Werden Kevin Trapp und Martin Hinteregger auch in der kommenden Saison bei der Eintracht sein?

Die erinnerungswürdige Saison 2018/19 ist nun schon seit einigen Wochen vorüber und die Vorbereitungen auf die nächste, hoffentlich genauso erfolgreiche Saison, laufen im Hintergrund auf Hochtouren. SGE4EVER.de hat sich die Zeit genommen und die verschiedenen Mannschaftsteile analysiert. Wer sollte gehen, wer unbedingt bleiben? Und wo besteht für die Verantwortlichen Handlungsbedarf? Im ersten Teil dieser Reihe widmen wir uns einem Mannschaftsteil, der in der vergangenen Saison viele Veränderungen erfuhr: der Abwehr.

Die Defensive der vergangenen Saison – Eine Kurzanalyse

Zu Beginn der Saison stellte Trainer Adi Hütter seine Abwehr als Viererkette auf. Dieses Experiment ging allerdings in die Hose: im Supercup gegen die Bayern bekam die Eintracht die Hütte bei der 0:5-Niederlage im wahrsten Sinne des Wortes vollgeschossen. Auch in den ersten Liga-Spielen setzte Hütter auf die von ihm favorisierte Viererkette. Der Erfolg: Überschaubar. Erst beim 4:1-Heimsieg gegen Hannover 96 ging der Coach zur von der Mannschaft favorisierten Dreier-/ bzw. Fünferkette über, welche er quasi für den Rest der Spielzeit beibehielt.

Hier zeigte sich einmal mehr, wie wichtig Makoto Hasebe als Libero ist. Während der Japaner schon in der Vorsaison überragende Leistungen zeigte, bestätigte er diese nun erneut. Trotz seiner mittlerweile 35 Jahre dürfte der Rechtsfuß damit auch in der kommenden Saison in der Abwehrzentrale gesetzt sein. Neben ihm spielte zu Saisonbeginn der starke Evan N’Dicka. Der Franzose kam als absoluter Nobody aus der zweiten französischen Liga und entwickelte sich zum absoluten Volltreffer. Zweikampfstark, schnell und mit starkem Aufbauspiel konnte er sich sogar zu einem der Rookies der Saison krönen. Erst gegen Ende der Spielzeit zeigte der Abwehrmann einige Unsicherheiten, das positive Gesamtbild der Saison dürfte das aber nicht stören. Mittlerweile gibt es sogar Gerüchte, die besagen, dass der Topklub Paris St. Germain am 19-Jährigen interessiert sei. Sollte er in Frankfurt bleiben, dürfte auch in der nächsten Saison kein Weg am Innenverteidiger vorbeiführen.

In der Innenverteidigung verstärkte sich die SGE im Winter kurz vor knapp mit Martin Hinteregger. Und der Österreicher schlug bekanntlich ein wie eine Bombe und machte sich auch wegen den zunehmenden Verletzungsanfälligkeit von Kapitän David Abraham schnell unverzichtbar. Simon Falette hingegen spielte in der Liga kaum eine Rolle, trumpfte dafür mehrfach in den Europa-Leage-Spielen auf. Marco Russ blieb über weiter Strecken nur die Zuschauerrolle.

Auf den Außenbahnen glänzten über die gesamte Spielzeit Danny da Costa und Filip Kostic. Sie entwickelten sich auf den Flügeln zu wahren Dauerbrennern – auch weil Taleb Tawatha und Timothy Chandler aufgrund von Verletzungen keine Rolle spielten – und Kostic entdeckte mit der Offensive Linksverteidigerposition eine ganz neue Rolle für sich.

Wer sollte gehen, wer bleiben?

Martin Hinteregger will bei David Abraham und der Eintracht bleiben.

Wohl außer Frage steht, dass Hinteregger – und das nicht nur bei den Fans – Wunschkandidat Nummer Eins ist, wenn es darum geht, dass die Eintracht aus dem ursprünglichen Leihgeschäft, eine Festanstellung macht. Der Spieler hat in jüngster Vergangenheit mehrfach betont, dass er gern am Main bleiben möchte. Der Preis für den Österreicher ist nach seinen herausragenden Leistungen im vergangen halben Jahr deutlich gestiegen. Das ist auch seinem Verein, dem FC Augsburg, sicherlich nicht entgangen. Ebenfalls nur ausgeliehen war Keeper Kevin Trapp. Weil er bei Paris St. Germain kaum Aussichten auf Einsatzzeiten hatte, war für ihn der Wechsel nach Frankfurt goldrichtig. Ob der 28-Jährige auch in der kommenden Spielzeit den Adler auf der Brust trägt, hängt vor allem davon ab, wie sich Paris für die nächste Saison zwischen den Pfosten aufstellt. Sicher ist, dass Trapp auf jeden Fall spielen will und muss, um auch weiterhin von Bundestrainer Joachim Löw wahrgenommen zu werden.

