Eine klare Idee für die neue Saison? (Foto: IMAGO / AFLOSPORT)

Viererkette als Zukunftsmodell? In der vergangenen Spielzeit wechselte die Frankfurter Eintracht oft das Spielsystem – immer wieder kam das sogar während des Spiels und abhängig vom Gegner und vom Ballbesitz vor. Wie Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche im Gespräch mit dem „Kicker“ nun ankündigte, soll es in Zukunft in Frankfurt klar in Richtung eines Spielsystems gehen: „Wir wollen künftig regelmäßig mit einer Viererkette spielen. Unser Ziel ist, einen offensiven Spieler mehr auf dem Feld zu haben. Mit Willian Pacho, Robin Koch und Aurele Amenda verfügen wir über gute Innenverteidiger, die das spielen können.“ Hier dürfte der Fokus für die Transferphase besonders auf der Position des Rechtsverteidigers liegen, wo die SGE Handlungsbedarf hat. In der vergangenen Saison half hier auch Tuta aus – auch das soll in der kommenden Spielzeit nicht so oft der Fall sein: „Seine beste Position ist die des Innenverteidigers. Es kann aber auch sein, dass er ab und zu mal auf der Sechs spielt. Das hat er bereits ein paarmal gemacht, im Aufbauspiel ist er gut. Er kann auch mal als defensiver Außenverteidiger spielen, das ist aber nicht seine beste Rolle“, erklärte der Sportvorstand. Aber: Unbedingt muss hier kein neuer Spieler kommen: „Der Kader darf nicht zu groß werden. Wir können nicht auf jeder Position Wasser gegen Feuer versichern. Aber falls es einen Spieler geben sollte, der uns sofort weiterbringt und auf ein anderes Level hebt, werden wir uns sicherlich damit beschäftigen. Priorität hat die Position im zentralen Mittelfeld.“

Hardung freut sich über Nachwuchs: Lange Zeit galt der Anschluss des Nachwuchses der Frankfurter Eintracht als großes Problem. In diesem Sommer scheint sich – nicht nur wegen der Wiedereinführung der U21 vor zwei Jahren – hier aber einiges geändert zu haben. Noel Futkeu, Sidney Raebiger, Dario Gebuhr und Jan Bookjans wechselten zu Profi-Klubs, auch Marko Mladenovics Weg wird wohl in diese Richtung gehen. In der „Bild“ freute sich Eintracht-Sportdirektor Timmo Hardung über diese Entwicklung: „Die Jungs sind die nächsten positiven Beispiele unserer Nachwuchsarbeit. Sie bekommen jetzt die Möglichkeit, sich in den kommenden ein, zwei Jahren im Profi-Fußball durchzusetzen. Es wäre eine Bestätigung dafür, dass Eintracht Frankfurt Nachwuchsspieler entwickeln kann.“

Koch erneut ohne Einsatz: Auch das zweite Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft erlebte Eintracht-Innenverteidiger Robin Koch komplett von der Bank aus. Der 27-Jährige durfte sich zwar warm machen, bekam beim 2:0-Sieg über Ungarn aber keine Einsatzminuten. Bereits den 5:1-Auftakterfolg gegen Schottland hatte der Abwehrmann von der Bank aus verfolgt. Beim letzten Gruppenspiel gegen die Schweiz hat Koch dann die nächste Chance, allerdings kündigte Bundestrainer Julian Nagelsmann bereits an, dass es nicht viele Veränderungen gebe. Nach dem Sieg ist die deutsche Nationalmannschaft für das Achtelfinale qualifiziert, gegen die Schweiz geht es nur noch um Platz 1 oder zwei in der Gruppe A.

Elias Baum leihweise zur SV Elversberg: Das junge Eigengewächs der Eintracht hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2028 verlängert und wird die nächste Saison bei der SV Elversberg in der zweiten Liga verbringen. In der abgelaufenen Spielzeit kam er zu seinem Profidebüt bei den Adlern und wurde danach noch fünf weitere Male bei den Profis eingesetzt. Baum selbst sagt über die Vertragsverlängerung und die Leihe folgendes: „Ich freue mich sehr über die Vertragsverlängerung bei meinem Herzensverein, bei dem ich viel Vertrauen seitens der Verantwortlichen spüre. Mit dem Adler auf der Brust zu spielen, bedeutet mir viel. Dass ich in der vergangenen Saison sechs Einsätze bei der Profimannschaft hatte, war eine wertvolle Erfahrung. Jetzt möchte ich bei der ambitionierten Sportvereinigung Elversberg so viel Spielpraxis wie möglich sammeln, die ich für meine Weiterentwicklung brauche. Dafür werde ich weiterhin hart arbeiten.“ Auch Sportdirektor Timmo Hardung ist ebenfalls zuversichtlich: „Für Elias‘ weitere Entwicklung ist die Leihe zur SV Elversberg ein wichtiger und sinnvoller Schritt, bei dem wir ihm alles Gute wünschen. Außerdem freuen wir uns darüber, dass wir ihn langfristig an uns binden konnten.“

