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Albert Riera ist seit nun zehn Pflichtspielen Cheftrainer der Eintracht. Foto: IMAGO / Kessler-Sportfotografie

Zwischen Fortschritt und Stillstand – so liefen die ersten zehn Spiele unter Riera

Nach der Entlassung Dino Toppmöllers im Januar und der zwischenzeitlichen Übernahme des U21-Trainers Dennis Schmidt zauberte die Eintracht einen Coach aus dem Hut, den nur die wenigsten auf dem Zettel gehabt haben dürften. Der Spanier Alber Riera verfügte als Cheftrainer zuvor nur über Erfahrung in der zweiten französischen und in der ersten slowenischen Liga. Gerade in Slowenien erlebte Riera aber bereits beeindruckende Erfolge. Mit Olimpija Ljubljana  feierte er 2023 das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg. In der vergangenen Saison gewann er mit NK Celje „nur“ den Pokal, kam gleichzeitig in der Conference League aber bis ins Viertelfinale, bevor er die slowenische Liga diesen Februar als Tabellenführer in Richtung Frankfurt verließ.

Mutig war es von Markus Krösche dennoch, einen Trainer an den Main zu holen, der noch keine Erfahrung in einer europäischen Topliga aufzuweisen hatte. Nach seiner Amtsübernahme hatte Riera nur wenige Tage Zeit bis zu seinem ersten Spiel als SGE-Coach bei Union Berlin. Bereits in dieser Partie waren aber schon spielerische Fortschritte im Vergleich zu den vorherigen Wochen erkennbar. Zwar feuerte das Team nicht gerade ein Chancenfestival ab, dafür wirkten die Adlerträger deutlich ballsicherer und ließen nach der Gegentorflut aus den vorherigen Spielen hinten erstaunlich wenig zu. Auch der Kniff, Nathaniel Brown in Ballbesitz von der Linksverteidigung ins Zentrum wechseln zu lassen, ging bei dessen Führungstor auf, bevor kurz darauf ein vermeidbarer Elfmeter noch den Sieg kostete.

Falsche Neun beim ersten Sieg

Beim ersten Heimspiel unter Riera tat sich die Eintracht gegen Borussia Mönchengladbach gerade in der Anfangsphase schwer, bevor eine Leistungssteigerung noch in der ersten Halbzeit die Weichen auf einen am Ende verdienten 3:0-Sieg stellten. Einen Anteil am Erfolg hatte auch der Trainer, der in der 17. Minute auf die Verletzung von Arnaud Kalimuendo mangels Alternativen im Sturm eine überraschende Antwort parat hatte: Den eigentlich auf der Acht spielenden Mo Dahoud wechselte der Spanier als falschen Neuner ein. Der Plan ging auf, indem sich Dahoud immer wieder fallen ließ und die Bälle gut festmachte, während auf den Außen vor allem Jean-Matteo Bahoya, Ayoube Amaimouni-Echghouyab und später Ansgar Knauff für Gefahr sorgten.

Erwartungsgemäß verloren ging das Auswärtsspiel beim in der laufenden Saison nahezu übermächtigen FC Bayern München. Nachdem die SGE ohne groß am Spiel teilzunehmen nach 68 Minuten 0:3 hinten lag, bäumten sie sich aber in beeindruckender Manier nochmal auf – mit zwei Einwechselspielern in der Hauptrolle: Erst verkürzte Jonathan Burkardt bei seinem Comeback nach ausgestandener Verletzungspause per Elfmeter, dann profitierte Kalimuendo von einem Fehler der durch das Frankfurter Pressing unter Druck gesetzten Bayern und verkürzte noch auf 2:3. Fast hätte kurz vor Schluss der ebenfalls eingewechselte Mario Götze sogar noch für das Comeback gesorgt, seine Volley-Direktabnahme flog aber knapp über die Latte.

