Damir Agovic (li.) wurde als U19-Cheftrainer freigestellt. Interimsmäßig übernimmt sein bisheriger Co-Trainer, Ervin Skela (re.). Bild: IMAGO / Martin Hoffmann)

Eintracht Frankfurt und Damir Agovic gehen absofort getrennte Wege. Das teilte der Verein am gestrigen Dienstag mit. Der 33-jährige Agovic übernahm den Nachwuchs erst im vergangenen Mai und war zuvor bereits U19-Cheftrainer bei Energie Cottbus. Ende der 2000er Jahre schnürte der Deutsch-Montenegriner selbst die Fußballschuhe für die SGE und lief für die U17, U19 und die damalige U23 auf.

Alexander Richter, der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ), lobte im Mai 2022, Agovic passe mit seiner Philosophie zur Neu-Ausrichtung im NLZ: „Sein Fachwissen ist immens und er ist vor allem Eintrachtler im Herzen. Er passt also nicht nur fachlich, sondern zudem aufgrund seiner persönlichen Beziehung sehr gut zum Verein.

Das alles klingt inzwischen anders. Während einer Analyse in der Winterpause habe Richter festgestellt, dass der Verein mit Agovic über diese Saison hinaus keine gemeinsame Zukunft sehe. Richter: „Wir verfolgen für das NLZ eine klare Philosophie. Nicht nur hinsichtlich der Ausbildung von Spielern, sondern auch mit Blick auf die Trainer, denen in der Entwicklung der Talente eine Schlüsselrolle zukommt.

Abgeschlagen in der Liga, vielversprechend in der Youth League

Hinzu komme die sportliche Situation der U19. In der A-Junioren-Bundesliga stehen die Adlerträger nach zehn gespielten Partien nur auf Rang 13. Lediglich zwei Siege erkämpfte die Truppe unter Agovic – den Verantwortlichen offenbar zu wenig. Deutlich besser lief es für die U19 in der UEFA Youth League, die parallel zur Champions League ausgetragen wird. Dort hat es das Team als Gruppenzweiter in die Play-offs geschafft: Am 7./8. Februar trifft die Eintracht auf den AZ Alkmaar. Allerdings haben in der Youth League auch Spieler aus der U21 ausgeholfen, wie die Jungprofis Nacho Ferri und Marcel Wenig.

Um neue Impulse zu setzen, wurde Agovic deshalb schon jetzt freigestellt. Co-Trainer Ervin Skela wird interimsweise die Leitung der Mannschaft übernehmen. Ralph Gunesch, eigentlich als Übergangstrainer für die Entwicklung der Jungprofis verantwortlich, soll „bis auf Weiteres“ das U19-Trainerteam ergänzen.

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5 Kommentare

  1. Wow, auch wenn diese Entscheidung erstmal keine große Auswirkungen mit sich bringt ist es trotzdem ein starkes Zeichen der gebündelten Energie für das weitere Vorhaben.

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  2. 53 Jahre alt und hat vor 15 Jahren in den U-Mannschaften gespielt…Ist das nicht wettbewerbsverzerrung?

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  3. Wenn der U19-Trainer unabhängig von den Ergebnissen nicht die Inhalte umsetzt oder umsetzen kann, die für unsere Eintracht wichtig ist, dann muss man den U19-Trainer wechseln. Er ist und bleibt nunmal der wichtigste Trainer im Übergang von Jugend zu Senioren, trifft mit der Kaderauswahl ebenfalls Entscheidungen, die für die Profis entscheidend sein können. Insofern muss man einfach Alexander Richter vertrauen, der dies am besten beurteilen kann.

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  4. Agovic hatte ja bereits die U15 trainiert…Lob und Gratulation zu diesem Comeback, suchte man im Umfeld allerdings vergeblich; im Gegenteil….ganz bös und ehrlich gesagt: man hats kommen sehn

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