Beim 2:1-Auswärtssieg der Frankfurter Eintracht in Wolfsburg überzeugte Oscar Højlund. Der 21-Jährige schoss per sehenswertem Weitschuss den ersten Treffer der Partie am 29. Spieltag der Bundesliga. Die Eintracht nahm den starken Auftritt des Dänen zum Anlass, um den Spieler in der vereinseigenen Spieltagsshow „Im Herzen von Europa“ zu analysieren, mit dabei war SGE-Ikone Sebastian Rode.
„Schon während seiner ersten Saison habe ich gesagt, dass er mich nicht nur von der Haarfarbe an mich erinnert. Sondern auch von seiner Wildheit, von seiner Dynamik und seiner Entschlossenheit, auch in den Zweikämpfen“, sagte Rode über Højlund. Beide Spieler verpassten sich bei der Eintracht knapp. Højlund wechselte im Sommer 2024 kurz nach Rodes Karriereende für rund 1,35 Millionen Euro vom FC Kopenhagen an den Main. In der laufenden Saison stand der zentrale Mittelfeldspieler wettbewerbsübergreifend bereits 25-mal für die SGE auf dem Spielfeld. Rode ordnete dessen derzeitige Situation ein: „Er ist sehr laufstark, und jetzt wird ihm das Saisontor auch noch einmal einen Push geben. Scheinbar gefällt seine Spielweise Albert Riera, von daher spielt er auch.“
Rode über Riera: „Man kann ganz klar seine Handschrift erkennen“
Højlund stand in den vergangenen beiden Bundesliga-Partien unter Albert Riera in der Startelf. Auch zum neuen Cheftrainer äußerte sich Rode im Laufe der Sendung: „Man kann ganz klar seine Handschrift erkennen, was das Spiel mit dem Ball angeht, aber auch gerade ohne Ball. Die Defensive hat er definitiv stabilisiert. Die Gegentore wurden abgestellt.“ Bevor Riera in Frankfurt anheuerte, durchlebten die Hessen eine defensiv gesehen holprige Phase. Vor der Ankunft des Spaniers kassierte die SGE in fünf Bundesliga-Spielen in Folge jeweils drei Gegentore. Dem 44-Jährigen gelang es, in seinen ersten neun Partien eine Quote von einem Gegentor pro Spiel zu etablieren.
Während dieser ersten neun Auftritte in der Bundesliga fiel Rode eine gewisse Ähnlichkeit zu einem seiner Ex-Trainer auf: „Ich erkenne viele Parallelen von Albert Riera zu Pep Guardiola in der Art und Weise, wie er spielen lassen will, gerade offensiv. Defensiv jetzt nicht, da ist Albert Riera schon sehr Mann-gegen-Mann-orientiert.“ Zwei Jahre seiner Profikarriere verbrachte Rode beim FC Bayern München. Genau zu dieser Zeit stand Pep Guardiola an der Münchner Seitenlinie. Der Europa-League-Sieger von 2022 und langjährige SGE-Kapitän erkenne ebenfalls gewisse Ähnlichkeiten in der Ausstrahlung zwischen den beiden spanischen Coaches. Auch die Form des Ausdrucks sei ähnlich.
Stellen Nusa und Diomande die Eintracht vor Probleme?
Am kommenden Samstagabend empfangen Højlund, Riera und Co. RB Leipzig zum Topspiel. Vor der Schnelligkeit der Sachsen warnte Rode: „Guter Speed, vor allem mit Antonio Nusa und Yan Diomande. Da haben sie echt einen guten Transfer gemacht.“ Die SGE müsse besonders während Umschaltsituationen achtgeben, da könnten die Leipziger ihr Tempo am besten ausspielen. „Da gilt es, sowohl mit Ball ballsicher zu sein, aber auch gegen den Ball aggressiv und dann im richtigen Moment auch mal eine Grätsche zu setzen“, erklärte Rode. Ein Spiel, das also wie gemacht für den jungen Højlund sein könnte.






8 Kommentare
Seppl, alter Seemer Bub, ich kann ja verstehen, dass Du es positiv siehst, aber die Handschrift dieses Schaumschlägertrainers zu erkennen, ok Fachwissen seit Deiner D-Jugendzeit beim SKV Hähnlein hast Du ja...
Ich habe die Spieltagsshow auch gesehen Herr Lohwasser, aber...
Reicht Platz 8 für die Europaleague, wenn...
Freiburg die EL gewinnt und 7. wird.
Deutschland Spanien überholt.
Ein für die Championsleague qualifiziertes Team den DFB-Pokal gewinnt.
Weiß das jemand?
https://www.kicker.de/sechs-champions-league-plaetze-sind-fuer-die-bundesliga-moeglich-1211154/artikel
Ein bisschen OT:
Das Spiel gestern von Straßburg gegen Mainz und auch ein wenig das Spiel von Bayern gegen Real hat mir wieder mal gezeigt, wie wichtig Überzeugung und Leidenschaft im Fußball ist.
Straßburg war bestimmt nicht besser als Mainz, aber sie waren sowas von überzeugt von sich und sie wollten den Sieg einfach mehr.
Überhaupt, die ganzen Europapokalspiele deutscher Mannschaften in der letzten Zeit. Da schaut man zu und denkt mit Wehmut an unsere leidenschaftlichen Auftritte bis 2022. Davon war diese Saison leider sehr wenig zu sehen.
Die Leipziger sind spieltechnisch besser als wir. Aber mit der richtigen Haltung können wir sie schlagen. Ich bin mir aber unsicher, ob wir die an den Tag legen können. Es wäre so wünschenswert, für uns alle.
Ich glaube, dass hat in erster Linie mit Qualität zu tun. Bei zwei (fast) gleichstarken Mannschaften schlägt das Pendel dann Richtung Mentalität - vorher nicht. Mainz hat mMn in den ersten 15 Minuten mit Einstellung einiges Kompesieren können und gar nicht soooo schlecht gespielt - aber dann hast sich mit dem ersten Tor die Qualität durchgesetzt.
Wir hatten das Thema wie Banane die ZK-Quote gemessen wird bei den anderen Artikeln und dass Oscar da ja komischerweise abfällt (auch wenn er ja als Arbeiter gilt). Schön, dass da eine Vereinsikone mal ihre Sicht schildert und meinen Eindruck teilt - wie Rode ein Spieler gegen den man sehr ungern antreten will.
Das war eine andere Mannschaft, zu Beginn der Europäischen Spiele gab es bei Heimspielen zu Anfang erstmal ein Statement von Hinti für den Gegner
„ du oder der Ball kommt an mir vorbei, beide zusammen aber nicht“ 😉
Du kannst Rodes positive Einstellung verstehen, aber nicht ohne nochmal richtig über Riera abzukotzen. Was soll denn immer dieses abfällige Gerede? Wenn man sowas von einer Vereinslegende hört/liest, wäre etwas mehr Demut angebracht.
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