Lob für Ekitiké: Eintracht-Angreifer Hugo Ekitiké gilt nach den starken Spielen gegen Ende der vergangenen Saison als großer Hoffnungsträger im SGE-Sturm für die kommende Spielzeit. Nun gab Eintracht-Legende Uwe Bein in der „Bild“ an, dass auch er große Hoffnungen in den Franzosen stecke: „Natürlich hatte er seine Anlaufschwierigkeiten, aber er hat selbst in diesen ersten Spielen richtig gute Ansätze gezeigt. Er hat ein Jahr bei Paris nicht gespielt, da ist es doch klar, dass du nach einer gewissen Zeit nicht mehr richtig trainierst. Du hältst dich zwar fit, aber du hast nicht die Fitness um hundert Prozent in der Liga zu bringen. Zuletzt hatte er sie, und deshalb hat er sich auch mit Toren belohnt, und das freut mich für den Jungen. Ich denke, wir werden noch viel Freude mit ihm haben.“ Und eine weitere Legende ist sich sicher, dass dann auch die Zusammenarbeit mit Sturmkollege Omar Marmoush noch besser klappt: „Gute Fußballer finden sich immer“, erklärte Bundesliga-Rekordspieler Karl-Heinz „Charly“ Körbel: „Man hat schon gesehen, was Hugo mit seinen Storchenbeinen am Ball kann. Da hat er besondere Fähigkeiten. Und jetzt hat er die Fitness und auch die Robustheit für die Bundesliga.“

Leihe von Nnamdi Collins eine Option: Nach Informationen von „fussball.news“ ist die SGE offen für eine Leihe des jungen Verteidigers, der letzten Sommer aus Dortmund an den Main gewechselt ist. Bei der Eintracht konnte Collins letzte Saison sein Profidebüt geben, wird aber wahrscheinlich in der kommenden Saison noch weniger Einsatzchancen bekommen, besonders wegen der Verpflichtung von Aurèle Amenda. Trotzdem glaubt die Eintracht weiter an ihn, ansonsten hätte man ihn nicht mit einem Vertrag bis 2028 gebunden. Sportvorstand Krösche sagte nach seinem ersten Pflichtspieleinsatz für die SGE über Collins: „Nnamdi hat es gut gemacht. In den letzten Wochen und Monaten war er auch schon im Training sehr gut, bei der U21 sehr, sehr gut. Er hat ein richtig gutes Bundesligadebüt gegeben!“ Wohin er ausgeliehen werden soll, ist noch unklar.

SGE-Talent wohl zum BVB: Antonio Foti spielt in den Zukunftsplänen der Eintracht schon lange keine Rolle mehr und verbrachte die vergangenen beiden Saisons als Leihspieler bei Hannover 96. 2023/2024 kam der 20-Jährige lediglich zu sechs Einsätzen. Nun berichtet die „Bild“, dass sich Borussia Dortmund die Dienste des zentralen Mittelfeldspielers gesichert haben soll. Sein Vertrag bei den Hessen läuft aktuell noch bis 2025. Foti ist für die zweite Mannschaft vorgesehen, sein Marktwert beläuft sich laut „Transfermarkt“ auf 500.000 Euro.

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30 Kommentare

  1. Elversberg find ich gut…die werden ja wahrscheinlich gegen den Abstieg spielen, das wird ihm gut tun

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  2. Ja da wird Baum immer unter Feuer stehen. Freut mich, dass es eine Leihe in die zweite Liga wird und kein ablösefreier Wechsel dorthin wie zuletzt bei anderen unserer Nachwuchstalente.

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  3. Schaue gerade England Dänemark und kann mir einer bitte verdammt nochmal erklären warum das Dach zu ist und bei uns nie??????

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  4. Es ist legitim ein Spielsystem zu etablieren. Aus meiner Sicht sollten wir in der Lage sein auch andere Systeme zu spielen. Das sollte immer wieder vom Spielverlauf und/oder Gegner abhängig sein. So handhaben es auch andere Spitzenteams, nicht nur in der Bundesliga.
    Finde es gut, dass Baum verliehen wird, damit er sich weiterentwickeln kann. Das sollten sie auch mit Collins tun. Es würde seiner Entwicklung definitiv guttun. Er ist ein guter IV und muss Spielpraxis bekommen, um sich zu entwickeln.
    Bin auch auf den 6er gespannt, der noch kommen soll bzw. muss.
    Forza SGE

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  5. Die Engländer erinnern mich von der Spielweise an unsere Eintracht. Soviel PS zur Verfügung aber fahren nur im zweiten Gang.
    Am Ende liegt es am schlechten Rasen. Schon sehr blamabel dieser Rasen peinlich

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  6. @3
    Mein letzter Stand ist, dass das Dach nur von Mai bis September geschlossen werden darf

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  7. Das ist jetzt eine ernst gemeinte Frage.
    Ich bin ein Freund der 3er Kette, die defensiv zur 5er wird. Wo liegt der Vorteil der 4er Kette, gerade wenn es offensiver sein soll ? Wo ist der zusätzliche offensive Spieler ?

