Fredi Bobic arbeitet akribisch am neuen Eintracht-Kader.

Fredi Bobic, der Sportvorstand der Frankfurter Eintracht, war in der Sommerpause schon sehr fleißig. Sechs neue Spieler hat der 47-Jährige vor dem Trainingsauftakt präsentieren können. In den nächsten Wochen geht es für ihn und den Rest der sportlichen Leitung darum, dem Kader den letzten Schliff zu verleihen, in dem Spieler, die keine Perspektive mehr bei der SGE haben, abgegeben werden und, wenn es sinnvoll ist, sich hier und da mit weiteren Neuzugängen zu verstärken. Am Rande des Trainingslager in Thun in der Schweit sprach Bobic mit „Eintracht TV“ unter anderem über diese Herausforderung, gab eine Wasserstandsmeldung zu den Personalien Trapp, Rode und Hinteregger ab und erklärte, beinahe beiläufig, dass es in Frankfurt wohl nie wieder eine zweite Mannschaft geben werde.

Das sagte Fredi Bobic über… 

… das erste Trainingslager in der Schweiz:

„Wir müssen hier jedes Training nutzen und uns darauf fokussieren, dass wir keine Zeit haben, lang Experimente zu machen. Die Spieler müssen die Einheiten zu 100 Prozent angehen. Der Konkurrenzkampf wird hoch sein. Bis zum ersten Pflichtspiel haben wir nicht viele Spiele. Aber das ist auch nicht so wichtig, denn die Trainingseinheiten stehen im Vordergrund. Wir werden alles dran setzen, dass wir das erste Trainingslager in der Schweiz in allen Bereichen optimal nutzen. Es wird spannend sein, wer sich aus der großen Truppe ins Rampenlicht spielen kann.“

… die Testspiele gegen Bern und Luzern:

„Zunächst sind die Ergebnisse für mich zweitrangig. Natürlich willst du in der Vorbereitung gut aussehen, aber die Gegner sind ebenso ambitioniert. Sowohl die Young Boys als auch Luzern sind schon länger in der Vorbereitung und werden uns somit einen Schritt voraus sein. Das sind für uns optimale Gegner. Wir werden uns darauf fokussieren, zwei ordentliche Spiele zu machen. Wichtig ist, dass wir unser variables Spiel, an dem wir arbeiten, schon einsetzen können.“

… die Sommerneuzugänge:

„Mit Djibril Sow haben wir einen Schweizer Nationalspieler verpflichtet und der auch schon seine Erfahrungen in der Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach gemacht hat. Bei den Young Boys Bern hat er einen kometenhaften Aufstieg gehabt. Wir erwarten uns natürlich sehr viel. Er macht in einem Spiel unheimlich viele Wege, ist fleißig und balltechnisch sehr stark. Genauso Dominik Kohr. Ich bin froh, dass wir so einen Top-Mann aus der Bundesliga endlich mal verpflichten konnten. Er ist ein deutscher Spieler, das tut uns auch mal sehr gut. Er bringt alles mit, was die Eintracht ausmacht: Mentalität, gepaart mit der Erfahrung, die er in Leverkusen gemacht hat.

Erik Durm ist ein vielseitiger Spieler, der so viele Positionen bekleiden kann und sich total freut, bei der Eintracht zu sein. Er ist wieder absolut gesund. Er wird uns gut tun, weil er immer in dominanten Mannschaften gespielt hat. Dejan Joveljic ist ein junger Bursche, der weiß, wo das Tor steht. Er wird Zeit brauchen und die auch bekommen. Er wird aber sehr schnell lernen. Man sieht in seinen Augen, dass er hungrig ist. Er freut sich auf dieses neue Abenteuer.“

… die Ausleihe von Rodrigo Zalazar:

