Kommen bei der Eintracht am Saisonende doch noch Zweifel auf?

Lässt sich dieses Gefühl in Worte fassen und darf man es aktuell überhaupt? Nach drei sieglosen Spielen in der Liga und vor dem für viele absoluten Highlight der Saison, dem Halbfinale der Europa League gegen den FC Chelsea, wirkt alles andere als bedingungsloser Optimismus im Kreise der Eintracht schon fast fehl am Platz. Doch unser Redakteur steht zu seinen Gefühlen, auch auf die Gefahr hin, sich unbeliebt zu machen. Unpopulär, aber ehrlich. Und keineswegs miesepeterisch.

Noch fünf, maximal sechs Spiele stehen in dieser nicht mehr ganz so jungen Saison für die SGE an. Zweimal Chelsea, die Kür sozusagen, und dreimal trister Ligaalltag in Leverkusen, gegen Mainz und beim Rekordmeister in München. Rechenspiele werden schon lange gespielt. Neun Punkte aus den drei letzten Heimspielen sollten es für die Champions League sein. Bis dato steht nach zwei davon ein einziger zu Buche. Aber Europa überstrahlt, nein überblendet eben alles. Das 2:0 im Rückspiel des Viertelfinals der Europ League gegen Lissabon war doch viel wichtiger als ein Dreier gegen Augsburg oder die Hertha. Doch warum eigentlich? Über die Liga, den vierten Platz, den die Hessen aktuell immer noch innehaben, könnten sie sich auf direktem Wege für die Königsklasse qualifizieren, Historisches erreichen und noch viel größere Festtage in die Rhein-Main-Metropole holen. Das geht über einen Finalsieg in der Europa League auch. Doch der Weg dahin ist mit den Blues aus London deutlich steiniger. Im Finale von Baku würde dann der FC Arsenal oder der FC Valencia warten. Auch das müsste erst einmal gewonnen werden. Zuzutrauen wäre der Hütter-Elf auch das. Aber ist diese so romantisch klingende Option tatsächlich realistischer als ein Sieg gegen Augsburg oder Berlin?

Unterschied zwischen Hin- und Rückrunde

In der Hinserie war die vermeintliche Doppelbelastung keine, sie war Freude pur. Die Spieler füllten beide Wettbewerbe aus, nahmen sie gleichermaßen ernst. Doch die Balance zwischen europäischen Festtagen und dem Ligaalltag haben Hütters Männer irgendwo Anfang April verloren. Die Fallhöhe ist mittlerweile zu groß geworden. Ob vor eigenem Publikum zuhause oder auswärts: In Europa zelebrieren Anhang und Mannschaft Fußball extrem leidenschaftlich, aufopferungsvoll und begeisternd. Die Pflichtaufgabe Bundesliga bekommt da gefühlten Freundschaftsspielcharakter. Und das, obwohl die Hessen zurecht auf Platz vier stehen und sich das Standing innerhalb der Liga hart erarbeitet haben. Dass Kevin Trapp nach der Nullnummer gegen die Hertha am Sonntag angefressen war und klarmachte, dass er keinen Bock habe, statt einer „sensationellen Saison nur eine gute“ zu spielen, ist in diesem Kontext nur allzu verständlich. Auf den Zielgeraden alles einreißen, wofür man monatelang malocht hat? Nicht mit Frankfurts Keeper.