Ernüchternde Nullnummer in St. Pauli

Der 2:0-Sieg zuhause gegen den SC Freiburg knüpfte weitestgehend an den Heimauftritt gegen Gladbach an. Erwähnenswert dabei ist, dass mit Fares Chaibi wiederholt ein zum perfekten Zeitpunkt eingewechselter Joker glänzen konnte, bevor dann mit der Nullnummer in St. Pauli der erste Dämpfer unter Riera folgte. Bei 72 % Ballbesitz gestalteten die Adlerträger ihr Offensivspiel gegen den Abstiegskandidaten viel zu träge und ließen den Hamburgern jedes Mal genug Zeit, um sich in der eigenen Hälfte zu sortieren. Gerade der auf rechts eingesetzte Kalimuendo war so nicht in der Lage, seine gewohnte Durchschlagskraft zu entfachen und hing fast das ganze Spiel über in der Luft.

Ihre nächste Partie entschied die Eintracht gegen den 1. FC Heidenheim wieder für sich, jedoch hatten die Frankfurter trotz des Sieges wie schon gegen St. Pauli viel Spielkontrolle, aber nur wenig Tempo mit Ball. Auch in Mainz zeichnete sich gerade im zweiten Durchgang ein ähnliches Bild ab, während die SGE außerdem den FSV durch einfache Ballverluste zu mehreren guten Gelegenheiten einlud. Ein Lichtblick der 1:2-Niederlage: Der schön herausgespielte Ausgleich durch Brown in der 20. Minute.

Passivität nach 2:0-Führungen

Gegen den 1. FC Köln besaßen die Adlerträger größtenteils die Kontrolle übers Spiel und wussten diesmal wieder mit mehr Offensivpower zu überzeugen. Als besonders wichtig hierbei erwies sich der Wechsel Kalimuendos von der rechten auf die linke Seite. Auf dem linken Flügel konnte Rechtsfuß immer wieder in die Mitte ziehen, gefährliche Situationen kreieren und selber abschließen. Verdientermaßen ging die Eintracht in der zweiten Hälfte 2:0 in Führung, wobei nach Ballverlusten erneut die mangelhafte Konterabsicherung auffiel. Nach der Zwei-Tore-Führung verfiel die Eintracht dann unerklärlicherweise wieder in alte Muster aus der Zeit unter Toppmöller. Passivität und fehlende Aggressivität gegen den Ball ermöglichten den Kölnern eine späte Aufholjagd zum 2:2.

Ein ähnliches Bild gab sich auch in Wolfsburg ab: Im ersten Durchgang belohnte sich die Eintracht für ihren mutigen Offensivfußball mit einer 2:0-Führung. Das erste Tor fiel durch einen sehenswerten Distanzschuss von Oscar Höjlund, dem zweiten Treffer ging eine einstudierte und sauber ausgeführte Freistoßvariante voraus. Nach dem Seitenwechsel nahm die SGE dann auf einmal gar nicht mehr am Spiel teil und hatte Glück, dass sich die Wolfsburger bis zum zu späten Anschlusstreffer sehr abschlussschwach zeigten.

Nach Rückstand zu ungefährlich

Beim zehnten und zum jetzigen Zeitpunkt letzten Eintracht-Spiel mit Riera als Trainer präsentierten sich die Adler eine Halbzeit lang auf Augenhöhe mit dem Tabellenvierten RB Leipzig, was sich zur Pause auch auf den Halbzeitstand von 1:1 übertrug. Anschließend investierte die SGE aber weniger als der Gegner nach vorne, was in der 70. Minute durch das 1:2 bestraft wurde, bei dem Zetterer nicht gut aussah. Weil die Eintracht auch nach dem 1:3 wenig später nicht mehr zwingend wurde, ging die Partie am Ende verdient verloren.

Auch wenn unter Riera bisher bei weitem noch nicht alles perfekt läuft und es noch einige Baustellen gibt, sind aber auch die Fortschritte, die das Team seit der Amtsübernahme des neuen Trainers gemacht hat, nicht zu vernachlässigen. Taktisch wirkt die Mannschaft gerade gegen den Ball weiter, als unter Toppmöller. Mit der Stabilisierung der Defensive hat der Spanier seine wichtigste Aufgabe erledigt. Auch beim Ingame-Coaching hat Riera mit seinen Wechseln des Öfteren ein gutes Gespür bewiesen. Mit dem Spiel in Ballbesitz gab es in den letzten Wochen teilweise Verbesserungen zu sehen, wobei die SGE leider auch unter Riera oft nicht in der Lage zu sein scheint, eine über 90 Minuten konzentrierte Leistung abzurufen. Insgesamt sind die Leistungen in dieser Spielzeit zu wechselhaft. Spannend wird im Sommer zu beobachten sein, wie sich Riera nach einer komplett absolvierten Saisonvorbereitung und mit einem Kader, an dem er aktiv mitwirken kann, schlagen wird.

