Aurèle Amenda gehört eindeutig zu den Gewinnern des Frankfurter Trainerwechsels. Unter Albert Riera stand der Innenverteidiger in acht von neun Bundesliga-Partien über die volle Länge auf dem Spielfeld. Obwohl mit Arthur Theate und Robin Koch die eigentliche Stamminnenverteidigung der SGE wieder einsatzbereit ist, findet der spanische Cheftrainer momentan keinen Weg an Amenda in der Startelf vorbei.
Schwierige Anfangsphase bei der Eintracht
Unter Dino Toppmöller sah das für den Schweizer anders aus: In der Bundesliga-Hinrunde kam Amenda auf nur acht Einsätze. In der Rückrunde spielte er schon elfmal. Gleichzeitig stehen noch fünf Spieltage bevor. Damit stand der 22-Jährige in dieser Spielzeit wettbewerbsübergreifend insgesamt 24-mal für die Eintracht auf dem Platz. „Wenn ich zurückblicke, war es nicht einfach. Aber heute bin ich sehr zufrieden, weil ich das brauchte, um mich selbst zu entwickeln. Sowohl im physischen Bereich als auch mental. Also ich denke, ich mag es eher so, anstatt gut zu starten und dann zu scheitern“, sagte Amenda im vereinseigenen Podcast „Aufstehen mit der Eintracht“ über seine sportlich schwierige Anfangsphase in Frankfurt. Denn auch während seiner ersten Spielzeit bei der SGE, in der Saison 2024/25, wurde der Innenverteidiger lediglich sporadisch eingesetzt.
Der 1,97 Meter große Spieler wuchs in der Schweizer Stadt Biel auf. Für ihn war der Wechsel nach Frankfurt gleichbedeutend mit dem ersten Wechsel aus der Heimat. Zudem bremste ihn in seiner ersten Bundesliga-Saison ein Syndesmosebandanriss aus. Auf wen Amenda während dieser Phase zählen konnte, war ihm immer bewusst: „Meine Familie hat mich immer unterstützt. Also war ich mental auch stark. Klar, es war nicht einfach, aber auch der Verein hat mich unterstützt. Ich habe zwar nicht viel gespielt, aber die Leute im Verein haben mir immer geholfen.“ Innerhalb der Mannschaft habe er immer auf den Rat von Timothy Chandler und Mario Götze zählen können.
Klares Ziel: WM 2026 mit der Schweiz
Junge Spieler müssen spielen, um sich zu entwickeln. Deshalb erschien es logisch, dass im vergangenen Januar Gerüchte um einen SGE-Abgang von Amenda kursierten. Der Innenverteidiger kam zuvor eben anderthalb Jahre nicht über die Rolle als Rotationsspieler hinaus. Für Amenda stand eine Nominierung für die Schweizer Nationalmannschaft für die kommende Weltmeisterschaft im Sommer in Gefahr: „Klar, ich hatte die WM im Hinterkopf. Aber auch mich selbst, denn ich wollte einfach wieder spielen. Spaß haben und regelmäßig spielen, einfach Minuten sammeln“, erklärte er sich, entschied sich dann aber aus folgenden Gründen doch für einen Verbleib: „Eigentlich bin ich hier zufrieden, weil ich diesen Verein sehr mag. Super Leute und auch die Fans, also hier zu spielen ist auch immer ein unglaubliches Gefühl.“
Als Stammspieler von Eintracht Frankfurt würden derzeit seine Chancen auf den WM-Traum wachsen: „Die Chancen sind sehr groß, aber dafür muss ich weiter gut spielen und gesund bleiben.“ Als Befürworter Amendas gilt SGE-Sportvorstand Markus Krösche. Dieser habe den Spieler in mehreren Gesprächen davon überzeugt, dass er mit harter Arbeit seinen Durchbruch in Frankfurt schaffen könne. Amenda folgte diesem Zuspruch und entschied sich gegen einen frühzeitigen Wechsel.
Für die verbleibenden Spiele dieser Saison hat sich Amenda zudem noch ein persönliches Ziel gesetzt, das über seine defensiven Aufgaben hinausgeht. „Diese Saison will ich unbedingt noch ein Tor schießen. Das ist ein Ziel von mir“, sagte der Innenverteidiger. Zunächst sei das Augenmerk aber auf den kommenden Gegner aus Leipzig gerichtet. Im Deutsche Bank Park sei die Mannschaft nach dem 0:6-Debakel in der Hinrunde auf Revanche aus. Vielleicht gelingt Amenda dann tatsächlich sein erstes Tor mit dem Adler auf der Brust.






7 Kommentare
Unter einem ShootingStar verstehe ich etwas anderes: Nach Definition ein rasanter Aufsteiger, Senkrechtstarter, Personen, die in kurzer Zeit einen unerwartet großen Erfolg und Popularität erlangen.
Er macht jetzt einen guten Job über einen noch recht kurzen Zeitraum, das, was wir uns von ihm erhofft haben und was man auch erwarten konnte. Weiter so.
Naja, von einer schwierigen Anfangsphase kann man wohl nicht sprechen, nachdem sein Abgang eigentlich schon mehrmals erwartet wurde. Um so besser, dass er endlich zeigen kann, dass er mithalten kann! Daumen hoch!
Gerne am Samstag den 2:1 Siegtreffer in der Nachspielzeit und das Waldstadion eskaliert!
Gerne auch 3,den nächsten Plastik Club schlagen...
Wäre er nicht Torschütze Nummer 300-Rekord in der Buli🤔
Amenda finde ich auch gut und er hat gezeigt, dass er ein guter Verteidiger ist.
Wird sich aber zeigen, wie unsere Abwehr personell aufgestellt ist, wenn unser Wikinger wieder einsatzbereit ist?
Dann geht Amenda mittelfristig wieder auf die Bank.
Aurele wir finden Dich aber auch gut, wenn Du Tore verhinderst - endlich bekommst Du Deine verdiente Chance, Du last lange genug darum gekämpft, dass jemand anerkennt, dass Du gut genug bist für die Bundesliga - see you in USA - #aufjetzt
Klar wäre das toll, Du wärst der 300. verschiedene SGE-Torjäger in der Bundesliga, alles fing am mit Lothar Schämer vom SV Erzhausen am 06.09.1963 dem ersten Spieltag "ever" als er einen Elfmeter zum 1:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern verwandelt hat.
Und am 25.11.1975 durfte ich mit ihm mein 1. Bundesligaspiel im Waldstadion sehen und allerspätestens seit dem Eckballtreffer von Bernd Nickel zum 6:0 (HZ 5:0) gegen den FC Bauern mit dem Außenrist von der Seite des A- Blocks in unnachahmlicher Manier, weiß ich, dass ich jedes verdammte Spiel des geilsten Clubs der Welt mitnehmen werde, so am Samstag die Nr. 1.475...
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