Magische Nächte vs. Ligaalltag

Doch woran liegt die Lethargie, die Trapp ebenfalls moniert hat? In den vergangenen vier Spielen, inklusive dem Heimspiel gegen Lissabon, fanden nie mehr als 66 Prozent der Zuspiele ihren Abnehmer. Eine unterirdische Quote für eine Mannschaft mit den Qualitäten der Eintracht. Und wenn es eben nicht der Körper ist (Trapp: „Das können wir uns auch einreden.“), dann muss es wohl der Kopf sein. Die Eintracht spürt erstmals den Druck von hinten, hat erstmals auch das Gefühl, etwas verlieren zu können. Und ja, es ist jammern auf hohem Niveau. Aber drei Spieltage vor Schluss will man den vierten Tabellenplatz doch nicht mehr hergeben. Drei Spieltage vor Schluss will man sich doch nicht die Königsklasse verspielen. Klar, wäre es auch ohne Qualifikation für die Champions League eine überraschend gute Saison. Was diese aber vor allem finanziell (das Standing der SGE in Europa ist ja schon hervorragend) ausmachen würde, ist kaum auszumalen. Mit einem Schlag wäre man in Frankfurt plötzlich im Konzert der Großen dabei, konnte die zementierte Tabelle (Die Älteren erinnern sich) aufbrechen, gar sprengen. Und wer einmal Sportler war, versteht auch: So kurz vor Schluss lässt man sich doch nicht die Butter vom Brot nehmen. Und knapp daneben ist eben trotzdem vorbei. Doch kann die SGE die Balance wiederfinden? Und trotz der europäischen Festtage, die bewegen und mitreißen, auch den Ligaalltag noch einmal mit gleicher Intensität angehen? Das wird die große Frage sein. Denn auch den Spielern und dem Trainer kann man es nicht verübeln, dass, bewusst oder unterbewusst, der Fokus womöglich nicht mehr auf beiden Wettbewerben liegt. Und auch wenn es so recht keiner lesen will. Ein Ausscheiden gegen Chelsea liegt im Bereich des Möglichen. Und wenn man dann auch noch im Bundesligatableu abrutschen würde, ja, dann wäre das ein wenig wie mit „leeren“ Händen dastehen.

Einschätzung der SGE4EVER.de-Redaktion

Darum bricht die Eintracht noch ein

Doch was spricht dafür, dass die Eintracht im Endspurt nochmal Federn lässt und die historische Chance auf die Königsklasse verspielt? Da ist vor allem das Restprogramm, das es in sich hat. In Leverkusen treffen die Hessen auf einen direkten Konkurrenten um Platz vier. Zuhause wartet dann nur noch Mainz, für die es um nichts mehr geht und die im Nachbarschaftsduell gerne auch ein Derby sehen. Und dann am letzten Spieltag der Gang nach München, zum Rekordmeister, der dort womöglich die große Party schmeißen wird. Pflichtsiege gibt es spätestens nach den letzten beiden Heimspielen ohnehin keine mehr. Dazu die beiden Brockenspiele gegen Chelsea. Ebenfalls für einen Einbruch spricht die Überlastung der Spieler. Vielspieler Danny da Costa und Filip Kostic können gar nicht mehr klar im Kopf und im Körper sein. Der Kader ist gut, aber nicht gut genug, dass er in der Breite den Ausfall von Leistungsträgern wie Haller aktuell kompensieren könnte. Hinzu kommt der selbstauferlegte Druck, in die Champions League zu wollen. Die Erwartungshaltung im Umfeld ist gestiegen, auch die ständig aufkommenden Transfergerüchte gehen an Team und Spielern nicht spurlos vorbei. Insgesamt betrachtet kein einfaches Unterfangen nach drei Jahren kontinuierlichem Aufstieg, damit umzugehen.

Das spricht gegen einen Einbruch

Doch dass es am Ende doch für die Königsklasse reicht, sollte beim besten Willen nicht abgeschrieben werden. Vor allem die Konkurrenten spielen regelmäßig für die Eintracht und nehmen sich zum Teil auch im Restprogramm weiterhin fleißig selbst die Punkte weg. Mit endgültiger Entschlossenheit macht keiner den Hessen das Leben schwer. Dass der Punkt gegen die Hertha am Ende zum Ausbau des Vorsprungs gereicht hat – bezeichnend. Ebenfalls spricht die Mentalität im Team und die des Trainers gegen einen Einbruch. Comebackqualitäten besitzen die Adlerträger ohnehin. Nach einem miesen Saisonstart spielte die Eintracht befreit auf und strafte ihre Kritiker Lügen. Es wäre ihr zu wünschen, wenn sie sich auch diesmal wieder am eigenen Schopfe aus dem Sumpf ziehen würde, alle Kräfte mobilisiert und am Ende auch den größten Angsthasen beweist, dass die Hände nach der Saison mal so richtig voll sind. Dann wäre die launische Diva wohl ein für alle Mal Geschichte.

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37 Kommentare

  1. In den nächsten drei Spielen würden mir schon folgende Ergebnisse reichen:

    SGE – CHE 0:0
    LEV – SGE 0:0
    CHE – SGE 1:1

    Auf geht’s, Hinti Army!!!