„Rodrigo Zalazar hatte es zuletzt nicht leicht, hat jetzt aber eine überragende U20-Copa-America gespielt, ist mit Uruguay Dritter geworden. Chefscout Ben Manga war vor Ort und zeigte sich hellauf begeistert von dem Jungen. Er hat unheimlich viel Potenzial, ist ein sehr aggressiver Spieler. Aber bei einem Spieler in seinem Alter müssen wir auch ein bisschen mit der Zeit spielen und schauen, wo solche Jungs spielen können. Da wir keine zweite Mannschaft haben und die auch nicht mehr kommen wird, weil das einfach zu kompliziert ist, ist es für so einen jungen Spieler wichtig, Einsätze und Wettkampfhärte zu bekommen.“

… die Zielsetzung zur neuen Saison:

„Natürlich sind nach dem letzten Jahr die Erwartungen im Umfeld gestiegen. Das macht es nicht unbedingt einfacher. Aber ich glaube, dass unsere Fans das einschätzen können. Und auch wir haben nie gejammert. Trainer Adi Hütter weiß, dass er volles Vertrauen genießt. Das ist das Wichtigste. Erst einmal ist es das ganz großes Ziel, die Gruppenphase der Europa League zu erreichen. Wir sind es uns und unseren Fans schuldig, dafür alles zu geben. Diese Qualifikationsrunde bis zur Gruppenphase ist aber kein Selbstläufer. Das muss man schon mit Respekt angehen. […] Hinsichtlich der Bundesliga haben wir kein einfaches Auftaktprogramm. Wir nur Englische Wochen haben und möchten natürlich trotzdem konkurrenzfähig sein. Konkurrenzfähigkeit steht über allem. Das habe ich immer gesagt. Mit den unteren Regionen der Tabelle wollen wir absolut nichts zu tun haben. In der Liga musst du immer demütig sein, weil es jeden erwischen kann. Es kann alles passieren. Es sind immer zehn, zwölf Mannschaften, die auf Augenhöhe kämpfen. Deswegen müssen wir unseren Job richtig, konzentriert und gut machen. Und natürlich wollen wir auch im DFB-Pokal mal wieder eine Runde weiterkommen. Wir wollen die erste Runde überstehen, die ist immer am Schwierigsten.“

… weitere mögliche Transfers:

„Es kann schon noch viel passieren. Es sind noch zwei Monate, das ist eine lange Zeit. Wir haben aktuell einen Tick zu viele Spieler. Der Kader ist noch sehr groß. Wir wollen natürlich noch Spieler abgeben, weil wir noch drei, vier zu viel haben. Die Spieler wissen Bescheid. Es kann aber natürlich auch gut sein, dass wir noch den einen oder anderen holen. Wenn es Sinn macht, sind wir auf jeden Fall gewappnet.“

… den Stand der Verhandlungen bei Trapp, Hinteregger und Rode:

„Der Stand ist unterschiedlich, aber wir wollen alle drei Spieler halten. Die Situation ist so, dass PSG mit Leonardo einen neuen sportlichen Verantwortlichen hat. Mit ihm stehe ich im Kontakt. Wir hatten ein sehr gutes Gespräch. Da schauen wir mal, ob wir das hinbekommen. PSG sucht noch nach einem Top-Torwart. Da kann es dann vielleicht auch schnell gehen. Das hoffen wir natürlich. Aber man steckt da nicht drin. Aktuell wird Trapp noch nicht freigegeben. Bei Martin Hinteregger herrscht gerade Funkstille. Er ist bei Augsburg wieder ins Training eingestiegen. Ich habe mit ihm einige Male geredet. Er ist total auf Spur. Natürlich ist es alles kein Wunschkonzert. Aber ich muss auch sagen, dass wir in der Innenverteidigung gute Optionen haben. Da habe ich weniger Bauchschmerzen. Aber natürlich werden wir es bei Hinteregger versuchen. Nur es muss sinnvoll sein und das Paket muss stimmen. Sebastian Rode ist gerade in der Reha und aktuell wieder Spieler von Borussia Dortmund. Auch da werden die Gespräche in den nächsten Wochen intensiviert.“

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24 Kommentare

  1. OK, dann interpretiere ich mal, dass man sich mit PSG einig ist und die Geschichte über die Bühne geht, sobald die Pariser einen weiteren Torwart verpflichten.