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  8. MK plaudert im Moment wieder gerne und viel. Klar die Interviews werden gefordert und gehören zum Geschäft, aber im September heißt es wieder, die Fans haben eine zu hohe Erwartungshaltung. Spieler werden leistungsmäßig explodieren, der Kader braucht nur Ergänzungen etc. Jetzt das Thema Viererkette. Aurele Amenda wird genannt. Ein Talent, welches aber nun verletzt ist. Er wird die Vorbereitung nur teilweise mitmachen. Auf ihn als Soforthilfe zu setzen, sagen wir mal „mutig“. Pacho hat es direkt gepackt, was auch Verantwortlichen nicht erwartet haben bzw. Erwarten konnten. Aurele Amendas wird vermutlich also Anlaufschwierikeiten haben. Für mich auch seltsam, bisher hieß er hat Oberschenkel, aber mehr wurde nicht berichtet, oder habe ich was übersehen.

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  9. @3 meines Wissens nach – kein Scherz – wegen des royalen Besuchs, damit Drohnen etc nicht von oben durchs Dach kommen. Soll wohl eine Gefahr darstellen.

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  10. @zeugeyeboahs73
    „. Ich bin ein Freund der 3er Kette, die defensiv zur 5er wird. Wo liegt der Vorteil der 4er Kette, gerade wenn es offensiver sein soll ? Wo ist der zusätzliche offensive Spieler ? „. dazu folgende Kommentare

    1. der zusätzliche offensive spieler soll auf der zehn im zentralen Mittelfeld spielen / prio nr.1 groß,dh da die eintracht mit Viererkette bevorzugt 4-4-2 mit doppelsechs gespielt hat,kann es ein Bayern 4-2-3-1 werden oder
    ein 4-1-2-2-1 mit doppelzehn,also götze,uzun,chaibi + groß und einer defensivsechs oder eben gross auf der einzel-zehn (wie gündogan) und doppelsechs
    2. spanien spielt geben Italien ein 4-3-3 und schnürt durch powerpressing die itaiener komplett ein, die Spanier können durch die dreifach aussenspieler:abwehraussen,mittelfeldaussen und angriffsaussen die Flügel dreifach besetzen und ständig die abwrhr hinterlaufen,auseinandernehmen und Lücken reißen,gewinnen fast alle zweiten bälle,zwingen Italien zu ständigen Fehlpässen
    3. dh es ist nicht die Viererkette selbst,sondern die Raumaufteilung mit rechts-mitte-links,die nicht zu toppen
    ist im offensivspiel,entweder im Pressing oder im kombinations-und überzahlwirbel
    4. moderne abwehr-viererketten haben hochaufgerückte superoffensive aussenspieler und hochaufgerückte innenverteidiger,die meist in der gegnerhälfte stehen
    5. oft wird die grundformation im defensivmodus verändert gegenüber dem offensivmodus. die Türkei hat auf dem papier ein 4-2-3-1. gespielt,offensiv aber ein 2-4-4 und defensiv ein 4-5-1
    6. dreierketten sind dafür da,um das Pressing noch mehr zu forcieren,europaweit wird von fast allen topteams mit dreierkette ein 3-4-3 gespielt, also noch offensiver als 4-3-3, um vor allen (Bitte Nachzählen bei topteams) 7-9
    Spieler in die box zu bekommen(um den Strafraum) und oft 4-5 spieler auf die Flügel
    7. bei 3-4-3 sind die feistehenden,freilaufenden anspielstationen immer 3-4 und nicht 1-2,dass ermöglicht ständige ballstafetten und kombinationswirbel in der gegnerhälfte

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  11. @bernemer81
    „. Es ist legitim ein Spielsystem zu etablieren. Aus meiner Sicht sollten wir in der Lage sein auch andere Systeme zu spielen. Das sollte immer wieder vom Spielverlauf und/oder Gegner abhängig sein. So handhaben es auch andere Spitzenteams, nicht nur in der Bundesliga. „…..dazu Kommentar

    1. ich weiß zwar nicht,welche topteams das sein sollen, alle topteams europweit spielen durchwrg nur 1 system :
    alle englischen,französischen,spanischen,portugisischen,italienischen topteams,also Arsenal,manunited,Tottenham
    mancity,PSG,Porto,Lissabon,real Madrid,Atletico Madrid,juventus,Mailand,Leipzig,Dortmund,Leverkusen,Bayern
    2. jeder bessere Trainer weiß,auch Heidenheims Schmidt,dass nur innerhalb eines Systems wirklich bis zur vollen automasisierung spielzüge,laufwege und bestimmte torchancenvarianten richtig einstudiert werden können, Beste und seine Standards und flanken sind ein hervorragendes beispiel

