Mannschaftssport halt so, dass es auch das Gesamtkonzept angeht. Zu Beginn der Saison hat es mit Buckhardt und Dao jedenfalls sehr gut funktioniert. Mir feht es aktuell an einer überzeugenden Spielphilosophie.
Auch wenn viele hier begeistert davon sind, dass Brown von Riera ins zentrale Mittelfeld gezogen wird, finde ich es falsch auch wenn er dort gut spielt. Aber er reisst damit eine Lücke auf der linken Seite, devensiv und offensiv. Das zeigt sich daran, dass viele Chancen des Gegners über diese Seite kreiert werden. Theate muss die Seite alleine zu machen und das gelingt ihm nicht (in der CL wurde herausgestellt, dass Brown hervorragend gegen Topspieler wie Yamal die Seite dicht gemacht hat). Auch offesiv hat Brown über links aussen viele Torchancen kreiert. Das fehlt jetzt und alles geht über unsere Mitte und die macht der Gegener leicht zu.
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