  2. @toniyeboah:
    Fast richtig getippt 😉
    Tatsächlich gehen die Spiele folgendermaßen aus:
    SGE – CHE 0:0
    LEV – SGE 1:2
    CHE – SGE 1:1

  3. Mimimimi… aber echt. Leute.
    Das ist professioneller Fußball. Da geht es um Siege, Triumphe und Pokale. Wer Angst vor der eigenen Courage hat, hat dann diesbezüglich tatsächlich ein persönliches Problem.
    Unken, Zetern, Zaudern, sollte nicht die Sache eines Profisportlers sein. Wer – so im Besonderen wir – eine solche sensationelle Saison auf die Beine stellt, dem dürfen sich solche Gedanken nicht mal im Ansatz entspringen. Worüber reden wir? Über Angst in die Champions League einzuziehen? Über Angst, in ein europäisches Endspiel zu geraten?
    Echt jetzt??

    Alta, raus auf den Rasen, Köpfe hoch, Brust raus. Ihr könnt nur gewinnen. Was soll Chelsea sagen? Was Schalke, Leverkusen oder Wolfsburg? Bis auf die Bayern würde wahrscheinlich jeder andere Bundesligist sehnlichst gern unsere diesjährige Saison spielen.
    Angst?? Lächerlich. Echt.

  4. Die Jungs haben gar nichts zu verlieren. Wenn am Ende die erneute Quali für die Euro League und das Halbfinale der Euro League als Ausbeute dieser Saison steht, ist das mehr, als alle erwartet hatten. Natürlich will ein Sportler immer das Maximum. Ich denke, die nicht so guten Leistungen der letzten 3 Spiele war die Motivation zur rechten Zeit.

    SGE-CHE 3:1
    LEV-SGE 2:2
    CHE-SGE 2:1
    SGE – Mainz 4:0
    FCB – SGE 2:2

  5. Chapeau Benny, machst Dich nicht unbeliebt. Den Champagner-Träumen darf gerne auch ein Schuss Wasser beigefügt werden. Ich oute mich als einer der Mimimimi-Fraktion. Spatz (Platz 7) in der Hand wäre mir definitiv lieber als die Taube (CL) auf dem Dach.

    Es kann und darf ja jeder tippen wie er mag. Mir kommt das eher als der berüchtigte Pfeifen im Walde, Wunschdenken oder schlimmstenfalls Fußballahnungslosigkeit vor. Nein, ich werde – wenn´s komplett schief gehen sollte – nicht den Ich-habs-Euch-ja-gesagt geben.
    Demütig nehme ich jeden Dreier an.
    Ob Angst Seele aufessen – weiß ich nicht; aber dass LEV die SGE aufessen könnte, halte ich in der aktuellen Form beider Mannschaften nicht für ausgeschlossen.

  6. @4 genau das kam mir auch in den Kopf. Es geht keinem Mitbewerber um die Euro anders. Jeder hat den gleichen Krampf in dieser Phase, hat Verletzte Spieler und kann was verlieren bzw. den Sieg verpassen. Jeder hat gekämpft, hat Blessuren, hat Schwirrem im Kopf. Keinem geht es anders, daher muss das auch nicht thematisiert werden. Es bedeutet nichts.

    Diese „Angst, etwas zu verlieren“ ist ein Kardinalfehler. Wer sich ihr hingibt, kann einpacken. Es sollte lauten „Angst, nicht alles für den Sieg gegeben zu haben“. Und die gute Nachricht ist, dass man das selbst in der Hand hat.. Alles dafür geben. Nur darauf kommt es an. Mehr kann man nicht verlangen, nicht von anderen und vor allem nicht von sich selbst.

    Wer sich gut vorbereitet mit viel Liebe und Disziplin, wer alles rausholt und in den Ring wirft, muss keine Angst ertragen. Niederlagen wird es immer mal geben, aber ist egal. Es zählt nur, alles für den Erfolg gegeben zu haben.

    Kopfsache

  7. An Angst glaube ich nicht. Sie sind heiß auf die CL und wollen in der EL ins Finale. Sie sind einfach etwas platt, vor allem im Kopf.