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  12. Über die Aussagen von Markus Krösche kann man ernsthaft diskutieren und ich bin bei ihm, wenn es um das Spielsystem geht.
    Eine Viererkette hat einfach den Vorteil, dass du für die Offensive einen Mann mehr zur Verfügung hast.
    Eine Fünferkette verpufft kläglich wenn die Außenverteidiger in der Offensive einfach zu wenig Impulse setzen können und defensiv durchschnittlich sind.
    In der letzten Saison hat es in den meisten Spielen mit Fünferkette nicht wirklich zufriedenstellend geklappt.
    Zu wenig Durchschlagskraft.
    Wir haben oft im Mittelfeld zur 5 Kette mit zwei Sechser gespielt, somit verblieben für die Offensive drei Spieler, was einfach zu wenig ist, um normalerweise im ersten Drittel der Liga zu bestehen. Einen 6 Platz oder auch mehr wird man normal mit der Leistung der letzten Saison nicht mehr erreichen.
    Ich will das nicht behaupten, aber ich glaube, dass die großen Mannschaften in Europa zu einem erheblichen Anteil mit einer Viererkette spielen und mindestens 4 Offensivspieler einsetzen.
    Daher favorisiere ich persönlich im Grundsatz ein 4-3-3 System das natürlich nicht absolut starr zu verstehen ist und natürlich auch auf den Gegner und Spielverlauf angepasst werden kann.
    Auch im Vierer Abwehrsystem können die Außenverteidiger durchaus offensive Akzente setzen, ohne dabei die Defensive zu vernachlässigen.
    Uns fehlt jedoch ein echter Sechser! der Laufstark, Zweikampfstark, Ballsicher und in der Spieleröffnung Akzente setzen kann. (Höchste Priorität) Zusätzlich sehe ich auch bei einem rechten Verteidiger noch bedarf.
    Für die 8 und 10 haben wir gute Alternativen im Kader.
    Auch für den Sturm sehe ich genügend Potenzial für zwei Außenspieler die auch torgefährlich sind und eine Sturmspitze.
    Mit einem offensiven 10 wären das die erwünschten 4 Offensivkräfte die einfach notwendig sind für eine Mannschaft
    wie wir, die im oberen Drittel der BL mitspielen möchte.

    Die oft gehörte Aussage, dass es egal ist, in welchem System man spielt, wenn alle einen vollen Einsatz bringen teile ich persönlich nicht. Voller Einsatz ist natürlich die Grundlage für Erfolg, aber die Systemfrage sollte nicht unterschätzt werden.

    Für die kommende Saison wünsche ich mir mehr attraktiven und offensiven Fußball und kein „ewiges“ Ballgeschiebe in der eigenen Spielhälfte.
    Ball-Besitzfussball ist nur dann erfolgreich, wenn er offensiv und kreativ ausgerichtet ist, wie es die europäischen
    Top-Mannschaften beherrschen.

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  13. Ich finde es gut, wenn man eine Grundformation festlegt.

    Hinten soll also eine 4er-Kette gespielt werden. Somit ist klar, wie der Spielaufbau hinten raus sein wird. In Anbetracht, das in der Jugend überwiegend 4er-Kette gespielt wird und es nach Kostic keine ausgebildeten und funktionierenden Schienenspieler gibt, finde ich die 4er-Kette gut.

    Daraus kann ein 4-2-3-1, 4-1-3-2, 4-1-4-1, 4-3-3 oder 4-4-2 werden, was ja auch weiterhin eine gewisse Flexibilität unterstreicht.

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  14. Ich finde es etwas verwunderlich, dass der Sportvorstand dem Trainer quasi vorgibt, welches System zu spielen ist.
    Letztendlich ist doch der Trainer dafür verantwortlich und muss auch sehen, welches System am besten zu den Spielern bzw. zum Gegner passt.

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  15. @rider66
    Geh ich mit. Krösche soll sich aktuell um Transfers kümmern und das System dem Dino überlassen.

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  16. Ich muss nochmal nachhaken. Seht ihr bei der 4er Kette nur 2 IV oder 1 oder 2 von denen noch außen ? Wer sollen diese beiden Außenspieler sein ? Genau da sehe ich unsere größte Problemzone, zumindest defensiv.
    Wir haben 3/4 top IV, aber unsere außen sind im Paket gehobener BuLi Durchschnitt. Buta, Ebimbe, Max, Nkounkou haben ihre Stärken, aber nicht im 4?? auf dieser Position. Ich sehe bei unseren vorhandenen Spieler eine 3er Kette mit 2 6ern.
    Stand jetzt :
    Trapp
    Pacho Koch Amenda(Tuta)
    Skhiri Mr. X ( bitte spielstark )
    Ebimbe Larsson Nkounku
    Marmoush
    Ekitike

    Sieht doch defensiv stabil, spielerisch im MF und umtrieben im Sturm aus.
    Gut, Ebimbe und Nkounkou dürfen gut laufen beim Umschalten, aber die bestehen eh nur aus Muskeln

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  17. @7
    In der Dreierkette bleiben bei Offensivaktionen normal die drei Spieler hinten. Bei der Viererkette werden die Außenverteidiger, ZB Max und Buta zu Mittelfeldspielern, können die Außenbahnen doppeln, die Außenspieler zB Knauff und Ebimbe hinterlaufen. Es bleiben also nur 2 Spieler hinten. Aus der Viererkette wird Offensiv dann gerne ein 2-3-Aufbau:
    Koch – Patcho
    Buta – Shkiri – Max

    oder wie jetzt bei der Nationalmannschaft:
    Tah – Rüdiger
    Kimmich – Kroos – Mittelstädt

    Kann man bei der Nationalmanschaft aktuell recht schön beobachten, Kimmich/Mittelstädt stehen sehr offensiv.