15 Kommentare

Fallback Avatar 1. denrittsge 21. April 26, 08:39 Uhr

Vielleicht ist es noch zu früh für ein Fazit - aber ich habe irgendwie das Gefühl, dass das auf Dauer nicht gut geht. Nach der Topmöller Ära denke ich war das ein Versuch die Saison zu retten, aber langfristig sehe ich das Problem das unsere Spiele und das Riera System nicht matchen. Gleichzeitig haben wir in der Vergangenheit mit ruhigen und aufgeräumten Trainern sehr gut Erfahrungen gemacht. Geht es nur mir so oder wünsche nur ich mir zur nächsten Saison einen Neuanfang mit einem Trainer ala Glasner? Das heisst jetzt nicht das ich Glasner zurückfordere aber ich denke jemand der Ruhe in die Mannschaft und auch das Umfeld bringt würde alle gut tun.

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Fallback Avatar 2. pit3157 21. April 26, 09:24 Uhr

sehe das leider genauso
hoffe zwar das ich mich irre
aber schon 62jahre sge fan
und denke so wird das nichts
past alles nicht zusammen

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Fallback Avatar 3. pfalzadler11 21. April 26, 09:27 Uhr Zitat - denrittsge Vielleicht ist es noch zu früh für ein Fazit - aber ich habe irgendwie das Gefühl, dass das auf Dauer nicht gut geht. Nach der Topmöller Ära denke ich war das ein Versuch die Saison zu retten, aber langfristig sehe ich das Problem das unsere Spiele und das Riera System nicht matchen. Gleichzeitig haben wir in der Vergangenheit mit ruhigen und aufgeräumten Trainern sehr gut Erfahrungen gemacht. Geht es nur mir so oder wünsche nur ich mir zur nächsten Saison einen Neuanfang mit einem Trainer ala Glasner? Das heisst jetzt nicht das ich Glasner zurückfordere aber ich denke jemand der Ruhe in die Mannschaft und auch das Umfeld bringt würde alle gut tun. Path

Was heißt hier der Trainer passt nicht zu den Spielern.

Ich würde eher sagen die Spieler passen nicht zur Eintracht. Das an die Spieler überwiesene Gehalt passt nicht zu den dargebotenen Leistungen. Besonders im Mittelfeld (Skihri, Larson wenn er einen Markt hat) und in der Abwehr (Koch, Theate, Collins) gehört im Sommer kräftig ausgemistet. Eine Lösung für die TW Position sollte im Sommer angegangen werden...Evtl Trapp zurückholen, ja ihr habt richtig gelesen....

Ein Neuanfang kann nur gesund sein und da sollten Krösche seine Aktien überprüft werden die er an der Misere hatte...Ich bin der Meinung bei Riera ist das noch immer zu früh...Bei Krösche dagegen nicht!

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. Der User ist ein Dauersupporter und drückt seine Wertschätzung gegenüber SGE4EVER.de durch einen monatlichen oder jährlichen Betrag aus - der Bembel ist also stets gefüllt - Prost! 4. Fozzi 21. April 26, 09:27 Uhr

Riera ist ein Schwätzer und ich mag keine Schwätzer (zB Wagner). Aber ich beurteile Trainer nicht nachdem, was sie auf der PK veranstalten, sondern auf dem Platz. Und auf dem Platz haben wir gewisse Defizite, für die der Trainer was kann und Defizite, für die der Trainer nix kann.