    Jetzt muss das Ziel CL-Quali heißen. Wenn das nicht klappt, fühlt isch das sicher im ersten Moment Enttäuschung ein. Mit etwas Abstand wird aber klar, wie gut die Saison war.

  8. Unsere Eintracht hat diese Saison immer dann Höchstleistungen gebracht wenn man es ihr nicht zugetraut hat.
    Ich brauche nur den Donnerstag mir vorzustellen: die Stimmung – Die Choreo- die ersten heroischen Balleroberungen und schon wird der Funke überspringen.
    Vielleicht noch etwas Spielglück und schon können wir uns eine gute Ausgangsposition erarbeiten. Sonntag in LEV dann noch mal alles raushauen und nicht verlieren
    Also: der Traum lebt und macht die Rechnung nicht ohne die Eintracht. Warum haben wir denn unsere EL Heimspiele alle erfolgreich gestaltet? Der pure Wille…Und auch das eiskalte Ausnutzen der Torchancen. Das kriegen die Jungs wieder hin.
    Ich vertraue dem Trainerteam die Mannschaft richtig einzustellen

  9. Toller Artikel zur rechten Zeit! War erst skeptisch aber sehr objektiv geschrieben und trifft die aktuelle Gefühlslage aller Fans. Damit kann die Diskussion hier im Forum auch wieder sachlicher verlaufen.

    Ich selbst hab ein recht gutes Gefühl, gerade aufgrund unserer eigenen Comeback-Qualitäten dieses Jahr. Gegen Hoffenheim, Schalke und auch Lissabon haben wir dieses Jahr Erfolge erzielt, die so nicht mehr abzusehen waren. Auch die abgeklärten Siege gegen Stuttgart, Hannover, Nürnberg, Augsburg und insbesondere in Düsseldorf stimmen mich auch jetzt noch positiv.
    Das war alles genau so wenig nur Glück wie die letzten Spiele nicht nur Pech waren.

  10. (Vor-) Entscheidend ist das Spiel in Leverkusen. Mit 0 Punkten stünden wir zwar noch immer auf Platz vier, aber das gäbe den negativen Mentalkick. 1 Punkt = weiterzittern, 3 Punkte = als her mit den sch… Meenzern!

    Und Chelsea? Da rechne ich mir genau so wenig aus wie vor den Pokal Halbfinals in Gladbach oder Schalke oder nach dem 1:1 in Berlin gegen den FC Großkotz. No chance friends!

    Bin pessimistisch, hat auch was mit dem Fehlen Hallers zu tun.

  11. Die schlechte Passquote kommt nicht von ungefähr. Haben einige Spieler, die im Passpiel unsauber sind. In der Vorrunde haben wir das durch lange Bälle auf Haller kaschiert. Z.T. machen versuchen wir das immer noch – nur ohne Haller. Rebic/Jovic gehen nicht immer ins Kopfballduell oder verlieren es auf Grund mangelnder Größe (Jovic). Das unglaubiche Durchsetzungsvermögen von Kostic hat uns in viele Spielen am Leben gehalten. Das ist aber recht einseitg.
    Entweder sollte bei langen Bällen Paciencia häufiger starten oder wir brauhen eine alternative Spielidee.

  12. Genau diese Situationen und Spiele bringen einen weiter, egal wie diese ausgehen……vermutlich war keiner unserer Spieler jemals in dieser Situation, es wird alle weiterbringen und besser machen…….meiner Meinung gibt es nichts zu verlieren, man hat jetzt schon gewonnen…..

  13. Zitat: „Vielspieler Danny da Costa und Filip Kostic können gar nicht mehr klar im Kopf und im Körper sein.“

    Einspruch!
    Wer das glaubt, der wird sich am Donnerstag Abend mehrfach die Augen reiben müssen. Die beiden Jungs (und nicht nur die) haben es drauf und sind noch lange nicht fertig: „Mission possible“!

  14. Wenn hier die besten Tippen, dann möchte ich mich mit Euch messen Freunde! LOL
    Also los gehts, der alte Sack tippt:
    SGE-CHE 0:0
    LEV-SGE 0:1
    CHE-SGE 1:1
    SGE – Mainz 2:0
    FCB – SGE 2:2

    P.S. Egal wie´s kommt, eine Saison in der wir mit vielen Spielen verwöhnt wurden, eine Mannschaft haben die gegen jeden gewinnen „kann“ (nicht muss), stolz und voller Vorfreude, ehrlich, egal wie es kommt.