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  18. @14|U15

    Das sehe ich als nicht richtig an.

    Was ist denn bei uns passiert? Wir sind als etablierte Gründungsmitglied der Bundesliga zu einer Fahrstuhlmannschaft geworden. Warum?

    Bisher war es so, das der Trainer alles entschieden hat und den Sportvorstand zum Einkaufen geschickt hatte. Die Folge war, das der Kader, auf den Trainer abgestimmt wurde (zum Beispiel 4er-Kette). Der Trainer hatte dann kein Erfolg und ist entlassen worden. Es wurde ein neuer Trainer geholt. Der musste mit dem Kader arbeiten und hat dann Umbaumaßnahmen getroffen (3er-Kette) und den Sportvorstand wieder zum Einkaufen geschickt. Wieder hatte der Trainer irgendwann keinen Erfolg und wurde entlassen. Der nächste Trainer kam, baute die Mannschaft wieder um (Libero-Manndeckung) und schickte den Sportvorstand zum einkaufen. Auch dieser Trainer hatte keinen Erfolg und wurde entlassen. Der vierte Trainer kam und baute wieder alles um (4er-Kette) und schicke den Sportvorstand auf Einkaufstour….usw….usw….usw…
    Will sagen, wir hatten immer Spieler im Kader, die zum jeweiligen Trainer und dessen Ideen nicht passten und auf der Gehaltsliste waren. Wir waren nicht mehr handlungsfähig, die Qualität nahm ab …. sicherlich noch Fehlentscheidungen bei der Trainerbesetzung grundsätzlich und so folgte der Abstieg in die zweite Liga.

    In einer Schraubenfabrik wird der neue Geschäftsführer ausgesucht, um Schrauben herzustellen und neue Gewinde zu entwickeln. Wenn der aber Wohnmobile herstellt, dann hat der Geschäftsführer für die Schraubenfabrik erstmal seine Aufgabe verfehlt. Zumal er die komplette Produktion umstellen muss, womit man massig Geld verbrennen kann.
    Gibt der Verein 4er-Kette vor und der Trainer lässt 3er-Kette spielen, passt dies auch nicht zum Kader und der Kaderumbau kostet Geld. Wechselt du also von 4er-Kette zu 3er-Kette zu Libero|Manndeckung und zur 4er-Kette zurück musst du auch dementsprechend Geld in die Hand nehmen und das ist dann auch Geld verbrennen. Warum musste Bobic mit 3,5 Millionen € Etat starten? Tja, weil wir hier Geld verbrannt haben.

    Ich sehe es so, das der Sportvorstand Vorgaben zur Spielphilosophie macht und dementsprechend den Rahmen vorgibt. Denn der Kader wird nach der Spielphilosophie des Vereins zusammengestellt und nicht nach dem des Trainers. Idealerweise deckt sich die Spielphilosophie des Vereins mit dem des Trainers. Ich denke, das 80-90% vom Verein kommen müssen und der Trainer sich mit 10-20% reinbringen kann.

    Der Verein gibt die 4er-Kette vor, das bedeutet, das es dann keinen Trainer mehr geben wird, der 3er-Kette und Schienenspieler spielen lassen möchte. Das bedeutet, wir brauchen auch keine Schienenspieler mehr.
    Die Fans von uns, die eine 3er-Kette bevorzugen und Schienenspieler ala Kostic wünschen, müssen sicherlich klar kommen, das wir so nicht mehr spielen werden, und müssen sich umstellen. Auch in Ihrer Argumentation.

    Es wurde sicherlich letzte Saison sehr viel in den Systemen gewechselt, was ich persönlich nicht komplett falsch sehe. Aber in der Summe war es mir auch zu viel. Genauso die Diskussion ob 3er- oder 4er-Kette. Jetzt herrscht hier Klarheit, das es eine 4er-Kette wird. Diese Klarheit ist wichtig.

    Ich denke die Entscheidung ist nicht nur mit dem Trainer gefallen, sondern auch durch die Spielerseite. Ich denke schon, das dies ein Prozess war in dem intern einiges an Gesprächen geführt wurde. Und nun jetzt für alle verkündet wurde.

    Die Eintracht gibt die DNA vor, der Trainer hat die DNA umzusetzen und kann sich im gesetzten Rahmen einbringen. Der Trainer hat nicht mehr die Macht, sondern ist als leitender Angestellter Weisungsgebunden. Der Trainer kann seine Assistenten mitbringen, aber die medizinische Abteilung, Reha- und Athletikabteilung, das Scouting und die Kaderplanung unterliegen nicht seiner Verantwortung.
    Der Vorteil ist, das bei einer Trainerentlassung nicht mehr der gesamte Staff ausgetauscht werden muss, was Geld kostet, sondern maximal Trainer und zwei bis drei Co-Trainer. Das ist a) bedeutend günstiger und b) die Abteilungen arbeiten mittel- bis langfristig zusammen, was zu einer deutlich besseren Erkenntnislage und zu einer deutlich besseren Zusammenarbeit führt. Für die Spieler gibt es auch Sicherheit zu wissen, das sind die gleichen Ärzte, die gleichen Physios, die gleichen Athletiktrainer also die gleichen Ansprechpartner.