mMn ist im Moment das Hauptproblem, dass unser Kader zu wenig Spieler haben, die Robust dagegen halten, vor allem im zentralen Mittelfeld. Wenn ich die Historie richtig verstehe, will Krösche schon seit Jahren einen zentralen Defensiven Spielmacher wie Groß, den er nie bekommen hat (wegen der Ablöse, wie jetzt auch bei Lenz). Und weil er den nicht bekommen hat, setzt er auf den nächsten Entwicklungsschritt von Larrson und Hojlund, der so nicht gekommen ist bzw dieses Problem nicht löst. Das dürfte die bekannte Problematik sein. MMn hat man das nach der Auswechslung von Hojlund in der 70sten am Samstag gesehen. Davor war ein (glücklicher) Sieg denkbar - danach sind die Dämme gebrochen und wir hatten keinen Zugriff mehr.
Aber im Moment macht Riera halt aus dem Kader, was man drauß machen kann und sammelt mit den einzelnen Spielern so seine Erfahrungen.
Mir persönlich ist völlig egal, ob Riera jetzt zur Eintracht passt oder nicht. Mit Hütter, Topmöller, Glassner usw. hat man je nach Phase (Erfolg) ja auch gefremdelt oder eben nicht. Die Aufgabe von Riera ist, das Team besser zu machen und dazu braucht er einen Kader und eine Vorbereitung. Wenn er keine goldenen Löffel klaut, bekommt er von mir diese Zeit, auch wenn ich eine gewisse Skepsis nicht verleugnen kann.

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Fallback Avatar 5. PeKa 21. April 26, 09:28 Uhr

Wenn nach 10 Spielen keine Linie erkennbar ist, dann kommt das auch in den nächsten Spielen nicht mehr. Ich sehe hier keinen Mehrwert, der durch Albert kommen könnte. Im Gegenteil, er vergrault Spieler durch Ignorieren, die damit an Wert verlieren, was dem Markus doch so wichtig ist.
Ich bleib dabei: das Experiment ist gescheitert.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. Der User ist ein Dauersupporter und drückt seine Wertschätzung gegenüber SGE4EVER.de durch einen monatlichen oder jährlichen Betrag aus - der Bembel ist also stets gefüllt - Prost! 6. Fozzi 21. April 26, 09:44 Uhr Zitat - PeKa Wenn nach 10 Spielen keine Linie erkennbar ist, dann kommt das auch in den nächsten Spielen nicht mehr. Ich sehe hier keinen Mehrwert, der durch Albert kommen könnte. Im Gegenteil, er vergrault Spieler durch Ignorieren, die damit an Wert verlieren, was dem Markus doch so wichtig ist. Ich bleib dabei: das Experiment ist gescheitert. Path

Mir ist bewusst, dass ich da scheinbar einer von wenigen bin, aber das Spiel gegen Leipzig fand ich zB sehr gut und logisch aufgebaut, gut organisiert und die Spielidee sehr gut sichtbar.
Das Zweikampfverhalten bzw. die Körperlichkeit einiger Spieler war halt im wesentlichen das Problem.

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Fallback Avatar 7. Jay-Jay83 21. April 26, 09:58 Uhr Zitat - PeKa Wenn nach 10 Spielen keine Linie erkennbar ist, dann kommt das auch in den nächsten Spielen nicht mehr. Ich sehe hier keinen Mehrwert, der durch Albert kommen könnte. Im Gegenteil, er vergrault Spieler durch Ignorieren, die damit an Wert verlieren, was dem Markus doch so wichtig ist. Ich bleib dabei: das Experiment ist gescheitert. Path

Weder bei Dino noch bei Riera hat sich je sowas wie wirkliche Stabilität entwickelt. Wie viele Trainer würdest du noch einstellen, bis du die Mannschaft qualitativ hinterfragst? Schließlich ist die der gemeinsame Nenner

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Fallback Avatar 8. tommy89w 21. April 26, 10:10 Uhr

Aus meiner Sicht hat das alles nur bedingt was mit dem Trainer zu tun. Man könnte ein Guardiola, Klopp oder sonst wen holen. Die würden sicherlich den ein oder anderen Punkt mehr holen, aber das Problem liegt grundsätzlich beim Kader und den einzelnen Spielern. Ist auch bisschen Unfair Riera viele Vorwürfe zu machen. Er muss mit einem Kader arbeiten, der von den Spielertypen wahrscheinlich nicht zu seinem Spielstil passt. Ausserdem kommt er in eine völlig verunsicherte Mannschaft rein, die er erst mal wieder aufpeppeln muss. Das geht definitiv nicht von heute auf morgen. Riera braucht eine komplette Vorbereitung, vor allem mit dem Spielermaterial, dass zu seinem Stil passt. Die Verantwortung liegt erst mal bei Krösche und den Spielern selbst. Krösche hat einige Fehler in der Kaderplanung gemacht und die Spieler sollten sich mal selber hinterfragen, was sie eigentlich möchten. Spieler bei Eintracht sein, oder Eintracht als Sprungbrett nutzen. Im Sommer muss der Kader ein mal komplett analysiert und umgekrempelt werden. Riera muss in die Kaderplanung einbezogen werden und gemeinsam den Kader nach seinem Stil zusammenstellen. Wenn sich dann nichts ändert, darf man Riera zurecht kritisieren. Aber aktuell ist es mir noch zu früh den Trainer in Frage zu stellen.