  2. Was meint er mit zu kompliziert, wenn er die 2. Mannschaft anspricht? Zu zeitaufwändig und zu teuer würde ich verstehen (aber trotzdem das Risiko eingehen). Aber kompliziert?

  3. Es dauert auf jeden Fall sehr lange, bis die Mannschaft in einer Region spielt, in der sie echte Konkurenz haben wird.

    RotWeiß Essen hat für diesen Sommer seine 2. wieder angemeldet, die wird in der Kreisliga C starten.

    In Hessen gibt es derzeit sogar eine Kreisliga D. Bis zur Hessenliga, also „5. Liga“, welche das mindest Ziel sein sollte, wären es 8 Jahre, in die Regionalliga 9. Sofern man keinen Startplatz einer höherklassigen Mannschaft bekommen könnte. Wovon ich nicht ausgehe.

  4. Kann man „Da wir keine zweite Mannschaft haben und die auch nicht mehr kommen wird, weil das einfach zu kompliziert ist“ als endgültige Absage an eine U23 interpretieren?

    Gibt es denn keinen Verein oder keine Spielberechtigung, die man übernehmen kann, um nicht ganz unten anzufangen?

  5. @2 ich denke der Anfang ist zu kompliziert, der wäre ganz unten und die meisten passen da nicht mehr rein. Die Anforderungen wären zu gering. Sportlich gesehen.

  6. @4: diese Frage habe ich in der Vergangenheit auch schon in die Runde gestellt, aber anscheinend gibt es keine Antwort darauf.

  7. Ich verstehe immer nicht, was die Leute mit der zweiten Mannschaft haben. Es gibt im modernen Fussball wirklich keinen Grund mehr diese zu haben, außer den Spielern, welche es eh nie in die Bundesliga schaffen, die Möglichkeit zu schaffen, im Verein zu bleiben.

    Oder kann mir hier irgendjemand einen Bundesligaspieler nennen, der sich in den letzten 10 Jahren über die zweite Mannschaft für die Profis empfohlen hat (Deutschlandweit).

    Selbst das Argument Spielpraxis für langzeitverletzte zählt für mich nicht. Ich bin mir sicher, dass das Trainings-Niveau im Bundesliga Alltag deutlich anspruchsvoller ist, als ein Pflichspiel in der Regionalliga. Die Spielpraxis auf diesem Niveau kann man sich also schenken.

  8. Auf jeden Fall bin ich ein wenig beruhigter was die Leihgabe von RZ betrifft ( da geht FB im Interview auf Eintracht.tv gut ein, kommt hier leider viel zu kurz )
    Steckt also n Grund dahinter…. aber schon krass das selbst die 2.te Liga kein Bedarf einer solchen Personalie sieht.
    Da kann man nur erahnen wie wählerisch die schon geworden sind. Wollen bestimmt auch nicht mehr die Drecksarbeit für die großen machen (leihe ohne Ko)

  9. Niko Kovac hat Arp in Aussicht gesellt in der 2 Mannschaft Spielpraxis zu bekommen und in der ersten mit zu Trainieren. Da macht es wohl Sinn eine 2te zu haben.
    Ich dachte eigentlich auch das wir vielleicht die Lizens von einem dritt oder vietligisten übernehmen können.
    Frage ist sowas möglich, beim FFC gehts ja aber bei den Herren ich weiß nicht ?

  10. @ 1 sehe ich auch so bei Trapp. Bei Hinti wird um den Preis gefeilscht. Kann mir nicht vorstellen, dass das im Hinblick auf die EL-Quali noch lange hinzieht. Außerdem hat sich Augsburg schon einen Nachfolger geholt……
    Ich bezweifle aber, dass Rönnow als Nr. 2 bleiben wird, hier sehe ich Handlungsbedarf. Zimbo Nr. 3, ok, aber Widwald ist keine Nr. 2!