    Einmal Eintracht – immer Eintracht

  15. „Das unglaubiche Durchsetzungsvermögen von Kostic hat uns in viele Spielen am Leben gehalten. Das ist aber recht einseitg.
    Entweder sollte bei langen Bällen Paciencia häufiger starten oder wir brauhen eine alternative Spielidee.“

    Volle Zustimmung. Des weiteren muss man dringend an der Balance arbeiten, nicht zu hoch und zu offen zu stehen. Das Problem hatten wir in den letzten drei Spielen offenkundig. Wenn vorne nichts läuft, muss ich halt hinten den Kasten sauber halten. Da sind wir meines Erachtens in den letzten Spielen etwas unausgewogen gewesen. 🙂 Weil man nicht immer soviel Glück haben kann, sollte da etwas optimiert werden, erst Recht wenn die Kräfte etwas nachlassen sollten.

  16. Schöner Artikel Benny, danke.
    Ich würde mir zwar wünschen, dass noch manche Phrase vermieden wird: Der Ligaalltag ist nicht „trist“, sondern jedes Spiel ist ein Höhepunkt. Und die die CL wird auch nicht verspielt. Das könnte man über Gladbach sagen, die hatten mal 10 Punkte Vorsprung auf andere Plätze und sind wohl der wahre Verlierer.

  17. Tatsächlich erwische ich mich aktuell, den Tabellenrechner so häufig zu benutzen wie noch nie. Dazu ein nervöses Grundgefühl, das mich jeden Tag begleitet. So emotional war ich bei den Spielen schon Ewigkeiten nicht mehr. Irgendwie ist das aber auch schön so, denn Fußball lebt von Emotionen.
    Und genau wegen der Emotionen glaube ich, dass die Spieler die notwendige Spannung bei Spielen gegen Augsburg und Hertha nicht aufbauen konnten, auch wenn sie es wollten. Das wird sich gegen Chelsea und Leverkusen ändern, dessen bin in mir sicher.

  18. Ich finde die Überschrift total daneben.

    Auch, weil einige Spieler hier mitlesen.

    Solche Signale zu senden, … was soll das?

    Reutershahn nicht wörtlich zitiert: „Es spielt sich alles im Kopf ab“

    …was also soll so ein Artikel bewirken?

  19. Nervös ? Echt jetzt ?
    Ich hatte noch nie so einen stabilen Ruhepuls wie gerade jetzt.. Da tut sich absolut nichts. Die zweite Liga ist weit, weit weg, das Schreckgespenst ist lange vertrieben. Es bleibt nur noch die Freude auf ein paar Partien guten Sports. Da gibt es null komma null negative Anhaftung, es bleibt der reine Spaß.

  20. …Leute wir sind im Halbfinale der Euroleague. Da wir nicht mehr absteigen können muss der Fokus voll auf der Euroleague liegen, denn hier können wir einen Titel holen,und darauf kommt es im Sport an. Auch wenn durch den Versuch unsere Teilnahme im kommenden Jahr gefährden. Die Championsleague ist auch noch mal ein anderes Pflaster, hier wäre vermutlich nach der Gruppenphase Schluss. Also volle Konzentration auf Euroleague, weil warum denn sonst dafür qualifizieren!

  21. Weiß der Redakteur auch, dass wir in der so guten Hinrunde gegen Wolfsburg und Hertha verloren haben? Also auch hier haben wir jeweils schon mehr Punkte geholt als in der Hinrunde. Also was geht ab? Weiter geht´s, Forca SGE, ab in den Himmel….

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  22. Es wird deutlich, wieso Haller unser Stürmer #1 ist, auch wenn das Spektakel eher an anderen Füßchen abgeht. Er fehlt schon immens für das System, was die Mannschaft über weite Teile der Saison präsentiert hat. Es ist an Hütter, das zu kompensieren. Letzte Saison hat man auch gesehen, wie teilweise Prince gefehlt hat. Qualität haben wir ja eigentlich, auch wenn viele Reservespieler hier oft runtergemacht werden.
    Ich warte auf den nächsten Hütter’schen Geniestreich a la Kostic als Außenverteidiger oder Willems im Mittelfeld. Irgendwas tolles wird schon passieren.