    Insgesamt finde ich es gut, wenn der Verein Vorgaben macht und dementsprechend die Leute aussuchen, welche die Vorgaben umsetzen.

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  19. Spielsysteme, ein komplexes Thema.
    Eigentlich wurde hier schon ziemlich viel dazu geschrieben. Trotzdem noch ein paar Sätze. Man kann ein System bevorzugen, aber man wird Systeme auch auf Taktik, Spielweise des Gegners abstimmen und Systeme sind variabel, auch im Spielverlauf. Krösche gibt Interviews, klar. Sein Job kennt keine Sommerpause, im Gegenteil.

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  20. @7 Der Vorteil der 4er-Kette ist in der Defensive, das die gesamte hintere Linie abgedeckt ist und es deutlich schwerer ist, die Linie zu überspielen und somit in den Rücken der Abwehrkette zu kommen, welches am schwierigsten zu verteidigen ist.

    Die 3er-Kette offensiv zu spielen bedeutet, das man mehr Positionen offensiv hat und mehr Torgefahr ausstrahlt. Die 3er-Kette defensiv zu spielen (5er-Kette) bedeutet, das man mehr oder weniger defensiv eingebunden ist und Offensivaktionen überschaubar sind. Es ist ein Unterschied ob man offensiv in Überzahl oder Unterzahl ist. Die 3er-Kette ist maximal Angriffspressing möglich, vielleicht noch situativ Mittelfeldpressing. Aber das Dressing ist leicht zu überspielen.

    Die 4er-Kette ist hier durchaus etwas ausbalancierter und hat defensiv wie oben beschrieben relativ schnell alle Spieler hinter dem Ball und dadurch auch recht zügig im Abwehr-, Mittelfeld- und Angriffspressing. Du kannst hier deutlich schneller im Pressing wechseln, stehst damit defensiv stabiler und hast mehr Möglichkeiten. Damit bekommst du offensiv deutlich schneller in Umschaltsituationen.
    Offensiv sehe ich den Vorteil, das man mehr Platz hat, weil man den Gegner mit einem guten Positionsspiel aus der Deckung locken kann. Man hat die Außenbahnen doppelt besetzt und kann sowohl dribbelnde Mittelfeldspieler|offensive Außenspieler als auch flankende Außenverteidiger haben, wenn diese hoch mit spielen. Du schaffst durch verschiedene Laufwege immer Lücken, die bespielt werden können. Im Prinzip und Theorie ist es auch bei der 3er-Kette möglich, meine Erfahrung zeigt, das dies in der 3er-Kette zu statisch wird und dementsprechend keine Bewegung möglich ist, weil der Gegner mit 11 Mann vor dem Kasten steht. Offensiv ist es mit 4er-Kette als auch 3er-Kette immer schwieriger Chancen zu kreieren, für mich zählt in dem Fall die defensive Stabilität.

    Wir haben zu viele Ballverluste, die zu Kontern über die Außenspotionen kamen. Da waren wir mit der 3er-Kette im Nachteil. Entweder entstand dort direkt eine Tormöglichkeit oder Tor, oder unsere Außenrückenden Innenverteidiger konnten nur zur Standard klären, welche bei uns höchstgefährlich waren und zu Toren führen. Mit der 4er-Kette verspreche ich mir nun, das diese Konter deutlich reduziert sind und wir vor allem weniger Standards zulassen und somit defensiv Safe sind.

    Hier sind genügend sachkundige Beitrage, die beides beleuchten und die Vor- und Nachteile aufwiegen. Es ändert nichts an der Tatsache, das wir 4er-Kette spielen werden und der Kader auch dementsprechend zusammengestellt wird.

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  21. Total OT:
    Wie kann es eigentlich sein das unser Rasen, gefühlt seit einer Ewigkeit, dem eines Bolzplatzes umme Ecke gleicht?
    Ja es sind unzählige Veranstaltungen im Stadion, aber wenn das Ergebnis jedesmal unser ramponierter Rasen ist, sollte hier ernsthaft mal an einer dauerhaften und vernünftigen Lösung getüftelt werden. Muss ja nicht gleich wie Bernabeu sein (obwohl diese Lösung echt der Hammer ist, und vermutlich genau in unserer Situation die 1A Lösung wäre), aber ein bissel professioneller sollten wir hier schon sein. Wollen oben mitmischen, sind aber mittlerweile europaweit bekannt das hier der mieseste Acker liegt.
    @redaktion
    Ihr seid doch auch des öfteren mal im Umkreis von Krösche und co, könnt ihr das Thema vlt auch mal anschneiden, ob es da evt Zukunftspläne gibt?

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  22. Mein Verdacht der klaren Ansagen Krösches gegenüber Toppi erhärtet sich. Festhalten am Trainer, aber unter Vorbehalt. Finde ich persönlich gut!