  11. @9 tja, in der letzten Saison konnte Arp wenigstens noch in der 2. Bundesliga kicken, so viel zum Thema Spielpraxis.

  12. @11 Ja aber die bayern können Auf eine 2te Mannschaft zurückgreifen und müssen Ihre Spieler nicht nach Polen schicken und können Ihn jederzeit in die erste holen wenn sie ihn brauchen,
    nichts gegen Polen aber dort ist er mindestens ein Jahr .

  13. @7 Beide Eggestein Brüder haben in der 2. von Bremen gespielt.
    Fallen mir ganz spontan ein.
    Ich halte dennoch nichts von einer 2. 3. Liga müsste schon sein. Aber um dort mitzuhalten würde der Kader vermutlich 5 Mios kosten + Trainer und sämtlicher anderer Mitarbeiter wie Physios Ärzte etc. Das ganz natürlich pro Saison. Mal abgesehen davon, dass die 3. Liga ein Haifisch Becken ist. Da kann jeder auch mal absteigen. Kostet also viel Geld und Arbeit!
    In der 4. Liga brauchst du keine 2. Mannschaft, da reichen dann auch die Freundschaftsspiel während der Saison. Das wird ja seit der Auflösung der 2. Ja schon gemacht.
    Die ersparte Kohle sollte daher in eine ordentliche Jugendförderung investiert werden. Das wird ja schon gemacht. Bis Ergebnisse zu sehen sein werden, wird es aber noch Zeit brauchen. Das ist einfach so, wenn man Zeit und Geld in 14 jährige Nachwuchskicker investiert. Bis die in der 1. Buli ankommen, dauert es halt 4 bis 5 Jahre.
    Ebenso kann man sich für 5 Mios jedes Jahr eine Wundertüte kaufen, in der Hoffnung es wird ein Weltstar.
    Ich kann die Sehnsucht nach einer 2. verstehen, aber aus wirtschaftlicher Sicht, was das Fundament für sportlichen Erfolg ist, macht es halt keinen Sinn.
    Ohne Geld keine Lizenz, Spieler, Trainer etc. ohne die kein Erfolg.
    Geld ist keine Garantie für Erfolg aber die Basis.

  14. Die 3. Liga wo die Zweite der Bayern u.a. spielt hat schon Niveau. Neben ehemaligen Bundesligisten tummeln sich da auch viele ehemalige Bundesligaspieler. Der Nachteil an der U19 ist einfach, dass sie erstens bei uns relativ schwach ist und dann mit 20 Jahren irgendwann Ende Gelände ist. Wenn jemand sich bis dahin nicht entwickelt hat ist er raus. Spätstarter haben bei uns keine Chance. Die Frage ist ob die damalige U23 mit Oberliganiveau stark genug war bzw. dann auch sinnvoll war. Darüber kann man schon streiten. Vereine wie Bayern oder Dortmund ( auch wenn es jetzt für Dortmund runter ging) wären aber schön blöd ihre 2. Mannschaft abzumelden. Bei uns hat sich leider weder die damalige U23 gut entwickelt, noch die U19 in den letzten Jahren. Bin daher bleibt guten Spielern momentan nur sich bei Leihvereinen zu empfehlen.

  15. @13nur der eine Eggestein, Johannes war gleich oben dabei. Hector bei Köln kam auch über die zweite ( aber nicht aus der Kölner Jugend). Aber die Quote in der Liga ist sehr gering .