    Und wenn nicht? Auch okay. Bin mit der Saison zufrieden und durfte mir viele tolle Fussballspiele ansehen. Danke dafür 🙂

  23. Guter Bericht Benny, wenn man versucht zu verstehen, wie Du ihn meinst.
    Angst jedoch, egal vor was oder wem, ist kein guter Berater.
    Augen zu und durch wäre genauso fahrlässig.
    Also bleibt nur, beide Wettbewerbe, also die insgesamt maximal 6 Spiele 😉
    hochkonzentriert und willensstark anzugehen und das Ziel Platz 4 in der Buli und Platz 1 in Europa niemals aus den Augen zu verlieren.
    Das Team könnte sich quasi „unsterblich“ machen und Fußballgeschichte schreiben.
    Ich glaube weiterhin an den Erfolg und unterstütze die Mannschaft nach Kräften – vor Ort.
    ForzaSGE

  24. Angst ist ein schlechter Wegbegleiter ! Volle Konzentration, die letzten Körner aktiviert, totale Fokussierung und die Fans im Rücken, die unter Garantie nochmal (wenn das auch fast unvorstellbar scheint) eine Schippe drauf legen, und die Spieler durch die 90 min tragen werden. Ich erinnere mich an den, mittlerweile fast schon legendären Hechtsprung von Rode. Mir ist nicht bange vor dem was kommt. Und Chelsea wird das bis Donnerstag 21 Uhr nur vom Hörensagen kennen. Jeder von dem blauen Team wird sich einem der unseren mit Flügeln gegenüberstehen ! Die Jungs werden sich unsterblich machen und in 4 Wochen ist das Thema „Müdigkeit“ ein unwichtiges Thema in der jüngeren Historie geworden.
    Nettes Erlebnis heute in unserer Office in München. Ein Kunde kam rein und das erste was er fragt: „Wann habt ihr eigentlich diesen unglaublichen Support und diese grandiose Fankultur generiert und entwickelt. Das ist ja unglaublich geil diese Liveübertragung in eurem Stadion mit anzusehen…“ Bayernfan … 🙂

  25. @11Wutzespeck und @18NRW-Adler, volle Zustimmung.
    Positiv denken, klar, wenn es dann auch so kommen sollte. Ich hoffe, dass der Substanzverlust gegen Chelsea am Donnerstag kompensiert werden kann, für Bayer geht es ebenfalls um einiges und Leverkusen ist ausgeruht.
    Da wissen wir, die, eigentlich Alle und niemand hat die Glaskugel.

  26. Im Sport geht es um gewinnen und verlieren. Das weiß jeder Sportler. Daher gibt es überhaupt keinen Grund Angst zu haben, da jeder weiß um was es im Sport geht.

    Abgrechnet wird immer am letzten Spieltag – am 34.Spieltag. Der dann belegte Tabellenstand zeigt in der Regel auch die wahre Leistungsfähigkeit.

    Die Hinrunde haben wir auf Platz 6 (8 Siege, 3 Remis, 6 Niederlagen/17Spiele-27 Punkte; 34:23 Tore (plus 11)) abgeschlossen. Die Rückrunde stehen wir auf Platz 3 (7 Siege, 6 Remis, 1 Niederlage/14 Spiele-27 Punkte; 24:12 Tore (plus 12)).

    Natürlich hat es der Endspurt in Liga und EL in sich, ich bin zuversichtlich, das wir das europäische Geschäft erreichen werden. Dadurch das Bayern gegen Leipzig (beide feste CL-Teilnehmer) im DFB-Pokalfinale spielt ist Platz 5 und 6 direkt für die EL qualifiziert, der 7.muss in die Qualifikation. Der 4.Platz ist mit Sicherheit nicht unmöglich zu verteidigen, Platz 5 und 6 ist realistischer, da EL-Halbfinale definitiv Körner kostet. Inwieweit Kondition und damit auch Konzentration ausreichen, unsere spielerische Qualität wieder auf den Rasen zu bringen habe ich bei aller Optimismus meine Zweifel. Ich denke, das wir derzeit am Limit sind.