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  23. @rider:
    „Ich finde es etwas verwunderlich, dass der Sportvorstand dem Trainer quasi vorgibt, welches System zu spielen ist.“
    1. Teilweise hast du recht, aber bei der Fluktuation von Trainern ist es auch nicht sinnvoll, dass jeder neue Trainer ein völlig neues Spielsystem spielen lässt und man dafür den Kader komplett umstellt. Der Trainer muss sich also zu einem gewissen Grad den mittelfristigen Kaderplanungen des Sportvorstandes unterordnen. Bei einer 4er-Kette müssen defensiv stabile AV im Kader sein und offensivstarke AM bzw AS, gewissermaßen also Spezialisten, entsprechend werden die Transferplanungen sein. Bei einer 3er-/5er-Kette braucht du variablere Schienenspieler, die sowohl defensiv als auch offensiv eine gewisse Mindestqualität mitbringen.
    2. Ich bin davon überzeugt, dass das System intern in der Saisonanalyse besprochen wurde. Die Verantwortlichen werden sich mit Sicherheit zusammen überlegt haben, welches System mit dem Kader und den angestrebten Neuverpflichtungen am sinnvollsten ist.

    @Spielsystem
    Sowohl 3-er/5er-Kette als auch 4er-Kette haben natürlich sowohl Vor- als auch Nachteile, sonst würden ja alle Mannschaften mit dem gleichen System spielen. Ich denke, die Umstellung des Systems folgt aus der Umstellung unseres Spielstils. Unter Hütter und Glasner wollten wir nach Ballgewinn überfallartig und massiv vorne Druck aufbauen und gegebenenfalls bei Ballverlust direkt ins Gegenpressing. Dafür braucht man dann natürlich hochstehende Schienenspieler. Der Nachteil ist, dass wir, wenn wir nicht ins Gegenpressing kamen oder diese überspielt wurde, hinten sehr offen standen.
    Unter Toppmöller spielen wir aus einer geordneten Grundausrichtung. Nach Ballgewinn gehen wir selten unmittelbar ins vertikale Spiel, sondern formieren uns erstmal neu, um dann aus Grundausrichtung wieder ins Spiel nach vorne zu kommen. Dies wird dann meist über zwei, drei kurze präzise Pässe eingeleitet und dann kommt der lange Ball auf die Außen. Dafür brauchst du dann weniger Schienenspieler sondern eher Außenstürmer. Die hast du im Normalfall aber nur in einem 4-3-3 oder einem 4-2-3-1.
    Offensiv sind wir auf den Außen mit Ebimbe, Knauff, Bahoya, Chaibi und Marmoush als Optionen ziemlich gut besetzt. Defensiv allerdings nicht. Nkounkou ist eigentlich ein guter Schienenspieler, aber als LV defensiv nicht stark genug. Max ist defensiv solide, aber insgesamt limitiert. Da liegt meine Hoffnung auf Brown, wobei man abwarten muss, wie schnell er sich an die erste Liga gewöhnt. Für Buta gilt das gleiche wie für Nkounkou allerdings in allen Bereichen etwas schwächer. Chandler ist sportlich nur eine Notlösung und Tuta soll dort ja auch nur im Ausnahmefall spielen. Wenn zudem noch Baum verliehen werden soll, brauchen wir zwingend einen defensivstarken RV. Da die Leihe von Baum ja kurz vor dem Abschluss steht, gehe ich mal davon aus, dass man mit den neuen RV auch schon recht weit ist, bin gespannt.

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  24. 20. ballsportler
    das trifft den Kern – Club gibt Spielsystem vor – und holt dann den passenden Trainer plus passende Spieler.

    Man benötigt keine EierlegendeWolfmilichSau-Lösung so wie es letzte Saison versucht wurde zu etablieren was wahrscheinlich zusammen mit dem unrunden Kader nicht optimal über die Saison hinweg funktioniert hat und einige Spieler auch überfordert hat.

    Ich bin guter Dinge das es dieses Saison besser funktionieren wird.

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  25. Danke für die Antworten zum Thema Dach. Hab jetzt gelesen warum das Dach zu war und das irritiert mich ein wenig. Die Bild schreibt das Dach war zu wegen möglichen starken Regen und dadurch der Rasen noch schlechter zu bespielen wäre…..wtf .
    Irgendwann hab ich gelesen bestimmt schon 1,2 Jahre her aber bin mir nicht sicher aber hab es so in Erinnerung das es offen bleibt wegen Regen,weil die Feuerwehr Angst hat dass das Dach die Regenmaße nicht standhalten kann und wegen Pyrotechnik…..bleibt das Dach auf…..also was denn nun ? Ich glaube ins geheim wegen der Pyrotechnik bleibt das Dach bei unseren spielen auf …..

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  26. Mal an alle Beteiligten dieses Threads, vielen Dank. War für mich sehr informativ, hat Spaß gemacht, zu lesen…

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  27. Wohltuend, auch mal fundierte Antworten zu lesen, die über das übliche „mehr Leidenschaft“ hinausgehen. Danke dafür.

    Krösche macht nichts anderes, als der. Kette-Diskussionen die Grundlage zu entziehen. Und Toppmöller hat das letzte Saison ja schon ausprobiert.