Jetro Willems hat sich bei der Eintracht ins Abseits gespielt.

Eher zum Auslaufmodell in Frankfurt dürften Innenverteidiger Simon Falette (Vertrag bis 2021), Linskverteidiger Jetro Willems (2021) und Rechtsverteidiger Taleb Tawatha (2020) zählen. Willems hat mit einigen unterirdischen Leistungen seinen Kredit nicht nur beim Trainer, sondern auch bei den Fans verspielt. Tawatha bestritt in der gesamten Spielzeit lediglich sechs Pflichtspiele, fehlte ansonsten verletzt oder wurde nicht berücksichtigt. Timothy Chandler verletzte sich früh in der Saison. Der Rechtsverteidiger hat sich nach seinem Knorpelschaden im Knie tapfer zurückgekämpft und hat Mitte Mai in Leverkusen wieder ein paar Minuten spielen. Er sollte definitiv wieder eine brauchbare Alternative auf der rechten Seite sein.

Wer sollte kommen?

Die beiden Flügelflitzer Da Costa und Kostic brauchen für die neue Saison definitiv ein Backup. Und zwar eines, das sie gleichwertig, ohne Niveauverlust ersetzen kann. Auf der linken Seite wurde zuletzt vermehrt der junge Spanier Marc Cucurella ins Spiel gebracht. Der 20-Jährige steht auf dem Papier beim FC Barcelona, wo er bereits in der Jugend ausgebildet wurde, unter Vertrag, war zuletzt aber an SD Eibar verliehen. Diese Leihe endet zum 30. Juni. Es ist fraglich, ob er schon bereit für den großen Sprung in die erste Mannschaft in Barcelona schafft. Daher würde sich ein weiteres Leihgeschäft mit einem Verein wie der Eintracht anbieten – ähnlich wie es sich damals mit Innenverteidiger Jesus Vallejo bezahlt gemacht hat.

Für die rechte Seite könnte der Pole Bartosz Bereszynski eine Alternative sein. Der 26-Jährige steht derzeit bei Sampordia Genua unter Vertrag, wäre aber ein denkbarer Ersatz für Da Costa.

In der Innenverteidigung hängt, wie oben schon beschrieben, eigentlich alles von Martin Hinteregger ab. Sollte der Österreicher in Frankfurt bleiben, wäre die Baustelle Abwehrzentrale geschlossen, wenn es aber nichts wird mit Hinteregger und der SGE, dann ist auch hier ein weiterer Transfer möglich.

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7 Kommentare

  1. Gute Analyse. Mit Hinteregger, Abraham, Ndicka und Hasebe sind wir da gut besetzt. Zusätzlich haben wir ja noch Tuta ( so heißt er doch , oder ) und Russ in der Hinterhand. Falette tut mir da etwas leid. Aber da werden sicher gute Angebote kommen. Zwei Backups für die Außen , dann passt das.

    Was passiert denn wenn Hütter hinten mit einer 4-er Kette spielen will? Das wären dann ja einer links, einer rechts und zwei IV´s. Welche Rolle spielt dann Hasebe? Er ist für die 3er-Kette perfekt, aber bei einer 4er-Kette passt das doch nicht, oder?

  2. verdammt, den habe ich ( genau wie die Redaktion ) vergessen. Zumindest als backup vollkommen okay ( Ja ich weiß Olga, du siehst das anders 🙂 )

  3. im besten Fall Ndicka für 25-30mio verkaufen und zwei neue Ndickas finden. Falette bitte abgeben, Russ soll im Hintergrund den Laden zusammenhalten, auf dem Platz wenn möglich nur noch gegen die unteren 4-5 der Tabelle reinrotieren. Hasebe muss im Zentrum der Dreierkette bleiben, da ist der zwei Klassen besser als auf der 6. Bei Abraham muss man auch abwarten ob er wieder in die Spur findet. Die Rückrunde ging so gut wie gar nichts bei ihm. Also Hasebe, Hinti gesetzt und um die dritte Position streiten sich dann 2-3 junge Spieler (inkl. Toure) und Abraham. Natürlich ist Abraham auch gesetzt, wenn er zu seiner Form aus der Saison 17/18 zurückfindet. Wichtig ist bei den gefühlt 200 anstehenden Spielen Qualität in der Breite.

  4. Aus meiner Sicht komische Analyse. Aus meiner Sicht diverse Dinge, denen ich weidersprechen würde und die ich nicht für eine Analyse, sondern sehr individuelle Interpretation und viel Spekulation halte.

  5. Toure ist eigentlich RV, spielt nur als Zweitposition IV, ist aber wohl an Da Costas Pferdelunge nicht vorbeigekommen^^ Aber da haben wir ja nen Backup für Rechts, Chandler wird ja auch wieder fit, und der kann auch links spielen…

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