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Fallback Avatar 9. culo blanco 21. April 26, 10:24 Uhr Zitat - Fozzi Riera ist ein Schwätzer und ich mag keine Schwätzer (zB Wagner). Aber ich beurteile Trainer nicht nachdem, was sie auf der PK veranstalten, sondern auf dem Platz. Und auf dem Platz haben wir gewisse Defizite, für die der Trainer was kann und Defizite, für die der Trainer nix kann. mMn ist im Moment das Hauptproblem, dass unser Kader zu wenig Spieler haben, die Robust dagegen halten, vor allem im zentralen Mittelfeld. Wenn ich die Historie richtig verstehe, will Krösche schon seit Jahren einen zentralen Defensiven Spielmacher wie Groß, den er nie bekommen hat (wegen der Ablöse, wie jetzt auch bei Lenz). Und weil er den nicht bekommen hat, setzt er auf den nächsten Entwicklungsschritt von Larrson und Hojlund, der so nicht gekommen ist bzw dieses Problem nicht löst. Das dürfte die bekannte Problematik sein. MMn hat man das nach der Auswechslung von Hojlund in der 70sten am Samstag gesehen. Davor war ein (glücklicher) Sieg denkbar - danach sind die Dämme gebrochen und wir hatten keinen Zugriff mehr. Aber im Moment macht Riera halt aus dem Kader, was man drauß machen kann und sammelt mit den einzelnen Spielern so seine Erfahrungen. Mir persönlich ist völlig egal, ob Riera jetzt zur Eintracht passt oder nicht. Mit Hütter, Topmöller, Glassner usw. hat man je nach Phase (Erfolg) ja auch gefremdelt oder eben nicht. Die Aufgabe von Riera ist, das Team besser zu machen und dazu braucht er einen Kader und eine Vorbereitung. Wenn er keine goldenen Löffel klaut, bekommt er von mir diese Zeit, auch wenn ich eine gewisse Skepsis nicht verleugnen kann. Path

Ich gebe dir insofern recht, dass wir diese Saison einfach zu lieb sind. Die Aggressivität, Mentalität, Zweikampfhärte sind uns komplett abhanden gekommen. Vor nicht allzu langer Zeit, wollte eigentlich keiner so gerne gegen uns spielen, heute wirkt es so, dass die Gegner sagen "lasst die mal kommen, ordentlich Intensität zeigen, wenn es eine Zeitlang nicht läuft, zerlegen die sich schon selbst."
Interessant dabei ist, dass der Faktor Höjlund, den ich hier schon oft gefordert habe, inzwischen selbst von denen ausgenommen wird, die quasi die gesamte Mannschaft austauschen wollen. Daran sieht man m. E. wie vielleicht sogar unterbewusst die Körperlosigkeit des restlichen Mittelfelds und der Abwehr die Leute nervt - teilweise auch als Abkehr von der "SGE-DNA" gesehen wird. Und da kommen wir zu Riera - Laufleistung, persönliche Einstellung, Eigeninitiative, Zweikampfhärte kann der Trainer kaum beeinflussen.
Wenn es wie einige vermuten, an der Fitness liegt, kann man das sogar erst in der neuen Saison beurteilen, nach einer kompletten Vorbereitung und evtl. Transferphase. Ich bezweifle aber, dass bei der aktuell negativen Stimmung, Riera die Zeit dafür bekommt.

