Filip Kostic verpasste die EM-Teilnahme mit Serbien (Bild: imago images / Camera4/International)

Die letzte Länderspielpause in 2020 neigt sich dem Ende entgegen. Insgesamt neun Adlerträger machten sich auf dem Weg zu ihren Nationalmannschaften. Die Daheimgebliebenen feilten derweil an der Zusammenarbeit und bestritten ein Testspiel gegen Zweitligist 1. FC Nürnberg, das mit 0:2 allerdings gehörig vergeigt wurde.

Sportdirektor Bruno Hübner sorgte im Vorfeld für Erleichterung, denn die abgestellten Profis müssen sich nach ihrer Reise nicht in Quarantäne begeben: „Wir haben vom Gesundheitsamt die Bestätigung bekommen, dass die Abstellungen in Ordnung gehen. Es gibt eine Klausel, der zufolge Spieler, wenn sie zurückkehren und negativ getestet sind, zur Mannschaft stoßen dürfen. Das ist auch juristisch geklärt und somit doppelt abgesichert.“

Nach ihrer Rückkehr nimmt der Tross die Vorbereitung auf das Bundesligaspiel gegen RB Leipzig auf. Das hessisch-sächsische Duell steigt als Spitzenspiel am kommenden Samstag um 18:30 Uhr.

Deutschland Kevin Trapp: Für Kevin Trapp hätte die Länderspielreise nicht gegensätzlicher verlaufen können. Beim 1:0 über Tschechien feierte er noch seinen ersten Sieg bei der DFB-Auswahl auf dem Platz und hielt gleichzeitig noch seinen Kasten sauber. Bei der Nations-League gegen Ukraine (3:1) saß er auf der Bank. Ebenso bei der historischen 0:6-Niederlage gegen Spanien. Es war die höchste Niederlage einer deutschen Auswahl seit fast 90 Jahren.

Deutschland U21 Markus Schubert: Markus Schubert sah ein 1:1 der U21-Auswahl gegen Slowenien von der Bank aus. Vor dem EM-Qualifikationsspiel gegen Wales (2:1) reiste die Schalker-Leihgabe aber bereits wieder zurück nach Frankfurt. Seine Teamkollegen gewannen das letzte Spiel und sicherten sich damit den Gruppensieg. Schubert ist damit für das Endrunden-Turnier in Ungarn und Slowenien in 2021 qualifiziert.

Serbien Filip Kostic: Den großen Coup verpasste Filip Kostic. Der Serbe verpasste mit den 5:6 i.E. gegen Schottland denkbar knapp die Teilnahme an der kommenden Europameisterschaft, die aller Voraussicht nach im Sommer 2021 ausgetragen wird. Kostic spielte von Beginn an und leitete mit einem Katastrophenpass das 0:1 der Schotten ein. Luka Jovic glich kurz vor Abpfiff aus und rettete Serbien bis ins Elfmeterschießen. Jenes verfolgte Kostic nur noch von der Seitenlinie aus. Vor dem Nations-League Duell gegen Ungarn reiste er bereits wieder ab nach Hause.

Marokko Aymen Barkok: Einen Erfolg bei der Afrika-Cup Qualifikation feierte Aymen Barkok mit Marokko. In beiden Duellen gegen Zentralafrika (2:0 und 4:1) stand er in der Startelf. Zudem gelang ihm eine sehenswerte Vorlage, die zum 4:1-Endstand führte.

Schweiz Steven Zuber: Bei der 1:2-Testspielniederlage gegen Belgien stand Steven Zuber in der Startelf. Nach schwachen 45 Minuten wurde er ausgewechselt. Beim 1:1 in der Nations-League gegen Spanien zeigte er hingegen eine ansprechendere Leistung.

Schweiz Djibril Sow: Djibril Sow spielte gegen Belgien 90 Minuten durch, blieb aber ebenfalls lange Strecken unauffällig. Gegen Spanien konnte Sow 18 Minuten mitwirken, nachdem er für Xherdan Shaqiri eingewechselt wurde. Normalerweise stünde für Zuber und Sow noch das Duell gegen die Ukraine an. Aufgrund mehrerer Coronafälle der Osteuropäer wurde das Spiel allerdings nicht angepfiffen.

Österreich Martin Hinteregger: Ehre wurde Martin Hinteregger zuteil. Der Frankfurter führte seine österreichische Nationalmannschaft beim 3:0-Sieg über Luxemburg als Kapitän auf den Platz. Beim 2:1-Sieg in der Nations-League gegen Nordirland übernahm Stefan Baumgartlinger wieder jene Rolle. Den Abschluss bildete ein 1:1 gegen Norwegen, die ersatzgeschwächt auflaufen mussten.

Österreich Stefan Ilsanker: Stefan Ilsanker verfolgte das Spiel gegen Luxemburg von der Ersatzbank aus. Gegen Nordirland durfte er dann 90 Minuten durchspielen. Im Spiel gegen Norwegen bildete er gemeinsam mit Hinteregger die Innenverteidigung der ÖFB-Elf. Nach 81 Minuten war Schluss für Ilsanker.

Japan Daichi Kamada: Mit den Samurai Blue feierte Daichi Kamada einen Testsieg gegen Panama (1:0). Er stand allerdings nur 19 Minuten auf dem Feld. Bei der 0:2-Niederlage gegen Mexiko wurde Kamada nach 75 Minuten ausgewechselt.


U21 Martin Pecar: Grund zum Feiern hatte auch Eintrachts U19-Spieler Martin Pecar. Der Jungprofi wurde für die U21-Nationalmannschaft Sloweniens berufen und konnte sich in zwei Kurzeinsatzen,  gegen Deutschland (1:1) und Russland (2:2) beweisen.

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1 Kommentar

  1. Finde ich sehr gut, dass Kostic sich auf seine Arbeit in Frankfurt konzentrieren kann.

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