  16. Wegen Hinti würde ich in der Situation von FB, wie einige zuvor auch schon gepostet haben, die 3 Mio. Euro mehr obendrauf legen und Hinti damit die Möglichkeit geben, bei uns in die Vorbereitung mit einzusteigen. Die Situation jetzt ist doch Mist. Ja, im Winter ist Hinti auch schnell und gut bei uns angekommen, aber ideal ist das nicht. Herr Reuter wird die Sache einfach aussitzen, tolle Show.
    Bremen hat sich wohl auch gerade mit Reuter wegen Gregoritsch für Kruse als Wunschlösung von Kohfeldt festgefahren:
    Zitat aus dem Weser-Kurier über Reuter:
    ‚Rund 15 Millionen soll Manager Stefan Reuter aufrufen, Gregoritsch‘ Vertrag läuft bis 2022. Ein dicker Brocken für Werder, eindeutig zu dick. Reuter, Verteidiger der Weltmeistermannschaft von 1990, ist als zäher Verhandlungspartner bekannt. Menschen, die in Verhandlungen mit ihm auf der anderen Seite des Tisches gesessen haben, beschreiben ihn als beinhart und unnachgiebig. Als Typ, der aussitzen kann, was er nicht möchte.‘
    Nach meiner Meinung sollte FB jetzt über seinen Schatten springen und damit schnell positive Tatsachen schaffen.
    Forza SGE

  17. Wegen Hinti wird wahrscheinlich auch die EL Quali abgewartet. Scheitern wir, sind wir für die Buli auch so gut aufgestellt. Wenn die EL Quali geschafft ist, ist a) mehr Geld da und b) brauchen wir dann auch einen breiteren Kader.
    Die EL Quali sollte auch ohne Hinti machbar sein.
    Die Vorbereitung ist erstmal für die koditionellen Grundlagen da. Das System kennt Hinti auch noch aus der letzten Saison.
    Ich bin da entspannt.

  18. Nach der Fusion mit dem FFC hat Frankfurt eine ‚konkurrenzfähige‘ Damenmannschaft bekommen. Eigentlich wäre die logische Konsequenz analog dem FSV Frankfurt finanziell auf die Beine zu helfen. Das wäre dann die 2. Mannschaft die nun mal nicht auf unterster Ebene anfangen muss. Letzlich wäre das für alle eine Win-Win-Situation. Das einzige Problem das ich sehe die blauen Streifen in unser Leibchen einzubauen ;-).

  19. ‚Oder kann mir hier irgendjemand einen Bundesligaspieler nennen, der sich in den letzten 10 Jahren über die zweite Mannschaft für die Profis empfohlen hat (Deutschlandweit).‘

    Es ist müßig alle Spieler aufzuzählen, die in der 2. Mannschaft eingesetzt wurden. Es sind schlichtweg viel zu viele.
    Aber um etwaigen Halbwahrheiten mal vorzubeugen:
    Vom Weltmeisterkader waren es
    Boateng, Hummels, Lahm, Schweinsteiger, Kramer, Müller, Klose, Weidenfeller, Zieler und Durm (!).
    Das ist bei 10 Spielern fast die Hälfte des Kaders.
    Nur um mal ne Idee zu geben, dass dies der Weg einiger Spieler war 😉

    Ich gebe aber recht, dass es weniger wird weil sich viele Jungs mit 19 schon Erstmannschaftwürdig empfinden & auch die Berater bei diesem Bildungsweg kein bis wenig Schnapp machen.

  20. Und auch wenn direkt aus den 2. Mannschaften wenige Spieler den Weg in die 1. MAnnschaft finden, so ist doch alleine das Vorhandensein einer 2. Mannschaft für manche Jugendliche ein Argument zu dem einen oder anderen Verein zu wechseln. Sag wir mal ich bin 16 Jahre und bei der Eintracht. Bin top dabei, hoch gelobt, und dann kommt ein anderer Verein um die Ecke und will mich abwerben. Der andere Verein ist bis U19 aufgestellt wie die Eintracht, aber hat eine U23 in der 3. oder 4. Liga. Die Eintracht nicht. Außerdem ist klar, dass von zehn umworbenen 16-jährigen vielleicht maximal einer irgendwo mal direkt in die 1. oder 2. Liga startet. Da ist die Aussicht in einer 2. Mannschaft zu spielen und vielleicht dort den Weg in die 3. Liga als Profifußballer zu machen (im eigenen Verein oder aus der U23 heraus nach einem Wechsel) aussichtsreicher als auf die minimale Chance 1. Mannschaft zu hoffen. Alleine das Vorhandensein einer U23, auch wenn es danach nicht für die 1. Mannschaft reicht, ist doch schon ein Argument für Jugendliche. Und ja, das Ziel soll dann gerne die 3. Liga sein, mit einem Jahresetat von 7-10 Millionen. Das kostet es dann eben. Und wenn das dann 8 Jahre dauert, dann sollte man besser jetzt mal anfangen 😀