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Fallback Avatar 10. Weltenlenker 21. April 26, 10:34 Uhr Zitat - denrittsge Vielleicht ist es noch zu früh für ein Fazit - aber ich habe irgendwie das Gefühl, dass das auf Dauer nicht gut geht. Nach der Topmöller Ära denke ich war das ein Versuch die Saison zu retten, aber langfristig sehe ich das Problem das unsere Spiele und das Riera System nicht matchen. Gleichzeitig haben wir in der Vergangenheit mit ruhigen und aufgeräumten Trainern sehr gut Erfahrungen gemacht. Geht es nur mir so oder wünsche nur ich mir zur nächsten Saison einen Neuanfang mit einem Trainer ala Glasner? Das heisst jetzt nicht das ich Glasner zurückfordere aber ich denke jemand der Ruhe in die Mannschaft und auch das Umfeld bringt würde alle gut tun. Path

Wenn ich etwas retten will, hole ich einen Feuerwehrmann der nur Nuancen ändert um die trflut zu stoppen. Dann spiele ich halt wie die meisten indr Bundesliga nach dem Motto hinten mit 8 Mann dicht und vorne helfen uns die schnellen Spieler und der Mittelstürmer. Das Sytem mit einem auf Konter ausgerichteten Kader zu ändern war fatal. Insbesondere bei einem Trainer der sich für Pep hält und ein riesiges Ego auslebt, obwohl er ein unbeschriebenes Blatt ist. Im sommer hätte man vielleicht über ihn nachdenken können, wenn man eine Systemumstellung will.

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Fallback Avatar 11. Jay-Jay83 21. April 26, 10:39 Uhr Zitat - tommy89w Aus meiner Sicht hat das alles nur bedingt was mit dem Trainer zu tun. Man könnte ein Guardiola, Klopp oder sonst wen holen. Die würden sicherlich den ein oder anderen Punkt mehr holen, aber das Problem liegt grundsätzlich beim Kader und den einzelnen Spielern. Ist auch bisschen Unfair Riera viele Vorwürfe zu machen. Er muss mit einem Kader arbeiten, der von den Spielertypen wahrscheinlich nicht zu seinem Spielstil passt. Ausserdem kommt er in eine völlig verunsicherte Mannschaft rein, die er erst mal wieder aufpeppeln muss. Das geht definitiv nicht von heute auf morgen. Riera braucht eine komplette Vorbereitung, vor allem mit dem Spielermaterial, dass zu seinem Stil passt. Die Verantwortung liegt erst mal bei Krösche und den Spielern selbst. Krösche hat einige Fehler in der Kaderplanung gemacht und die Spieler sollten sich mal selber hinterfragen, was sie eigentlich möchten. Spieler bei Eintracht sein, oder Eintracht als Sprungbrett nutzen. Im Sommer muss der Kader ein mal komplett analysiert und umgekrempelt werden. Riera muss in die Kaderplanung einbezogen werden und gemeinsam den Kader nach seinem Stil zusammenstellen. Wenn sich dann nichts ändert, darf man Riera zurecht kritisieren. Aber aktuell ist es mir noch zu früh den Trainer in Frage zu stellen. Path

Ohne einzelne Spieler zu kritisieren, aber Krösches Vorstellung mit diesem Kader dominanten Ballbesitz spielen zu können, ist für mich eine grobe Fehleinschätzung.
Das gab es die gesamte Saison nicht. Was es häufiger gab, waren Teams, die uns bereitwillig den Ball in ungefährlichen Zonen überlassen haben, um uns leichter auskontern zu können.
Wenn sich Ballbesitz, wie bei uns, kaum in Torchancen niederschlägt, ist er für die Füß.

Wir haben diverse Spieler, deren Passspiel als auch erster Kontakt nicht ausreicht, um saubere Ballzirkulationen unter Druck zu ermöglichen, und andere Spieler, deren Fähigkeiten nicht dafür gemacht sind, um tiefstehende Blöcke zu knacken.

Und da bin ich letztendlich bei dir - selbst Pep höchstpersönlich spielt mit dieser Mannschaft keinen erfolgreichen Ballbesitz-Fußball.