    Die Duos Max – Nkounkou links und Buta – Knauff auf rechts haben gar nicht so schlecht funktioniert. Nkounko/Knauff werden von klassischer Abwehrarbeit befreit (müssen aber weiter vorne verteidigen, was aber anders ist als in der Abwehrkette) und Max/Buta werden nicht mit Flügelläufen überfordert. Als 2er Pärchen können sie die Seite bearbeiten und mit Hilfe des zentralen Mittelfelds Überzahl schaffen.
    (Namen sind nur zur Verdeutlichung)

    Und auch Tuta im Mittelfeld gefällt mir gut: er bringt eine gute Grundaggressivität mit, hat eine gute Ballbehandlung und ein gutes Auge für Räume (wo er auch mal schnelle, riskante Pässe spielen kann). Und wenn er mal wieder einen Bock macht hat er noch die Abwehr hinter sich.

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  28. @22, klare Ansagen, auch an den Trainer, finde ich generell gut, diese Aussage von Krösche würde ich aber nicht als Ansage speziell an den Trainer verstehen, denn Toppmöller hätte gerne von Anfang an viel mehr 4er Kette gespielt, der Kader hat das aber nicht hergegeben. Gegenpressing-Spezialist Rangnick sieht beispielsweise die 4er-Kette als absolut unausweichliche Grundlage für Pressing, Raumdeckung, Kontervermeidung und offensives Überzahlspiel, das hat er mal vor gut 20 Jahren in der Sportschau an der Taktiktafel schön dargelegt. Der Rangnick Typ hat zwar ungefähr so viel Seele wie ein Taschenrechner, aber wenn es um Taktik geht, glaube ich schon lieber so einem kühlen Analytiker als irgendeinem Bernd vom Kiosk. 😉

    Toppmöller hat sicherlich auch das Buch vom Rangnick gelesen, denn er ist ein sehr akribischer Arbeiter und diese Positionsverschiebungen, dieses Passwege zustellen, das klingt schon sehr nach Rangnick’s Ansatz. Rangnick hat unter anderem gesagt, dass sie bei Ulm keineswegs ohne Libero spielen, sondern jeder hinten Libero ist. Die Aufstellung ist im Rückwärtsgang variabel, weil der ballführende Spieler gedoppelt wird und ein anderer aus dem Mittelfeld die frei gewordene Position einnimmt. Wenn man so ein System selbst beim Gegner feststellt und stark gepresst wird, kann man das eventuell selbst mit einem „Kroos’schen“ Flankenwechsel aushebeln.

    Krösche gibt nur einen Ausblick darauf, mit welcher Ausrichtung eingekauft/verkauft wird. Seine angekündigte Transferaussicht hat er auf lange Sicht auch immer eingehalten, das heißt aber nicht zwangsläufig, dass sie im nächsten Testspiel sofort 4er-Kette spielen. Das heißt auch nicht, dass man nicht in Zukunft mal wieder die 3er-Kette sieht, wenn man beispielsweise gegen einen sehr starken Gegner das Ergebnis halten muss und 5-4-1 umstellt. Im letzten Jahr wurden von Krösche erstmal gezielt die 5 gewechselten und 2 alten Stammspieler ersetzt, dann einige Posten von der Gehaltsliste gestrichen. Was der Eintracht noch fehlt, sind definitiv mehr Alternativen auf den Außen. Egal ob in 4-4-2- oder 4-3-3-Varianten braucht man jeweils zwei offensive und defensive Außenspieler, weil die sich am meisten kaputt rennen. Ansonsten ist Toppmöller bei jeder Auswechslung gezwungen, wieder umzustellen, wie in der vergangenen Saison. Dafür wurde er auch teils hart kritisiert, dabei kam das hauptsächlich von Stammtisch-„Experten“ mit wenig Wissen über die Kaderzusammensetzung, Verletztensituation und Fußballtaktik. Kein Fußballfachmann und keine Eintracht-Legende hat das bemängelt, denen ich im Zweifelsfall immer mehr Kompetenz zutraue.

    Dino hatte eine sehr ordentliche erste Elf zur Verfügung, er hatte bis jetzt aber kaum die Möglichkeit, das System zu spielen, das er bevorzugt und das von allen Eintracht-Jugendmannschaften gespielt wird. Die zweite Reihe war zudem einfach zu dünn besetzt. Auch Systemumstellungen während des Spiels wurden ihm oft angelastet, dabei war das meistens den Ausfällen geschuldet und nur eine Notlösung, weil die Bank gar nichts anderes hergegeben hätte. Deswegen hat er einfach gerettet, was zu retten war, so hat es eben dennoch zu Platz 6 gereicht. hoffentlich wird der Kader noch in der Breite verstärkt, dann kann er auch eine andere Spielkultur implementieren.

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  29. Dass der Verein dem Trainer einer Kader „zur Verfügung stellt“ hat natürlich seine Grenzen und sollte mit dem Trainer gut abgestimmt sein – ich hoffe, das ist in der gemeinsamen Saisonanalyse passiert und wird bei den entsprechenden neuen Spieler-Kandidaten dann auch entsprechend abgestimmt.
    Ich kann mich noch recht gut an die Saisonanalyse von Labbadia und Beiersdorfer beim HSV erinnern, nach der die Defensive gestärkt werden sollte, Beiersdorfer dann aber das ganze Budget mit Millionenflop Halilovic verdaddelt hat. So darfs natürlich nicht laufen.

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