    Dennoch: Am Donnerstag geht es gegen Chelsea. Die gesamte erste Elf und auch die gesamte Bank werde ich unterstützen. Auch wenn alle auf der Felge laufen und Qualitätsunterschiede sind. Das ist mir egal – denn die gesamte Mannschaft haut sich rein! Und das zählt. Ein 0:0 (oder knappen Sieg (1:0)) würde mir reichen, im Rückspiel auswärts werden wir mindestens einmal Treffen!

  27. Verlieren kann man nur etwas, was man besessen hat.
    Bei uns ist die Situation aber ganz anders:
    Im Laufe der Saison reifte ganz allmählich die Erkenntnis, dass wir
    die reale Chance haben, zwei große Ziele zu erreichen – Bacu und
    die CL. Jetzt trennen uns nur noch wenige, aber schwere Spiele von
    diesen Zielen. Alles ist möglich, nichts ist sicher.
    Was spricht für uns?
    In allen Spielen der EL war unsere Mannschaft dem Gegner mindestens
    eben gleichwertig, oft sogar deutlich überlegen. Warum sollte das gegen
    Chelsea nicht auch so sein?
    Unser Team hat nicht ein einziges Mal die Grenzen gezeigt bekommen.
    Selbst mit 10 Mann in Lissabon nicht.
    Natürlich wechseln jetzt in den Köpfen der Spieler Entschlossenheit und
    Siegeswille mit Selbstzweifeln.
    Ich hoffe sehr, dass Hütter und sein Team die Situation gut moderieren.
    Also warten wir mit Optimismus die kommenden Spiele ab.

  28. Haha, ja. Zwei Szenen die bei mir voll hängengeblieben sind: Rodes Hecht in den Mann und Gonzo beim 2:1. Knallt die Flasche auf den Boden und springt zum Jubel. Da war so viel Energie drin. Herrlich.

  29. Ich bleibe dabai: Think big!

    Mich befiel soeben eine – dank vieler Luca Unser gewiss himmlisch eigegebene – Vision, wie zwei Bueffel denn auf einmal zu ersetzen seien und zugleich die Null festzuhalten sei: Ein 4-2-2-2 mit da Costa – Abraham – Hinteregge – n’Dicka; Hasebe – Rode; Gacinovic – Kostic; Jovic – Pac. Letztere zwei froehlich changierend, vorletzte zwei auf den Fluegeln wirbelnd.

    Ferner hatte ich dank seiner Schnelligkeit eine weitere Vision eines gewissen Italo-Gouchos als rechtem Kostic-Klon. Viel Spass beim Auseinanderreissen meines Dilettierens…

    Post scrot: Eigentlich finde ich Aufstellungen und derlei Gedoens (gilt nur fuer mich selbst! Jeder moege das nach eigenem Gusto handhaben) etwas albern und behalte meine Anwandlungen fuer mich. Zu Ehren des kommenden EL-Sieges heute eine Ausnahme…

    By the way – hier laeuft gerade Aschaffenburg vs. 1860. Cool! Rudi Bommer cocommentiert. Ewig her, dass ich als Knirps bzw. Pickelwunder zur Viktoria ging und deren Hoehenfluege in der zweiten Liga mitverfolgte… Wem sagt der Name Cezary Tobollik noch was? ;D Ein Ex-Adler…

  30. Hihi… 82. Minute Elfmeter – 3:2 fuer Aschebersch im Pokal-HF! Un di Adlä mache däss mit de annern Bayän dan a so…

  31. Done! Wenn di Ascheberscher Münsche schlaache könne, dann schaffe mier dess a…

  32. Alle die hier ihre Meinung haben, haben recht und ich hoffe das die positiven Signale ein wenig mehr recht haben.
    Es gibt einen song: ich will alles, aber man kann mit der Saison bis hierher auf jeden Fall zufrieden sein, aber man muß auch nicht unbedingt traurig sein, wenn nicht alles nach unseren Wünschen läuft.
    Selten mit meinem Verein so eine wunderbare Saison erlebt und ich genieße es auch noch wenn nicht alles klappt.
    Hoffen ist erlaubt und das mache ich. Morgen ist die erste Prüfung einige weitere folgen, erst am letzten Spieltag wird abgerechnet.
    Singen, schreien morgen und die Jungs anfeuern ist mein Anteil, mehr geht nicht

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