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Fallback Avatar 12. Weltenlenker 21. April 26, 10:39 Uhr Zitat - tommy89w Aus meiner Sicht hat das alles nur bedingt was mit dem Trainer zu tun. Man könnte ein Guardiola, Klopp oder sonst wen holen. Die würden sicherlich den ein oder anderen Punkt mehr holen, aber das Problem liegt grundsätzlich beim Kader und den einzelnen Spielern. Ist auch bisschen Unfair Riera viele Vorwürfe zu machen. Er muss mit einem Kader arbeiten, der von den Spielertypen wahrscheinlich nicht zu seinem Spielstil passt. Ausserdem kommt er in eine völlig verunsicherte Mannschaft rein, die er erst mal wieder aufpeppeln muss. Das geht definitiv nicht von heute auf morgen. Riera braucht eine komplette Vorbereitung, vor allem mit dem Spielermaterial, dass zu seinem Stil passt. Die Verantwortung liegt erst mal bei Krösche und den Spielern selbst. Krösche hat einige Fehler in der Kaderplanung gemacht und die Spieler sollten sich mal selber hinterfragen, was sie eigentlich möchten. Spieler bei Eintracht sein, oder Eintracht als Sprungbrett nutzen. Im Sommer muss der Kader ein mal komplett analysiert und umgekrempelt werden. Riera muss in die Kaderplanung einbezogen werden und gemeinsam den Kader nach seinem Stil zusammenstellen. Wenn sich dann nichts ändert, darf man Riera zurecht kritisieren. Aber aktuell ist es mir noch zu früh den Trainer in Frage zu stellen. Path

Normalerweise würde ich unterschreiben, dass man einen Trainer in den Kaderaufbau einbezieht, da er aber ein Trainer ist, der bei den Spielern kaum ankommt, bei der Presse bereits verbrannt ist, und bei den Kollegen nur häme verbreitet, sollte sich die Marke Eintracht umorientieren. Ein Trainer der im Winter wieder weg ist, sollte beim Kaderaufbau weniger einbezogen werden. Was in 7 Jahren aufgebaut wurde, insbeondere am Image und beim Ruf, welcher junge Spieler anlockt, hat bereits jetzt riesige Kratzer.

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Fallback Avatar 13. PeKa 21. April 26, 10:47 Uhr Zitat - Jay-Jay83 Weder bei Dino noch bei Riera hat sich je sowas wie wirkliche Stabilität entwickelt. Wie viele Trainer würdest du noch einstellen, bis du die Mannschaft qualitativ hinterfragst? Schließlich ist die der gemeinsame Nenner Path

So viele, wie nötig sind, bis wir einen haben, der den Jungs auch was beibringen kann.

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Fallback Avatar 14. Jay-Jay83 21. April 26, 10:56 Uhr Zitat - PeKa So viele, wie nötig sind, bis wir einen haben, der den Jungs auch was beibringen kann. Path

Also solange Trainer wechseln, bis die Mannschaft besser spielt. Klingt gut durchdacht.

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Fallback Avatar 15. Block17 21. April 26, 11:07 Uhr

Allgemeine Weltuntergangsstimmung in den Medien.
Lange mussten einige Journalisten die Erfolge des ungeliebten
Emporkömmlings ertragen. Man hat Frankfurt respektiert, aber
stets das kalte "Geschäftsmodell" Kaufen und Verkaufen in den
Vordergrund gebracht.
Jetzt sind sie alle da und schreiben und podcasten voller Genugtuung
unsere Probleme.
"Experten wie Harnik, Kruse, Khedira, die uns noch nie leiden konnten,
aber auch die "Götter aus dem Olymp" Fuss, Matthäus, die immer bei
den Siegern sind, können jetzt erklären, warum Eintracht so abstürzt.
Ganz zu schweigen von Kicker, Bild, Frankfurter Rundschau.
Am besten, wir stellen den Spielbetrieb ein und stellen Krösche und Riera
frei.
Aber auch die sogenannten Fans schreien jetzt los: Interessant, wer alles
verkauft werden muss mangels Leistung und Mentalität.
Dass Kristensen, Burkardt, Theate, Knauff, Santos, Uzun wochenlang
verletzt waren und Koch, Larsson lange nur mit Schmerzmitteln spielen,
konnten - Geschenkt!
Ein Trainer, der rat- und planlos verzweifelte. Die Mannschaft völlig von
der Rolle. Kein Problem, kann in einer Woche alles reparieren.
Jetzt sind auch Collins und Bahoya nicht da. Egal , Schuld sind Krösche
und Riera.
Schämt Euch.

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