    Und ja, die alternative Strategie ohne U23 könnte wirtschafllich einen leichten Vorteil bieten. Aber wenn wir die Rechnungen aus diesem Thread mal zugrunde legen, ist der Vorteil bei um die 5 Millionen p.a.. Das investiere ich gerne. (geschätze 10 Millionen für die U23, oder jedes Jahr Wundertüten im Wert von 5 Millionen kaufen). Die Kosten fallen ja auch nicht sofort an, in den ersten 5 Jahren der Aufstiege (hoffentlich) sollten die Kosten durchaus überschaubar sein. Und in 5 Jahren kann man dann ja neu evaluieren, wie die Situation dann ist. Ich finde ein Bundesligist sollte einfach eine 2. Mannschaft haben, basta.

  21. @20: Mag alles stimmen, was Du im ersten Abschnitt schreibst, aber welcher A-Jugendlicher der Eintracht wird freiwillig in der 2. Mannschaft spielen, wenn diese in der C-Klasse anfängt? Und bedenke, es dürfen keine Profis in den Amateurklassen spielen. Also als „Wiedereingliederung“ für Verletzte Spieler taugt die 2. Mannschaft dann über mehrere Jahre auch nicht. Ist alles nicht so einfach.

  22. Ich frage mich, warum es keine Kooperation mit dem FSV gibt.Würde beiden Seiten helfen.

  23. @21. schleifer: In den ersten Jahren spielen da bestimmt keine A-Jugendlichen, auch nicht wenn es ein paar Klassen höher wäre. Also zumindest nicht die, die bei uns in der U19 kicken. Ich bin sicher das ließe sich auch anders regeln. Spieler, die 2-3 Jahre die Mannschaft hoch pushen und dann durch andere solche Spieler, aber auf höherem Level, ersetzt werden. Das wird klar kommuniziert, es gibt gute Deals, und dann dauert es auch nicht lange, bis die Liga OK ist, um manche A-Jugendliche einzustreuen. Dann weiter aufsteigen und dann renkt sich das ein.

    @FSV: Das ist ein eigener Traditionsverein mit eigenen Traditionsfans und lokaler Identität. Ich würde mich da auch nicht gern von einem größeren Verein schlucken lassen oder nach dessen Pfeife tanzen. Miteinander reden und von Deal zu Deal denken ist natürlich nicht ausgeschlossen und sollte sehr gerne vorangetrieben werden.

  24. Ich bin vorerst gg eine U23. Was bringt dir die, wenn die U19 keine BL spielt?
    Wie schwer es inzwischen ist dort mitzuhalten, sehen wir Jahr für Jahr.
    Lieber zusehen, dass die U19 dauerhaft oben mitspielt.
    Je nach Spieler kann man nach der Jugendzeit verleihen, je nach Wunsch des Spielers.
    Wenn sie es bevorzugen in die U23 einer anderen Mannschaft zu wechseln, dann ist das auch okay. Ich glaube, der ‚Fall Beyreuther‘ wird nicht zur Regel.
    Tatsache ist, dass wir derzeit keine U23 haben dies auch keine Priorität genießt.
    Denn es gibt stets noch ganz andere Baustellen (1. Mannschaft & Trainerteam, U19, Stadion, Trainingsbedingungen, Scouting,.. etcetc)
    Wenn wir damals nicht die U23 aufgelöst hätten um dieses Geld in die 1. Mannschaft etc zu investieren würden wir u.U. nicht da stehen wo wir jetzt stehen.

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